Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 50 (9.3.1919)
- Date
- 1919-03-09
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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'ts. x ^k*4\ '?W "J C/VJl ptfy, i rfV EM PH:{) ■+<$*"-'%- WE' KZ .„/■VS; 1k><J '1 Oft --' i <| i .-- ■*> ■ 'Wjfi.* Sk76d Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung 9. März 1919' * Wieder eine aufgedeckte Spielhölle. In das Cafö ^Landstraße" auf der Landstraße kam gestern um 8 Uhr nachmittags eine Kommission, bestehend aus 22 Polizisten und Agenten und begab sich in ein versteckt gelegenes Spielzimmer, 'Yoo eine große Gesellschaft bei verbotenem Spiel betreten wurde. Der amtierende Polizeiinspektor beschlagnahmte das offenliegende Geld und stellte die Personalien'der beteiligten Personen fest, * Pakete und Geldsendungen für Kriegsgefangene in Italien. Das Staatsamt für Heerwesen teilt mit:/In den nächsten Tagen wird der P a k e t we r k e h r mit den K r i e g sgefangenen in Italien über die Schweiz twieder ernwglicht werden. Die Bestimmmtgen werden durch die Genera/ Postdircttion verlantbart. Geldüberweisungen an die Kriegsgefangenen in Italien, Frankreich und England^ sind int Wege der MüegsgefangeneuauDbilfe christlicher Vereine nmger Männer, Wien, I., Franz Josefs-Kai 21, gestattet. Die Vereine überweisen das Geld, zun: Tageskurs umgerechnet, in jedes ihrer Bureaus in Bern, Ron:, Paris und London. Abzuiendcude Gelder können täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags im Wiener Bureau, Franz Josefs-Kai 21 übergeben werden. Genaueste' ^dreßangabe des Empfäugers tM Absenders unbedingt notwendig. ■ * Derkehrretnschrankungen auf dev Eisenbahn Wie«—Aspang. Die Eisenbahn Wren—Aspang teilt urit, daß auf der Wechselbahn die Züge Nr. 147 und 148 bis auf weiteres nur jeden Dienstag und Samstag zur Führung gelänge». Hs besteht daher nur an diesen Tagen ein unmittelbarer Anschluß vou und nach Graz an de» mn6 Uhr 15 Min. früh von Ween-Asvangbahnhof abgehenden, beziehungsweise an dm um 6 Uhr 1b Minuten abends daselbst ankommenden Zug Nr. 11 Md 18. An dm übrigen Tagen besteht eine Verbindung nach, trab von Harlberg durch die gemischten Züge 174 (ab Aspang um 5 Uhr 50 Min. früh; an Hartberg um 9 Uhr 50 Minutm vormittags) und 171 (ab Hartberg um 10 Uhr 3 Minuten vormittags, an Aspang um 2 Uhr 27 Minuten nachmittags). Letzterer im Anschlüsse an den um 6 Uhr 15 Minuten abends in Wim eintreffenden Zug Nr. 18, Weiters wird bekanntgegeben, daß durch die Auslastung des Zuges 1816 iu der Strecke LroberSdorf—Hainfeld Zug Nr. 11 von Wien und Zug Nr. 2 von Aspang keinen Anschluß in Sollman an dm bis Wittmannsdors verkchrmdm Zug 2224 nach Hainfeld vermittelt. Dortrikge und Versammlungen. Die L Kompagnie der j ü d i s ch e n Gruppe der Wiener Stadtschutzwache veranstaltet anläßlich des Pnrimsestes am 17. d. M. um 5 Uhr nachmittags im - Prachtsaale des Hotels ^Bäurischer Hof", U., Taborstraße 39 eine Akademie mit anschließendem Tanzkräuzchen. Das Remerträgnis fließt wohltätigen Zwecken zu. — Morgen findet in den Brigittasälm, XX» Wrntergaffe 27 um Va7 Uhr eine jüdische Volksversammlung statt, in der Abg. Ing. Robert Stricker