Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 57 (16.3.1919)
- Date
- 1919-03-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Wien. Sonntag Die jüdischen Abgeordneten im polnischen gesetzgebenden Landtag. Wien, 15. Marz. In Polen leben mehr als 3 Millionen Juden, zumeist,,in Städten. Das Wahlgesetz vereinigte die. Städte mit den Landgemeinden zu Wuhlkrei'en. Dies verursachte, daß die Masse der städtischen jüdischen.Wähler zumeist inr Meere der polnischen-bäuerlichen Stimmen verlorenging und brachte die Juden um die'ihnen gebührende Vertretung. So vereinigten z. B. in West- Galizien die zionistischen Listen weit mehr als 60.000 Stirnmen auf sich, doch fiel ihnen nur das eine Mandat in Krakau zu. Kaum zehn gewählte jüdische Abgeordnete gelangten, also in den polnischen gesetzgebenden Landtag. Die drei Zionisten, G rünbaum (Marschen), Rosenblatt (Lodz). Dr. Thon (Krakau), sowie Weinzieher Bendzinkandidierten airs das Programm des Irdischen Nationalrates. An Stelle des inzwischen.in Wim verstorbenen Poale-Zionisten Dr.Ro.senfeld konnte der nächste aus der Liste, Dr. Schipper, das Mandat bisher nicht antreten, weil die Dokumente über das Ableben Dr. Noseufelds in Warschau noch nicht eingelaugb sind. Zwei jüdische Abgeordnete, Hirschhorn und P r i l n e k i (Warschau) gehören der Volkspartei an, zwei, . .H a lper n (Lodz) und Perlmutter (Lublin) find Orthodoxe: zwei, Dr. Lieb ermann (Przemysl) urch .Perl (Warschau), polnische Sozialdemokraten. .. . Die vier Vertreter der Forderungen des Jüdischen Nationalrates schlossen sich zu einem Klub der jüdischnationalen Landtagsabgeordneten zusammen. Dieser bildet-, -mit den Volksparteilern und den Orthodoxen eine Art freier Vereinigung jüdischnationaler Abgeordneter, behufs Erlangung einer Vertretung in den eiuzelnen Landtagskommissionen. Im Warschauer Landtage erschienen außer diesen gewählten Abgeordneten, auf.Grund einer diesbezüglichen Bestimmung der Wahlordnung, jedoch gegen den Willen der jüdischen Nationalräte, von den ehemaligen österreichischen-'Reichsrat'sabgeovdneten mosaischer KonfeMon.-aus:Dstgalizien, Dr. D i a m a n d (Lemberg), Tw^-KSw-e-n-ftein (Drvhobycz) und Steinhaus Die--betrachten sich als Polen'und - gehören den entsprechenden polnischen Paöteiklubs an Abg. Dr. Löwenftein hat sogar, um sich auf die ihm eigene Weise in Kommissionen einzudrängen, dem Landtagspräsidium einen Klub angemeldet, welchem er und die Abgevrdnäken KplifcheL und.Rauch üLlden! sollen, obzwar, die zwei leMr^MLden^^dtagsSar^itty'Mexhaupt.nicht teil- ' dem Beschlüst dev' polmscherr-Abgeordneten irs^eu.OMiörLttkonvestt,. welcher die gleichen. Befugnisse Hab-wie im alten i^erreichischen ,' dlbgeordnetenhause die Obnlännerkonferenz und im deutschen Reichstag der Aettcstenausschuß, erst Vertreter von 12 Abgeordneten zuzulassen,/ haben sich die jüdischnationalen Abgeordneten picht zufrieden gegeben. Bedeutete dies doch ihre Ausschaltung von jeder Einflußnahme auf die Regelungder Landtagsarbeiten. Ihr Sprecher wies mit Recht darauf hin, daß es sich hier nicht um eine parlamentarische Gruppe handelt, vielmehr um eine natio» nale Minderheit. Es wurde ihnen schließlich auch eine Vertretung im Senrorenkonvent in Aussicht gestellt. .7' -KL'ch dem Exposä des Ministerpräsidenten Paderetvski ^gasten. die Vertreter aller Gruppen PvogrammerM'rüNgen ab. Im Namen des Klubs der jüdischnationalen Landtagsab geordneten sprach Abg. Grünbaum. In einer die^sizdischnationalen Forderungen erschöpfenden, deren Tragik des Talentes. Zu Jakob Wassermanns jüngstem Roman.