Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-03-20 · Heft 61 (20.3.1919) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 61 (20.3.1919)
Date
1919-03-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979138--00526-2985828
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Wien, Sotuterstaa Wi^rter MorgenzcttunA zu. März 1919 m M Ein Völkerparlament. Anerkennung der jüdischen Ration durch die Äentralerr. Seite 4 ft t i i H o. c r. uninnfn, zur Linderung der -'6o!u'uiu,v?u?r von der StaatSregierung alle ..-»mtraleu, Baracken und militärisch besetzt«, Ubikationen, die sich m Stande der Vionibation befinden, firr Wohmmgssweckehergeiichtrr werden.. Die Bautätigkeit werde iu Zukunft nicht so groß frin, als man glaubt. Der Antrag wurde schließlich einstimmig angenommen und He Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung heute ltm 11 tthr vormittags. Die Sozialiflernng. .9« der vorgestrigen Sitzung des Vorstandes der StaatZl N'uumiou für Svstattstenmg wurde, wie bereits kurz berichtet, .n'nächst dir Zu'ammeuichtmfl,der Kommission beraten. Die Mnoned'chast der >vn:mn:sston ist ein Ehrenamt, die Berufung erfolgt wr Fübluugualnne mit den verschiedenen Jutercssentengrnpvcn dnrcl) den Barüaad der Kommission. Auch die beteiligten StautSmirter werden Vertreter entsenden, nicht aber die' Landest.'bördeu. In der Sitzung wurden auch die Grundlinien für das zu errichtend: B u r e a u der K o littnt > firn beraten, das tvr Staatt-.ian.Uei ungegliedert sein wird. Die Reihe der Durch« 'ührnngen wird rrn den augenblicklichen wirtschastlichen Notwrndigteiten bestimm'' fein. Zunächst wird es, sich um die Sozialisierung d e r krsi k g s ä r a r i s ch e n B dtriebe bandeln^ , un Steile wiH die Beratung, der Organ!- s a t : o u d c r Elel tHn z i t a t s w i r t s ch a f t stehen, dnm dir Frage der Sozialisierung im Berg- und Hüttenn; e s r u.. Au vierter Srecke erscheint iuiArbertsvrogramtn die Soziall- '-ernng der V. a n du n d,S o r st w r r t s ch a s t. Die fünfte Gruvve des Vrsgrarams ist schließlich der Abbau und Ersatz der! r i c (i x; u' i •; t s ch aft! ichen Organisationen. Zn der Siuuug wurde auch die Ausarbeitung einer Geschästs- ''ür dw Kommission beschlossen. Telegramme. England vor dem Generalstreik. Beginn am nächsten Samstag. Berlin, in. März. (Korr.--Bur.) Das ,8 Uhr-Abendblatt" ans B a i e l: Nach Londoner Pressemeldungen bereiten die enrck-.ichea Bergarbeiter, Eisenbahner und Transport- :ii:r f ü r d e n n ä ch st a S a m stag den allgemeinen t^ener-Mreck vor. Der Füörer der Eisenbahner Thomas erklärt, daß England eine Arbeiterregiernng haben muffe, welche dir Rechte der Bürger respektiere und überhaupt ausschließlich auf deren Rechten ausgebaut fei. . . Aus Amsterdam meldet da§ Blatt, man trage sich in England hrune: noch mit der Hoffnung, daß sich wenigstens die Ei'e.rbahnarbeilLr an Konzessionen bereit finden werden. Doch nerlarck? aus GerverkschastSkreisen. daß sie auf der vollkommenen Erfüllung ihrer Forderungen und insbesondere auf der sofortigen Erlastung e'nes Gesetzes über die Verstaatlichung der Eksen-!ahnen bestelle'.!. Es besteht allgemein die Befürchtung, daß. ein Generalstreik der drei Arbeitcrkategorien in zehn Tagen einen v ö l l i g e n Zusammenbruch d e S englischen i r 1 s ch a f t s l e b e n s zur Folge haben werde. Das Vordringen der bolschewiäischen Heere Rew-Bork» 19. März. (Funffpr.) „Evening News" meldet ans Paris: In eingcwcihten Kreisen beurteilt man di Lage Europas und die Aussichten des Kampfes gegen den Bolschewiömns immer düsterer. Wie verlautet, stehen mächtige und autorgamsierte B o l s ch c w i k eu a r m e e n vor st? rt: borg und Odessa, von wo sie gegen Rumänien stehen wollen. B r a t i a n u ist hauptsächlich ans dem Grunde in Baris eingetroffen, um von den Alliierten Munition und Soldaten für Rumänien zu verlangen. Die. bei Cherson rümpfenden Truppen mußten sich vor den Bolschewiken zu- . nckzirben. Auch die Regierung Padere w s k i 5 wird von dem Auf-' .