Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 61 (20.3.1919)
- Date
- 1919-03-20
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Sribr 2_Wien. Donnerstag_ Wiener Morgenzeilimg _ 20. März.1919 Nr. 61 Slowenen, Kroaten und Serben. Wenn nicht cl!c Anzeichen trugen, io wird der jeUge F r i e d e-n s k o n g r e s; cbensowruig wie sen'.c Borgiingev die verschiedenen cr.roW’.iKftcii Crt:ci:fviißci! ciidgüttig lösen. Os* nnrb bedauerlichere:ise a'/.ch mul; Beendigung des WelckriegeS viel Zündstoff anr.clmm leiden. fou'c:;l in Cii* und Mitteleuropa ol-5 auch am Batst, n. .;'.a bca migeiösleu Probleuuu mus; man ul erster raut auch das südslawische rechnen. Wenn Görz, Trieft, Istrien ur:d Stil-ic von Dalmatien an Jtalren fallen sollten. ft, wird daselbst die bercitö lange latente EAmtemug der südslawischen Bevölkerung gegen das italienische Königreich ungeheilre Dimensionen annechneiu eine innuer weiter greifende „jugoslawische Jrredcnta" gegen d:e Nach'habcc in Nom Platz greifen, die trotz des „verivrachenrn" Scbuyes der nationalen Minderheiten und aller Berrnittüniasversnche der übrigen Ententemächte früher oder später ui einen! italienisch^süd'lawi'chcn Kriege führen wird. Ja noch ir.cijr, eine solche Lösung der italienisch-südslawischeil Tire.fragen wird auch die Differenzen zwischen Slowenen und Kreat.il einerseits und Serben andererseits sehr verschärfen. In vielen slowenischen und kroatischen Kreisen war man trotz des Strebens nach nationaler Einigung mit den Serben nie geneigt, sich 3ntcv das Joch des serbischen Zentralismus zu beugen;rnd an: wenigsten, sich überdies noch eine Fremd'- regicrung de; Tnnastie Karageorgevic bieten zu lassen. Marifand sich schließlich noch bannt ab, im guten Glauben, wenigstens den national-Lerrltorialen slowenisch-kroatischen Besitz gegen die Italiener inn diesen Preis im ungeschmälerten Umfang beim Friedenstongreß sichcrstellen zu können.. Wenn aber dieser um Istrien, Triest, G'tz. Pola und Teile von Dalmatien verkleinert wird, dann wird die lange schon vorhandene Gärung in Kroatien, Bosnien, iic auch aus sozi a l e Motive zunickzusühren ist und ftch vielfach auch gegen den serbischen Monarchismus und die serbische Soldateska wendet, sich elementar entladen. Hcuke schon hcm'cht in Kraiu, Kroatien, Bosnien und Montenegro 'eine ans Enttäuschung basierende Unzufriedenheit mit den B.'lgv idrr Machthabern, die einerseits auf die historische Ettt- Wicklung üer südslawischen Bewegung, andererseits ans die auch in Ingoslaivieu um sich greifende sozial-radikale Strömung, sowie endlich cm die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem früheren Veistrrscher Montenegros und dem italienischen Königs- Hanse zmückzufnhren sind. D>Man vergesse doch nicht, daß der so lange wahrende Kampf zwischen Kroaten und Serben um das P r i m a t im Südslawentum und zwischen den Dynastien Karageorgevic und N j e g u s ch unü den Thron lNlmer nur verkleistert wurde durch den Kaulpf gegen die „deutsch-magyarischeHegemonie" und „für die Einigung des gesav.iten Sndslawcntums". In dem Momente, aber wo der Kamps stegreich beendet jft, wollen weder die Slowenen noch die Kroaten aus ihre Autonomie zugunsten emes Großserbirn verzichten. Sie wollen ein föderalistisches