Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 61 (20.3.1919)
- Date
- 1919-03-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979138--00527-2985829- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
. Stt. 61 Wien,. Dpnnench? . , Der Verband, seine Ausgaben und sein Statut;- die jüdische konstrMerende Versammlung; die zionistisch^ 'Bewegung;'! btc jüdische Arbeiterbewegung; Schaffung von Jnsntutinoen; .Wahlen. . : Die Initiative zur Gründung dMBerbaNdes geht vckn M .Aale-Zion aus, die eine energische Propagandaarbeit für die tzrüche entfalten» Sie werden Hmentlich? poch 'der Landenvrlter-- - oraanisaffon unterstützt. Dygechech verhält.sich' her Hapoel Hazarr. HrWend. ohne' jedoch das Zustündekoytmcü der gepsauten' Organisation verhindern zu können'. ' '^ ' - •'' Das provisorische Komitee schlägt "ferner vor, 'daß. die konstituierende Versammlung sich , in eine legislative Und. exekutive. Körperschaft gliedern soll.... "ft .►{ Wann die konstituiermde i Bersannchlung eröffnet wird/' .ist noch mcht benimmt, iedenfalls aber -na ch t vor A n s a n g A p r i l.' Der Wahlkampf hat bereits-eingesetzt; unzählige -Vetftzmmlungen werden im ganzen Lande ahgehalterr. Außer den bekannten Parteien Misrachi,; Poalc-Zion, Havoel Hazair baben sich zwei neue Parteien gebildet. Die von Difcngoff geführte HrstadruthHaesrachlc-EcezJsraelf„Bürgeror'ganlsationPalästrNas"), kurz „Esrach" genannterklärt sich' als eifrige Bersecht'crin des -Privateigentums und der Privatinitiative, bekämpft alle Nätw.nglisierungsvläne und gebärdet ’ sich als. Vertreterin -des Wvatkäpitals, der Kausleute und der Kleingewerbetreibenden, der „Pröniere der Kolonisation". Die „Nativnalradtkale Partei" .besteht aus freiheitlichen bürgerlichen Elementen, die aus der „ Esrach Partei aus dem Grunde ansgetreten -sind, weil sie mit den MrsrgDsten und» Orthodoxen nicht Wammenarbeiten konnten. Sie tritt f ü r dre N a t i o n al i sierung des B od.ens und'für daS Genoffenschaftswesen ein,' wünscht aber gleichzeitig die Privatinitiative zu ermutigen <?). Sie, .betont im Gegensatz zur Esrach-Partei die Kompetenz der zionistischen Organisation m allen Angelegenheiten nicht rein lokaler Natur. Tagesbericht. Die Lebensmittelnot und die jüdische« KriegsflüchtMge. .- Die „ReichZpost" gehört zu jener Sorte von Blättern, die im Kriege in Chaupinismus nnd Kric^s- «zeHrei gemacht haben und denen nunmehr, nachdenr dHM einträgliche Geschäft ple!K gegangen ist, eine fvifchfrommfröhliche Fremdenhetze sehr willkommentväre. Wien ist in Not, die Bevölkerung Mftrt und die „Reichs- Post", .dis ihre irlten Sünden Verweisen machen will, sncht. nach..den SchuldigLn.Der.Kickeg ist es nicht — an'Mm Hat' W jch' verdient; unsere alorreickMr Heer-. füHpech, die hohen DSrrgemü.selieferaNten, lauMMönner 6tef?