-and der volnischen Bolschewiken arg gefährdet und wenn nicht tzneraich: amerikanische Lebensmittelsendung Hilfe schasst, so werden die,Bolschewiken auch hier die Oberhand gewinnen. Die Staatsschulden der Monarchie. Haaa, G. März. «Tel. der ^Wr. Morgenztg.") Der .Mauchcsto? Guardian" besprüht in seiner letzten hier einge- ^osttnen L-murner die Finanzlage der aus der gewesenen uonaumouarckne gebildeten Nationalstaaten und meint, ein güt- :-her A g l c t ch über die A n s t e i l u n g s a in t- - ch e r S ch it! b c n sei unbedingt notwendig. Ein feder dieser n'uen Staaten werde m der Lage fein, emen Teil der Last zu .ragen, was jedenfalls besser sein würde, als ein Staatsbankerott.?er den allgemeinen nnanzrelleu Zusammenbruch der Natronalraaten zur -Folge hätte. Selbst der t s ch e ch o - s l o w a k i-- ch c und Kr s ü d s la wische S tagt, die sich heute über "><* HrBunabmc eines Teiles der Kriegsschuld noch un unklaren ind mw sich hierüber noch nicht uuzweideukia ausgesprochen haben, r:..sten dw N o t w e n d i g k e i t dwser Maßregel e i n- > h r u müssen. Ueber die rmglaublichc Kühnheit derjenigen, die ür die Tschechen und Südstawcn eine Kriegsentschädigung ansprechm, spricht das Blatt seine lebhafte E n t- ' ü st \\ v. g aus. Graf Bsrchtold wird Schweizer Bürger. Bern, 19. März. lKorr.-Bur.) Die Blätter melden: Der ^wffene A'üuistrr des Aeußern Gras B e r ch t o l d, der seit ängereu Zeit in Oberhofen in der Schweiz weilt, gedenkt sich ' i n ■ : ui: b o rt niederzul a s s c n. Er sott mit Behörden von Oberhofen wegen Ankaufes einer Besitzung in Unterhandlungen stehen. Tin Sohn des Herzogs von Aosta verunglückt. Mit dem Flugzeug abgestürzt. Trieft, 19. März. (Tel.-ftorr.--Bur.) Während eines Fluges war Venedig nach Triests den Prinz A i m o n e, Sohn des Herzogs von A o st a, mit dem Piloten Lmtnant P i e r o t t i rusführte, üTrschlug sich der Avvarat und stürzte zur Erde, i'-mtuant P.erotti, der bekanntlich der erste war, der am 2. No- ' wkr die Kunde von der Befreiung im Flugzeuge nach Triest 'oarhte. blieb ans der Stelle tot. Prinz Aimone erlitt schwere Istrletzungen. Der Herzog und dre Herzogin von Aosta sind nach? riest au das Krankenlager ihres Sohnes geeckt. Prinz Armorte ist der zweite Sohn des Herzogs von Aosta. 5^; Prinz ist IV Jahre alt und dient in der italieniefche» kJtar'mt. Fortdauer des Bergarbeiterstreiks in Tefchen. Teschen, 19. Mär,z. tBoln. Tel.'Agent.) Der Veraarbciterlrrik im Osirau'Karrviner Bezirk d a u er t s o r t. Die polkischen Bergarbeiter erklären, den Streik solange fortzusetzen, b:s »ie Tschechen eine biudrndr Garantie dafür geben, daß dle Kohle tr:s den vplnifchen Gruben nach Polen geschickt werde, Veen, 16. März. Rach -einer Meldung der Schweizerischen Dcpefchen<Agentu.r hat die von Wilson geleitete D ö l k c r b u n d ko m m i f s i o n der Pariser Konferenz die Neutralen anfges-ordert, Anträge auf Abänderung des VorentwurfeS für eine Völkerbundverfafsuug nbzugeben. Daraufhin hat die internationale Bölkerhnndkon fere nz in Bern ein Telegramm