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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-21 · Heft 62 (21.3.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 62 (21.3.1919)
Date
1919-03-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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'.■•i&arap*!*' Nr.. 62Wien, Freitag Wiener MoraenzeMna Wiener MoraenzeMna Die Schweizer Reise -es Kaisers Karl. .' -Vorgestern abends .war durch die „Schweizerische Tfelegraphenmfvrmatiön" berichtet worden, der schweizerische Bundesrat stehe dem Einreisegesuch des Kaisers Karl, wohlwollend gegenüber.,,In der Nacht teilte die Hiener amtliche „Staatsllörrespondenz" mit, das bezügliche Gesuch sei mit Wissen der Wiener Regierung in Bern überreicht worden - Nun, zeigt sich aber der merkwürdige Umstand, das; vyn. E.ckartsau ein solches Gesuch niemals ausgegangen ist. Um das Rätsel noch w ^verwirren, veröffentlichte, die Staatskorrespondenz gestern mittags eine Erklärung, .die wohl das Höchste an ^UyLlqrheit/'leistet. Die Erklärung bpsygt.: ( ^C8-M selbstversiäMich, daß ' die Republik den von der Ltätiönalversammlung beschlossenen Gesetzen Respekt verschaffen , muß. Die Slaatsremerung hat dem gewesenen Kaiser gegenüber keinen ^Zweifel gelassen,, daß die Auf r ech th a l t u n g es,«er H o.fh altang imd, du Äütrechterhaltüngdes T..i^t e l.s eines-K qc i f c r §; mit' den Grundgesetzen des Länbes nicht im EinllaNg steheU - '" Der gewesene Kaiser hat'in, srinem-Brrzichtwom 11: November 1918 bloß- .erklärt,-. siL.-8^.PegjuMg8gesch8itrD-ent- -halten-und im übrigen.sich, der Entscheidung,-dre Deutschöstexrelch über seine künftige Staätsform trifft, zu fügen.. Die Könstiinant'e hat nun gesprochen und' diese Entscheidung ist i na-y p r l'l'a b ei."-Die nächste'Konschüenz wäre - die f r e iw ü l l i g e A b d a nku n.g- -f ü-r 4ic P e r s o n d e s .fb,.a i f e £ .§- w U J ii r d a s . ga n z e. H aus .Häbsch ,U,b g.. Da diese ms zur Stunde üüsfteht. widerspricht das Derhaltkn üon EckaAsau den Stäätsgeschni) Bost dieser'Rechts- ', '.«Wffwtz ift.iMaxisauunterrichtet^-'phne daß dre Staäts- >«giW^gjMW.tWb«yd^-'gehmdeyMtth,,irßyrdeme»'Dkü'ck-? . " 'dtt SicherheitMthöÜMe öön'Eckärtsau betreffen, yfoskcknnte M''der'W-Kiltfer darüber tliebeklagen^ Doch'gllt-' , Natürlich der staatliche Schutz niMdew gesetzlichen, aberuicht dem..ungrWiche^H.erholten des Mmelnm.,und nur dem Stäats- . bMeb, .der Nach'-den Gesetzen deß Landes lebt. ''Außerdem^ dftrf nicht vergeffen werden, daß'Deütschösterkeich mit de»-Nachbar-. . staateü-iu Fkikdmmnd "Freündschaftbkbeu-'WM> und es darum Wcht zulassen. kann^ daß Bewohner. de^Äantzes gegen dreNachhar- . Republiken sich Herrscherrechte anmaßen, die rmserem Lande zur 'Verlegenheit "werden können." f ::*% ^v:Vv-;. , Dig Wahrheit wirb wohl diesem, daß der König von England durch den nächEckartsau gesandten Ehrenkavalier die Schweizer Regierung um ein Asyl für. Külser-.Karl hat ersuchen lassen. Die deutschösterreiMche Regierung ist. mit einem solchen Ansuchen nicht an die Schweiz herangetreten. ' . Berrveigerung v»>r Reisedassen nus stever-! technischen Rücksichten. / Die Abgeordneten Dr. S ch ü r f f und Genoffen stellten in der gestrigen Sitzung der nietzer.