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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-19 · Heft 60 (19.3.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 60 (19.3.1919)
Date
1919-03-19
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sette i . :rcff*5 der Eichern«g: der LebenSmitteltransporte tftuf ■>(,m Wege durch das slowenische Gebiet hergestellt werden. Die amtlichen Kreise Zeigen sich betreffs der Zukunft.Südiirols seiir optimistisch. Bezüglich Deutschdöhrnens liegt noch immer keine Entscheidung vor.. Dies ist -auch, schwerlich so rasch zu erwarten, weil diese Angelegenheit mit Ser Anschlußfrage in. innigstem Zusammenhang steht und beide nur unter einem und gleichzeitig mit den Deutschland betreffenden Fragen gelöst Zerben können. Die Sozialifierrmgskomrnisfion. Gestern hat die Sozialikenmgskommission unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Dc. Bauer chre Arbeit aufgenommtm Es wird geplant, die Mrtgliederzahl auf 32 zu bringen. In der Kommnsion sollen alle Staatsämter sowie die gewerblichen, industriellen und landwirtschaftlichen Korporationen sowie die Zavdesbehördeu vertrete« sein. An der Spitze der Kanzlei werden Dr. B a u e r und Dr. Seipel stehen. Die Kommission wird zunächst die Frage der Kriegsbetriebe, me zrmr Beispiel des Arsenals, der Werke m W ö l l e l K- M>t f, B l n in a n, Klosterneuburg usw. prüfen. Dabei wird zu entscheiden sem, rn welche industriellen Betrrebe diese Werke mnzuwandeln sind, wobei auf die Bednrfmffe der Arbeitslosen Rücklicht zu nehmen sein wird. Die Vorschläge der Kommisslon werden -der Nationalversammlung sofort in der nächsten Sitzung vorgelegt inerten, worauf dann dir Kommission ihre Tätigkeit ausnehmell wird. Die FriedenskonfereKZ. BSlkerhund jmfr Friedensvertrag «erden Samstag fertig. Pnvis, 18. Marz. (Tel.-Komp.) Lloyd George hat enizrgen femem ursprünglichen Plan beschlossen,, diese Woche nicht nach Londvn znrückzukchren, sondern zur Beschlmnigung der Revision des Böllerbundplaries in Paris zu bleiben. Dies beweist ruch, daßJS> i l s o ,n seinenWnnsch d u r ch g e s e tz t hat. Amtlich wurde den amerikanischen Zeitungen nntgeteilt, daß reine Schwierigkeiten von französischer Seite gegen die Regelung beider Dokumente gemacht werden. Man ist der Ansicht, daß der $ 6 lk e-rbuudvertrag und der Wortlaut des Friedeüs- * e 11 g, r Z S a m S t a g f e r i i g sein werden. Die Berufung deutscher Delegierter nach Paris. Paris, 18. März.. <Tel.-Komp.) Der „Temps" erfahrt,;aß heme die Entscheidung darüber fallen wird, ob die- Bor- -snferen; nicht sogleich in die Beratung über' politische Fragen ringehxn soll. , Unter den politischen VerhandlurlgsMgenständen befindet sich die B v l k e r b rr n d f r a g e und du Besprechung aber die , G r e n z c n , D e u t s ch l a n d s. Sollte der Beschluß, gesirßt werden, die polnischen Beratungen sogleich fort-;usrsm, so würden anschließend daran 's o f o r t deutsche Delegierte nach Paris berufen werden. Die Verwendung der deutschem Schiffe. Paris, 17. März. (Hsvas.) In eurer offiziösen Note wird über bte Verwendung der deutschen Handelsschiffe Aufschluß erteilt. Darnach handelt es sich dalier. nicht um