Jugoslawien, aber keinen zentralistischen von Belgrad regierten serbischen Staat, kein Jugoslawien, das nur dem serbischen'Imperialismus freie Enffalmugbietet. Hierzu gesellt sich der Umstand, daß die Sozialisten in Serbien und anderen südslawischen Gebieten unbedingt die Beteiligung der Dynastie Karageorgevic als Mitschuldige air den: Ausbruche des Weltkrieges und dem Zusammenbruche des anKnomischen Wohlstandes sowie der Dezimierung des serbischen Volkes betrachten. Nebst den sozialistischen Republikanern in allen südslawischen Gebieten regt sich daselbst, be-onders in Kram und Kroatien, eine starke bourgeoise repnblikanischr? Bewegung, zu deren Bortämpfrrn auch der in Kroatien eines wachsenden Anhanges sich eureuende Bauernft'chrer Radic gehört. Ii: Montenegro' wieder gibt es auch noch Anhänger Nikolaus von Montenegro, die begreiflicherweise an einem Großserbirn, das von den Karagroraevic' regiert wird, keinen Geschmack -finden und ln ihrem Widerstande daselbst von gewissen i-aliennchen Kreisen mueifiior werden. Andererseits verübelt man es in verschiedenen slowenischen und kroatischen Kreisen gewissen serbischen und scrbophilen Politikern im eigenen nationalen Lager, daß sic mit beut „wcl'cheu Erbfeind" Verträge ssefchlosseiy die nun wichtige Bestandteile Jugoslawiens diesem auslicsern sollen. Die Hoffnung auf einen südstawisch-italieniichen Ausgleich, so äußerte sich nur gegenüber vor kurzem rin demokratischer sttdslawischcr Botmkeo, kann nur dann sich realisieren, wenn in Belgrad und stiem die Dynastien Karageorgevic und Savoyen entthront werden »nd in Italien sowie in Jugoslawien der Sozial: Sm u ö zum Durchbruche gelaugt. H. K, I-r ■ Pslitische NzmdschM. Bern und Paris. Auf einer der letzten Sitzungen der Berner -'ö:toi:ruub*Juufere:: *, riet Professor Forel, das Selbstlwstiininungsrecht alle,: Völkern zuzalprechen, die den Iolletrivwillen zur Selüstbestimmung hätten. Hierauf rmb;' ein Antrag gestellt, in dem es unter änderem :rn;f: Der Kongreß protestiert dagegen, dach interua^ionalo Iragen von einem persönlich nationalistischen -Standpunkt ans geregelt werben. Jede Tesinition des Begriffes ..Nationalität" sei entschiedenst abznlehnen. Da-.' Selbstvestinnnungsrecht komme allen Völkern zu, r in den M o - t e ktiv ioillen zur S lbstb stiwmung haben. D ie'er Beschlntz, der mit Stimmenmehrheit angenonlineil v.-nrde, stellt den reinen Begriff der Selbstoestinnnnn-a '.vieder her, der durch alle möglichen ilatio!las!>.Bili'chl'n Einflüsse vernichtckt zu werden droht. Es ist kein vergebliches Bemühen, dieWilsonsche Formel n'.i! Berninng ans geographische Notwendigkeiten, histo^ rische Nr.-'ue oder strategische Sicherungen in Einklang l-ringen r: wollen, weil sich hier zwei Geisteöströmungen - ea-egn-'r'. van denen die eitw die andere ausschließt. ■Ci-:- \:r.- A.-solntio» verlangt die uitstelbstsüch- >^i.Le Eöst'n. ss.'sei.Frage, uitd stellt sich, dautit in bewuß- ErrLDÜKg.eines südeurvPäischen ZNgsdieKftes. Ablenkung des Verkehrs von DeutschösterreLch, P a r r ö, M März. (Korr.