österrcichischc n LandesverjäMmlung an den Landeshauptmann..betreffend die B er'weige- UÜu g v o n R eis epLss euaHs ''st euer te ch n tfi'ch e n R n ck-s-i ch t e n folgende AnftW ^Einzelne B ez.i r-k'sh a'Mch r m a n Wich a/ft e n- - hündhaheu. djtz Steüeworschristen in der widernnnigem-^Bvffe, daK sie-^rutschösterreichischen. tzstaatsbstrgem die. Ausfertigung. voWMsetzäffen nach Ungarn deswegen verwelgir»:' - Mt sie" ihre-SieMn noch nichtbezahlt habQ^Dam.t^ werden hauplsächlich,, Geschäftsleute..geschädigt, weil diese>W,.-die MMtchseft' .des.. darennnkgW. m..stngarn konl'men. Ge'chädigr wiro^.' aber' auch der Stagt,' der ’ seinen Bürgern die Erwerbsmöglichkeit'> n mmt>' und Mmit '"sich - dre.- Steuerquellen verstopsr.. Darum stellen .die Gefertlgtrn..'chl.e -Anfrage, ob er gewillt- - ist,-sofort -.-die..-Bezirkshauptmannkchaften-.- über die WjdersinniMt..dieses Hprgehens" auizuWerzmw 'von ihnen die 'rmbchmderle 'Ansfcrtigüng von ' RmchWn-'M Geschästszwecke zu fordern- -- ' " Die Gastwirte und die Vokksivehrrevisionen. " Wr'."nächsten M i t 1 w o ch ' stndtt eine Vollversammlung der 'Wiener Gastwirte statt, in der-vor allem die V o l k sw.e h r r e v .i s i o u e n zur- Sprache.konimen werden, die den weiteren Betrieb des -SasthansbetrWs.. von Wien gefährden.. Auch -die Affäre des vorgeiunhenen''Lcbensmittellagers in St. M dxi wird auf der Tagesdrdnim'g. dieser Versammlung stehen. ' , . . -- -- giönrstrfche BersämmlünK^^Bern. ' llebei? die 'ÜM.9. d. M. in Bern' stättaesundenen Vorträge des OberrabbinersD'-.' Ch a j-'^s und.Dr. Michael R i n g e l berichtet der „Berntr Bund.": „Ass erstcr-Rctzner sprach Professor Dr. C h a j e s, Oberrabbiner in Wien, über Palästinch,nnd.. Völkerbund. Er gab. -en.Bedauery'Ausdnrck. daß dem Problclm des Zionismus vielfach nicht - das ^k'uhrÄWVerständnis.entgegettgebracht wird. D a s P e ch;t hes sstdis chen V. o.l k e s a.nf .eJ.itvC n a.'..t'.r"o-N"a^'.L H ei m st ät t.e ist ein begründetes. Dre Juden haben mt 2009 jahriW EM "nirmals auf Palästina' verzichtrü-De^ Völkerbund müßte-ihr'RM auf Palästina garant'ürey-niid damit-. Mem- -geistig,hoch begylagten Volk die 'harmonische Entwicklung sichern,, die. chm, setzt vxrsagt ist. .. "Der zweite Redner, Dr. Michael A img e l, Präsident-/des Jüdischen Nätiönalrates m Ostgatistcn, äußerte sich über dre- ErivartUngen. 'welche die Juden Osteurbpasan den Völkerbund knüpfen. Unter dem ulten Polenrciche besaßen die Juden Polens, st'tüuens. und -Ostgaliziens eine gewfffe Autonom e, durch die Ver- KlÜmg Polens' wwd ihre Lage verschlechtert, heute rst sie .eme v ö'r z weifel t e. Die Pogrome' w-.e8erholen sich. Weder lMsche noch germanische Bestrebungen/haben eine nennenswerte W'Mllation der Juden erreicht.Der ejjiye'ul:che Wille der üilterdrückten Juden tm Osten Europas verlangt, daß ihnen, so lange sie in der Diaspora leben müssen)" die-nationale Autonomie im Schutze des'Völkerbundes'gewährleistet »werde. - .Die Versainmlung, dre aus Juden .und Nichtjnden bestand, beschloß eine Resolution, die die Aufnähiüe der jüdischen Nation. als gleichberechtigtes Mitglied in den Völkerbund fordert. * Zionistische DezirKsseKtion Wieden-Marga« reten. Drenälag den 18. d^Ak. fMd.W'-Cafö „.