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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-21 · Heft 62 (21.3.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 62 (21.3.1919)
Date
1919-03-21
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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2 Wren, Freitag Wiener MöVgenzeüwng 21. März 191g M. t>2 Das Schicksal der Türkei. FrÄNzösisch-errgLische Kontrolle. — Abschaffnug der KapiLNraLisnen. Bedeutende Konzessionen für die Alliierten. Paris, 20. März. (Tel.-Komp.) Im Hinblick anf die bevyrstehenden BeraLnuge» der Konferenz ü^er die türkischen Angelegenheiten, schlagt der in Paris weilende türkische Minister des Aeutzerm Achmed Riza der Konferenz folgendes Projekt vor: R^orgauLfatLan der Türkei, die einen Bund mit England schließt, französisch-englische Kontrokte^ Abschaffung der Kapitulationen, Beiziehung von Beratern ans den Kreisen der Entente für de» Sultan, Beibehaltung der Verfassung und bedeutende wirtschaftliche Kanzesfioueu der Alliierten, wobei die Frage Konstantinopels erst in zweiter Linie zu verhandeln wäre. Polttische^Rrmdschsm. 11 Die rosige Brille. ' Go erfreulich der Verlauf der Vöttcrbundkonsetrenz ist, die gegenwärtig in Bern tagt, so viel Anerkennung man auch den Pionieren des Weltfriedens Zöllen muß, die sich dort zusammen fanden: die Oefsentlichteit mutz rechtzeitig gewarnt toer^.rm, auf die Ergebnisse dieser Konferenz allzu große Hofsnüngett zu setzen. Tie gehetzte Menschheit nimmt jede Nachricht aus. der Schweiz» die' üont Bölkeronndlongreß kommt, mit viel zu weitgehendem Optimismus auf. Bor allem ist ftstzustellen, daß Lei der gegentnüriigen Konferenz der Völkerbundre.einc die Euren t« fast gär nicht vertreten ist. Die französischen Delegierten sind bis heute nicht eingetroffen und dem englischen Delegieren Mr. Snowden, soll erst jetzt der Reisepaß erteilt worden sein. Bernerkenswert sind die Aeußerungen des Baseler Mationalökonomen Prof. Robert MistelS: „Die Spannung zwi'chen den Gegnern ist so groß, daß ein unnrittelbarer Ausgleich durchaus utopisch erscheint. Die Gegensätzlich.'eit fußt zu tief. Der unerhört lange Kampf hat. alle Altersklassen, alle Schichicn und Kasten, beide Geschlechter mehr als je zuvor in der Weltgeschichte in den Strudel des Hasses gerissen. Der Ausgleich ist schwer zu verwirklichen. Dazu kommt, daß die Welt Deutschland und Deutsch- Ssterr-ich die Schuld am Kriegs beimißt. Die Richtigkeit dieser Meinung erhärten Selbstbekenntnisse, so der Briefwechsel Lerche:rselds und Kurt Eisners Enthüllungen. Das neue Deutschland hebt sich überdies rächt genug vom alten ab. Es mangelt an grundsätzlicher^. Abkehr. Weimar mutet heute noch oft wie ein Vorort Potsdams an. Selbst das physische Zusammensein wird jenen zur Pein — wie es auch die gegenwärtige Konferenz der - Völk-erbllndvereine beweist, bei welchem die Entente fehlt. Die Sozialisten bringt nur die Gemeinsamkeit des SolLdaritätsgedankens einander naher. Die Verständigung erheischt Geduld. Stürmisch um Einlaß in den Völkerbund zu Legehren ist heute, nach fenem Gestern, nicht gut möglich. Zur Gänze verfehlt halte ich die deutsche Drohung, sich