über> die deutschosterreichische Konstituante und die Juden, Dr. PlaschkeS und Herr Nebenzahl über die Zustände in der ifraelittschm KultuZgemeinde und Frau Friederike O r n st e i n über die Stellung der jüdischen Frau im jüdischen Bolle spreche« werden. — Mittwoch dm 12. d. M. findet im Drehersaal, IU, Landstraße Hauptstraße 97 um V,7 Uhr abends eine Wische Volksversammlung statt, i« der Abg. S t r icker über die deutschösterreichlsche KonAtuante und die Inden, Dr. Jakob Ehrlich über die Kulwsgemeinde und Frau Erna P'atak über die SteÜMg der jüdischen Frau zum jüdischen Botte sprechm j ch u lau s s . abends in dm Reichshällen. Jorotheergaffe mit der Tagesordnung -Unsere Stellung pm Allgemeinen Hochschulausschuß". DaS Erscheinm aller jüdischen Studenten und Studentinnen ist dringend geboten. Kommunales. Die Kohlenkatastrophe—vorläufig abgewendet Keine Einstellung dev Straßenbahn. — Keine Einstellung der Gas- und Elektrizitätswerke. — Keine Abschaltung der Industriebetriebe. / Wir haben gestern in unserem Bericht über die katastrophale Kohlennot mitgeteilt, daß im Staatsamt für Verkehrswesen der Erwartung Ausdruck gegeben wurde, die äußerst Gefahr für Wen bannen zu können. Die Bemühungen diesbezüglich scheinen Erfolg gehabt zu haben. Wie wir.nämlich erfahren, wird der .S traüenbahnverkehr heute nicht eingestellt, die Gas- und Elektrizitätswerke stellen ihren Betrieb nicht ein, so daß auch die angesch lasse ne« Fabriken nicht ab geschaltet rverden. So bautet das erfreuliche Bulletin aus dem Staatsa'mt für Verkehrswesen und aus den Direktionen der städtischen Gas- und Elektrizitätswerke, für den heutigen.Tag. Die äugenblickliche Gefahr — und nur, um diese handelt es sich, das muß immer betont werden' 3j— ist vorläuftg abgewendei Aber die Schwiele ig ke.i te n -in der Kohlenversorgüttg halten Hoch u nder mindert an. Es ist nur eine leichte Besserung im Einlaufe-zu kanstatieren, und es wird immer-nur von einem Dag zum andern gewirtschaftet. Deshalb iverden die Verhandlungen mit Prag m eindringlichster Meise weitergeführt, damit die Zufuhren schneller stattfinden. Es ist auch in dieser Beziehtmg die berechtig sie Hoffnung vorhanden, daß dieselben von bestem Erfolge begleitet sein werden. Bis Ende der Woche ist der. Kohlenbedarf Mens gedeckt, und da, wie wir iw der tichecho-slowakischen Gesandtschaft erfahren, am ' Mo n'tag die Grenzsperre a u f g e h v b e n tvird, ist zu erwarten, daß mm die Zufuhren tit größerem Äkusrnaße und schneller stattfinden werden. Die dentschösterreichische Regierung, hat' sich auch an die Entente "mit der Bitte gewendet, diesbezüglich bei der tschechoslowakischen Regierung, einznschreiten. Das ist, wie wir v^n informierter Seite erfahren, tatsächlich, auch geschehen. i . Inzwischen ist die VloLrde , gegeir Deutschösterreich von der Entente aufgehoben worden, ein Ereignis, das nicht ohne Einfluß ans die tschecho-flowakische A'e.'