^ur Technik" DiV koMtmereude -BerkammluaK. b«£rZtWsttschm Setlion. für die Bezirle Wieden und Margqr.e'fen. statt) zu "der sich die Mitglleden des Zioyistischen -Zentralvereme^'' und. -des''- 'Jüdischen N'ülvnql/- - vererneS- -emgesünden' haben. - -Dtz.'-Mnx S'p'-r e ch e r besyncht. rMstend'-'. dre Erfolge? drs -ZiMiswvsn Wd dre Ausgaben,' die jedem-Gesinnnnasaenoffen darauf.ersvachley. Dr), Elias /Tisch rnüvickeltedas. Ärveitsprogralpm einer zwnlstlschen Bezirksseklion. Redner . führt aus, daß die 'Hanptaufgabe eurer jcden organisatorischen Zelle dle -Ilida'sicrnng-.'d"es Löbens ihrerAUtglreder.'sei.. Hjo Mitglieder einer Bezirisseltwn -wie .jedes zionistischen. Vereines rnüffeir -zur jüdischeir - Gejireinschast,' zrrr Ver-' bundenheit mit. dem Vierzehnmillionenvolke. rmd zu inten- 'stvstern jüdischen Leben verhalten und erzogen werden. Die Vorträge, die Veranstaltung, die Bibl'.othek, die Verkaufsstelle des Natronalfonds haben alle in erster Reihe auf dieses Ziel hinzuwirken. An diese Ausführungen knüpfte sich eine längere Debatte, in der unter anderem mehrfach der Wunsch nach Veremheitlichmrg der Organisation und benrksweiser Sektionierung derselben zum Ausdruck gekommen ist. Die Versammlung faßte auch eme dahingehende Resolrrüon. In den Ausschuß der Bezirksseftron wurden gewählt: Dr. Max Sprecher als Obmann, Frau Marie Strauß als Stellvertreterin, Herr Rudolf Kraus als Kassier, die'Herren Rndols Stein und Felix Willmanrrals Sekretäre,. Frau Dr. Sprecher, Fräulein Nelly I'ellrnek und die Herren Max Strauß, Paul Mandl, Norbert Hochstirn. Adoll Elias, Leopold Kohir, Wilhelm Alper, Sirnorr Spitzer, N. Pastenrak, Jakob Hammer und Alfred Lrchtenstern als Beiräte ohne Fmrktiorr gewählt. * Dr. Waschitz in Stockholm. Das Jüdische Preßburean in Stockholm, meldet: Im Aufträge, des. Vereinigten Jüdischen Hilfskomitees in. Lemberg weilt .seit einiger. Zeit in Skandinavien der Lemberger Rechtsanwalt Dr. Philipp' W a s-ch'i tz. Herr Dr. Kaschiv hat zur Aufgabe)- die Hilfsaktion zugunsten der PogromoUerzu fördern. Herr Dk. Waschrtz, der zu den prominenten Führer-ll des galizischen Judentums gehört, war selbst Arraenzeuge des Lemberger Pogroms .und., besitzt viel authentisches Material. Er war bereits m Kopenhagüst wo er sich mit dem Jüdischen ZentralhilfskouliteeSkandruaviens. mrb der dortigen jüdischen Gemeinde überdie Hilfsaktion vetstÜNdigt' hat. Von Stockholm reist Dr.. Waschitz nach F i n n l-a Y dr -und dann mit - dem .gleichen Aufträge des Leniberger Hilfskomitees,nach N e w- 'N o rck., * Hilfsaktion für Pogromopfer und notleidende Juden im Osten. Der Presiedieust ^der Delegation , des Jüdischen Nationalratcs für Ostgalizren. nuld'ct: Die .jüdischen Nationalräte und die israelitische Allianz zu W.ieil bildeten zwecks Hilfeleistung für Pogromopfer und notleidende Juden in Galizien, Polen und anderen