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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-16 · Heft 57 (16.3.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 57 (16.3.1919)
Date
1919-03-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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; »626rfc* Wen, ooitttföflf ÄMener MörqenLerrung U ► -—?■*.—ä*-—---,.... --_— -^...... -che« derSpickchr, um mtsereUngeduld zu dämpsett. Aber schon intnfiflt ■ ktd) ut die glashelleu, ticDttdj=fTa:ctt Töne bc3 SpiAwerk — ich chab' sie jetzt im Ohr entfernte Ettmuten, vom Erkerfenster!sicht man ganz oben bä fc« Brmmerstraße farbige Papierklampeu auir-.'.uchen, k3 wäb'.i nicht lange, da poltern die Tritte vieler, vieler Menschen über die gewtntdene Holztreppe, wir Rubeln, fiatscheu iu die Hände und eilen ins anstoßende Immer 'mit dem großen, kreisrunden Eichentisch. > Noch eine Gednldprobe, eine Keine Panse, die uns eine KSwialeit dünkt. Jur Halbstock macht nämlich das Maskenvolk eine!Mr rvillkonuucne Station. Dort haust eftr Mitterchrnmit schnee' ttvcißem Scheitel mü> schneeweißer Schürze und au§ der offenen, -Tür strömt der berückende Duft erlesener Leckereien. In ihrer jAlchimifterkiiche bereitet diese Frau nach sorgsam behütetem Ge-, chrimrrzrpc die hochberühmten NilolSburger ^Küchel" mid l-Frau Zuckerbäcker — sie heißt wie das angenehme Ge-' -werbe, das sie beweibt — in heute freigebig.; Dann klingt das Glöckchen bei der Glastür uud mit dem kauZgelasscuen Pnrrmlirdel (Heut' is' Puriin, morgen is' ans" ...) Umkreist die beitere Schar den Tisch. Würdig lächelnd sitzen Großsvater und Örr^uuttcr —. sie tragt die Sabbat-Haube mit den melven Aile.GhIeiien — an der weißgedecklm Tafel, Wein, cm Wchuäpschm, Molmivrte und' Apfelunenschnitten sichen bereit. Wirr nrehrstimnnges Lied wird still anaehoct, daun flieget: ätzende iDitzworte auf und innig belachte Ansprrlrma^r. Uud stets treten jrreue spaßhüftr Gestalten ein. Matrosen und Rafielbmdcr, dicke Äaurrinnen mir einer Baßstimme, ein schreckhafter Hamann —. ftmd die Hab' ich mir am besten gemerkt — eine wunderschöne, ftasfri'chc. rotblonde Königin Esther. Das;.ihr e§.nur wißt: Alle waren dabci, alle» stand ^as Hatis. offen. Die Studenten ans der Oltgva rmd die von der lUniversität fite waren zu Purim nach Hause gekommen, so war damals Doch..die Töchter der indischen Patriziechänser, über auch die Armen aus dem Judengärtel, auch Haschrl Roth., 'der kreuzbrave Dimsimann und Jtzig, der Schnorrer mit den ffriesenden Augcrt. Alle kannten einander• und nannten, einander - Peim Pornamin, die ganze Kehilla eine Familie. Nur Moses 'Götze!, der würdige Polizeimann mit den: fnnmnen Sabel, tsiand tmtcn in der Gaß' und hielt die Ordnung ausrecht. So z-cht der bunte Mummenschanz von §mt5 gu Haus, ’sam Stube m Stiche und wenn er an der Grenze der Christm- ^radt einkehtt. sitzt der Großvater noch immer bemt Tisch und sieht zu, wie wir Kinder mir leeren Nußschalen „Schelle-Melle" spielen und Mfserunuzvlätzchen gewinnen ... O duseliger,trauterKindheilZtraum! Es war das letzteAufiSückeru innigen Mischen Gttnemschaftkleörns iu der Jndenstadl. Als.?ch fünfzchn Fahre später zur AsseNtierimg kam, war schon brr Hauptgah' ausgeftorbeu. Nur Haichel Roth stand noch am Bahnhof, erkannte mich, sprach mich mit „Du"' an, Graste: „Was macht die Mutter?