*) ..Jakob Wassermann weiß um viele-: um daS Geheimniä.'bes Blutes, um die Trägheit des Herzen-, um daS Llbbild 'der Persönlichkeit, auch um die Nöte deS Mensche». Er kennt und kann noch mehr: Goethes leidenschastSgroße Ruhe-ist: .ihm kein Wunder, der herbe Klang Fontanes nicht fremd, mit dem.gewaltigen Ethos Dostojewskis knüpft ihn Vertrautem. Und Jalob Wassermann hat in dieser Fülle DD# Wissen, Können and Gestalten nur wenige Male in engem Rahmenschöpferisch werden können: als in dem knappen Vorspiel zu den „Inden von Zirndorf der Mythos des ererbten Blutes allmächtig wurde; als in dem kleinen, edelreinen Aufsatz „Der Literat oder Mythos und Persönlichkeit" uraltes- EthoS hervocbrach; als die schmale Novelle „Der niegeküßte Mund" daS eine unrein-reine Geheimnis menschlicher Loelengründe ahnen ließ. Tragik eines Schaffenden? Nein: Schicksal des wissend, nicht notwendig Schaffenden. Tragik des Talentes, des sich fremde« BluteS. Und der Erfolg: Erfolg im Können statt in der Kraft, Fläche statt Tiefe, Getriebe statt Trieb, Farde statt Licht. k -So find auch alle Werke Wassermanns in ein sonderbares^ 'Zwielicht getaucht: bas schöne, leicht einprägsame Wort wärmt nicht-, / der , biegsame Stil, in dem die Tinten Goethes, FlaubcrtS, Heinrich Mauns, aufleuchten, hat fast, immer den rötlich-fahlen Schimmer gestorbener Parten; die Gestalten, oft -seltsam und von eindringlicher Merkwürdigkeit ihres Leben- und Schicksals, find von eigenartigen Dämmerschatten umhüllt, so daß sie wie im Licht leben; das Ethos der Menschen, oft aus starkem Miterleben gestaltet, gibt ihnen doch staunenswert schwache Konturen; sie verschwinden mit ihrem Rollen und Tun ins Nichts. *) Jakob Wassermann, Christian Mahnschcisse. Ein ,Roman in zwei Bänden. Berlin, SL Fischers Verlag. Sviener Morgenzeitung Wesen Rechnung tragenden stichhaltigen Dcllaration führte er Klage und Anklage des jüdischen Volkes gegen das bisherige Vorgehen verschiedener Organe in verschiedenen Teilen des Staates, gegen die Pogrome, gegen die Benachteiligung der Juden. Er betonte in straffsr Formulierung die Forderung des jüdischen Volkes auf nationale und kulturelle Autonomie, wobei er hervorhob, daß diese weder die Souveränität des polnischen Staates, noch seiner Zusammensetzung widerspreche. ' Die Nachricht, daß von dieser Erklärung sämtliche polnischen Abgeordneten, bis auf die Sozialdemokraten, den Saal verlassen hänen. entspricht nicht den Tatsachen. Es sind lediglich einige Abgeordnete, der Witosgruppe, der Volköp-artei und dies mehr infolge der unmittelbar vorhergegangenen Rede des Abgeordneten Prilucki, hevausHegangen. Auch der orthodoxe Abg. Perlmutter stellte sich in seiner Deklaration auf den Boden des nationalen Judentums und forderte eine religiöse und kulturelle Autonomie. Leiden hat die Art seines Auftretens und der Umstand, daß er bet dieser Gelegenheit es für nötig fand, den Landtag und seine Mitglieder immer wieder zu segnen, die Wirkung seiner Rede abgeschwächt. Dr. Löwenstein deklarierte den Bankerott