Ländern des Ostens ein ' „V 'er'e i'n i g t e 3 Komitee f ü r die V e r t e i t u n g.: d c r a m e r ik a n i s ch,e n H i l s s g e l der d e s, I o i n t D i st x ibution C.o m m i 11 c e". Das Komitee besteht aus. 16 Mitgliedern, ,von denen jede Gruppe je 8 enlsetibet. Ihre Kufgübe ist, die amerikanischen Geldes für die n'otleideüdeN'Juden'Dalizicns, der Bukowina, Polen, der. anderen Länder der .ehemaligen österreichisch-ungarischm Monarchie,, der Balkanländer-und.der Ukraine in Empfang zu nehmen, zu verwalten und in den betreffenden ' Ländern zur Verteilung zu bringen. Dem Bollzügsaüsschuß gebären an: Dr. Artnr'K « r a n dm als Präsident, Dr. Bruno P o l lack v. P a r n a u- und Adolf - S t a n d als Vize-. Präsidenten, Dr. Kamin k.a,. W. Pa p p e n h ei m, H. T r o p p und L. W e ch s l e r als Mitglieder. ‘ * Eine SLnnde in der Werkstätte der Wiener Kriminalpolizei. Für die von der Vereinigüng der-.Gerichtssaalreferenten im Erkennungsamt der Wiener Kriminalpolizei und im Polizeimusettm veranstalteten Vorträge, die Sonntag den 23. und Dienstag den 25. Mäxz, chonnittags 11 Uhr (Elffabcthprom'cnadr Nr. 7>, stattffnden, gibt sich starkes Interesse kund. Vorträge und Führung hat der Äbte-lungschef im Polizeipräsidium,' Polizewat Dr./ R e h m a.!,--Mer Mitwirfting anderer Beamten übernommeu. Beim zweiten .Vortrag wird' hex Vorstand des Erstnnnngsamtes, Polizeirat Dr. Erch b e r g^stiteressanteVersuche vöxfützren. Die noch vorhandenen (nur auf Namen lautenden) Kartensind bei Kehlendorfer, Krugerstraße, und der der Vereinigung Won 10 his 12 Uhrvormittags täglich rm Journalistenzimmer- Wk., Alserftraße 1, 2. Stock, Tür 179, erhältlich...- . * Offene Äerztestellen. Im Stande der Armenärzte der Gemeinde Wien guangen 9 bis 10 Stellen) städtischer Acrzte' tÄrmenbeharidlung und Totenbeschau) in der X.-.Rangsklasse der städtischen Bcam en zur BeseMg.. .Gesuche, .sind bis 15.^ April mr städtischen Gekmtdhrllsamk zu Überreichen/ kvö'aüch alle näheren .Anst'ünftk erteilt werden// :r. — Verkehrserweiterung auf der West- und Frauz Josefs-Bahn. Amtlich wird - mitgeteilt.: Hh Samstag den 22. d. M. treten, nachstehende. ErweitenirigenKstZügsverkeyr' in Kraft: ü) Westhahn: Der um 7 Uhr früh-vott^Wien-West abgrhen'd'e Fernpersonmzüg Nr. 215-'undder nm^ '9 Uhr 45 Min. abends in Wien-W.est. cnUreffende Fernpersvnenzstg -Wrrälö^wcrden - zwischen-.-Wien-West-Amstetten '..sowie.... der. ,W' ,.Wien?West/, 12 Uhr 10' Min., mittags' abgehende" Nahpeesmienzüg' Nr. 27 und der um 1. Uhr 45 Min. -' nachckiftW" m Wien- - West cintreffeNde Nahpersoncnzug Nr. ' .M ist,'.der Strecke Wien-West-^-Neulengbach - /täglich / . -verkehreil, - h)). Franz Josefs- Bahn: Der - von^.WiemF,,.J.-Ä. >. um, 2 Uhr 40 Win. nachmittags' abgehende Nahpersonenzua Nr. 81 und der um 6 Uhr 10 Min. abends nt Wien-F. J.-B. eintreffendc N'ahpersonenzug Nr. 38 werden zwischen Wlen-F. J.-B. und. Tulln wieder cingeführt und der. um 5 -Uhr 25 Min.^nachmittags von Wien-F. J.-B. ab gehende Personcnzug Nr. 3 il und der^ um 8 Uhr 68 Min. voxnrtttagZ in Wien-F. J.