* u.ahnr. ohne zu fragen, mein Koffcrchen und schmückte meinen Hut mit einem Rckrutensirauß, als ich „tauglich" wurde. Ich grüße dich, Großvar echan». den.blaugüldenen Hol;- ltvrchter, dw Svielnhr, den Schaukclstnyl mit der Schlummerrolle,?ne HatMlerie mit der weiten, treten Aussicht, den heimlichen Frieden deiner Stutzen, den wir Epigonen längst, längst verloren haben. — — _ . Otto A b e l e s. ' Die Telephoumrsere. Eine Abordnung des technischen Personals der Post Leim Slaatskanzler. Beim StaaManstrr Dr. Nenne r sprach ein; A b o r du «ii g d c ß 3 c r b a n d e s d e r t e ch n : f dj c « U n t o u tu Angelegenheit der Fordennlgen der Bediensteten, des Telephon-, ^.elegraphrn- und Rohrvostweserts sowie wegen der dringenden Rcsorur des Tckephondirnstes vor. Die 'Abordnung venvres darans, daß seinerzeit von der. technischen liniert, ut der ,die Bediensteten des Telephon, Telegraphenm:d sslobrpostüetriedeS aller Kategorien inklupvr der akademischen Beamten, organmert find, eine Reihe von Forderungen ausgeftellr wurden, deren Erfüllung zwar versprochen, Schoch 'nicht erfolgt ist. Infolgedessen Inftcln unter dm Bemensteten^ die Absicht gerncim'ant mir der Gewerkschaft der Bostangeftellten den allgemeinen Strcikzuproelamicren. Die Abordnung betonte, dach es sich hier mn Reformvorschläge bandle, btc im Interesse des Staates sowie der Alloemrmhcrt erbsben werden. Eine der ersten Forderuugcu sei dte Trennung der technischen Leitung von der administrativen Verwaltung.^ . Eine Berinsierttug des Telepbonwcseus werde erst dann ««tretert, wenn die noch fehlenden Telephoriautomatenzentralen errichtet tverden, womit dann das alte Telcphor-systeni verschwindet. Dies wird jedoch erst in ein blszwei Jahren der Fall sein. Um xedoch den'Televhvichrtrlrb weiter ausrecht schalten zu frommt, müsse vor allem getrachtet werden, daß die Telephomudustrie das vötrge Material zur Herstellung der .Beimndtnle für die Apparate erzmgev. könne. Kerner darf kem Wechsel des geschulten techuffchyr 'Personals ir.rehr vo'rgenommen werden. Es ist notwendig.^ daß alte erproblen und geschulten technischen Ä-räfte aus ihren Posten verbleiben. Das Telephon und Telegraph emmsrus 'und der Nohrposcoieust muß von der administrativen Aerwalung gelleim: werden und genau eiueu selbständigen Zweig bilden, wie dir Postsparkasse. Au die Spitze dieses Betriebes muß cm tüchtiger Techniker konnnen, bamU unsachnrännsiche Anordnungen vrrnnedeu werden. KnnessiM dürfen fick bei der technischen Leitung des Telephon-, Telegmvheir- und Rohrpostbetriebet bureaurrallschr Einslüsse geltend machen. Die Abordnung versicherte schließlich, daß die Organisation, fest entschlossen sei, dieses Ziel mn allen zulässigen Mitteln zu erreichet;. Staatskanzler Dw Li cttiitr nahm die Darlegung der Mordnnng entgegen und erbat sich