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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-12 · Heft 53 (12.3.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 53 (12.3.1919)
Date
1919-03-12
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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/ TOfc * Wien, Mittwoch Spartakisten im Kattorvitzer Grubenrevier. Generalstreik und Kampfe. Berlin, 11. März. Die „23. Z. am Mittag" meldet aus K a t towr ö, daß bovticIBft mtf den nreisten Gruben der Streik vroüamiert worden ist. Besonders stark ist die Streikbewegung im Äindenburgrevier, >vo der Generalstreik tatsächlich ausgeführt worden ist. während er in anderen Teilen Wahl. verkündet, aber ü'<fu allgemein in die Tat umgesetzt worden ist. Gestern vornnuags ^streikten von^55 Gruppen 37. In Hmdenburg drang ein großer Haufe von Spartakisten in die Kokswerke. ein. Es kam zu einem blutigen Zusammenstoß mit der republikanischen Volkswehr. wobei es zwei Tote rmd mehrereBer-- w u n d c! e gab. Auch in Laurahntte kam es zu großen i.v a r r a k i st i e n Revolten. Den ganzen Tag iwer fanden Gefechte zwischen Spartakisten und Militär statt, die auch hier mutig verliefen. Blutige Krawalle in Düffeldorf. Berlin, 11. März. (Korr.-Bur.) Wie der „Lokalauzsiger" aus D üffeldorf meldet, ist es dort gestern angeblich zu blutigen Zusammenstößen zwischen Ragierungstruvpen und Demonstranten gekommen. Die Lage ist wieder sehr bedenklich. Die Spartakisten versuchen allenthalben im Industriegebiet neue Ruhestörungen. Die „Dnsseldorssr Nachrichten" melden, daß gestern atle städtischen Betriebe und die meisten Werke milir ä r i i ch b e s e n t wurden. Dadurch soll verhindert werden, daß bei dem neuen Aufstande die Arbeiter *ur Niederlegnug der Arbeit gezwungen werden können. Die Spartakisten räumen Lichtenberg. Berlin, 11. März. (Korr.-Bur.) Wie der „Lokalanzeiger" in seiner Abendausgabe mitreilt, raumen die Spartakisten seit heute früh die Lichtenberger Stellungen. Sie haben in den dortigen Barrikaden die Maschinengewehre und Handgranaten liegen gelassen, zum Teil auch die Gewehre, und versuchen jetzt in westlicher Richtung zu entkommen. Keine Fortschritte der Regierungstruppen. Berlin, 11. März. (Korr.-Bur.) Wie das „8 Uhp- AbeiidblaLi" meldet, erklärt die Gardekavallerieschützestdivision di.' ^Nachrichten von Verhandlungen der RegierungZtruppen mit den Spartakisten in Lichtenberg als n u 3 u t r c f f c n b. Im Moabiter Kriminalgerichte sind bisher 12 00 v r h a f i c t c Spartakisten eingeliefert worden. Die allgemeine mi i arische Lage in Berlin im Laufe des Henrigen Tages ist im wesentlichen nicht geändert. Die Negierungstruppen sind nur ittit weniges weiter vorgegangen. Die Durchsuchung der besetzten S^ai'tviertel nach Waffen nimmt ihren Fortgang. Eine ruhigere Nacht. — Blutige Kämpfe am Halleschen Tor. Die Entwaffnuugsaktion. Berlin, 11. März. (Korr.