.ieruug uitb ihre Entschlüsse in bezug auf die Kvhlcnversorgmlg Deutschvsterreichs bleiben kann. Allerdings dürfen mir uns trinen: übertriebeuen Optimismus hin« geben, .die Situation ist immer noch f ehr erttst, ,nx'.it iu T b e r stcii I e, i e u neuerlich eine 2' ireil bewegnng ein ge seht hat mW hierdurch die Kohlenförderung einen ganz beträchtlichen ‘ Ausfall zu verzeichnen hat. Deshalb ist es Pflicht der Bevöl^rung, die behördlichen S par m a ßn a h me n g en an e inznhalten. •>.; - In der Staats kauzlei fand gestern eine längere Besprechung des Staatskauzlers Dr. Renner und de? Staatssekretärs für öffentliche Arbeiten Ze rd ik mit den Vertretern der alpenländischen Kohlenwerksnnternehmnngen statt. Die Beratung hatte die Steigerung der Kohlenproduktion zum Gegenstände. Es tvnrden die Maßnahmen durchberaten, die eine Verinehrung der Zahl der?trbeiter, eine Steigerrnlg der Leistungsfähigkeit der?trbeit sowie eine Verbesserung des Kohlenwerksbetriebes und eine Erschließung neiter Kohlellvorkommelch bewirken können. In gleicher Weise sollen in den nächsten Tagen Aussprachen mit den Vertretern der Bergarbeiterschaft und den Vertretern der gewerkschaftlrchen Orgaganisationen stattfinden. - lA- - irr*' Seite-7 Im Letzte Nachrichten. Die Anschlntzfrage. Lugano,^ 8. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") „Journal de Debats" schreibt G a u v a i n, daß die Dcutschvsterrelcher bis zum Sturze der Habsburger Dynastie keinerlei Wunsch zeigten, sich Deutschland anzuschlresien. Heute aber muß man beu lebhaften Wunsch des zur Republik gewordenen Dentschösterreich konstatieren. Die Oesterreich er, dre den Anschluß wünschten, waren bis. in die allerletzte Zeit in der Minderheit. Die Intellektuellen, die unglücklicher Weife von den Alliierten sich selbst überlassen würden, wiffm. nicht, wohin sie sich wenden sollen. Unsere Pflicht ist es,' sie an ihre nationalen Gefühle zu erinnern, daß sie O e st e r r e i ch e r und n i ch t D e u t s ch e sind. Wir müssen die von Intriganten auf sie geübten^Prcssionen verhindern. Wrr wollen i h r e Unabhängigkeit nicht a n t a st e n, nn Gegenteil, wir wollen sie garantieren und ihre Entwicklung begünstigen. Sezession unter den Iungtschechen. Prag, 8. März. Die Dissidenten der jmrglschechischen Partei, die Abgeordneten Dr. Fiedler und Dr. Tobolka, gründen eine neue tschechische Mittelstandspartei. - Sie wird den Namen „Republikanischer Mrttelstandsk l u b" sichren. Der jetzigen Regierung gegenüber wird der neue Klub einen sachlich oppositionellen Standpunkt einnehmen. Entlassung der monarchistischen Beamten in Ungarn. , Budapest, 8. März. Wie „Magyarorszag" meldet, bereitet die Regierung eine Gesetznovelle betreffend die Zwangspensionierung von Beamten vor. Das Gesetz richtet sich gegen jene Beamten, tvclche die Errrmgenschaften der Revolution nicht respektieren und reaktionär gesinnt sind. Diese sollen ohne Rücksicht auf ihre PesionsberechtigMg zwangsMise pensiomert werden. Die französische Presse will Deutschland versklaven. , Luzeru» 8. März.' (Tel. der „Wr. Morgenztg.")' Die französische ,Presse fordert immer energischer eine Intervent i o n , i u Deutschland, iu» durch geeignete Männer die Ordnung wieder herzustellen. Jedoch lehnen die Blätter die Anwendung von Waffengewalt ab. Der „Temps" schreibt: Deutschland muß zahlen, dazu .muß es aber arbeiten, deshalb müffen die Alliierten die deutsche Politik kontrollieren. Im „Journal" schreibt