eme Austeilung der Flotte, andern rmr^die Feststellung der Verantwortung, für die Verwaltung derZSchrffe, bis dre endgültigen-Verfügungen über dieses wrch - den Friedensvertrag getroffen; werden. , Der vorläufige. Charakter der Mission jeder einzelnen alliierten 'Regierung wird dinch eine, über allen Schiffen wehende interalliierte Flagge sinnfällig werden. Frankreich wird dir Berantworümg über du Verwaltung von 600.000 Tonnen Frachtraum und von «.000 bis 100.000 Tonnen transozeanischen Paketbootraumes übernehmen, ^der Rest wird je zur Hälfte von England und den Vereinigten Staaten zur Hcriirbewrderung der amerikanischen und ser arsttralischen Truppen benützt werden. .Die kleinen,, für die Hochseeschiffahrr ungeeigneten Pakelboote werden zwischen Frankreich und Großbritannien zur Verwaltung anfgeteilt ivcrden. Die Verwendung sämtlicher. Fahrzeuge bleibt dem Ernreffen des alliierten Seetranspvrtrates iwerlaffen, der auch über die gegen- ..'ärtig' von den Alliierten nerwalteten österreichischen Schiffe verfügt;, Deutschlands Abrüstung. — Waffenstillstan- oder Priiliminarfriede? Pams» 16. März. iAfleuce Havas.) In den Beraturrgeil des Obersten.Kncgsrales trac die vollkommenste Uebercinstimmmig ker Meinungen Zutage. Präsident Wilson hatte wieder den Vonitz der amerrkamschen Delegation inne. C l e m e n c e a rr. L l o y d G e o r g e, O r l a n d o, Marschall F o ch, General D e s g .o u t t,e s und die Sachverständigen des Militär-, Flotten-, und , Flugwesens waren ebenfalls anwesend. Die Vep- »aumckuns'-b^'chästigte sich barivträchlich mit der endgültigen Festlegmio des Textes der Bedingungen, die Deutschland hinsichtlich seines Mitüäc-, Flotten- und Flugwesens auferlegt werden sollen. Der pon dem Redaktionsausschuß der Alliierten aufgesetzte Te,rt rr-urde angenommen. Bekanntlich ist darin die A br ii st u n a D e u t s ch l a « d s vorgesehen, das binnen .zwei Monaten ^iach der Unterzeichnung seine inilttärische Organisation Lurch Erlanimg von Gesetzen den ihm auserlegteu Bedingungen .-nzrruaffen baden, wird. Die Zahl von 100.000 Manu für ein üändigrs Heer wird beibehalterr, desgleichen das System der ^willigen Restuyerung ans eine Dauer vor; zivölf Jahren, urne: die Abschaffung der Nustungen, der Kriegsbetriebe, der Ksies.'lloUe.sowie des Militärflugwesens. 'rin tnn Entwürfe wurden nur Aendermmm von untcrgeo.di! ' vorgenoninr cu. deren wichtigste in der Ber- Er.wr.:tuui der nnlitärnchrn Kvntrvllmittel für, die Rüstungen Demstistandtbesteht. An Stelle eines interalliierten Kontrollorgaues ist nunmehr ein regulärer unb bei jeder der verschiedenen Mallste, veulaubiLter Agent vorgesehen. Es wurde daran» brrgewnsrn, day ein,interalliiertes MilullAommando nach Friedms^chlaß voraussichtlich nicht iortbestehen würde und daß rnjifiTc' oer allüMtu oder assoziierten Mächte auf Grund ihrer Verian'.nig nicht in der Lage , wärm, ihre eigenen Vorrechte an nur i.strrnatiouale Kommission zn übertragen. De: -Hot beschädigte sich auch mit der Frage, ob die end- 'Viilrrgm Bedingungen Deutschland in Form eines Waffenstillstände-:- oder eines Präliminarfriedens vorznlegen seien. Genf als Sitz des Völkerbundes. Genf, 13. März. lTel. der „Wr. Morgenztg.") Wilson •; ' die Stadt Genf als Sitz des Völkerbundes vorrchchlagen^ ....... f ■ ■ Die Neutrale« rmd der Völkerbund. ' Paris» 18. Marz. (Tel.