-Bur.) Im allgemeinen buben größere Straßenkämpfe in der vergangenen Nacht und heute vormittags nicht stattgefunden. Die Truppen, die Lichtenberg in einem engen Halbkreis '.umschließen, suchen hinter der Front die Häuser nach Waffen und Munition ab. In Neu-Köln wurde in der vergangenen Nacht ein Stabsquartier von Spar- : allsten angegriffen. In einem blutigen Gefechte wurden die Spartalusteute vertrieben. Vereinzelte Schieß e r e i 2 n hat eS auch nachts im Westen gegeben. Arrch in der Näbe des Halleschen Tores spielten sich blutige Kämpfe ab. Gegen 1 Uhr nachts wurde auf das Portal h:ß „Vorwärts" das Feuer eröffnet, voobei ungefähr 200 Schüsse abgegeben wurden. Die Spar.a ästen sind auch hier vertrieben worden. Das Ergebnis der bisherigen Entwaffnungsaktion ist auch in bezug auf die Beschlagnahme von Waffen außerordentürfi zufriedenstellend. Scharfe Verordnungen. Berlin, 11. März. (Korr.-Bur.) Auf militärische Anordnung b'.Til die Bewohner einer Anzahl von Straßen im Olten Berlins um 7 Uhr abends zu Hause zu lein. Wer sich nach dieser Zeit arg der Straße sehen laßt, wird erschossen. Wie sich Scheidemann helfen will. Frankfurt» 11. März. (Tel. der „Wiener Morgmzta.") Ibtter Hinweis auf die zunehmende Macht des B o l s ch eu»? s m n S fordert die Negierung die S t n d e n t e n s ch a ft auf, sich freiwillig zumMilrtärdienstzu melden. Der Neüor hat in einer Versammlung die Studenten aufccjavt- :rt, eine Arnne zum Schutze Deusichlands aufzustclleu. Einschränkung des Telephonverkehrs Budapest—Wien. Budapest, 11. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Der Hr.welsmmisLer hat mit Verordnung vom 7: März folgendes verfügt: Inwlge teilweiser Storung, andererseits wegen übermäßiger Belastung der Fernsprechftromkreise B u d a v e ft— W i e u. tritt bis auf weiteres zwischen Budapest und Wien, und vn allen übrigen auf mrgarrsch-deutschosterreichischeu Vcrkehrsrckcüwnen zu mhrenden PnvatgrsPrachM, die nur durch VermiUsnna der Wiener, beziehungsweise der Budapester Zentrale abgvwickelt werden können, die Beschränkung in Kraft, daß nur mehr fceni dreifachen Tarif unterliegende „dringende^ und nicht länger als 3 Minuten dauernde Gespräche angenommen werden sonnen. DoNrszfthlung kn derSls^^Ts?. Peeßdvvg, 1-.. Ncärz. (Dich echo-ilswakif ch es P eßburean.( Am 24. d, Nt.. tttjir.üt ui der Tlowatri eine B v l,k szäh!«!', tz. b« t-er bic Mithilfe IschechisiGr und mUb, ifcher Lehrer in fl&rv# f><r',:r.rvcn werden wird. Mrner Morg-«zeitmtg_ 12. März 1919 _ «t. 5S Kulturkampf in Deutschland. Die Nationalversammlung in Weimar. _ Die gestrige Sitzung der deutschen National- Versammlung stand im Zeichen des Kulturkampfes. Es wurde über eine Interpellation betreffend die Trennung von Staat und Kirche verhandelt. Die Debatte hatte aber kaum wesentlich verschiedenen Charakter von . ähnlichen Debatten im allen kaiserlichen Reichstag. Dis revolutionäre Gesinnung hat mit starken Hemmungen zu kämpfen, die nicht nur materieller, sondern auch psychologischer Matur find. Die Regierung selbst ist einer Stellungnahme ausgewichen, indem sie Kompetenzkonflikte geltend machte und die Verantwortung für alle Maßnahmen der partikulären Gesetzgebung zuweist. In der Offensive waren diesmal die Vor-' kämpfer der Kirche, welche heftige Angriffe gegen die Unterrichtsminister der einzelnen Bundesstaaten richteten, welche durch überstürzte Reformen eine kritische Situation des Schulwesens heraufbeschworen haben. Der sozialdemokratische Redner erklärte, seine Partei wolle zwar die Religion als Unterrichtsgegenstand eliminieren, wünsche jedoch nicht die religionsfeindliche