§ trortrefflichen Wattes, efte'nfalks nicht, aMmüssen es ■$$. —. jLbrschen. Kriegs flüch Hinge fein. In ihrer gestrigen Abendausgabe leistet.sich das Organ aus der SLrozzigasse in einem Artikel über. die Ernährungslage Wiens folgende Auslassung: „Zum. Kapitel „Fremdenversorgung in Wien" gehört .auch die Tatsache, daß Wien noch immer etwa 2 5.0 0 0 vj fl..b ische ,KriegSflüchtling e" aus dem galizischen chund Bukowinaer Ausland beherbergt und verpflegt, von denen so manche noch immer mit schwunghaftem Schleichhandel sich befassen. Leider wartete'man ''bisher»jvetgeklichauf. ^RevksianeU^ der..Bo.lkswehr, in den . stadtbekannte», - SchleichhändkikrviertelN - der Seopolhstadt. - ' Warum wohl? Die Magazine zum Beispiel in der Nobaragasse erfreuen sich einer beneidenswerten Ungestörtheit. -Ist derzei tMivklich Wien noch immer derge°> ei.gn.etste. Aufenthaltsort für Kriegsf lüchtliygc aus dem Ausland, Wien, bas selber h-U-n g er t und Mange l an kV o h nun gen h at?" Die Leopoldstadt, ein - jüdische^ Bezirk, ' ist der „Reichsposi" ein Dorn im Auge.-Sie möchte die Volks-- wehr gerne dorthin dixigieren, weil, es schließlich unbequem ist, wenn man in den Kellern gut christlich- -ßHiül>gesinnter, - Genossenschaft«.» ungeheure Lebenß- Nritte^vorräte entdeckt, die verfaulen, aber dein 5bonsüttr entzogen bleiben. Die Gastwirtegenossenschast. —- kein Engel ist so rein. Hingegen die Magazine in der Novarastasse, die „Schleichhnndlervierlellft. jn der, Leopoldstädt, dort giht.es was zu suchen.-Die 25.000 Kriegsflüchtlinge tun sich da gütlich, währendwie der Neichspostrephrier .-wehmütig; bemerkt, „btc vornehmstpn Gafihöfe der Inneren Stadt" gezwungen.sind,- die Abgaben -von Speisen einzustelleu. darunter. auch das Hotel S ach e r nchd Hotel Bristo l. Was furchtbar -betrüblichist, wenn man .bedenkt, daß -sowohl-....heiur..,^ Sacher,- als - auch im Bristol der-Arbeiter- und-kleine Mittelstand reichlich mch bilft'g verköstigt.wurden.-Die Krvkodilstränen fließen, denr Reichspostreporter-Lei; dein Gedankm. -au - die brotlos gewordenen Kriegsgewiruder und Konjunkturschwindler um so reichlicher,. als - er > gleichzeitig - 6as Bild der ungestört prassenden.Mischen KriegsMchllmge vor Augen hat. Und doch-würden selbst ihm,.wenn er e§ der Mühe wert fände, in die Leopoldstädter Quartiere des Mischen Flüchtlingselends Einblick'-zu nehmen, die Augen übergehen. Aber nicht von besthtell.Tafeln, sondern vor Granen.. . . ' ,. Der Stiefekpvtzer vom Stefansplatz als Mörder. Zn drm Pwduktenhof in der Obecrv Donauftraße Nr..-63, emem , ungemein wntläufigen Gebäude, das eine Unzahl: kleiner Wohnnngen umfaßt, hat ftch gestern zu. früher iviorgensiundeeut buNrgeS Drama .abgespielt, das. erst .um die. MNtcrgHimde entdeckt wurde. Wir erfahren über die Tat folgendes: Auf der rechten Stiege des ^ProduktenlwseS chatte,, .hie- Luobnuna ^Nummer -49 ein Mar seitUättgerev. Zeit mn^-M'mr Hgtt>'e als...verheiratet galt. Der Mann -war der im Jahre 1871. zu.Pazrlitz, in Mährm geborene Johann H l a,d n o v.S .k v, dre Frau dre am 6. Februar 1878 zu Altstadt geborene Jolcftne H.u,hi k. Der Uann^ der verheiratet ist» jedoch von feiner-Gattin grfchiod.en lebt, ist der.jedem, den der Weg über den Stefansplatz führt, -bekannte St i e f elp ntz e r, der-im Herzenher -Stadt seinen Platzhat. Das Paar lebte, wie. es sonst oft der .