-Komp.) Der „Tcmps" berichtet, .daß auf-Beranlasiung LansingS am 20. März im Hotel Gnllon; eine Versammlung stattfind cn wird, in der die amerikanischen ' Delegierten nnt den Vertretern der Neutralen über d en Völker- ' d n n 8 beraten werdkn, _ .. Wreuev ju v’Kär; Illli-t Nr. 6£T Telegramme.; Italien vvr dem Zusammenbruch? r i s,. 18. Marz. (Funlrspr. der Tel.-Konrp.), Obwohl die Grenzregelung zwischen Italien Und Iugostawien seit einiger Zeit auf der Tagesordnung. stWt, mußte sie wieder abgesetzt werden, weil die innere Lage Italiens und die Versorgung dieses Landes gegenwärtig als viel wichtiger angesehen wird und weil man, wenn nicht bald Hilfe kommt, einen Zusammen b r u ch Z t a l i e n s fürchtet. Daher hatte Orlando nochmals eine längere AnterredUng mit Wilsonin der diese Frage behandelt wurde. Internationaler Kommuüistenkrongretz. > Kopenhagen» 17. März. (Tel. der ,.Wr. Morgenzig."^ In M o s k a u ist um 1.,Mäcz der erste Ko m m un i st en^ k o w greß, die dritte Internanyncrle, eröffnet worden. An dem Kongreß nahmen Vertreter Rußlands, Deutschlands, Oesterreichs, Ungarns, RrunänienS, Polens, der finnischen, ukraimschen, esimichen kommunrstischerl Parieren, der schwedischen linke« sozialdemokratischen Partei, der norwegischen und schweizerische« soziatdenlvkratischen, Partei, der amerikanischen , sozialistischen ' Arbeiterpartei und deS Dalkänbundes der revoluüonäre« Sozialisten, teil. Die russische Komnlunisienpartei war durch Lenin. Trotz!?, Sinowjem, Stalin,. 'Bucharm, Tschrtscherin, Obolcnski und, Worowskr vertreten. Die Tagesordnung ist: 1. Programm der Komunmisten-Jntrntalionale; % Biirgrrllche Demokratie und Diktatur des Proletariats; 3. Stellung zu den sozialistischen Strömungen und zur Berner Konferenz; 4. Dre mternationale, Lage mrd dte Poütrk der Allirerten. Lenin eröffneie den Kongreß mit einer Rede. Ec Nahm hierbei gegen die sozialiürsche Konferenz sin Bern Stellung, deren Teilnehmer er als „Leichen" bezeichnet^ Die wirkliche Vertreterin der Proletarier-' macht sei die 3. Internationale. Der östepreichische'Sonalist Adler mrd die sranzöstschen Sozialisten Thomas und Renaudel wurden von Lenin als Berrall,eH'/ gebrandmarkt.. Seine.Rede schloß mit der Aufforderung' W einer ' 'energischen internationalen Propaganda. Auxrrhen in New-Pork. 7 Berlin, 18. Marz7 Der „Vorwärts" meldet ans Amsterdam: Dem „Telegraaf" zufolge, haben .in,New-Nork ernste Unruhen stattgefrmden. Dre..Unzufriedenheit unter den .Arbeitern wachse täglich. D ei <§,'iä d tb a h n v.e r.k ehr wurde e i n g e,st c t £> t. Die Regierung hat Maßnahmen ergriffen, nm die Uarnhen zu unterdrücken. D e r N-e w - Z'v r k e r H a f e n l i e g e st r l l. Die A' bertslosigkeit habe während der letzten zwei Monate, um- 67 Prozent zugenommen. Die Anruhen in Aegypten. Zwei Minister verhaftet Amsterdam, 18. März. (Tel.