nach Paris gesandt, worin sie den großen Fortschritt des Pariser Dorcntlvurfes gegenüber dem früheren Zustand einer völlign zwischenstaatlichen Anarchie anerkennt. Die internationale Volke.bundkonserenz ist aber von der Notwendigkeit überzeugt, daß die Ver-- füssung des Völkerbundes n a ch dem d e m o k r a tu schcn Geist der Zeit ausgestaliet werden muß. Die Pölkerbundkonserenz . hält folgende Äenderungendes , Pariser Vorentwürfes im Interesse eines danerndsn Weltfriedens für angebracht: Statt der vorgeschlagencu DeleFertenversannnlungen soll ein aus direkten Volks Wahlen hervor gegangenes Völkerparlament geschaffen werden. Diesem Völkerparlament soll dfe alleinige geschgebcnde Gewalt znsbehen. Jeder Staat soll einen W a h l k r e i s bilden und nach dem P rv- Portion« l s y st e m ans je eine Million Wahlberechtigter einen Abgeordneten zum Völkerparlament wählen. . Wahlberechtigt sind alle über 2 0 Jahre alten, des Lesens und Schreibens .kundigen Personen beiderlei Geschrechtes. Das Völker- - Parlament soll eine inöglichst rasche Entwicklung des materiellen Völkerrechtes in die Hand nehmen. Zn Art. 7. Der Völkerbund soll alle Staaten umfassen, die das 'Selbstbestimmungsrecht Halen und welche die zur Ausführung der.Bestimmungen des Völker-- bundes hinreichenden organisatorischen Einrichtungen aufweisen. Dem jüdischen Volk ko m m t das Rc ch t znm Be rtritt z u m Vö lkerb unb grundsätzlich zu. Dem Heiligen Stuhl möge eine llNitwirlung im Völkerbund eingeräumt werden. ' Ein internüt ionaler Gerichtshof und ein in te rn a tio naler V ermittlnn bs ra t sollen geschaffen werden. Unter der Voraussetzung der Unparteilichkeit nnd der Autorität dieser internationalen Organe seien die Staaten verpflichtet, sich ihren Entscheidungen und Verfügungen unter Ausschluß jeden Krieges unbedingt zu unterwerfen. Ein alle Staaten umfassender Völkerbund soll vollkommene Abrüstung z n Lande und zur See und die völlige Abschaffung der militärischen Wehr- Die Entente untersucht die Prager Spionageaffare. Prag, 19. März. (Tel. der „Wr. MorgenM.^ Behufs Untersuchung der Affäre des Dr. Schwarz und der Vorfälle, die Grund zur tfchecho-slowaüschen Verbalnote gaben, trifft morgen aus Paris eine von' der Friedenskonferenz entsendete dreigliedr i g e K o man i s s i o n in Prag ein. Ihr Vorsitzender ist der Gesandte R e n a r d, der auch Vorsitzender der Tcschener Allsiertenkommisfion ist. Die Tschechen Weisen ungarische Beamte ans. n Budapest, 19. März. (Tel. der „Wr. MorgcnztgT) Wie aus Iglo gemeldet wrrd, haben die Tschechen sämtliche Schulen g e s ch l o s s e it und für den 24. März Neuemschreibungen festgesetzt, worauf der tschechische Urtterricht beginnen soll. Samstag hat das tschechische Kommando verkünden lasten, daß sich die Angestellten der ungarischen Post Mvcrzüglich aus der Stadt zu entfernen und i e n s e r t s der Demarkationslinie zu.begeben haben. Die Kommunisten in Budapest. z Budapest, 19.,März. /Tel. der »Wr. Morgcrizlg.") In Angelegenheit, der verhafteten Kommunisten beschloß heute der Strafsenat die Frerlafiung von 22 Beschuldigten. Dir anderen 82 bleiben werter in Haft. Die Sommerzeit in Deutschland ab 13. April. ^Berlin, 19. März. Wre die „B. Z. am Mittag" erfahrt, hat sich die Nelchsregierung inr die Einführung der Sourmerzeit vom 15. April bis 13. September entschieden. Die Verordnung liegt gegenwärtig im Staatenausschuß vor. Es besieht aber wohl kern Zweifel, daß es wieder zur Einführung der Sommerzeit kourmen wrrd. Die preußische Landesversammlung