weiteres Nc'alenat, das dem' neuen StaatssctrrLär iibermnlelt tverde. der sich da::u mit den . Organnationen der Bediensteten des Telephon-, welearaphen- und NohrpostwesenZ ins Eiuvcrnchmcn setzen wird. Er ersuchte die Abordnung, bemhjgetid zu vnrken. damit von Strcisabsichtcn. abgeschen und keine Störung in diesen Staatsbetrieben r'mtrrtr. Die Abordnung erklärte sich vorr der Antmart des Staatskanzlers befriedigt, sprach jedoch den Teunstit aus. daüPie Berstandlungen über die. vorgebeuchteu .Wünsthe und Beschwerde: ehestens in AngAn oenrnmwn werden, was der Staatskanzler ^sicherte. Die Delepjr^t'iemvLhlprr irr dem Wrrtschaftsverbell , der Hochschüler Wiens. Welcher Mittel stch dir Dentsiftaationalni bei ihrer pvliüschrn Betätigung bedienen, .mim: lemtich die Delegiertenwablen rm Wirrschaftöverein .He.b'chUlee Allntr'. die «mr IU rmd ld. M. isi-jDOL-,? _ Obwvtil die . hiskm'jgkn Delegierten des WirtschastsberemS ', (Sektion Techni!)' ihre AnK,alle rn chlfri«bcufrclfc»der'Wegl lösten, verlangte der deutsche HochichnlausiMnä, - das in die Bereinigung der dcutschnaiiotiaten, deuisch-ienhoüschen und dentsrllnationalsreiheillichen Studentenschaft, l daß neue Dclegiertemvahleu ausgeschrieben tverdcn sollrcu; diese tonnen mir den Zweck verfolget!, beit parteipolitischen Geist auch iu den Wirtschastsverem zu tragen, dev doch als ' gemeinnützige Institution allen Hochschütern 'ohne Unterschied des polnischen Bekenntnisses zu gute komme soll. Das ossistelle Ocgatr des WirlschastZvercins ist die „Akademische Zeitung" in der für Rede-und Lescvereine dentschanschec Hochschüler getvorbeu wird und schon jetzt findet mau bei manchru LebruSmillelverfrätistu des Bereincs die schöne 'Klausel „N n r f ü r B o d e n ft ä u d i g e". Der deutsche Hochschnlausschtrst hat in einer der letzten Wahlansschnßsitzmigen trotz des Widerspruches der Techniker und der medizinischen Fakulrär r d l ij cu b c tt Wahl v o rgan g beschlossen: Alle polieischen Bcreimguugeu an den Hochschulen können Listen aufstclleir: die S t i m -nt t n d e rj t it t g c n n b c r, die s i ch a lt der W a h l ii i ch t b e t e i l i g r n, lv erde n als W ä h l e r d e r „v f ist z i e l l e ist' tdeutschuaiionaleu) .List e g ez ä h 11- Es entscheiden also tatsächlich nicht die. die wählen, sondern die, die nicht wählen. Durch diesen allen Befristen von Rechtlichkeir hohnsprechcndcit Beschluß wird die Böahl natürlich zu einer Farce cruiedrigt. Zu erwähnen wäre, noch, daß der Süminzerrel — die Wahl soll geheim seit! — als erste Rubrik „N a me. u n d Mitglied s n u ut frit c r d c s W a h.1 e r s" trägt. ' Montag den 17. März um 1 Nhr nackpuinags ftndet im kleinen Festsaale der Nniversität eine ordentliche Generalversanunlnug des Wirtschaftsvereiucs statt. Bei dieser soll über Satzungsänderungen der Stalrileu abgestinnnl werden. Der Halchtpuukt dieser Aendernitgeu ist der, daß von nun an u i ch t d e u t f ch e (das sind, erkahrungsgetnäß hauvtsächlich jüdische) Studierende dem Wirtschastsverem nur als „Gäste" augchören sollen. Aus der Einladung zu dieser Getieralversarmnlnng — veröffentlicht m der „Akademischen Zeitung" vont 12. März — entnehmen wir wörtlich folgendes: „Da laM'tz 13, lk, der Satzungen zu einer , Äenderuug derselbeir die Anwesenheit von mindeftetrs drei Btcrtel der Mitglieder notwendig ist, ein so zahlreicher Besuch der Generalvrrsamrirlung aber tue zu erwartm ist, wird im Emvkrtiehlnen mit dm BereiuZbehörden angcuotnmen, daß diejenigen Mitglieder, welche zur Getlcralvermmtnknng nicht erscheinen, der Satzungsänderung zuft'munem" Ein anderer Beschlnst wäre Von dieser Seite allerdings nicht zu erioartm gewesen! * Einbrüche bei Brotkonrrnissiünen. Ja der leisten Zeit, insbesondere aber int Februar d. I., .würden lviederholt Einbrüche ln drn AmtSlolalen 'der Brotkomruisftoncn in Favoriten verübt. Es wurden daber eingehende Nachsorschntigen eingelritet, . welche zur Berhattuug einer Reihe von Personen führten, welche' sowohl einctr schwunghaften Handel mck Lebensmitteln, die sie auf Grund der gestohlenen und gesAschtctr Scheine bezogen, als auch mit den Lebensniittelkarten betrieben. Die Kompagnie verkaufte beispiclöwecke eiueu Liter- Petroleum um 3 bis 4 K, einen Laib Brot um 7 lns 10 K und einen B r o t b e z u h s stch e r n s o g a r n m P r e i s e b i s z n 2 00 K l Die Diebstähle reichtm schon auf mehrere Monate zurück. Der. SicherheitSbehörde ist es' gelungen, nenn Personen wegen dieser Diebstähle zu verhaften; sie wurden dem LandeZgerichtc eingeliesert. * Die gestohlene eiserne Kasse. Am 14. d. M. wurde dem Uhnnacher Eduard Not t,. IH., Sechskrügelgasj'c 7, etabliert/ eine kleine ei s ernt Ä a s s e a c st oh re n; sie enthielt 29 goldene Herren- und - Damenuhren, 8 silberne Herren- und Dammuhren, 60 silberne und 20 metallene Ringe. Daun stahlen die Embrecheri aus der Auslage noch: 4-0 Paar goldene Ohrgehänge. 20 silbeme Ketten und 4 lange Lorgnonketten, -5b Halsketten, weiters zwei Spn r k a sis e b ü ch e r> das eine auf eine Einlage von K 1970.—, das andere auf eine Einlage von K 4.— lautend. Herr Rott beziffert seinen S ch a d r -u m i t 2RY00 K r o n e n, * Dev freie Eintritt süv Offiziere irr die ehsrnolis aen Hofthenter aufgehoben. Die Verwaltung des HosärarL hat die für Offiziere, beziehungsweise Mannschaftspersonen deS Soldatenstandes bestandenen Begünstigungen für den Ei ntritt in das S t e h p a r t e r r e,. respektive die vierte Galerie des B n r gu n d O P e r n t h e a t e r aufgehoben und die Bestimmung getroffen, daß die Reservierung eines Ramnes für Offiziere im Stehparterre beider, hofärarischen Theater ab 15 b. M. zu unterbleibe n hat. Von biefem Tage ab ist der Eintritt in das Stehparterre sowohl des Burgals nuch des Operntbeaters gegm Losung eines Bcllets zum Preise von K '» an der Abendkasse jedermann g e ft a t t c t . * Ernennung. Der mit dmt Titel eines außerordentlichen Universitätsprofeffors . bekleidete Privatdozent Dr. Heinrich N e u m a n n wurde von: Slaatsratsdirektormnt zum außerordentlichen Professor für Ohren-, Nasenrmd Kehlkopst'ranklieitrn ernannt. Prof. Heinrich Nmmann, ein Jude, ist erst 46 Jahre alt und hat sich durch