-Vur.) Der „MaLrn" schreibt: Des interalliierte Zusammen» kaust, die gestern unter dem Vorsitze des Ministers C l a v e i l l e ftattsand, Erliste d e Bedingungen der Ersetzung des Orient-ExpretzzugeS durch einen süd europäischen Zugs' dien st. Die r nie Linie soll durch den Slmplorrturirrel nach M a Lland, V e n e d f 9, T r i est, Agram und Belgrad gehen und später via Bukarest bis Odessa und bis Konftantinopel verlängert werden, wo sie sich an die frühere B e r l i n—B agdad-Linie anschließen würde. Der „Matin" bemerkt dazu, die neue Linie würde den ganzen Verkehr Kleinafiens und Mesopotamiens zugunsten Frankreichs und Großbritanniens und zum Schaden Deutschlands und Deutschs st errerchs avlenken. testen Gegensatz zu aller bisherigen Politik, auch jener des Pariser Friedenskongresses. Die Vö ke.bundkonserenz will keine Definitionen des Nationalitätenbegriffes, sie Acht schon in ihrer Aufstellung die Gefahr, daß sie im einseitigen Interesse-einer bestimmten Politik ausgestellt werden. Der gemeinsame Wille wird hier sehr richtig als entscheidender Faktor erkannt. Auch für uns Juden ist diese Stellungnahme von großem Interesse. Wir dürften daZ einzige Molk sein, in dem es die merkwürdige Tatsache, gibt, daß Teile desselben, die das Bestehen eines jüdischen Volkes leugnen, uns anderen das Recht auf unser Volkstum bestreiten wollen. Wer aber wird es wagen wollen, uns angesichts so vieler Tatsachen den Kollektivwillen zur Selbstbestimmung zu bestreiten? ' Die Beratungen der Berner Dölkerbundkonwrenz sind im Geiste der verhöhnten Utopien gehalten und ihre Beschlüsse; lind heute Papier. In Paris denkt man wenii an die Notwendigkeit der Schaffung einer „wahren "Liebesgememschaft der Menschheit" und auch die in Bern geäußerte Ueberzeugung, „daß die ^rste Garantie des Völkerbundes und des Völkerfriedens eine Verankerung der neuen Weltversassung in den ethischen Idealen der Menschheit ist", wird dort kaum Begeisterung erwecken. Aber die Welt hört langsam auf, mit Brettern verschlagen zu sein Sud es kann leicht geschehen, daß den.theoretischen Beschlüssen von Bern mehr Kraft für die Zukunft innewohnt als allen nationalistischegoistischen Entscheidungen der Großmächte. Die stärksten und größten Kanonen schießen nur so lange, als sich Menschen finden, die willig sind, sie zu bedienen. TLe Ges§raphie auf der ^riedens- ~ ksrrfereNZ. Nie ist man an einem Beratung§tisch über schwierigere und kompii kerkere Fragen' zu a i.mrn^escssen, als gegenwärtig die; Vertreter der alliierten Mächte in Paris. Eine verwirrende Fülle von Problemen. bei* verschiedensten Natur harrt der Lösung, durch einander widerstreitende Einflüsse muß ein Ausweg gesucht werden und Wichtiges von Minderwichtigem ist kaum zu sondern, U>eil gerade an den Fragen, der-Schwachen und Kleinen sich hie Gegensätze der Großen entzünden, wie man es beim Ausbruch des Weltkrieges gesehen hat. Daß zu den heikelsten und folgenschiversten Aufgaben die Absteckung der Grenzen der einzelnen Staaten gehört, ist einleuchtend. Nicht weniger selbstverständlich ist, daß die Entscheidung über solche Fragen nicht nur nach politischen Gesichtspunkten erfolgen kann, sondern auch eine bestimmte Kenntnis der betreffenden Verhältnisse in geographischer, ethnographischer und historischer Beziehung voraussetzt; und die Entscheidung ist um so schrverer, als in allen diesen Fällen eine vorausgehende Einigung der Parteien kaum erfolgen dürfte. Die Grenzen Polens gegen Deutschland und gegen die