der Assimilation im Judentum Polens. In der Debatte beschuldigte der allpolnische Abgeordnete aus Posen, Korfanty, den Präsidenten des jüdischen Rettungskomitees in Lemberg, Dr. Tobiasz Askenase, welcher mit seltenem Mut nach dem Pogrom dem Lemberger Judentum beistand. daß er der Ententemission ein Memorandum über den Pogrom überreicht und sich dadurch des Verrates der Interessen des polnischen Staates schuldig gemacht habe. Der Saal erdröhnte darauf von Pfuirufen, es hagelte von Schmähungen. Abg. Thon trat diesem Angriff in Form einer tatsächlichen Berichtigung mit Entschiedenheit entgegen. Er weis darauf hin, daß im Rettungskomitee Protokolle mit allen Beschädigten ausgenommen wurden. Diese sind sowohl dem polnischen Gerichte, der polnischen Regierung, wie auch über Aufforderung, der Ententemission zu Händen eines ihr atrachierten polnischen Offiziers zur Verfügung gestellt worden. Das bekannte Lemberger allpolnische Blatt „Slowo Polskie" hatte si chdicser für den internen Amtsgebrauch bestimmter Dokumente bemächtigt und Doktor Askenase vorgeworfen, er habe im Memorandum einen polnischen Geistlichen und zwei polnische Kommissäre der Anteilnahme am Pogrom beschuldigt. Aus Grund dieser Akifchutdigung hat der Lemberger Erzbischof Bilczewski Dr. Askenase'-aufgefordert, er möge den Namen dieses Geistlichen angeüen. In der Antwort wies das Rettungskömitee auf die Tatsache hin, daß die Namensnennung nach Angaben der Verhörten erfolgte. Die Antwort ist nicht nur von Dr. Askenase, sondern von allen 14 Mitgliedern des Präsidiums, in welchem alle Schattierungen im Judentum, von der weitgehendsten Assimilation bis zum extremsten Zionismus, durch die angesehertsten Bürger Lembergs vertreten waren, unterzeichnet. Damit war die Haltlosigkeit der Hetzjagd gegen einen so verdienstvollen Mann, der seinen Volksgenossen in de» kritischesten Tagen Treue bewahrte, erwiesen. Freitag, den 7. hielt Abg. Dr. Thon in der Debatte über die Militärvvrlage eine längere Rede. Der Sprecher her jüdischnationalen Abgeordneten erklärte, daß diese für die Vorlage, welche der Verteidigung der Staatsgrenzen ikene, stimmen werden. In beredten Worten trat er jedoch gegen den Militarismus und Imperialismus, besonders gegen die neuen Jm- . .1 — ■■■ M.l l—l ...l. —■—AilHW I—.. II »Ml'. .—— Das typischeste Beispiel ist Christian Wähnschaffe, der Held des jüngsten Roman-, der — vorläufig — die lange Dämmerreihe der Wassermann schm Heldengestalten, von Renate Fuchs über Kaspar Hauser und dm MusikuS Daniel Nothafft. abschließt. Christian Wahnschaffe, eine Krone der Schöpfung in der Welt deS unendlichen UeberflufseS, ihr verwurzelt durch Erbe und Ertzrähltheit, steigt hinab In die Unsäglichkeiten deS Elends und wählt, das Schicksal der Welt der Elenden auf sich zu nehmen. Dieist der Kern jener zwei Bände; im ersten folgen wir Christians Wegen in den .Himmeln" deS ererbten UeberflufseS, werden durch den ganzen, von tausend Wesenheiten und Unwesenheitm erfüllten Machtbezirk der großen Welt im heutigen Europa geleitet. Der zweite Teil führt Christian durch die Höllen deS Elends, der Verworfenen des Lasters, dahin, wo er nach vollem Entsagen einem Mörder schicksalverstehender Richter werden kann, ohne zu strafen, und dann seiner Sendung folgt: daS Leid der Welt auf sich zu nehmen. Ein Christusschicksal? Eine Dostojewski-Gestalt? Die Namen „Christian" und .