dem Bolschewismus ansonsten hinzugeben. Es sind dies Mtmrgliche Mittel. Die Periode der „Detentr" Muß vIröeiziehsn. Die Zeit wird manche Wunds heilen helfen. Aber die Hauptsache ist die geistige Umbildung Deutschlands. Durch Verinnerlichung MUß versucht werden, das furchtbare Mißtrauen gegen Deuischland zu zerstreuen." An dieser Aeußerung Pros. Michels fällt peinlich an,, was wir schon jüngst bei einem Schreiben der Urhebers der Völkerbundkonferenz, des .Dr. B. de Jsng van Beek en Donk für sehr merkwürdig fanden: Die Hineinziehung der KriLgsfchuldfrage in die Debatte über den Völker Land. Auch dve besten «nd etelstsn FriedenssrerrndT scheinen alle güten Geister zü verlassen. Am Kriege trügt ünn „Volk". die Schuld. Verursacht haben iKn die Verbrechen von Diplomaten und Potentaten. WaS haben diese furchtbaren UntOicrr einzelner mit der Idee des Bundes von Völkern z» tun? Es ist auch ganz nnd gar unrichtig, daß Irre Völker eiN-andeL hässtzn. In Wien war während des Krieges, Lnsbesonterö nach der italienischen Kriegserklärung, eine große Erregung gegen die Italiener, und die Kriegspresse machte daraus dön „nach Rache schreienden rlNausitöschliche» Haß" gezen die „Welschen". Jetzt gibt es zahlreiche italienische Soldaten in Wien und die Bevölkerung nimnlt sie gut auf. Man schädigt die Idee des Völkerbmr'eZ, wenn man. sich auf die Ergebnisse der Berner Beratungen ganz ^nnd gar verläßt. Für den Völkerbund müssen alle Gewissenhaften durch Aufklärung in ihrem Wirkmrgölreise arbeiten, den Willen der Massen wachrütteln und die Absicht Wilsons, den ELNecdund Zn einem untrennbaren Bö' stand teil de sFried^nsver träges zUmachen, muß durch große VoNskunbgebungen in allen Ländern gestützt werden. Fort mit der rosigen Brille — und äü die Arbeiti Der schlechLlrrfsrmierte Präsident Sertz. In der gestrigen Sitzung der wederösterreichiichen Landesve.7LmuÜ2ng hielt dir Präsident der deutschösterrrichischen Rativralüen'aDmlMg eine Rede gegm die Lckenkopprlnng und kam bierbei anf dir Wahlen M Konstituante im Wahlbezirk Rordvü in sprechen. Nach seiner Darstellung hätte Dr. Ofner mehr Anspruch auf das Mandat wchabt, als der Zionist D.icker, da er mehr Stimmm auf seine Pcrson vereinigt habe. Woher nimmt der Herr Präsidrat diese Wnsheit? Tatsächlich rrhirlt Stricker mehr Stimmen als seine bürgerlichen Gegenkandidaten Ofner und Dr. Blafel gulammengenomme». Hier die amtlichen Ziffern: Drmrrraüsche Mttelstandspürtei (Listensöhrer Dr. D l ü s e l) r'LSI Demokraten ^Anführer Dr. Ofner) Stemm« n, Judifchriarionale Partei (Ltstenfiihrer Jug. S t r i ck « r) 7 7 7 0 S t i m m e n. Wir meinen, der Herr Präsident tnMi sich eist MsorM-eren, bevor er — seinem Unmut über dir Wahl eines bewußt Mi'chen Abgeordneten Ausdruck gibt. Auch scheut! Herr Seitz, dir PM» dent der drutschösterreichischen Konstituante, die ihm jetzt odfitsenbc verfluchte Pflicht, über den Parteien zu stehen, nicht gerade ernst zu nehmen. Er wird sich schon damit absinden müssen, daß der Abgeordnete Stricker im Parlament sitzt und der nicht sehr glücklichen sozialoemokratrschen Diplomatie den Spiegel vorhält. _<_ Die Zuden-ebatLe Lm Wiener GemeinderaL. In der