-Komp.) Das „Handelsblad" meldet aus K a i r o : Der Kommandeur der britischen Truppen in-Aegypten W all s o n warnte am 6. März.den Brzevräsidrnten der gesetzgebenden Nationalversammlung in Kairo unter Hinweis auf den noch bestehenden Belagerungszustand vor einer Ovvositron gegen, dre ^geplanten Reformen, dre ernste m,li-' tänschr Maßnahmen zur Folge haben 'konnte. Am 8. März wurden vrer näticinälistische Führer, darnter z w ti Minister, verhaftet und nach Malta < eskortiert. Premiermmrster Rushdr ist nun . im „Zusammenhang mit dieser Affäre und dem Auftreten" der Nmionalrsten in' der' gesetzgebenden Nationalversammlung zurückgetretelt. " v : - Günstige Finanzlage Angaru^. . U Budapest, 1.8.. Marz. (Tel. der PWr. Morgenztg".) Im gestrigen Mrmsterrate hat Finanzminister S z e n d e einen Bericht über die Finanzlage unterbreitet, aus'welchem hervor'geht, daß dir finanzielle Situation sich von Monat zu Monat bessert. Darnach betrugen die Staatsausgaben im Novemben IHM Millionen, im Dezember 1400, im Jänner 1000 und im Februar nur mehr. 650 Millionen Kronen. Es sei auch eine stetige E r- Höhung d e r E i n n a h m e n zu verzeichnen, so oaß iüe bald wieder zu erwarten sei. Beschlagnahme dev erzherzogliche» Güter in Ungarn. » Budapest, 18. März. (T.el. der „Wr. Morgenztg.") Der' „Magyarorszag" vftöffentuchl eine Information, wonach der Ministerrat über Vorschlag des Ackervaumlnisteciums beschloffen bat, a ll e G r u n d b e t i tz e v o n E r z h e r z o g e n und Mitgliedem fremder Herrscherfamilien.. dre sich derzeit im Ausland befinden, in, st,a, a t. l i ch e. V e r w a l t u n g zu über-' nehmen. Diese Verfügung sei nicht nur zum Zwecke der Sicherung der Produktion, sondern auch deshülb notwendig, weil die Erzherzoge und Prinzen'das Emkormnen aus diesen Besitzungen im Anslande dazu benützen, um die Sicherheit der BolkscepMik zu bedrohen und die Wiederherstellung des Königtums anzustreben. Wie „Mägyarorszag". meldet, bleibe« von dieser Maßnahme die Besitzungen Josef H a b s b « r g S unberührt, dagegen gelangen in staatliche Verwaltung die Fideikommiffe Friedrich Hab S b u r g s: Magharovar und BeUye, insgesamt 145.000, Kat^straljoch, ferner die Besitzungen der Famnien Kobnrg, Windrschgrätz und Hohenlohe, der bayrischen königlichen Familie ' sowie der Prinzen von Toscana, Panna usw. / Eine neue tschechische Partei in Deutschösterrerch. n Prag, 18. März. (Tel. der „Wiener Morgenztg.") Wie die „Narodni Llsth" irr ihrer Abendausgabe meldet, hat sich nebeli der tschechischen sozialdemokratischen imd der tschechischen ilationalsozialisiischen ' Partei nunmehr eine dritte tschechische Partei <mr dem Boden Deutsch öfterreichs gebildet, welche den M i t t e l ft a n d des t s ch e ch o - s l o w a k i s ch e n Volke S i n D e u t s ch ö st e r r e i ch zusammensasien soll. Diese neue Partei soll „Tf ch e ch o -- s l o w a k i s ch e Demokratie" hcißeii. Ihr Ziel sei die Erreichung der nationalen Sclbslbestinrmung und der sozialen Gerechtigkeit, sowie die Sicherung der geistigen und. tvirtschaftl'.chen EntmrÄung der tschecho-slowakrschen Mmderheit in Deutschöstcrceich. Die „Narodni Llsty" fügt hinzu, daß diese neue Wiener tschechische Partei mit der in Prag m -Bildung begriffenen tschechischen Mrttelstandspartei der jungtfchechischen Dissidenten Fiedler und Gmoffen nichts zu üm habe. , .