-Bk eintreffende Personenzug-Nv. 312 werdest wrederstägllch zwtschcnWien-F. J.-B. und Krems a. D. geführt. Jnl Anschlüsse an diese beiden Züge werden m der Strecke Krems a. D.—Grein der' von Krems a. D. um 8 Uhr 15 Min. -abends abgehende 'Pevsanenzrrg Nr. 1311 rmd der . in Krems a. D. um' 6-Uhr 2., .Mn. ,früh eintreffeilde Personenzug Nr. 1312. gleichfalls wi'd.er täglich geführt. '' Die Tariferhöhungen bei dm städtischen Unternehmungen. Aiilählich , eines. Referates, über - Lohnerhöhungen - in der gestrigen'Stadtratssitzung'wies'der Vorsitzende Vizebürgermeister- Hotzdar,aüf hin, daß.- er gegen--- diese Forderungen keinesfalls sich . au'spreche, daß ,ex, .aber jedesmal auf die enormeir stets wachsenden Auslagen der Gemeinde Hinweisen müsse, für die eine Bedeckung zw finden immer schwerer werde. R e u m a ir ii erklärte, daß es selbstverständlich sei, daß das Gleichgewicht im städtischen Haushalt' hsrgestellt tverde, wie aber die Bedeckung, gesimdell werden wird, darüber habe noch - gar keine Erörterung stattgefunden. Was^die an die Gemeinde' gestellten Forderungen anlangt, sör-wird jeder einzelne Fallgeprüft uild die Gemeinde wird' ihnen so weit Rechnung tragen, als es die finanziellen Mittel gestatten, lieber diese hinauszuzechen, sei beim besten Willen nicht möglich. Der Mord -ei der Meierei Tivoli. Die Polizeidirektion in Wien hat eine Belohn'nng Von 1000Kronen für denjenigen ausgesetzt, der Angaben - macht, Ivelche zur' Verhaftilng des Mörders des Nachtwächters - der Meierei Tivoli führen. Die Verteilung behält sich die Polizeidirettion mit Ansschlus; jeder: Rechtsweges vor.. 109.900 Kronen imterschlagen. Der '24jtthr>gü Buchhalter Otto Rineß, 9. Bezirk, Mndlergasse 4, wohnlrft, bei der landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufsgescllschast in Wien in Stellung gewesen, hat auf Grun.d^gefälschtcr Schecks dieser Gesellschaft in den letzten Tagend'Sei einer Anzahl hiesiger Bankinstitute 10 0.0 0 0 K)roneir behob eil und ist am 15. d.. M. aus--Wien flüchtig ^worden.- Seine Verfolgung wurde eingeleitet. ' Vier Villeneinbrechcr verhaftet.'. Bor einigerl Tagen wurde,.die zurzeit unbewohnte Villa-des-.Johann Hladky in Kritzendorf' er -b r ochen. Gestohlen wurden Kleider und Wäsche sowie Vorhänge im Werte von mehr als 3 0.0 0 0 Kronen. Zwei der Täter, der 20jährige Installateur- -gehilfe Anton S tv ob o d a und der 26 jährige Kontorist Josef-Zartl wurden am 17.- d. M., als, sic einen Teil Vor Ber.!? -ua-.')-- .lchasftn wollten,....bei i»r:v:. Rnktmft auf dem Franz'. Jvftf--B.ai)ttyos v e r h a s s e l? Zwei ,andere. 21 März 1913 Seite'S',' Täter.wurden Tags darauf hier f e st g e n o m m t u, urck» zwar. .. der 38jährige' Markthelfer Franz M a h e l.- lind.' depePWMgprs Kutscher Rttdolf Prinz. Mahel ist bereits tvicderholt, zuletzt mit .zwei Jahren schweren Kerkers, wegen - WrhrüchstdW-' stahls abgestrrft. Prinz hat wegen schwerer körperlicher Beschädigung eine sechsmonatliche Kerkerstrafe verbüßt. Die . vier Einbrecher wurden gestew dem Landesgerichte.^ts* geliefert. .; X-. | Unsere Kriegsgefangenen im Osten. Die DätsiWr:- Gesellschaft vom Roten'Kreuz teilt -imS mit: .D.