Gemeinderatssitzung vom '6. März, in welcher die neue Gemeindewahlordnung für Wien beraten und beschlossen wurde, gab es bekanntlich eine Judendebatte, an der sich die Sprecher der verschiedenen Parteien, für die Jüdischnationalen Frau Gemeinderat - Anitta Müll e r, beteiligten und die nach althergebrachter Weise von der Wiener sogenannten „Judenpresse" fast zur.Wnze , totgeschwiegen würde. ES ist nicht ohne Interesse, in dem nunmehr vorliegenden stenographische» HvöÜ^llM'ächrMsLy'^siSaS da an Richtigem Und Falschem gesagt wurde. Jedenfalls kann man feststellen, daß das Niveau doch ein viel höheres war, als man es sonst im Wiener Gemeinderat gewöhnt .• bat,, wo solche Debatten in früheren Zeiten bloß aus den ordinärsten Insulten bestanden. Der Sprecher/ der Deutschnattonalen, Gemeinderat S e dl a k, präzisierte seinen Standpunkt zur Jubenfrage dahin, daß ein Volk die Führer, aus seinen Reihen nehmen müsse. Die Äemerkung war gegen den jüdi» scheu Einfluß kn der Sozialdemokratie gerichtet und als Eideshelfer zitierte, Sedlakeine Bemerkung Pernerstörfers autz der „Volkstribüne" von 191.5, die sich gegen^ den gefährlichen -Einfluß jüdischer Akademiker in der-Partei richtete, ' die sich als „autoritative Vertreter der Nationslosigkeit". ans- ' spielten. Den Liberalen, sagte Sedläk, baßer die Gründung der jüdischnationalen Partei begrüßs. Dort gehörten nach seiner Meinung die- Liberalen hin. Dann werde man als Volk zum Volke sprechen und sich vielleicht besser vertragen können. Der Deutschnatiönale Hü dl schlägt die schärfere Tonart an. Bon Minoritätsrechten u. dergE scheint er wenig wisserr zu wollsn, im Wiener Gemeinderat haben nach ihm nür Deutsche zu reden, über er zitiert einen alten verschollenen Aufsatz üücr/den 'Mtlsemittsmus, wo vom Recht der Jude», auf ihre. ergests .Hätionstolz. zu sein,, die Rede ist.Hvdl bedauertdaß maH auf JntervMtrön der Zionisten, die erklärten, keinen Staatsbürgereid aufs Deutschtum ablegen zu können, im Grundgesetz über dis Staatszugehörigkeit Konzessionen machte; er. wünscht den Zionisten alles Gute, mochte aber jeden Nichtdeutschen Mt«echtM./^Di^MuÜöbrt:,. die ihm Frau Anitta Müller gab, lassen wir hier.folgen: „Im Interesse der jüdischen Bevölkerung/ insLesöndere der national bewußten jüdischen Bevölkerung, kann ich einige Ausführungen des Herrn GelneinderateS Hödl nicht unwidersprochen lassen. Der Herr 'Gemeinderat Höbt hat vor allem gemeint, es sei ein Unrecht, der Nationalversammlung gelvesen, den Passus, sich zur deutschen' Nation zu bekennen, zu streichen, denn, dadurch sei der deutsche Charaltsr der Nationalversammlung und auchwön Wien gefährdet worden. Ich muß daS im Namen -der Zionisten auf das entschiedenste zurücktousen. (Zwischenrufe.) Da dsr-Httr Gemeinderat Höbt von Rassenmteressen und volkischett-Düteressen gesprochen hat, so wird er wohl wissen, daß ein ED)zusammengehalterr wird durch sein Blut und seine Geschichte. (Zustinimung.) Und durch dieses Blut Und durch diese Geschichte wird es zusammengehnlten und zu einer Nation geboren. Wenn es sich zu einer Nation erst bekennen muß, so ist es wohl ein Lippen-,, aber kein Herzensbekenntnis, es ist nicht ■ etwas