- Fall ist, mmmter m bestem Einvernehmen; oft aber gab es Zwist nnd Streitigkeiten zwischen beiden. Unter den Dienstplänen, an denen sich Frau Hnlik -so rtbrachlr, ist-auch-der Kommissionswarenhändler Alfred Prager im Schollerhof in der Leopoldstadt. Negerlegasse 4. M der Familie pflegte - die jeden Tag gm Morgen zn kommen. Wiener Morgerrze-itUttg - - ' VA Wirz 1019 Seite ftijj Gestern lam fie nickst. Statt ihrer kam der Stieselpuber- Hladnowstr. rn>; die Aksttagösrmlde m höchster Amregung in die Wohmrug des Herrn Prager und erzählte, seiner Frau sec ctwaS zngestoßen, man mvgr so gut sein und euren Arzt schicken. Herr Prager begab sich mit einem Diener selbst in den Produktenhof. Dort wurde der Hausbesorger verständigt und man begab sich in die bescheidene, aus Kabinett und Küche bestehende Wohnung des Paares.?llS man eiutrat, v bückte man Frau H u l r k lebt o s in ihrem Bette. Das Brttgewand mar -Nut Blut n b e r st v o ni t. Die Fra u war s e i b ft fast bis zur Unrcuntlichkcit mst- Blnthedeckt. Ani K o p f e z e i g t e s i e g r ä ß l.i ch e W u n d'e n. die mst ipon einem Bett oder einer Hacke herrührcu konnten/ Während Hladnovskh in. der Wohnung blieb, wurde das Polizestommissariat Leorvldstckdt verständigt, und der Polizeibezirkslci rer RcgiernngsratDr.B'r and h u b er v. E l s ch f e l d fand sich alsbald mit dem KommMr Ncmec un Harste ein. Sre tauben sie den Hladnovsky vor seinem an das Vet: der Frau anstosterrden Bett knicend und den Köpf ans das Bett gepresst heftig weinend ans. Sein ganzes Bcnchrnen liest keinen Zweckel übrrg, das; er c§ war, der die Frau e r m -o -r d e t hat.- Das Mordwcrkzeug, eine Hacke, lag nwer dem Bett. Sic war ganz nt i t B l n t besudelt. Im Zimmer fand man mehrcre Briefe, die durchrvcgs von der. Hand des Stielelpürzers herrührcn und au verschrcdene Adressen gerichtet smd. Eurer darunter trägt die Adresse des Herrn Prager, e:n zweiter die der Schwester - der Ermordeten. Dre Briefe-, haben im Wesen den gleichen. Inhalt: . Man möge dem Manne seine Tat verzeihen. „Meine einzige Pepi' hat sich von mir losgesagt. Schuld daran herben nurDre Nachbarinnen mit ihrem Getratsche. Nach Aufnahme des Tatbestandes wurde die Wohnung amtlich gesperrt und Hladnovskh zum Kont- M'.ssarrat Levpolditadt gebracht. Dort wurde er deril, ersten Verhöre ünterzogim und er erllärte, m i t s e r n e r G e l i e b t e n Streit gehabt und sie getötet zu haben, weil ste ihn beschimpft hat.. Bon dem Verbrechen wurde die Staatsanwaltschaft in Kenntnis gesetzt. Eme landesgenchiliche Kommstsion fand stch auch im Hause ein. Hladnovskh wird wegen Mordes dem Landesgerichte eingelrefert werden. . Reform des Anterrichtswofens. Der neue Unterstaatssekretär für das Untervichtsweseri, Abgeordneter - G l ö ck e l> hat gestern bei, Uebernahmeseines Amtes die Leitsätze für seine Tätigkeit entwickelt. Im Wesent- .lichen verlangt er, daß das Bildungsprivileg für die Begüterten fallen,, und das; die Bildungzum Gemeingut des Voll..; werden müsse. Materielle Not bars geistige-Anlagen nicht zum Äerdorren verurteilen. Hungernde. Schulkinderdürfe es nicht mehr geben. . Das Schulwesenmüsse frei Won. bureaukratischer Einschnürung werden und die. -freie Forschung unbehindert sich entfalten können-.' Es müsse die Verschmelzung der Jugend mit den Ideen -der Republik und, Demokratie - angebahut werden. , . > Das sind sicherlich wunderschöne Vorsätze. Aber weshalb werden auch in der Republik diejungest, jüdischen Hörer der Universilät ansgewiescn, die jüdischen Schulkinder gekränkt und in ihrer Seele verwundet? * Salomon Meyer Freiherr v. RVLhschild'sche Stiftung für absolvierte Techniker. Zwei' Be.räge von je K. 1050.