«is>MiyWKM»^. des Arußern -m Kopenhagen hat aus Tomsk, eine DMfche, ( folgenden Inhaltes erhalten: «Im Lager Atschittsk 663-Offfziere,. hiervon 623 O cst e r r t i. ch er -- U n g a i uy ' 8 Reichsdeutsche und 32 Türken. Bon MannschaftSpersonen-ber. finden sich da: 1144, davon 719 Oesterrcicher-Ungarn, 321 Reichs-' deutsche ilnd 4 Türken, außerdem sind auch 320 Mann ans Arbeit im Lager. 19 Offizwre und 25 Mannschaftspe^sonen sind invalid oder, halbinvaftd. ' - Im Lager Kansk gibt cs 933 Offiziere, hiervon 440 O e ft e r r e i ch e r - U n g a r n, 483 Relchsdeutsche und... 10 Tücken," '810 MannschastSpersonen, - - hiervon 578O est erreich e r - U.u gar n. 22Reichsdeutsche und 4 Türken; außerdem 170 Mann in der Umgebung. 10 Offiziy» und 50 Mann sind mr Spital und 40 Offiziere und ZO Homst- ". schaftspersonen invalid. Die Berhältniffe :» beiden Lagerst in - bezug auf Lebensmittel, Beheizung, Beleuchtung) -Bestetdüng- . Medikamente und Geld sind günstiger als.in Krasnojarsk.-) PgK -. damsche Ministerium des Aeußern hat am 14. d.-M.. solgeudetz. Telegramm erhalten: .„Der Bericht von Cramer beucht' sich darauf, daß 6000 kriegsgefangene Offiziere und 9000 Mannschasts- ,, Personen in östlichen sibirischen Lagern von den Japanern -und Amerikanern übernommen sind, und daß der dänüche Hilfsdienst versucht, Berschirvungcn von Gefangenen von Westen-, nach Osten zu bewerkstelligen und dadurch das Schicksal der-Gcfängenen zu erleichtern und ebenso , die Heimseudung seewärts leichter gestalten zu können. . - --- ^- „Alraune." Im Ferdinands-Kino würde gesteh.eintgtft '! Vertretern der Presse der Sensationsfilm' '„Die' 'Alraune"' von " t"ans. Heinz Ewers vorgesührt. Die Handlung-- des ber'üymken - bmans.ist bekannt. Im Laboratorium, 'eines Forschers entsteht „> eiü Lebewesen mit Hilfe? der sagenhaften Alraunenwurzel.? ^Dxr , Patir des „Älrmine^ genannten Mädchens, ist.ein Verbrecher, hetz..v senwSchuld auf .deniMalgen sühnt, die Mutter ist' emeHe-.. , fallene, die mit der Gebürt Alraunes'ihr Leben'einbüßt. WchM laden,tritt Alraune khte.'Erd'enfahrt. an, alles zerstörend UWvfirmchteüd,.Sie stirbt durch den Mann, den sie liebt, der ckeMWW, -^ das'enksetzl.iche Experiment ihrer Wnschwerdung'vchänlaWfDE. stelluüg und Stoff-dieses kühnen FtlmsujetZ' sind gleich iMreffänt:'?- -- Stellen für Heimkehrer.?? ü Der Verein für unentgeltliche Arbeitsvermittlung an?jWM-^ . Hochschüler ersucht uns um Aufnahme nachstehenden' UuWesft. Auch unser Verein fürunentg e l t l i che Ar b eits-' v 'er m r t t l n n g an jüdische H o ch s ch ü l e r wird durch .die allgemeine Arbeitslosigkeit sehr stark in Anspruch geiioinmen. Hunderte zurückgekchrter Hochschüler> Hörer Mer Fakultäten der Universität, Techniker, Handels- und Exportakademiker. Theologen, Maler, Bildhauer, die durch -längere oder kürzere Zeit im. Felde waien, sind ohne Mittel, wollen durch uns. Verdienst und die Möglichkeit, weiter zu studieren) Wir wenden uns mm mit unserer Bitte an Alle,' die Mellen' zu vergeben haben. - B e d i e net E n ch . b e i - B e- - s e t; u n. g v o n L e h r e r-, H o f -nt eiste r- und > sonstigen Stellen unserer . Arbeit sv e' r m i t t l n n g. W i r h a b e n für j c b c S,t ,e lle ' P a f.s.e n d e B e w e r b e r. Hunderte arbeitsuchende ' SW: - dierende sind bei uns angemeldet. Geben Sie unsere^Adreffe in-? treundes- und Bekanntenkreisen weiter. Sagen Sw'überall/wo . ie hinkommen-, daß-hurck uns sehr 'tüchtige,, Hofmeister/.Kor-.