Tschechen, die Grenzen zwischen Rumänien und Ungarn, die ukraiuifch-polni'che Frage, die Abgrenzung Jugoslawiens, die Entscheidung über Deutschböhmen und Südtirol — all dies harrt noch der Erledigung. Sind die Staatsmänner der Entente in die'en Fragen kompetent? Man stelle sich einmal vor, wie wenig auch der politisch Gebildete bei : :Z von den näheren Verhältnissen einesEin'elstaates der amerikanischen Union, wie etwa Teras, Ohio, weiß, um beurteile^ zu können, was dein Atnerikaner Südtirol, Ostgali'ien oder Deutschböhmen, bedeuten kann. Von Lloyd George berichtet ein amerikanisches Blatt aus Paris, er sei etwas schwach in der Geographie und müsse die Fragen unmittelbar vor den Sitzungen studieren. Freilich lerne er in einer halben Stunde meh'r als andere in Mouaten. Allen Respekt vor Lloyd Georges politischen und sonstigen Fähigkeiten, aber man wird bei solcko t Nnchrich'cu dbch ein wenig skeptisch/gestimmt. Das einfachste wäre wohl gewesen, den Entscheidungen-über Grenzsragen möglichst ob'ektiv-wissenschast'iche Exposes von fachmännischen Kommissionen zugrunde zu legen. Aber man hat bisher nichts dergleichen gehört. In einzelnen Fällen hat man bekanntlich zu dem Mittel gegriffen, militärische Ententekomnrtssionen in die strittigen Gebiete zu entsenden. Auf Grund eines derartigen Urteils mutzten zum Beispiel die Tschechen Tesche:: räumen und gegenwärtig soll eine amerikanische Militärmission Istrien bereisen, um die ethnographischen Verhältnisse festzustellen.. Mas der unmittelbare Augenschein, noch dazu bei einem flüchtigen Aufenthalte. bedeuten kann, mag.man sich vorstellen, wenn man bedenkt, daß die'e Militärs gewö m.ich e; Sprache der Bevölkerung, über deren Schichtung sie urteilen sollen, unlnndig sind. Wie soll der englische, französische ober italienische Generalstäbler zwischen Tschechen und Polen scheiden, wenn er mit beiden — deutsch spricht? Selbstverständlich e ist. daß man Generalstäbler der Ententestaaten nicht nach den ' hergebrachten österreichischen Vorstellungen beurteilen bars, aber ob sie hier, die geeigneten Leute/sind? Hoffentlich kommt es nicht so weit, daß zukünftige Geschlechter dafür büßen sollen, daß Lloyd George in der europäischen Geographie wenig bewandert war! Zur Krise iu -er Prager Nationalversammlung. . Die Krise in der Prager < Nationalversammlung gibt gegenwärtig den tschechischen Politikern viel zu schaffen. Wohl verlautet von verschiedenen .Seiten, daß der Zwist bereits 'beigelegt und eine Einigung zwischen den Parteien erzielt worden sei. Aber der Gegensatz zwischen den regierungstreuen Sozialisten, deren Vertreter im Kabinett sitzen, erweist sich als zu stark, als daß man an einen leichten und rasche» Ausgleich glauben könnte. Auch in Böhmen hat, als nach dein Zerfall Oesterreichs ein allgemeiner Rausch die Massen befiel, ein beträchtlicher Teil der Sozialdemokraten, die schon vorher eine starke-nationale Färbung hatten, ins Lager der offiziellen Politik hinübergefuliden. Die Radikalen jedoch, die eine Verwässerung der sozialistischen Ideen befürchteten, und sich in ihrer Erwartung aus eine rasche Sozialisierung betröget: sehen, beginnen ernsthaft Front zu -machen. Charakteristisch hierfür ist bic letzte Rede ihres Wortführers Stivin. Dieser war bis vor