— werden als Nersestlpcndren an in Wien gcborne, aus- Arzeichnete, mit besonderen Fähigkeiten ausgerüstete-, absolvierte ^echmker verliehen.. Dem Gckucbe sind beizul.egen Grburtschem, Heimatschcin und Ctudicnzeugnlsse. Ern r e t ch ungsfrrst b i s -29. März l. I. beim Magistrat der Gtadt Wien, Abteilung XIII. * Das Komitee zum Wiederaufbau ver deutschen Angelegenheiten für Deutschösterreich veranstaltet heute abends V26 Itljr in den Relchshallen, I., Dorotheergaffe 6/6 rmen Lortra . Referent.: Ludwig Gras Po l z er- H o.,s i tz. * „Jüdische Ingendblätter." Dem Jlihaltsverzeichnis der soeben erschrenenen Nummer-2 der „Indischen Iugendblätter" entnehmen wir: Zur Zeitgeschichte (I); Heinrich M a r g uli es: Knttk am Deutschtum; Prof. A. Freud: Zum Sludcntentag; Oberrabbincr Dr. Ch aj es: Die Jugend "und -die Bim. Palästina unter -brittfcher Verwaltung; ,.P e r e z: Wenn nicht noch höher! Die Landarbeiterschaft uftv. — Die ..Jugendblätter" sind erhältlich: bei R. Löwit und m allen jüdischen Buchhandlungen, m allen Trafiken des 1., 2. und 20. Bezirkes und' m der Adnunistratton der „Wiener Morgmzeitung". Einzelpreis 80 1». 9 Vereinsnachrichten. Der Jüdisch-akademische Techniken verband hat sich als Sektion des' GesäM'verbändes jüdischer .Hochschüler „Judäa" konstituiert. Er bezweckt" .'als reiner Fachverband die Organisation sämtlicher technischer Hochschüler, welche sich auf das Mistdestprogrnmm des jüdischen Volkes stellen, ohrle Unterschied der Parteirrchtung. Er btcict semen Mitglltdern durch Abhaltung/ von Vorträgen; Fachknrsen, Benützung der Viblwthck, . Exkursionen, die Möglichkeit einer Bertieftmg -m.; ihr Fachstndinm. Bettrittsanmelduilgen und Zuschriften an das gegeriwartige Verbandslokal, Jndustriellen-Eaf6, Wien, I., Konkordiaplatz 4. — 'Die diesjährige Generalversammlung des -Nereines Keren Kajemeth Lesisroel, in welcher auch em Bericht über die Tätigkeit des Palästina-Amtes erstattet werden wird,, findet Dien §- tt a g d e n 25. M ä r z.1910 n m 10 U h r - v 0 r m i t't a g.s im SoMerramlokal des Jiidustriellen-Caso, Konkordmplatz Nr. 1, statt. . .. ,, Letzte Nachrichtm. ArrtrLttsrede des Finanzfekrelärs Dr. Schumpeter. Der S taaLsfekretär für Finanzen Dr. Schumpeter hat gestern ber Aeberuahme des Amtes eine Programmvede gehalten, in der er hauptsächlich die Sicherung der Valuta im Auslano als notwendig erklärte. Er hält auch die baldige Beseitigung der Kriegsanleihen ohne Brutalität und ohne Vernichtung von Existenzen für ubtig. Amerika schickt LekensmiLLel. Berlin, 19. März. Das „8 Uhr-Abend- B!aLL" meldet aus Basel: Einer Meldung der „Morning Post" aus New-Pork zufolge sind am Samstag 21 Lebensmitteldampfer aus Hoboken nach Rotterdam ausgelaufen. Die f e Da mp f e r find für die M i t t e l m ä ch t e b e st i m m t. Die deutsche Haydelsflotte merde in den ersten Tagen der; nächsten AZeche Nus den deutschen Häfen anstanfen. Die HaMburger Seeleute wollen kr» HundelsflotLe nicht ausliefern. H a m b u r g, 19. März. (Tel.