- repetitoren, Privatlehrer, Gesellschafter, technische Hilfskräfte 'zil haben sind. Verein für unentgeltliche Arbeitsvermittlung au jüdische Hochschüler, Wien, IX., Liechtensieinstraße 11. Bureau-' stunde von 12 bis 1 Uhr, Mit Ausnahme 'von Samstag und' Sonntag. " Vorträge und Versammlungen. B e r-e i n „Z i o W i e n. Samstag '.den' 22. d. M« um 3 Uhr nachmittags, wird in unserem Verenislökal Herr Dr^ 15 -v n nens ch e i n über : Die Zerstörung - und - der Wieder- ' äüfban Palästinas" vortragen. Gäste willkommen. — Jüdis ch e I n g e n d k u r s e H.- S e m e st e r : Vortragszhllus des., Herrn Rabbiner Dr. Max G r n n w a l d. Beginn Mittwoch den 26. d. M. um 5 Uhr nachmittags. Themen: Am 26. d. M. „Jüdilche Ersittdec", anr 2. April „Jüdische Entdecker und Weltreisen", am 9. April ..Jüdische 'KüusÜer':?Mark-'Mtötzojski-.>?am 23. April „Jüdische Künstler: -Mar Lieb ermann". Die Thenien der späteren Vorträge werden rechtzeitig veröffentlicht werden. T~ - '. -y. Letzte Nachrichten/ Der Srtzerstrerk in Budapest. Kommunistische Tendenzen. Z. Bttdrpeft, 20. März. (Tel. der „Wiener Äorgrn-'. - zeilung.") Der Streik der 'Zeitungssetzer ist angeblich entgegen den Absichten der Vertrauensmänner aüsgebvochen, während diese.) noch mit den Druckereibesitzern verhandelten. Die Druckereibesitzer schienen ffchongeneigt, auf die Forderungen / der 'Arbeiter einzlisteWn.' .. heute mittags sind keine Zeitungen mehr'exschip? nen. Die Ausgleichsverhandlungen sind bereits im Zutze, .. es ist aber nicht ausgeschlossen/daß der- Streik Inhalt. In. den Verhandlungen erklärten sich die ÄrbeM'ebÄ/- bereit, eine öOpvozenti^e Lohnerhöhung und fünfstündige.? Arbeitszeit zu bewilligen, wenn das 5AindigungövMot/\i; aufgehoben wird. Dmnit waren aber die Vertreter 'der Arbeiter r.'cht zufrieden, vielmehr erklärten dieselben, ' daß sie sich mit einer Zoprozentigen. Lohlrcrh'ölsimg ''f' begnügen wollen, wenn eine. sechsstündigeNdaxWah- -) arbcitszeit garantiert und das KündigungSverbvt?-.an-f- ' rc.hterh alten wird. In den Abendstunden begann der Streik einen politischen Charackter-anznnMnen: ' Die Mitglieder der sozialdemokratischen Gewerkschaft verlangen außer der Erfüllung ihrer nlaterielleM.Gör^ - derungen die Einsetzung einer rein soziaWifDch/M. f -gierung, ein anderer, großer Teil der ÄMiWAE! vertritt .rein kommunistische Tendenzen. Man. AaÄ't. f daß. es.) nunmehr- :zu'- einer Kraftprobe innerhaK-Mi':'' - sozialdentokrrtischen'Partei kommen wird und 'hefürchLet)'.- daß nunmehr die Durchführung der ..'WalHn. ' Anschlllsscs anderer Arbeitergruppen' ärr' die'-'. - stau--in Frag? steht. ' ’i 1 / i? : i ■v: •;! , L •) '! < 4 -w n i!i* }!/ )\! i V I l

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