Schule; ihr Ideal sei das Menschentum nach' Lessings „Nathan". Im Zeichen der ,Lessinglegendck" soll also der Kulturkampf geführt werden; Franz Mehring ist zu früh v gestorben. Sehr beachtenswert ist das von. einem Zentrumsabgeordneten gebrachte Argument, man müsse mit Rücksicht auf den bevorstehenden Anschluß Deutschösterreichs mit radikalen Maßnahmen zurückhalten, Weil man durch eine Brüskierung der Kirche die deutschösterrsichische Bevölkerung zurückstoßen würde. . . Die heutige Debatte ist wohl erst ein Auftakt zur großen Auseinandersetzung der geistigen Mächte; zweifellos stehen wichtige Veränderungen im Deutschen Reich bevor, die auch für die Rechtsverhältnisse der Inden von entscheidender Bedeutung sein werden-. Staat and Kirche. — Die religionslose Schule. Weimar, . 11. März. (Korr.-Bur.) Nach Erledigung einiger kleiner Anfragen folgt die Interpellation A r n st a d t und Genofsen über das Verhältnis zwischen Staat und Kirche. Bevor Abg. M n m (deulschnational) das Wort zur Begründung ergreift, erklärt Präsident Fehrenbach, es sei kein Vertreter des Ministeriums des Innern zur Beantwortung anwesend, es habe daher keinen Sinn, die Jntewellation weiter §u verhandeln. Kolonialmimster Dr. Bell erklärt namens der Regierung, daß die Interpellation im Kabinett eingehend besprochen worden sei. Abg. M u m führt anS: Unsre armes Vaterland braucht im Innern Ruhe und Frieden. Aber die Herren Eberl rmd Scheidemarm haben ihm diesen Frieden nickt gegönnt. Eine ihrer ersten Taten war, den Sprecher der frei-rckrgiosen Gemeinde Adolf Hoffman« an die Spitze des pkttrWhe» _ mmlstermms zu stellen. Der sächsische Volksbeauftragte H n, habe auch dre Simultanschule durchaeführt, ohne iraendwre den k o n f e s s r o n e l l e n r e l r g r 8 s e n U » t e r r i ch zu sorgen. Ww rufm der Regierung zu: Keine Sch r111 werter auf dem Wege der gesetzliche« Be., ordnung!s Reichskolonialmmisier Dr. Bell: Ich habe im! Namen der Neichscegierung, folgende Erklärung adzugebe»: Das! Reich besitzt gegenwärtig keine Zuständigkeit auf dem Gebiet deK unterrlchtsweiens. Die Regierung knnn deshalb nicht gegen' etwaige gliedstaatliche Eingriffe 'nt die Regelung des Religrons« - Unterrichtes Stellung nehmen. Hell m a u.u (Sozialdemokrat) führt <mS: Bei der Behandlung der Angelegenhert von Kirche und Staat hat fÜH die ganze Ueberhebung und Herrschsucht der kirchlichen Kreise gezeigt» Wlr verlängert rm Interesse voller Gewisienssreiheit dre B eseitrguug des Religionsunterrichtes 6Ü besondere^ unterrichtsgegenstand.. Dr. Mausbach (Zentrum) bemerk: Wir haben r'm trefernstes Bild von den Mißgriffen einzelner Gliedstaaten erhalten. .-Wir wollen, daß der Religionsunterricht unter AnWt der Kirche ein Teil des Lehrplanes der Volksschule sei. Die Analrederung der schonen. deutschösterrsichische» Lau d e wird mrs mir bei Gewährleistung voller Freiheit der, kirchlicherr Betätigung gelingen. Wei ß (Demokrat) betont, die Regiemna habe recht, wenn sie sich für unzuständig erklärt. Wir wollen, sagt Redner, daS Verhältnis von Kirche und Staat in möglichst religiouSfreundlichem Sinne gelost haben. I Abg. Dr. K o e l t s ch (deutschnational) führt anS: Wir! fordern dre ch r i st l i ch e V v l k S f ch u l e und dm ch r i stl i ch e n U n t e r r i ch t