für den Belagerungszustand. Berlin, 19. März. Der Antrag H v s f m a n n (Unabhängiger Sozialist) auf Ä n f h e b n n g des Belagerungsz u st a n d e s wird in einfacher, der Antrag auf Einsetzung erner UnteisllchungSkomniission, bestehend aus Mitgliedern der Landesversammlung und des Vollzugsrates, in namentlicher Abstimmung mit 342 gegen 22 Stunnren a b g e l e h n t. Der Antrag der Mehrheitssozialisten mrf Einsetzimg einer Kommission von 31 Mitgliedern, die dre Ursachen d e r U n r n h e n und den Verlauf der Berliner Märzimruhen fesistellen und zu diesem Zweck das Recht der Einsicht in die gerichtlichen Akten habm soll, wird einstimmig a n g e n o m rn e n. Die polnische Iudenfrage. Vier jüdische Vertreter im Landtagsausschutz für die jüdische Frage. ( Warschau, 19. März. (Poln. Telegrapheu-Agenwr.) Im . Landtag begründete Abgeordneter G l o m b i n s k i einen Antrag betreffend die Einsetzung eines Ausschusses j;ur!S eratung d e r j ü d i s ch e n F r a g e. Der Antragsteller be-- zeichnete die jüdische Frage als eine interne Frage - Pol e n S. Nachdem Dr. Diamand den Antrag imterstützt hatte, beschloß der Landtag, einen fünfzehngliedrigen Airsschuß «nzuselM, dem v i e r V r r 1 r e t e r d 'c c j üdrsche n L a u d t a g Sf v a i 11 o u c n heigezogeu werden. (Durch diese Meldung d.cr Pi T.'A. wird dje von rm,3 . bereits gebrachte Nachricht dabin ergänz^ daß v i e r s ü d i s ch e \ .Vertreter der Kommission deigrztzgen werden. Die Red.) l nnd Dienstpflicht verordnen. In jedem Landie sokkeN nur noch die unbediügt nötigen Truppen auf GrnE, freiwilliger Werbung unterhalten werden, während dem r- Völkerbund zum Einschreiten gegen Friedensbruch und' Rechtsperletzutigen im äußersten Falle eine internatio-- ' nale Land- und Seemacht zur Verfügung gestellt Die R-Üstungsindustrie ist zu verstaatlichen../ ... Die Verwaltung al ler: Kolonien, die keine Selbst-» - $ berivaltung genießen, soll unter eine gleichartige internationale. lleberwachung' hurch ein besonderes.Amt des Völkerbundes gestellt werfien.; j Die, Staaten sollen sich verpflichten, nebst der de- . grüßenstverten internationalen Gesetzgebung zum Arbeiterfchutz eine internationale Gesetzgebung zu schaffen:- zum Ausmerzenches.iFrauen- und Mädcheni Handels, Sie.foCfeit-v^etv.Fravnen überall gleiche - politische Rechte »Anerkennen und allen Staats- - bürgern internationale, Garantie der Freiheit, pölit«.-; .scher, Wissenschaftlicher Ond religiöser Ueberzeugung ge^ .währlersten. . i / . , » Der Freihandel .soll allgemein durchge- ' führt werden, das heißt Zölle und Monopole zur Fö»> /' derung privater Sonderinteressen sollen allgemein verboten Mn. In den 5^rlonien. möge das Prinzip der offenM'Tür angewendet werden. . ftMir Verfassungsänderungen wird eine DreivierbelrnehiheE des Dölkexparlaments gefordert. Schließlich-. sott^die Bölkerbundverfasfung auch einige Regeln treffen im Interesse des Se lb st b e st im m un g sre cht e s der ^Vö lke r , und zum Schütze der Minoritätsüsschte. Di«,. .. -Regelung aller Gebiets^agen soll auf Mutch voll-', komnr-en freier Selbstbestimmung erfolgen. Das Völker^ ' Parlament soll in jetzem einzelnen ^alle entscheiden, ob' ", ieme MlksabstiMmung^^HaÜfiiMn, soll. Die /natio- . i na len Minderheiten in j e d e m S L aa L bedürfen. ' eingehenden internationalen Schutzes. Insbesondere sind .