Senator Michel: Man lasse E b e r t und S ch e i d e m a u n eine kleine Armee zur Aufrechterhaltmkg der Ordnung, doch muß Deutschland alles Material ausliefem. Deutschland hat verloren, wir wollen das Ende des Reiches Es bezahle! Der „Matin" schreibt im Leitartikel: Lasset den Boche zahlen. . Verschlechterung im Befinden Auers. München» 8. März (Tel. der „Wiener MorgenzeituNg"). DaS Befinden des Mimsiers Aner gibt zu sehr ernsten Besorgnissen Anlaß, Letzthin empfing der Schwerkranke den Besuch des Staatsanwaltes und des Untersuchungsrichters. Die Beamten nahmen, soweit es der Zustand des Ministers erlaubte, eine kurze Vemchmnng vor. Der Streik in Berlin dauert noch an. BerlNr» 8. Mat^. Der S t r a ß e n b ä h n v e r k e h r fit tt 11 i o n t c r t « o <J) nicht. Abgesehen dort Schießereien, die den Verkehr gefährden, traten heute auch die Arbeiter mit Forderungen an die Direktion heran Md stellten Bedingmigen, unter denen sie bereit wären, die Arbeit wieder aufzmehrnen. In den meisten B erlin e r G ro ßb etr i eb ett ruhte die Arbeit auch heute noch, doch hofft man, daß die Arbeit am Montag wieder ausgrnoumreu wird. Der Schrecken in Berlin. Berlin, 8. März. Die Blätter veröffentlichen aiissührliche Schildeningen der V e r w ü s t u n g e n in dem von den Kämpfen betroffenen Teilen Berlins. Die Bewohner der dortselbst liegendm Häuser haben, sofern es ihnen nicht gelungen ist, rechtzeitig zu flüchten, alle S ch r e ck e n ein es Belagerungszu st an des nütgemacht und hausen, um sich vor den emschlagcndcn Geschossen zn schützen, i n den Kellern. Heute früh haben Spartakisten die hochgelegene Brauerei Boetzow besetzt und sie mit Maschmenaewehre stark armiert. Zur Vorbc'reittmg des.Stmines auf diese Festung der Spartakisten haben RcgienmgSttuppen schwere Haubitzen in Stellimg gebracht, welche die Brauer« mit Feuer belegen. Ueber der Brauerei schweben ständig zwei Kampfflieger, welche das Geschützfeuer leiten raib selbst mit Fliegerbomben angreise tt. Sehr heftig wird auch in der Scho tthausener Allee gekämpft, wo Artillerie die Straßen säubert. In der Frankfurter- und in der Langestraße haben die Spartakisten Barrikaden errichtet.. Trotz aller Schläge, die sie erlitten, scheinen die Spartakisten ihre Sache immer noch nicht verloren zu. gebet:. Sie sind entschloffcn, ihre Widerstandsli nie i u d i e ö stl i ch en V o r orte v o n B e r l i n zu verlegen. Die StimmMg in den Stadtteilen, welche etnige Tage Mter dem Terror der Spartakisten gestanden sind, ist überall zuMtstetr der Regierung umgeschlägW. Der Streik in Oberschlesien. Breslau, 8. März. Im oberschlesischm Hüttenbezirk haben sich beute 10 Gruben der Streikbewegung a n g e s ch l ,o s s e n. Insgesamt 'sind 1t Geadelt mn;?rvr;f beteiligt. Am dem Bo rüg wem tu Iut Geneäüstrei!' versündigt worden. Die Beuin.en d'ee> Hn'.tenbezirtes wm'deu lüiUei, an gegriffen und mißhandelt. Die. BewegiMMmmt .einen Ke-! d r o h l ich cit .. C b a r a k t e r an. "MMiKo-f'. würde! von den S Variafificti gestürmt uttb ciiiQCiionutteit. Die Sparta--! kistcn bemächtigten sich sämll'.cher Waffen. Eine Gegenbewegung! wurde migeleittt. '' ' < Beendete Streiks. 