seine wissmschastlrchm Arbeiten auf dem owlogischeu Gebiete einen gttten Namen gentacht. An der Wiener stuivers'.tät promoviert, arbeitete er zuerst auf pathologisch-anatomischem und chiruigischem Gebiete. Er gilt als der berufenste Anwärter auf dir vakante Univecfitätsohrenklinik. Der Vatermörder Lothar Balenta zn acht Jahren schweren Kerk»r verurteilt. Nach zweitägiger Verhandlung vor dem hiesigen Schwurgericht wurde gestern der 18jährige Lothar Balenta, der seium Vater mit emem Beil erschlagen und dmm beraubthatte, zu acht Jahren s ch w e r e n K e r t c r v e r u r t e i-l't. * Musterungen in der Westukraine. Der Pressedienst der Delegation des Jüdischen NationalrateS für Ostgalizien meldet: Iu Brzezäntz hat das Bezirkskommiffariat auf Grund eines österreichischen Gesetzes über Kriegsdienstleistuna im Jahre 1912 alle Nichtulraiuer. also a u ch I « d e n, zur Musterung für .striegödiettstleistung anfgeivrdert. Der Jüdische Nationalrat siir Oftgalizicn hat in dieser Angelegenheit beim Staatssekreiariat für Heerwesen der westukrainischen Volksrepublik interveniert. Das Sekretariat hatsofort diese Mobtlisationsverordnuttg. die das Bezirkskommisseriat in Brzezany auf eigene F a u st erlaffetl hat, s i st t c r t. A FachKi.'belirrknrse der Lechnischen StudiengrupPL des PalNLi^^tnnLes in Wien. Dw technische Sludi.'ugruppe des 'Paläiunamtttcs veranstaltet FacharbeiterlnAe zur Ausbildung von Elellromontcureu, Heraubüdung von Elcrtrohilfkruouteurcn, Maschinisten, Bauarbeitern rmd Baupolteren. Als Schüler kommen in Frage: Junge Leute südtscher Nationalität von gesunder körperlicher Beschaffenheit tn>.t Bürgerschnlvorbrsdimg - rApelcive einer dieser Borb-ldung entsprechenden Schulbildung, tvelchc zur Auswanderung nach Palästina entschlossm, tn die. Wiener Organisation Hcchaluz ausgenommen sind. Dte Kttrse werden dretmal wöchentlich zu 2 Stunden am Abend stattstnden und sollen die Tetluehiner theoretische uttd vraHtsche Abbildung echaltcu, welche für die obgcuätmtm Beruksgrichpen erforderllch ist. Die Dauer der Kurse ist mit zirka 9 Monaten angmommcu. Die -Teilnehmer haben bet der Entschretbttng eine Gebühr von 2 Kronm zu mtrich'tm, im übrigen erfolgt der Unterricht unentaeltlich. Anmeldungen sind umgehend zu richten an Die lecktniichc Sludimgruvpe des ^zlastmaamtes, ckr'im, st., Zirkusgaffe 99. .16, März 1919 Skr. 57 * Onguete übet* Pie LteuerpL^ris. DaLpleuographische Protokoll dieser int EtaatLrake berntistaÜeLen Enquete ist uumnehr - erickfimen-und' im VtAchlüff dc-ck-Staa'Sdrttckrrrt, soweit der Bor- - rat reich!, crb'.ittlirh. *} Meldung dev nichtausgeljeiltcrt Krieg»üeschüdigten. Das Staatsaint für VoWtztsundheiL hat nach- . ftcncabc Verjügungett getroffen. Alle noch mcht in Anstalten befindlichen Krtegsbcschüdigtm sind aufptsordem, sich unter BorwetS irgendeines AusweiSdollnuetttes, aus dein womöglich ihre frühere ' nulttänsche Dieusiletstung festgeftellt werden kann, zwecks Unter--'! suchrmg, beziehungsweise Ernleillmg deS mtsprechmdm Heilver- - sahrms zu melden. Diese Meldung kann erfolgen: 1. beim zu-; ständigen Amtsarzt der politischen Behörde oder 2, bei derbem Jnvallden zunächst gelegenen öffentlichen zivilen oder militärischen; und Krankenanstalt. 