„Wahnschaffe", die sprach- und begrisssverwanbt an Christus und Dostojewskis „Der Idiot" erinnern, könnten — ebenso wie der von dem nie absichtslosen Dichter in seinem Roman „DaS Gänsemännchen" verwendete Name „Nothafft"*) für selnm, ach so unharmoni« schm Muslkerhetdm — einen Hinweis auf die Absichten Wassermanns geben. ES scheint wirklichdaß Wassermann 8er Plan vo schwebte, einen deutschen Christus (Christ 1 a n), einen deutschen „Idioten" inr Sinne der Dostojewski- Gestalt (Wahn sch affe) zu'gestalten. Er traute es sich gewiß zu: denn er weiß um Christi göttliche Sendung und weiß um die Gewalt MyschkinS, des menschenletdmächttgen ,-Idioten" Dostojewskis; er weiß auch um den mystischen Zauber des deutschen Menschen, der daS Leid der Welt *) Ein WortciNllang an „Notenheft" und „der Rot verhaftet". 16. Marz 1919 Nr. 57 perialismen der jungen Nationen auf. Es sei miüberseho bar, warm diese wieder zur Sättigung kommen werden. Redner trat dafür ein. daß die Be: ckkerung der' verwüsteten Provinzen verschont werde, damit noch die am Leben Gebliebenen am Wiederaufbau tätig sein können. Abg. Thon trat in seinen Ausführungen der Behauptung. entgegen, daß sich die Juden dem Militärdienste' entziehen. Die Zahl der jüdischen Reserveoffiziere war verhältnismäßig fünfmal so stark, wie die der anderen' Nationen. Es sei bekannt, wie überaus tüchtig das Neserveoffizierskorps feine Pflicht erfüllte, wie stark seine Bluwpfer waren und dem entsprechend auch die jüdischen. - In der einstigen österreichisch-ungarischen Armee allein sind 61.000 Juden gefallen. Der ehemalige österreichische Landesverteidigungsminister Czapp habe dem Sprecher! erklärt, daß in der elften Jsonzoschlacht die Juden die ' relativ größten Verluste erlitten. Es war dies einer der blutigsten lWaffengänge des Weltkrieges. Nicht nur in der österreichisch-ungarischen Armee allein haben die Juden gekämpft. Sie bluteten in allen kriegführenden Staaten, an allen Fronten 'des Weltkrieges. Dem sei entgegenzustellen, daß sich nach der Besetzung Lembergs durch die Ukrainer in Warschau kaum 60polnische Freiwillige meldeten, die mit schwerer Mühe auf -die Zahl von 500 gebracht werden konnten. Mg. Dr. Thon erörterte das Umzingeln des' Judenviertels in Krakau und dessen Durchsuchung nach Waffen. Ungefähr 300 Gewehre wurden aufgebracht. Diese waren nicht für einen Aufstand bestimmt.'-Unter - tiefer Stille des Hauses rief Dr. Thon, daß dir Gewehre der Selbstverteidigung gegen bis Po gro m e d i e nen sollten. Der Krakauer Vorgang * der polnischen Regierungskvmmission sei der zaristischen: Ochrana würdig gewesen. Nichtsdestoweniger, schlötz Mg. Thon, werden die Juden für diese und alle ander«! wirklichen Staatsnotwendigkeittn stimmen. Mg. Thon brachte auch eine Resolution ein behufsgesetzlicher Gleichstellung der jüdischen Rabbtnatskändi» baten mit jenen anderer Konfessionen sowie betreffs eines Gesetzes, wonach Personen, welche eine gewisse Zeit in Polen wohnen und den Witten bekunden, Staatsbürger zu werden, dies erlangen können. . Die Iudenfrage auf der soziaNstischrn Konferenz in Bern. Von M. Singer, Delegierten der deutsch österreichischen „Poale- Zion" d« der Berner Konferenz. Denn auch