sich Bewußtes »sondern etwas, was sich bloß mit dem Mund betätigt. Das Herz allein aber muß sprechen. Wenn man nicht, gleichzeittg ein treuer Sohn des eigenen Volkes .ist» kann man nicht ein treuer Sohn des Landes sein» in dem man geboren ist. Der Herr Gemeinderat Hödl hat außerdem Religion mit Nation verwechselt. Wir sind vielleicht in religiöser Beziehung ein konservatives Volk, dagegen in nationaler und kultureller Beziehung sicher ein fortgeschrittenes Volk. Ich verweise darauf, baß MoseS der erste Sozialist war, und daß Marx und Lafsalle Juden waren, ebenso wie die Märtyrer der russischen Revolution zum großen Teil Juden gewesen sind. Wenn der Herr Ge.'-einderat Hödl weiter behan.pjet hat, daß die Deutschen in Böhmen sich der Inden angercommen haben, so niuß ich das zurückweisen. Das ist genau so, wie die Christlichsozialen die Juden nur so lange als Mitme'us' n behandelt haben, als sie sie gebraucht haben, und wenn dies nicht mehr der Fall war. dann waren sie ganz einfach die Saujuden. (Rufe: Umgekehrt! — Grmeinderat Dr. Ritter v. Schwarz-Hiller: Der Herr Groß iß in Jglau^immer mit jüdischerr Stimmen geioählt worden!) Wir haben es in Wien erlebt — siehe Denk, bas möchte ich dem Gemeinderat Vorhalten — daß der Herr Denk, der immer mit jüdischen Stimmen gewählt wurde, sofort sein Mandat benützte, um gegen die Juden zu arbeiten. (Zwischenrufe.) Dann soll er bei den Christen kandidieren» aber nicht bei den Juden. Wir Jüdischnationalen müssen es auf das entschiedenste zurückwetsen, daß unser Bewußtsein der Natiou.aliiät mit dem eines deutschen GhauvnüömuS in eine Wagschale geworfen wird. Wir haben den Willen, uns zu unserem Volk zu bekennen, den Willen, nicht mehr di« Geduldeten zu sein, denen mau in der SvrwLagslauuL gestattet, daß sie auch Menschen sind. Wir haben unser Eigenleben. Wir haben von - den Gastvölker», wnter den«» wir. leben, manche.'- empfangen, ihnen aber auch wieder gegeben, und keine Ursache, nur geduldet zu sein, sondern uns unserer Rechte endlich auch zu besinnen. Wir haben bei der Liquidation der Ministerien gesehen, daß auch verschiedene Leute vorn Haust Habsburg und Herren mit Goldkragen es nicht verschmäht haken, aus diesetn Krieg Getvinn z« ziehen. Wir haben Leute, auf die wir stolx sein können, aber auch Leut^, die ünS nicht zrlr Ehre gereichen, dafür darf man Win Volk zur Verantwortung ziehen. Im verwahren ünS ba» gegen, baß Unsere jüdische Nätionalität chauvinistisch'ist. Wr haben kein Interesse, den deutschen Charakter Wiens zw untergraben. Wir sagen, wir haben ünsete Eigenwerte, die wir auch zur Geltung bringiw.^ Daß Herr Gemc.!..derat Stein fein Wisches Deutschtum gegen die. DeutschnätioUalen krampshäst. verttzibkgte und sie in Zwischenruf -.r belehrte, daß die JüdWnationalen nur eine kleine Partei seien, bemerken wir nur nebenbei. Und der jüdische Sozialdemokrat Dr. Dannebar8 erklärte, hast seine.Partei nicht zwischen: Nationen und Konfessionen, sondern nur zwischen Äusben.wrn und Ausgebeuteten scheide. Ob diese Argumente in einem Augenblick. ausreichen, da die Sözialdemokraten die Wortführer in der Frage des Anschlusses aü Deutschland sind? Denn wenn, die Anschlußsorberung