in der Volksschule. Für die weitesten! Vollskrers? rst das Religiöse fast immer das Heiligste «nd. Teuerste, daS auzutastm sich niemand unterfangm sollte^ Schon Ware es, wmn rn der Reichsverfaffung die Sicherung füo Kirche und christliche Schulefür Religion und ChristmtnUiniedergelegt werden konnten und wenn die Regierung für dieses Fragen wohlwollendes Interesse empfinden könnte.! f Abg. Dr. Runf c£ (Deutsche Bolkspartei) sagt: Drei Rrliaron rst das größte Md herligste Volksgut, das eS gibt^ Religronsunternicht soll in dev Volks-» schule.au erster Stelle stehe«. Wir hebert dis Srttlichkeit nicht durch Parlammtsbeschlüffe Md Kommando« befehle, sondern nur durch eiue religiöse ErziehMg. Ministerpräsident Scheideman« erklärt: Wir warmfür heute vormittags aus die Fortfühmng der SozialrsienmgS» debatte eingerichtet, daher kommt es, daß ReichsmiMec P r e u st mcht zur Stelle ist. Wir haben nicht dre geringste Absicht gehabt^ etwa Obstruktion zu treiben. Wenn Sie damit einverstanden sind» daß diese Fragen zur Z u st ä n digkeit der Reichsregierung gehören sollen, dann finden Sie meine volle Zustimmung. _ Abg. Frau Zieh (Unabhängige Sozialistnr) bemerkte Wrr verlangen die E r n h e i t s s ch u l e, die eine weltliche Md eme Arbeitsschule sein soll. Wir stelle» der Religion die große herrliche Weltanschauung deS Sozialismus entgegen. Wollen die Eltem ihrm Kindern ReligiouS» mrterricht geben laffen, so kann dies außerhalb der; S ch ule geschehen. . j Nächste Sitzung morgen Nachmittag. Tagesordnung!« SozialrsierMgsgesetz, Kohlmwirtschastsgesetz. Tagesbericht. Ei« Gedenktag. Bor 25 Jahren, am 12. März 1894, starb Ludwig August Frankl und wir wollen einen Augenblick bei diesem Manne und bei seinem Werke verweilen. Er gab mit feinem unvergeßlichen Liede „Die Universität" den Auftakt zur Wiener Märzrevolution. Diese Verse durchklangen die ganze Stadt und machten die Jugend zur Tat reif. Man hat den Sänger und sein Lied schon vergessen. Wer sein jüdisches Volk ruft jetzt die Erinnerung an ihn wach. Dieser deutsche Dichter, der, wie alle seine bedeutenden jüdischen Zeitgenossen, ganz erfüllt war vom schwarz-rot-güldenen Traum, zog es nämlich mächtig nach Palästina hin. Es ist das Merkwürdige an diesen böhmischdeutscheu Ghettosöhnen, die in den ersten Reihen der Wiener Rebellen standen, daß sie in höchster Begeisterung sich dem deutschnationalen Gedanken Hingaben und doch innerlich in feinsten Zusammenhängen, die man erst aus der Perspektive dieser bewegten jüdischen Gegenwart so recht erkennt, mit dem. Judentums verbunden waren. Für diese Feuergeister aus der Judengasse war eben „Deutsche Nation" gleichbedeutend mit „Freiheit und. diese „Ersten" gaben vom jüdischen Grundcharakter ihres Wesens nichts preis, wenn sie sich begeistert dem revolutionären Deutschtum vermählten. Leopold Kompert" sitzt in einer Wiener Redaktion als deutscher Politiker, und wenn er seine Nedaktionsstube verläßt, schreibt er tiesinnige jüdische sichten und sammelt jüdische Legenden aus seiner Heimat. Moritz Hart mann stürmt an der Spitze der deutschen Rebellen, — und wie man zum Ghetto kommt, pfürnzt er sich breit vor dem .Tore auf, hinter dem sein Volk wohnt urrd stemmt sich gegen seine eigene Schar. Ludwig August Frankl ist ganz vertoachsen mit deutscher und Wiener Kultur, in allen Wiener Salons zuhause — und es Zieht ihn mächtig nach dem Lande der Urväter. Sein zweibändiges Werk „Nach Je usalem" ist uns jetzt seine kostbarste Hin erla senschaft u>n es ist Zeit, bi'iei Buch mie e. he vorjui;o:ea. Im Jahre 1856 berrat ec drn Vo.