3. bei ttttb durch Krankenkassen, Fürsorge- ' stellen und andere ähulickw Jnstitutionm. * Arveitslosensürsorge für polnische Staats- - angehövige. Das Staatsämt des Innern hat gestern'an alle trtdustrietten Bezirkskomtnissiottctr in Wien, Wiener-Neustadt, Sll Pölten, Linz. Graz, Leoben. Klagenstwt, Innsbruck, Salz-, bürg Mid Bregenz gerichteten Erlasse hat das Staatsamt. für - soziale Fürsorge untre anderem angeorduet, daß jene Arbeiter -'- p o l n i s ch e r S t a a t s a n g e h ö r i g k e i 1, welche nachtveisbar nach jenen Orten d?r ehemaligen österreichisch-ungarischen -t Mottarchie heimatzuständig sind, auf welche sich die Hoherts'->- rechte der polnischen LiquidternvDSu k o mmi ss i o n in Kr al o « erstrecken, das ist -inshesondere Galizien Lrt d O st s ch l e s 11 tt, ttt dte { Arbeitslosettfnrsorcte, und zwar rückwirkend vom Geltungsbe« der Bollzuasamuetsung vom 6. November 1913 entzubeziehen sind. ‘ Gleichzeitig hat daS Staatsamt si'rr soziale Fürsorge an das Staatsamt des Innern daS Ersuchen'gestellt, im kmtzen Wege-mit bet»;s indttftnelletr BezirkZkommtssionen sestzustelleu, ob die in Flücht»- lingstmterftützttng stehenden Personen nicht etwa bereits m dev -- Fürsorge für Arbeitslose stehen und dte erforderlichen Man-'S nahmen zu treffen, nm einen gleichzeitigen Bezuy dLv'A'-rb ri.tS»,-/- losen- und F l ü ch t l i n.g s u n t er ft ü tz u u g hint» > a u z u h a l t-e rt. , Der erste jüdische Jrtgendsürsorges und Erziehuntzstag ftndet Somttag den 23. und Montag'dcu 2-1. Märzim Festsaale der Handelsrmd Gewerbekarnmer. Wien, l, I ü d i s ch e E r'z i e h n n g: -RäbbiE - Dr. ''David F euchtwang, Jnwektor- 'für ReligtottstmterriHt an- - Mittelschulen: D er R e l i gi o'n s unterricht e.l s Erz i e h u n g s m t t't eI d er iüdis ch e-n I ng end.' Direktor Max 'Fischer: F ü r s o r a e i m V o r s ch u si a l t e r; Hortmspektor Josef .S t e r n: Das Wesen der H orte und T a g e s h e i-m st ä t.t e n; Dr.Siegfried B e r n f c l d: Die Aufgaben eiueL. V e r b a n d e s f'ü r ■■ jüdi s ch « I nge n d f Ü r s v r g e. — Im Anschluß an die Referate finden ' Diskussionen statt. Tetlnchmerkartcn , zu Iv 5.— gegen tagen tm Tagnugtzlokale. Beginn der Verhandlungen Lr-onntW tzen 23. März 1919, vormittags 9 Uhr. Betrieb der Elektrizitätstverke mit Wasserkraft. Bei den setzt durch die Kohlenrtot hervörgerufenen Zuständen' in den städttschen Elektrizitätswerken svürde der Betrieb mtt Wässer-. . kraft zweifellos dieselben viel etträgltchSr gestalten. Da b.er..