die Berner'Konferenz keine endgültigen.Beschlüsse zur Judenfrage gefaßt hat, so darf man nicht etwa glauben, daß dies deshalb geschehen ist, wellmannichtdip Notwendigkeit der Beantwortung dieser Fragen eingesehen hat. Die Judenfrage war'nicht die einzige, die ' auf"'der Konferenz, ' behandelt wurde und zu der keine endgültigen Beschlüsse gefaßt wurden. Ist eS doch für 'jeden ,'klar^däß' did"' AbfiH'ter<.. der Einberufer der Konferenz in erster Linie dahin hingenP eine bestimmte Stellungnahme zu den Fragen des Völkerbundes und internationalen Arbeiterschutzes zu finden,' also solcher Fragen, über die schön seit dem letzten Friedenskongreß in Paris verhandelt wird. Gerade deshalb ist die Kon-.,, ferenz so in aller Eile eiüberufen worden und deshalb sind auch die Führer der Internationale sofört nach Paris entsendet worden, um die dort in Betracht kommenden Machtfaktoren beeinflussen zu können. Abgesehen davon, daß unsere Anträge zur Judenfrage von der permanenten internationalen Kommission behandelt werden und kein Zweifel, auftommen kann, daß die Beschlüsse der Kommission ganz, in unserem Sinn ausfallen tperden, hätte man Hon während ’ der Konferenz selbst Gelegenheit, zu konstatieren, daß. der , größte Teil der sozialistischen Parteien sich für unsere Förderungen ttnsetzen wird. im Ideal lösen will, bisher nie lösen tonnte. Aber Wassermanns Wissen hat nicht genug Kraft, solch eine wahrhaft heilige Dreieinigkeit zur Gestalt zu schassen. Denn ihm fehlt die gläubige Hingabe. Und die Gestalt Christians verdämmert, versinkt unlebendig in ein' großes Unbestimm-! bares, wird unorganisches Organ. Tote Posten. Tragik des Talentes... Christian lebt in der mächtigen Welt der Wenigen, der alle Herrlichkeiten gehören; er liebt ihre Vollendung in Eva Sorel, der Tänzerin, die alle Bewegung umgeschaffen hat in den Rhythmus des WetbeS. Liebt Eva Sorel, die ihre stete rhythmisch-geschlossene Vollendung nur für ihren Ehrgeiz in dieser Ueberflutzwelt -raucht und doch *— fh seltsamem Sprunge des Dichters, der wie selten ein anderer der Frauenseele unmächttg ist — in Leid und Tod dem „neuen Menschen" Wassermann-, Iwan Michailowitsch Becker, der aus dem Popen Gapon und dem RevolutionSoerräter Burzew gemischt istangehört. Christian, für dessai Gestalt, so lange er in den Reichen der Welt lebt, gar kein Interesse auskommt, liebt Eva Sorel, stößt sie von sich, als Becker — gewissermaßen als deua ex maohina 7ihm die andere Welt zeigt und — demütigt sich doch vor ihr. Erster Bruch dev Linie. Den die Sendung, ruft, her verlangt nicht nach best relativen Bindungen de-MythmüS,. Dann steigt Christian inS Elend hinab. Warum? Er und der Dichter wissen eS nicht. So lange er auf deu. ,HShen" wandelte, hätEür in ihr geruhsam und ohne Zwang gelebt; ein wenig resigniert,, ein wenig kühl, ein wenig dumm, unsäglich stolz. Sr lebt, liebelt und liebt. Stets ein wertig Verlegenheit. Nichts ab- , oder zugewendet Erlebtes. Nichts vom Wissen, gärn.icht'S vom Fühlen der Gewalten diesseits und jensiits der Grenzen. Soll das die Einfalt eines Deutschen uns Äazareth sein? Der Nazarener, der baö Leid der Welt auf .sich nahip, war ihm von Kindheit auf verhaßt. Der Deutsche, her das Schicksal .der Welt in mysii- ’ v xe Verklärtheft kühlt — ettv'u Tauler, ist einfach, »iüd