-cn Palästinas und such'« ein Jahrzehnk jp&iet da) Land wieder guf. LS war noch - dis Erbe der al:en Siedlung, der Wischen Bettler und Chalukahmen scheu und das Asyl jener alten Generation, die nach Palästina-kam, nicht um dort zu leben, sondern um auf dem heiligen Boden.zn sterben. Er war gekommen,. um im Mjnne de? deutschen Liberalismus eine Schule zu gründen für Kinder ohne Unterschied der Nation und Konfession.' Als er aber in Erez Israel war, schuf der deutschnationale Dr. Ludwig August Frankl eine jüdisch« Schule. Er kam, die Brust erfüllt von Reformbestrebungen, wie sie nach dem Jahre 1848 einem deuts«^! gewordenen Sohn der böhmischen Judenstadt beseelten: Und - er sammelte wundersame, in den Farben des Orients glühende, jerusalemitische jüdische Mythen, dis den wertvollsten Teil seines Misewerkes billren. P ' 1856 bis 1919. Eine ungeahnte, unser Volk be-' glückende und erlösende Entwicklung ist seit Frankls Fahrt ins heilige Land vor sich' gegangen. Die Generation der jüdischen Pioniere hat den Boden durchpflügt, die alte Siedlung ist vom 'neuen Jischub abgelöst und das diesmalige Passahfest, das für die Mischen Bauern ein wahrhafttge^ Fest der Frühlingssonnenwende ist, wird — so hoffen v wie zuversichtlich —- in diesem Jahre die Feier der Auferstehung des jüdischen Volkes werben. *;;; Just in dieser Zeit der Erneuerung wird 1ms r das Grab dieses Mannes teuer. Das Judentum wird' sein Andenken zu ehren wissen. 0. A. Die vier Epidemien in Wien. Wien wird jetzt von vier Epidemien heimgesucht, beut Flecktyphus, den Blattern, der wieder sich auSbreiteuden Grippe und der neuartigen Krankheit, der Knochen» erweichung, weM man von der chronischen Epidemie, dem Morbus vtennensia (Wiener Krankheit), der Tuberkulose, absieht. Wichtig .ist zu wissen, daß die beginnenden . Symptome der erstgenannten drei Krankheiten nicht sehr eindeutig sind, da der mit hohem Fieber einhergehende schwere . Krankheitseindruck, der häufige Katarrh der oberen Lust- . luegc, bisweilen der fleckige Ausschlag, bei allen drei por^, kommen kölmen, daß also' im .Beginn der Erkrankung die' Erkennung der vorliegenden Infektion bisweilchr auf große?- Schwierigkeiten stößt. Diese wichtige Tatsache sollte dj^-Devölkerung im Interesse der Eindämmung deii Epidemien^-' veranlassen, bei jeder steberhasten Erkrankung im jetzigen P ‘ Augenblick sofort ärztlichen Rat in Anspruch zu nehmen. . l Zahlreich sind die Fälle von - Flecktyphus, von dem man weiß, daß er durch Ungeziefer (hauptsächlich Läuse) übertragen wird. Sehr gefährdend sind die helmkehrenden Voldaten. di« die Krankheit dsn Familienmitgliedern zw» bringen.- Das größte Augenmerk ist auf die Vertilgung des , Ungeziefers und Desinfektion d«w Kleider zu wenden, wozu in Wien in den verschiedenen Bezirken eigene Desinfektion?" austalten existieren, die leider von der Bsvölkerung viel zu wenig in. Anspruch genomtnZr.PSfitüfi*1' '' *

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