®e<:. meinde. diesbezüglich zahlreiche Entwürfe vorpegdu, hat die Be.nrkSvertrctnng Manahtlf beschloffesi, bei der Gemeindevertretung vorstellig zu werden, daß die Vorarbeiten, für den B e 't'r.i e.b d e r . stad t i s che n E l e r t r r z i t at s werke mit Wass'ep'. ■ kraft unverzüglich in Angriff genommen-' werden. ■ Salomo« Matter Freiherr v. Rothschud'sche Sttftuntzen. An in Wien geborne unbemittelte H ö r t r d ertechnischen H o H s ch ul e' werden drei Jahres-- betrage zu K 210 von 1918/19 an, beziehungsweise für-LieseZ j Studtemähr verliehen. G e f u ch e mit GeburtL- und Heimat-- schein,. Mittellosigkeitszeugnis, Studien- und Jmvfungsnachweisen sind an die E t n ne i ch u » g s st e l l e: M a g i ft r a t is ch e Abte il tt n q, XUl b is 29. M L r z 1919 zu r i ch t e 'n. — Gleichzettig. werden ebenfalls aus. einer Salomo u Mayer. Freiherr 'v. Rothschild'schm Stiftung für G e w e r b c-' treibende li 1050 in Betragen vön mindestens L 105 bis höchstens K 420 verteilt. Zur Bewerbung sind berechtigt solche .. Wiener G e w erbSleute-und mit-Kindern zarückgebliebvte W i t w e n der s e l b e'n, die ohne.ihr Verschulden tif ihrem Gewerbsbetriebe t.nittellos geworden und daher ohne Htlfe außerstande waren, ihr Gewerbe zur ferneren E r h a l t n u g ,i h r e r->. Famili-e s o r t z u f ü h r e n. . EmretchungSfrisi bis 29. März 1919 bei der Magistrats-Abreiümg XUI. Dev größte Haupttreffer der vierten Klaffe, Xl. Klassen-- lotterte, ü 100.009, wttrde heute wiedermn von den glücküchetr Wtener Kunden der allbekannten Geschäftsstelle Josef Stein,. Wien, I., W'.PPlingerstraße 21, an der „Hohen Brücke" (GlückÄ stelle), aus daZ Los ftcr. 146.579 (D gewonnen. Wenige „Glua----- lose" ,zur Hauptziehung der fünften Klasse find bei obiger Geschäftsstelle zu haben. . .... " Da« Komitee zum Wiederaufbau der deutschen - Angelegenheiten für Weutschösterreich veranstaltet an, , Donnecstäg den 20. Marz einen Vortrag. Näheres siehe heuftgcZ - Inserat! . .. . . * FLÜHjahrsmvde 1010. Die 5kleidungsfrrage der Damen .. für das. Frühjahr ist gelöst. Die Wiener -Schoßemnode. ll., Taborstraße 7, Mezzanin, hat eine überaus reichhaltige , Kollektivn elegantester Schoßen, Moderö'cke, Modemantellleider. Modeiuäntel und Tonrifteitjackett inPretslagen, die bet elegattteftce und bester Ausführung überraschend .billig^ sind.-. Die^Wteu-n- Schoßenmode ' bieten, was empfehlen unseren _ _ . . , . sichtkgurtg der ,dort ausgestellten Modelle, ist jederzeit und ohne Knufterpflichümg gestaltet. Die Wiener Schoßenmode ü&cntitmii: auch Mnßbcsiellungen, die bei sauberster und exaktester Aw.-- sührmig in)kürzester Zeit m. allen gewünschten Faffonen cffektmett werden. . . . . - Vorträge rmd Versammlungen. J ü d i scher Handlung § g e hüte U-B e r b a n d. Z e rt t r a l e W i e tt. Sontttag den 90. d. Nc. findet int Vcrbandshrnn/ll., Obere Donanftraye 65, mn 9 Nhr vormtkags^ l:- . diesjährige ordentliche Houptversauttttlmtg statt.^ Die-. Mitglieffce iverden ersticht, bei derselben zn erschetnen. — Herz llK l n!>. Die für Dtcnstag den, 16. d. -M., irr die Religionsschule der Jsraelltischen Kultttsgemeiude eittberufeue Sitzung wird verschöben. Der ttene Termin tntvb t echtzeitia belmttttgegebett. — Dr. Abrahüm. Schwadron ersucht uns, sestzustellen, daß der vom Verei:,.- „Jab n e" für beute angekündiche Portrag ohne Emvernebmru -mit dem Vorirngendrn sestgese^t wurde tmd daß er heute den. ’i "l'Cfh-na nick! ballen kann.

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