■ Die tschechischen Lehrer für -Le Abschaffung -es Religionsunterrichts. Prag, 18. März. Am 14. und 15. März haben, dem „Cech" zufolge, Beratungen der Prageb Lehrerschaft über die Frage statigcffmden, ob an den V o l k*s- und Biirgerschulen Rellglonsunterncht noch zu erteilen sei. Die Abstivinzpug nM' die des Re^gior^nnterrichteS. Wre-ervereiutzsvng -er tschechische« Sozial«! -emokraten.; :Prag» 18. März. Aitt Sonntag wurde von Vertreter» der Vollzugsausschüsse der beiden tschechischen sozialdemokratische»' Parteien (LKUonomisten und Zentralen) ein Vertrag unterzeichnet, nnt welchem die Bereinigung der beiden sogenannte« Z e n t r a l i ft e n p a r t .e i e n mit der t s ch e ch »-» s t.o w a k i s ch e n s o z i a l d e m o.k r a t i s ch e« Arb«ttt-^ Partei (Antorromisteu) durchgeführt wird. Errichtung von „Volks-Preisgerichten« i* Böhme«. - Prag,-18. Marz. Der heutigen Sitzung der National Versammlung lag ein von der-Regierung unterbreiteter Entwurf, eines Gesetzes vor, durch das Bw l.k§ - P r ei § g e r r chlle-, errichtet' werden.. Nach diesem Gesetzentwurf, .sollen Streitigkeit«», bezüglich.Schadenersatzes wegen Preisüberschreitungen bis zrM Höhe -von K. 10.000.— ' ausschließlich durch B o;l k ä* P r e i O g' e r t ch t e entschieden werden. Diese Gerichte setzoe sich aus dim Vorsitzenden >nnd zwölf Beisitzer» zusammen, welcheden Kreisen der Handels--'und Gewerbetreibenden, der landwirtsch'afiliHen Arbeiter,' der Mbeiterschast und der Festbesoldetm entnommen werden. FaÜS' diese Klagen nicht im Wege. deS Bev-f gleiches eMigt werdm können; «intscheidet des Preisschiedsgericht.' Gegen' den. Beschluß deS Schiedsgerichtes ist die Berufung an dvt Genchtshöh erster Instanz dann zulässig, wenn der geforderte Be--? trag L 1000.— übersteigt. DO Verfahren vor dem Vogspreise' gerichl richtet sich im übrigen nach den Bestimmungen der Zivrf Prozeßordnung. Staatliche Sequestration laudtäflicher Güter. 7. Prag» 18. Marz. Del. der „Wr. Morgeuztg.") Das Ackcrbaunümsterium hat alle dem theresianischen adeligen. Dame»'stifte auf demHradschin gehörigen l a n d tä flichem' Güter in. - st:aallliche ZwangSver-- w alt.ung gen o mmen. Entlassung deutscher Bergarbeiter i« Rortz^ böhmeu. . «. Prag» 18. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Infolge einer Presfton der tschechischen Bergarbeiter m Nordbohmeu wurden dort deutsche Bergleute ektlaffen, weil sie sich am 4.d.M. au der' Kundgebung für Deutschböhmen beteiligt. hatten. Heute erschienen nun Vertreter der Union der deutschen Bergarbeiter iu Nordböhnleil beim Minister für öffetttllche Arbeiten- Stauek und ersuchten mm deffen Elnschreiten, damit die entlüffeneN deutschen Arbeiter-wieder ausgenommen werden/ Der Minister versprach, sich 'für die Beilegung des Streites emsetzen zu wollen. . Kraw^Te in Kasch au. Zwei Frauen getötet. Kaschau, 18. März. (Tschecho-slowakisches Preßburean.) Fa der 9!acht'. rissen slowakische Soldaten des Thrnaner Gaues das .Honveddenkmal in 5^aschau nieder. General S ch o v r c^ Stadt-» hanvttnann' K o h o u t und Gauvorstand S a k a c versprachen, die Schuldigen zu bestrafen. .Müh. rottete sich die Bevölkerung zusaulMen und stürmte ennge MilNärwachrn und Posten.'Auf der Hmrptstraße schoß die Bevölkerung auf die Soldaten. Bei denr Zusammenstoß nnt dem.' Mllitär wurden w e i F t a u t n ersch pÜe it. , Em.Soldat des Infanterieregiments Nr. 1^ wurdc vou der Eevölkeruug durch Sttche verwundet. . .