- die rechtliche Gleichheit der Individuen ohne Unterschied"'' 'dmr^Natiö'nalität, freies nationales Bekennt-.' nis der Individuen, kulturelle und wirtschaftliche Selbstverwaltung nationaler Minderheiten von wenigstens 100 Angehörigen, Autonomie der Gemeinden»- ProportionalwÄhlen, Berücksichtigung aller; Minderheiten von mehr als 20 .Prozent im Sprachengebrauche der Gesetze und Behörden und proportionale Verteilung d^r staatlichen Subventionen der Elementarschulen für Minderheiten von wenigstens 40 schulpflichtigen Kindern, international zu garantieren und Maßregeln gegen den nationalen Boykott zu treffen. Mähten zur jüdischen Konstituante in PalLstina»> Stockholm, 18. März. (Tel. der »Mener Morgens zeituug'ft) Die zionistische Palästinakommission hat' einen Aufruf an die jüdische Bevölkerung erlassen, m dem die Mahl zur jüdischen konstituierenden Versa.mmlung angekündigt wird. Alle Juden, ohne Unterschied des Geschlechtes, die das 20. Lebensjahr , erreicht haben, sind wahlberechtigt.- Wählbar sind diejenigen, die das 24. ^Lebensjahr überschritten haben. Um für die konstituierende Versammlung kandidieren '\. zu können, muß man he b r ä i s ch sprechen u n di sch reiben können. Im Namen der Exekutive des provisorischen Komitees der konstituierenden Versamm- , lung richtete Dr. Jakob Thon einen Appell an alle ' ' Schichten und Richtungen der palästinensischen Juden-- heit, alle kleinen trenneüden'Differenzen zurückzirstellen, um befähigt, zu sein, eine dauernde, umfassende Organisation der palästinensischen Judenheit zu schaffen. Eine Konferenz der Juden Palästinas, an der alle - jüdischen Parteien teilnahmen, und die auch die Forderungen der palästinensischen Juden zur Friedens- ' ' konferenz formulierte,'beschloß, die Kompetenz der kvn- - stituierendeu Versammlung auf die inneren Auge-! legen heilen der palästinensischen Juden zu beschränken,' wogegen die z i o N i st i sche O r g a n i s a - tion die.Vollmacht haben soll, alle Fragen von allgemeiner nationaler Wichtigkeit zu behandeln. Das, ein- - gesetzte, provisorische Komitee schlägt folgende Tages- - - vrdnüng für die konstitüierenda Versammlung vor: -■ Stärkung der hebräischen Kultur und Anerken-' - nungdes Hebräischen als' offizieller jüdischen ° Sprache in Palästina; f Verfassung und Funktionen des jüdischen - " Schiedsgerichtes (Mispat-Haschalom)'. die p o l i t i s ch 7 Organisation der palästirt^U'- sischen Judenheit. Vereruigung der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas. , Stockholm» 18. Mär-s. (Tel. der ..Wr. Morgeuztg/) In Palästina sind Bestrebungen un Gange, die jüdische Ärbellerschaft - deS Landes mr ihre gemeinsamen politrschen, kulturellen und öko- ' uomischen, Aufgaben in einen Verba n d auf dem Boden des •> ' n atich nailen G ed aÜkens und des S o z.ial iSm ü s. zu vereinigen. Der'Verband soll eine Reihe von Institutionen zur. Hebung der Lage der jüdischen Ärbeiterscha st und zu ihrer'Befestigung mt Land'e i- sowie für die Regelung der' jüdischen'Arbetteremwaudermty inS Leben rufen. ' Unter andereiit ' wird die Gtüuduug eines I-n f.'o r-m a t i s n s b' u r e a u S, - .: einer .Zent ralkr auk<üka s se, einer ArL-ei der- - k ü ch t n s e it t r a l e, einer A.-r b e i t e r b a u l’ und eine«: . Zentralstelle sür die .K ul t rt ft v b-c i tgeplant. Der Verband-' soll dte - -jüdische Arbeiterschaft Palästinas iu - der z i o n i st i-- - -' sch en Welto r g a u i f"ut ra ü und iu der s o z i a i i* ft i stch e n J.n t e r n a t i-ö n wl-'e vertreten. -Demnächst siMr - die Gründungskonfecenz des BerbandtZ statt. Auf der ,TageS ' ^rdmma der Konferenz ftchen unter.andrrnn^plLMhe FMM: '

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.