4 Erfurt, 8. März. Heute vormittags wurde der Generals streik! beigelegt. Der Gegeystreik der Bürgerschaft hat damit: auch seiti Ende erreicht. Leipzig, 8. März. In einer gemeinschaftlichett Sitzung! des hiesigen Arbeiter- und Soldatenrates und der Betriebsaus-! schüffe wurde der Beschluß gefaßt, die Arbeit in allen Betrieben) w i e d e r a »f z u u e h m e u. Belagerungszustand in Petersburg und . MoKsau. c Bern» 3. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Ju Müska) und . Petersburg droht von neuem der B ü r g e r £ v t c g auszubrechen. Die Bolschewiken haben über beide Städte, den B e l a g e r:: n g s z n st a n d verhängt und terrorisieren die! Bevölkerung durch M a s s e n e r s ch i e ß u n g e n. Die Ernährung. .Der Marktbericht. u X Der Bemch der Märkte war heute nach langer Zeit wieder^ ettvas lohnender, doch mußte man wieder sehr zeitlich zur Stelle^ sein,- wenn man etwas erobern wollte. Die ausgegebenen.Mengen' R.i n d f l ci sch reichten nirgends zur Deckmg des Bedarfes.^ Diejenigen, welche bisher noch kein Rindfleisch erhalten haben, werden auch herrte Sonntag nur zum Teile versorgt werden tonnen, eine ziemlich große Anzahl von Verbrauchern wird erst Dienstag das ihnen zustehende Quantum Rindfleisch erhaftem können, so daß manche Wiener Haushaltungen nahezu drei- Wochen auf ein Stückchen Rindfleisch warten müssen. In der G r o ß m a r k t h a l l e wurde gestern auchg e p ö ck e l t e s Schweinefleisch amerikanischer Her-! kunft verkauft. Abgegeben wurde das Schweinefleisch nur an Be-i sitzev von Emkaufscheinen mit Abschnitt 46 oder 56, und zwar, ohne Rücksicht auf die Anzahl der Personen, auf welche der Ein-s kaufschein lautet, 57 Dekagramm zum Preise von K 19.95. Dia Abgabemenge wurde diesmal statt eines halbe» Kilogramnts mit: 57 Dekagramm festgesetzt nur das Herausgeben ans Zwanzig-! Kronennoten mit Rücksicht auf die sich außerordentlich fühlbar, machende Knappheit in Kroncnnotett zit erleichtern. Ungeachtet des hohen Preises ging das Schweinefleisch, das abgezogen war, aber. sehr schön aussah, reißend ab. Ntit dem Verkaufe wurde um halb» 8 Uhr morgens begonnen imd gegeü 9 Uhr vormittags waren bereits die Vorräte — 6000 Kilogramm — vollständig geräumt. Die Anstellungen zn dem gestrigen Verkauf setzten um 4 Uhr früh ein. Heute Sonntag wird v ™^" 'wr‘-'e r -a gesetzt. Schaffleisch detailliert, war aber auf Würste waren gänzlich unzureichend angeboten. Geflügel war etwas besser vertreten, doch handelte sich hauptsächlich um Poulards. Der Preis für steirische Poulards beträgt derzeit L 65.—, für niederösterreichische Poulards U 50.— bis K 65.— pro Kilogramm. , , ' i Auf den Fischmärkten gab es wieder nur geräucherte Klippfische zu K 15.—, die gestern weniger lebhaft begehrt waren, und. gewässerte Stockfische. . Die Grii n,w a reu markte sind nach wie vor nuru;t1 Rüben und Sauerkraut versorgt. Qualitätsgemüse kommt nur inverschwindend kleinen! Mengen auf die Märkte, da dem freigegebenen Handel mit Gemüse nicht die dringend notwendige Aus-> merksantkeit zugewendet wird. . Zur Viehpreiserhöhttttg. Ueber die geplante Erhöhung der Preise für Schlachtrindeck niederösterreichischer Herkunft fand kürzlich her der Landesregierung eine beratende Sitzung statt, der in Vertretung der Gemeinde, Wien Vizebnrgermeister Hoß imd in VertretMg der, Vrehver-^' wertnngsgesellschaft Direktor Hüttl beiwohnten. Die genannten! Herren waren dafür, daß die erhöhten Preise erst ab 1. April in. Geltung treten sollen. Ans den Emwurf der Anwesendem—! Vertreter des BiehhändlecgremiumS und der NeischhMergenyffetr-! schast waren der Beratung zugezogeu — daß Wien daM.