mehr sein soll als eins, parteipolitische Angelegenheit, so muß man auch die nationalen Gesichtspunkte gelten lassen; darüber werden auch die jüdischen Genossen auf die Dauer nicht hüttregkommcu können. Die FoeLermrrgeK der Juden irr PoLe«. „Journal des Döbats" vom 11. März berichtet, baß die drei Führer der polnischen Zionisten, Podlifchewski, Farbstein und Leviit m Päris eingetrofsen sind, um vor dem Friedenskongreß ol er einem. antsprechenden jMrderEForum Hie nationalen. Ansprüchsö der Juden - iw 'Dolens zu./Hertreten^ Unier her Chiffre „A. M." nimmt ein Berichterstatter, der ganz offenkundig aus polnischen Kreisen stammt,, gegen diese Förderung Stellung und bedient sich dabei jener primitiven und widerspruchsvollen Mittelchen, die wir bei jeder von den polnischen Presseagenturen lancierten Notizen beob-'. ächten können. Zunächst wird, um die Forderungen Her Zionisten jherabzusetzen, dass«.uge Programm zitiert, daß nicht sie, sondern die jiddischlstische Gruppe der Volkisten unter Prilucki ausgestellt'haken.'Das Jiddische wirb natürlich wieder als der „deutsche"'Dialekt bezeichnet urrd hinzugesügt, baß ihn nur die „unkülirprerten" Juden sprechen. „Die Elite des polnischen Judentums" dagegen, die Ausgeklärten, behauptet der« Artikelschreiöer, sind nicht nur gegen das Jiddische,' sondern gegen die jüdischen Sonde 'bestrebungen überhaupt. Daß diese Beziehungen zwischen „den Juden und Christen in Polen" nicht so sind, wie sie sein sollten, wird zugegeben, aber um eine Besserung zü erzielen (was wohl heißen soll: iun mit der Pogrompolitik auf-? zuhören), „ist es unbedingt erforderlich, daß die zionü« stischen Pläne in das. Nichts zurückfallen, aus welchem sie niemals hätten hervortre.eu sollen". Die polnischen Agenten arbei.en eifrig und geschickt. Aber die zionistischen Forderungen, die aus dem Nichts schon bis vor den „Nat der Zehn" am Friedenskdngreß getreten sind, werden wohl kaum wieder in jenes Dunkel zurücksinken, welcher die polnischen Unterbrückungsmolhoben künstlich erzeugen wollen. Wahlsiege dsv Zionisten in Polen. Der P'. csiedimst der Delegation des Jüdischen Nationakrates für Ostgalizien meldet: Die vor kurzem stattgesundenen G v m e i n d e r a t s w a h l e n in Polen haben für die Zwnchten cM günstiges Resultat gezeitigt. In Warschau erhieltm die zionisttschen Kandidaten 7600 Stimmen, die . der jüdischm Bolksvartee nur 6000 Stimtnen. Aui die in. Warschau den Inden zugefallttnn 27 Mandate kommen 5 Ztonisten ^darunter GM-» bannt, Kerner, Sckwalbe), 5 Mitglieder der jüdischen Volkspariei (P r p t« c k i wurde Nicht w i e d e r g e w ä h t t), 5 Bundisien, 2 Poalc-Zionistcn, 8 von der vereinigten Liste der Orthodoxen und Kausleute und nur 1 Änimilant (E'.ger>. In Lodz erzielten die Zionisten ein noch viel günstigeres Wahlresultük. Ber den letzten Wahlen zrnn polnischen koustitulcrenden Landtag vereinigte» die ziomstÜchcn Llstensührer in ganz, Polen eme V^ertelmillion Stimmen auf sich. Davon entfallen auf Westgalrzien 60.000 Stimnte». Die jüdische Bolkspartei erhielt iin ganzen?ai«m 50.000 Stimmen, davon 28.000 Siimuicu tu Warschau.

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