kurzen: leitender ' Redakteur des sozialdemokratischen Parteiorgans, mutzte, jedoch seinen. Posten verlassen, weil er allzu-entschieden für den Kommunisten Mmm eingetreten war, als gegen diesen eine Verfolgung anhob und man ihnam Leben bedrohte. Tatsächlich hat man bisher' nicht gewagt, an Muna Hand.anzulegen, der ikach wie vor in den^ böhmischen Industriegebieten eine rege Propaganda betreibt-.undrytm^Mch-:MewMe7M)echischen Legionen tu Rußland auftritt, denen er - ihr gegenrevolntionäres Handel» vorwirft. Ir: seiner Rebe im Prager Volkshaus greift Stivin das Parlament an und leugnet die Möglichkeit eines Znsammenarteltens mit der Koalitioil. Er "findet scharfe Worte, gegen den nationalen Chauvinismus und gegen die nülitaristischen Tendenzen und betont ostentativ die Brüderlichkeit mit dem deutschen 'Proletariat. Die Sachlage ist umso ernster,' als die Agrarier deniSozialisten scharfe Gegnerschaft bereiten und sich zu keinem Kompromiß verstehen wollen. Die. ebenso satten wie hartnäckigen Agrarier und ihr antisemitisch-, nationalistisches Hetzblatt „Benkov" suchen beständig und mit unbedenklichen Mitteln-die Unzufriedenheit der Massen auf den nationalen Kampf abzulenken. Es wird nun. abzuwarten sein, ob die- Geschlossenheit des nationalen Siegesbewutztseins.stark genug sein wird, die Gegensätze zu überbrücken, die sich langsam in ihrer vollen Schärfe zu zeigen^begimmn.; Auch die ungünstige Ernährungslage in Prag und einzelnen Teilen Böhmens steigert die Unzufriedenheit der Massen. Man darf sich jedenfalls nicht vorstellen, als ob^in dem, jungen Staat alle Angelegenheiten schon geordnet wären,, obgleich die allgemeine Situation natürlich auf, allen Gebieten viel günstiger ist als etwa in Deutschösterreich. Auch . in der Slowakei hat die Negierung gewisse Schwierigkeiten. Dort .macht sich nämlich eine starke Strömung für die Erlangung einer Autonomie geltend, in die man auch die angrenzendenMeile der mährischen Slowakei einbeziehen, möchte. . Die ausgesprochen katholischen Slowaken fürchten gewisse radikale Tendenzen Prags und sehen mit Mißtrauen auf den Prager Zentralismus, der ihnen aus Böhmen Beamte schickt, die ihre Sprache nicht sprechen und mit ihrer Eigenart zu wenig vertraut sind. Mit einer irgendwie magyarisch gerichteten Tendenz hat jedoch diese slowakische .Strömung nich. das mindeste zu tun. . . „Der Zionismus auf Irrwegen." ' Unter diesem' Titel bringt die gestrige Nummer des „Neuen Wiener Journals" den Aussatz eines Unbekaitnten, der nicht unbeanttvortet bleiben soll. Der Artikelschreiüer, der für die „deutschen Juden" spricht, knüpft an eine Nci e der Gemeinderätiu Fraü Anitta Müller an, welche die Solidarität der Juden der ganzen Welt und die Vertretung, ihres. Volkstums verlangt, und wirft die Frage auf, ob das jüdische Solidaritätsgefühl ein so notwendiger. Kultürfaktvr sei, wie es die Natioualjuden darstollen. Viktor Adler wirb ins Treffen geführt, der cs abge"e'itt habe, auf den Stockholmer Svzialistenkongreß für die Anerkennmtg der Juden als Nation 51t stimmen, in dpr Meinung, daß. damit „ein Keil ztvischen gleichbe-ech"ric Staatsbürger" getriei-eu würde. Vielleicht wäre eS aber gut ge'.ve'er:, zu bemerken, daß derselbe Stockholmer Soziausteittotlgves; Viktor Adlers Stand-