-Komp.) I«! einer Massenversammlung der @ e e l eutwurde folgende Entschließung angenommen Die VsrsamMLnng verweigert d A,r von der Entente gefordert^ Auslieferung der deutscher Handelsflotte. Sie macht es aller deutschen Seeleuten und Arbeitern zur Pflicht die Arbeit auf den Schiffen zu verweigern Begründet wird die ErrLschlLeßung damit daß Deutschland außer der von der Entent, garanrierten ersten Lieferung von 350 001 Tonnen Lebensmittel nach Auslieferung de» HandeLsstotts keine Gewähr dafür habe, auch tatsächlich weitere Lebettsmittel zu erhalten. . '•_- Die Entente gestattet Kaiser Karls Schweizer Aufenthalt. ‘i Bern, 19. März. (Tel. der „Wr: Morgenztg.") Balforr , hat den Schweizer Bnndesvat wissen lassen, daß die, E-nten t'C_ gegen einen Schweizer. Ansenthalt des'gewesenen Karjers ’fö.jx'ti •' nrxhts einzn w en d e n .habe. (Siehe erste Seite.) Kais er Karls S chweizerreise.....''v.‘' ‘v; Aiutlicki wird - verlantbart: Dre Schweizerische Depescherv . Agentur meldet, daß der frühere Kars er den Schwclzei- Bundesrat um die Erlaubnis zum Aufcnhalt in der Schweiz ev mchk habe. Dieses Ersuchen ist m i t W i s s e n d e r d e u t s chö st e r r e r ch i s rh e n N e g i e r u n g erfolgt, die es sowohl im Jrsteresie der Nepublck, als auch im Jnterefie der p e r s 5 n, l ich e n S i ch e r h e i t des Kaisers für wünschenswev hälft daß der frühere Kaiser seinen Aufenthalt un Wsland nimmt. Selbstverständlich wird im Falle der Abreise des KaiserL in die Schweiz dafür Sorge getragen werden, daß dieser. Anlaß von niemanden zur Verschleppung von Werten in das ’IÄ mißbraucht werden könne. Tesche» wird tschechisch. . n Bern» 19. März. (Tel. der Mr. Morgenztg.") „Telnps''.' meldet, daß die Stadt Teschen den Tschecho-Slowakm znerkmntt wurde. . - - - . .'v .i- Die Emährung. Der Marktbericht. - Da von keiner Seite etwas geschieht, umdie Beschickung: der .Morste nur emigennaßen zu bessern, veröden die Wiener , Ltbcnsmittelmürkte immer mehr nnd der Schleichhandel bentächtigk sich aller Artikel, die früher auf Märkten zu haben waren. . ' Nerstens gehört auch S p i n-a t zu' jenen Dingen, die nm.'' für bevorzugte Kunden gegen besondere Entschädigung zu Hähern - fit, wre überhaupt alle jene Genrüsearten, die früher täglich aus den» - . Tische der Acrmsten M finden waren, jetzt L u x ü s a r t i k e k ' geworden find, die Mir in besseren Grünzeugläden zu hüben sind. Die Nübenzufllhren haben sich etwas gebessert, das Angebot wurde durch böhmische Kohlrüben, die jetzt-durch längere Zeit nichfi^ck erhälckch waren,-bereichert. - ----- Die. Vorräte in ber © r o ß m ä^rk t h a 11 ebeschränkten ft sich aus nn geringes .Ouantstm Weichwürste und 50 Kilogramur getrockneter Klippfische. Selbst bezüglich dieser teuren uno nnbd- - liebten Fische treffen Anzeigen ein, die besagen, daß ein Teil , um r e ch.