* Die Polen weifen Tschechen aüs. Mähr.-Ostrun, 18. Mürz. (Tel. der „Wr. Morgenztg".) Der polnisch-tschechlsche Gegensatz beginnt sich nunmehr auch in der, N n s w e i s u n g za h l r e i ch.e r T s ch e ch en aus Polen' geltend,zu niachen. Biele Flüchtlmge sind in den letzten Tagen hier angelangt, zum Teck Leckte, die seit Jahrzehnten, in-Polen' ansässig waren.- Sie beklagen sich über die harte und rücksichtslose Behandlung-der Polen,^ tue T» aus ihrem Heim vertrieben imdwährend der Reise ohne alle' Hckfe gelaffen hätten. . Bezahlter Streik. rti*. C t äx< - r' I.-y - . 18. März. (Eel.cher „Wr.' Morgenztg.") Wie aus Wlederherstellungde^f i na n z i c l l e n Gleich sc>, Karw i « er Streikgebiet gemeldet wird, zähst der Pol-' .. nische Natiöckalrat an die streikenden polnischen Bergarbeiter deil Betrag von 2 Kronen für die Stunde. Die Polen sind bemüht, den Ausstand auf das gesamte Ostrauer Kohlengebiet anszndehnen. In 'Polnijch-Ostrau ist ein'Streik ausgebrochen'"als Pro r-e st gegen die Ausfuhr der Kohle nach Polen. - Im' gesamten Revier werden Streisnnstufe in polnischen und tschechischer Sprache verteilt. ' : Noske «n- Hin-enburg. Berlin, 18. März. Wie die „Bofstsche Zeitung" meldet, sind Reichwebrminister Nos f;e und General v. W i it t e vfel dll zu Besprechungen mit Generalfeldmarschall v. Hind en« b n r g in Colb erg eingetroffen. . Rumänien annektiert 15 Komitate. L Budapest, 18. März. (Tel. der ..Wr. Morgeuztg.") Der Leiter der siebeubürgisch-rumäNis.chen Instrzseltion hat eme Verordnung erlasicn, wonach die Soüverancküt des rumänischen'- Staates ans 15 K o m ill all.e. v o n. Siebenbürgen ausgedehnt' wird. Gleichzeitig wird die Einstellung der Tätigkeit der Ungarischen Justizbehörden verfügt. , V Tagesbericht. Erzherzog Leopold Salvator — ««bekanntere - - 2lnfenthaltes. Pie „Wiener Zeitimg" veröffentlicht folgende Knnd'lZ machung deö Bezirksgerichtes Margareten: ',j£)e\n, Herrn Erzherzog Leopold S a l v a tor, Wien, •i. Bez., ^ltteegasse 30, d e r z e i t u n b r k an nie n A u \* e n t.h a l t e s, ist in der hei diesem Gericht anhängigen RechtSsäche^heS','Ludwig Löwy durch Dr. Theodor Müller,'gegen Etzhergög'Leopold Salvator w e g en 0 6 0 K.x o neu der Beschluß vom 7. März'- 1919 zuzuftellen, womit die erste. Tä^satzung ^für den 2./April 1919, vormittags .9. Uhr, hiergenW,vZimmer 31, anhetaumt wurde. 'Da her Aufenthalt-, des . Herrn ^Erzherzogs Leopold-Sal-> dato« Änhekannt ist> Wird ihm zur Wahrung - semer Rechte Herr Dr. Desiber K r i e d m a n n in -. Wien,: 1. Bezirk, S'chotteftring L6, zum Kurator, bestellt." . - Der Mager ist ein- Schlo'ssermeister, der im. September 1916,' also vor zweieinhalb Jahren, der Ehre teilhaftig rviwbe, -dem Herrn Erzherzog für sein Leibautvnwbil < zwei Gleitschutzketten liefern zu dürfen. Herr Löwh mußte sich mit den Ehre begnügen, benu eine Bezahlung der Rechnung Xmnk ■fxjLtfih wkdqrhE MahMMg Vicht säs&m*-

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