«nt' Rücksicht ans die bevorstehende PreiSerhohnng überhaupt kem! Grenze mit K 7.50 oder K 10.— pro Kilogranun Lebendgewicht? (einschließlich aller Zuschläge) festgesetzt werdm soll, wird scheinlich Dicustag im Ernährnngsumt entschied«: werden. ) Da daS Finanzminisierinm nicht in der Lage ist,, durch« weitere Mlllionmzuschnsie die durch die Preiserböh:mg, bei derz Viehansbringnng erwachsenden Mehrkostetr zu decken, wird, wiebereits berichtet, dev Preis des Rindfleisches erhöht werdet:. ,! Für je lL 2.—, um welche der LeoendvichpreiS erhöht wird^ nlnß enre Erhöhmtg des Fleischpreises um K 5,— erfolgen. ^i Eine Erhöhung, und zwar eine sehr bedeutende,, ist.jckoch! nur für das Extcemsleisch geplant. Das Einheitsfleisch dürstej nicht oder nur mäßig nn Preise erhöht werden. Es wird aber, auch darauf geachtet werden, daß alle zahlungssähign: VerbriMcherj sich auch wirklich für Ertremfleisch rayoniereu lassen. . - - Der Verbrauch von Edelmehl,.verboten^ Wie wir erfahren, tvird daSStaatsamt für Volks» ernährung iu den nächsten Tagen eine Vollzugs-- anweisung heransgeben, nach der jedweder Verbrauch pow Edelmehl zu Bäckereien und Zuckerwaren sowie der Verkauß solcher aus Edellnebl erzeugten Lebensmittel ausnahmslos und auf daS strengste untersagt wird. Eine AusnahMri bildet: nur die Gastwirte ht dem bisher gestatteter: Umfang. Abgabe von Marmelade. DaS Bezirkswirtschafksam! veröffentlicht eine Kundmachung über den Verkauf von Marmelade^' in der die angesichts der Praktiken der Schleichhändler imd den Kaufwut des Pnblikuins etwas heiter amnntende Bestimmung getroffeti, tvird daß die verlautbarten Preise nicht überschrittetii werden dürfen. Die Abgabe darf nur gegen Vorweisung von AnsweiSkartcu erfolgen. Diese Anstveiskarten sind: u) der auttliche Einkausschem für alle bezugsberechtigten Personen hinsichtlich! der auf jeden Kovf entfallende Acenge, b) die stRilchkarte für Kinder unter 14 Jahren hinsichtlich ihres Mehrbezuges, e) die Fettkarte für Schwerarbeiter hinsichtlich ihres MehrhezugeÄ Leute, die ihren Fettbedarf selbst decket: könnet:, sollen nichts tu kommen. Beim Kauf ist mau an den Wohnbezirk nicht gcBanbeui Abgabe von Salzspeck. Ii: der Woche vom 9. bÄ 15. d. M. werden mrayoniertes Fett wieder 6 Dekagraumj amerikanischer Salzspea wm Preise von K 1.68 btt den neu «Jti gerichteten städtischen Speckabgabestelleu, beziehmgSweise bei dm. Konsmnmtenorganisationen zur Abgabe gelangen. In der lausenden.Wodie wird aus dem gelben MehlbezNgsschem die Ziffer 88 dein, ivettbezlig dtrrchstrichen, beziehungsweise dnrchlochk »uiden. Die iitzv'.gen Bezttgsbedingungen sind unverändert ge-.« A.:U».'n. «Vitt :e u Deragrarmn wird der für die sausende Woche de« si'mnrue u 'ca- Fettt'arte abne^remtr. ' " lil; MSBM