-t m 8 ß i g e r w e r s-e vom Markte ver-. schwindet und daß sie anderweitig abgesetzt werden. - ,•;. Der ■ neuen Eiereinkaufsgesellschast ist . es bisher nicht, ge-' lungen, genügende Mengen sicherzustellen, um allgemeine- Ausgabert auf beit Märkten veranstalten zu können. Die neue Produktion hat schon emgesetzt und un Schleichhandel tauchen auch schon größere Mengen Eier aus, allerdings zu enorm hohen Preisen. Durch Jugoslawen aufgehalteue Lebensmittelzüge für Deutschosterreich. Graz, 19. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.^) Die Jugoslawen verweigern die Durchführung der Lebensmittelznge. aus Triest nach. Denlschostrrreich.. Wie. ans L a i buch berichtet , wird, stehen bereits mehrere Züge in S t. P e t e r, wo. sie wegen , des Verhaltens der Jugoslawen aufgehalten werden mußten. Dw. . Züge werden nach O v c i n a zurückstradiert, um von dort.'über . Üb i n e-P o n t a f e l—B i l l a chnach Oesterreich zu rollen,., was aber' eine bederrtende Verzögerung des EmlangeNs in. O e st e r r e r ch zur Folge hat. - . . - Abgabe für Mindestbemittette. In der nächsten' fleischlosen Woche wird in Wien ein-Achtelkilogramm H a srr-ck r e i s gegen Abtrennung der beiden Abschnitte 1.0 des grauen ' Rindfleisch-Emkausschemes oder des, Abschnittes' 11 /des'^rosaft farbenen Einkansscheines für Wohlsahrtfleisch bei-den Mehl-'.' abgadestellen erhältlich sein. Außerdem wird an die Besitzer vorrrosafarberiell Emkansschemeil in den bekannten-VerkausstÄew der Großschlächterei gegen-Abtrennung des Abschnittes '12.-' T t i g- - w a r e. uub zwar 10 Dekagramm sunt Preise von 10 Heller pro Kobs des Haushaltes a»l .folgenden Tagen abgegeben-werden; A bis F Donnerstag den 20. o. M., 0- bis K Samstag''otn 22. d. M., Ij bis R Montag den 21. nnd 8 bis 2 Nstttwoch'dtn 26. März. Gleichzeitig kann auch aus den Abschnitt 12 oderdeN noch -- mlbcnütztenAbschnitt'0)dervongenWoche S an e r,k r awstzmu' - crmärngten Preise von 60 Heller für ein Kilogramm bei bcu Verkauft stellen-der Großschlächterei bezogen werden. An die n n e n-t g e l-t-;:- i i-ch c lt Speis estelle n, die offen e n- KF'i.dig i it rh c it Mid W.o h l s a h r r.i n st i t u t e, ..die. im- .. von Wohffahristci'ich sieben, werden in der 103. 28oche D'ö r rpflaumen zani Preise voii R.'.üO für kin'Kilogramrn abgegeben. ' Die Aeftanratron des Hotel Bristol gesperrt. Auch das Hotel Bristol hat gestern nnier beut Zwange dnr -. % cii nt '1 m i 11 c £ it o t seine Restauration gesperrt und es-. -. hält den Küchmbetrirb insoweit aufrecht, als cs für seine Hotel- 7 - gäste umnugäuglich notwendig ist. Die neuen amtlichen Eiultaufscheine. s-Da .es J.nt . größten Interesse der Parteien liegt, rechtzeitig, die neuen''cknit- .'. lrchen Emkausscheine zu beheben, ergeht hierzu neuerlich- Kitz,Ausforderung, innerhalb zweier Tagen a,ch Erhalt, des E i n k a u f s ch e i n e s sich bei dem 'bisherigen Kaffeeverkauser, bezichungsweise Zuckerverkäusti: .'in '/ die K n n d e n l i st e e i n t r a g e n zu lassen, w i d w falls der Erhalt dieser Waren für deu--Moi«it Avnl n r ch t gewährleistet w e r b e-it k a u;it. Dw -, bisherigen Emkausscheine, ein Personaldokument rmd. die-Brotbezugstarten sind zur Beliebnng der neuen -Eiickanffchmie-uu. bedingt MMrinM., " '