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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-07 · Heft 48 (7.3.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 48 (7.3.1919)
Date
1919-03-07
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 48 Wien, Freitag Wiener Morgeuzeitung 7. März 1919 Telegramme. Der Völkerbundkongretz in Bern. ' Die Eröffnungssitzung. Bern, 6. März. (Schweiz. Depeschenagentur.) Der Internationale Völkerbundkongreß wurde heute vormittags mit einer Begrüßungsansprache des Präsidentendes Organisationskomitees, Nationalrates Weber, eröffnet, der an das von der Schweiz während des Krieges ausgeführte LiebeZwerk erinnerte, das ihr das Recht gibt, bei dem Neuaufbau der Welt auf Grundlage «ines alle Nationen umfassenden Völkerbundes die Stimme zu erheben. Der Völkerbund, sagte Redner, muß der Ausdruck des Willens der Völker selbst sein. Es ist der Zweck der gegenwärtigen Konferenz, für die demokra'tisch'e Ausgestaltung dieses Bundes einzutreten. Der Pariser Vorschlag kann darum nicht voll befriedigen, weil er die kleinen Nationen vor die Türe gestellt und keine Gewähr dafür geschaffen hat, daß alle Staaten dem Völkerbund ängehören und daß wirklich alle Streitfälle auf schiedsgerichtlichem Wege erledigt werden sollen. Der Völkerbund darf unter keinen Umständen ein bloßes Instrument der militärischen Sicherung der siegreichen Mächtegruppe bedeuten, sondern er muß durch Aufnahme aller Nationen eine demokratische Grundlage schaffen für die einheitliche Regelung der wirtschaftlichen und sozialen Fragen. Wilson über das Opfer Amerikas. Amsterdam» 6. März. Wilson führte in seiner gestrigen Rede in der Metropolitan Opera unter anderem auS: Welch süße Räche,, die wir an der Welt genommen haben!., Sie lachten über uns, sie dachten, daß wir es mit unserem Bekenntnis von Grundsätzen nicht ernst mernten und dachten so bis April 1917. Es erschien ihnen kaum glaublich, daß wir mehr Mn würden, als paar Leute über See zu schicken und so zu tun, als ob wir Helsen wollten. Die süße Rache besteht also darin, daß wir ä n d i e G e r e ch t i g k e i 1 g l a u b e n und wissen,, daß wir bereit sind, ihr auch das goßte Opfer zu bringeru So kehre ich mit neuer Kraft zu meiner Aufgabe auf der anderen Seite des Meeres zurück. Ich glaube, daß wir der Zukunft mrt großer Zuversicht entgegensehen können. Die Menschen sehen endlich ein, daß das einzige d a u e r n d e Gut der Welt die G e r e ch t i g k e i t i st, und daß eine schlechte Regelung nur zeitweise sein kann, weil sie auch nur zeitweilig sein oarf. Es wird der Tag kommen, wo die Menschen in Amerika gehobenen Herzens rmd mtl. Stolz auf die Tatsache zurückblicken werden, daß sie das Vorrecht hatten, ein Opfer zu bringen, das notwendig war, um ihre Macht und ihre moralische Kraft mit der Sache der Gerechtigkeit für alle Menschen auf der ganzen Welt zu verbinden., Gott gebe uns Kraft und Einsicht, unseren Plan weise auszuführen,'Gott gebe uns das Vorrecht, einzusehcn, daß wir es getan haben, ohne an einen Preis zu denken, weil wir echte Amerikaner, Freunde der Freiheit und des Rechts waren.. Vor der Rede Wilsons hatte sich der frühere Präsident Taaft in seinemund im Namen der Vereinigung zur Beschleunigung des Friedens für den Völkerbund ausgesprochen. Die Londoner Zionistenkonferenz. Kopenhagen, 6. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Bei der Mlttwochsitzung der Londoner Zionistenkonferenz drückte Motzkin sein Bedauern aus, daß n i ch t alle z i o niste f ch e n F 8 d e r a tionen vertretenseien. Die Konferenz stimmte seinen Worten unter Applaus zu. Der Vorsitzende Dr. Schmarjahu-L e w i n enthot namens der Leitung den auf der Konferenz fehlenden Föderal i o n e n d i e wärmstenGrüße und den Dank für die von nationalem Gerst getragene außerordentliche Arbeit für den Zionismus. Meldung des Korrespondenz-Buraus über Weizmanns Rede in London. London, 6. März. (Funkspnrch des Tel.-Korr.-Bur.) Der Zionistenführer Dr. W e i z in a n n sprach auf einer Zionistenkonferenz in London und erklärte, die Zionistenorganisativn habe alle Ursache, mit demEmpfangezufrieden zu sein, der ihren Delegierten auf der Pariser Friedenskonferenz zuteil geworden sei. Er habe den Eindruck, daß die Forderung nach einer nationalen Heimat der Juden in Palästina von den Mächten zugestanden worden sei. Zionistische Monsterversammlung in London. Stockholm, 5. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Anläßlich der zionistischen Konferenz fand Samstag abends eine große zionistische M o n st e r v e r s a m m l u n g ni Queens-Hall statt, an der mehr als 3000 Menschen teilnahmen. Den Vorsitz führte Schemarja L e w i n. Als Redner sprachen de H a a s (Amerika), Baron deß (Englands Berlin (Palästina), Sloutzsch (Paris), Alba l a(Belgrad),Po d l i s ch e wskr (Warschau), 9J e l.l t n (Palästinas Goldblum (Amerika). Eme einstimmig gefaßte Resolut,on sprich! den zionistischen Führern in Paris v o l l e s V e r t r a u e n aus, begrüßt alle zur Konferenz in London erschienenen Delegierten nnd erklärt die Bereitwilligkeit der Versammlung zur Unterstützung des Aufbaues der nationalen Heimstätte in Palästina. Die Mische Autonomie in der Ukraine. Ein Dementi des Oberstleutnants Wade. , Kopenhagen, 6. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Das hiesige ziomstische Bureau meldet: Kürzlich ging ein Bericht durch die Presse, wonach während der letzten Waffenstillstands- Verhandlungen zwischen Polen und Ukrainern der Vorsitzende der englischen Kommission in Polen Oberstleutnants Wade den ukrainischen Delegierten geraten hätte, den Juden keinepolitische Autonomie zu gewähren, da die Bauern von den Juden auSgesaugt würden. Oberstleutnant Wade ermächtigt das Kopenhagen«: ziomstische Bureau zur Erklärung, daß er eine derartigeAeußerung niemals getan hat nnd daß die gaüze Meldung auf freier Erfindung beruht. Pogrom in Buenos Aires. Stockholm, 6. M8H. (Tel. der, >M. Morgen^.") Das Mische Prepbnreau vrrbrettet folgende Nachricht: In Buenos!l i r e S hat ein Pogrom stattgefunden, als dessen Ursache die klügst vor dem Bolschewismus hingestellt wird. Soldaten und Indianer drangen,, unterstützt, von der Polizei, im Judenviertcl :in, überfielen die jüdischen Häuser und ermordeten viele 52uden. Seite 3 Der Kampf in Berlin. Der Spartakistenstnrm aus bas Polizeipräsidium. Mit Handgranaten und Maschinengewehren. Berlin, 6. März. Ueber die Ereignisse des gestrigen Tages meldet das Wölfische Bureau: Gestern um 7 Uhr früh fielen einzelne Schüsse aus den Häusern an der Eue der Neuen Königstraße. Die Ansammlungen auf dem Alexanderplatz nahmen im Laufe des Vormittags immer mehr zu, sodaß der Platz zweimal von Reglerungstrupven geräumt werden mußte. Die Menge wurde aber trotzdem immer zudringlicher und eröffnete gegen S/41 Uhr aus den umliegenden Häusern zunächst schwaches, dann immer stärkeres Feuer auf die im Polizeipräsidium befindlichen Truppen. Die Erschießung eines Spartakisten, der mit einer Handgranate ein Tor des Polizeipräsidiums zu sprengen versuchte, war das Zeichen zu einem fortgesetzten Feuer auf das Gebäude. Aus den Nebenstraßen und den umliegenden Häusern wurde das Präsidium von den Spartakisten immer heftiger beschossen. Die Negierungstruppen erwiderten das Feuer, das gegen 3 Uhr nachmittags verstummte. Eine Viertelstunde spcfter versuchten etwa 80 Zivilisten und Matrosen das Dienstgebäude in der Magazinstxaße zu stürmen, wo die zur Besatzung des Polizeipräsidiums gehörige Artillerie untergebracht war. Der Angriff wurde nach «Mündigem Kampf durch die Negierungstruppen und die Schutzleute'abgewiesen. Die Angreifer hatten einen Toten. Die Verteidiger erlitten keine Verluste. Das Gerücht, daß die Volks-Marinedivision zu den Spartakisten übergegangen sei, verdichtete sich immer mehr und wurde schließlich als vollzogene Tatsache gemeldet. Gleichzeitig wurde bekannt, daß Teile der republikanischen Soldalenmchr ebenfalls in das Spartakrstenlager übergetreten waren. Matrosenabteilungen. schoben sich immer mehr an das Präsidium heran, und zwar durch die Kaiser- und Alexanderstraße. Weiters wurden etwa' 80 Matrosen auf dem Grundstück Tietz gemeldet, die sich dort mit Maschinen ge wehrenund Handgranaten fe^gefetzt hatten. In'der NeuenFciedrichsträhe wurden gegen halb 7 Uhr von Matrosen Barrikaden errichtet ebenso aus dem Strauenbergerplatz. Weiteren Meldungen zufolge, die um 11 Uhr abends einliesen, hatte die Bolksmarmedivision an der Janowitz- und der Warsenbrücke sowie in der Magazin-, und der Alexanderstraße Maschinengewehre in Stellung gebracht, um das Polizeipräsidium zu stürmen. Soweit bisher bekannt,. sind allein auf der Rettungswache in der Landsbergerstraße-1 Toter und 22 Schwerverletzte eingebracht worden. möglich. Dadurch erhöhen sich auch'bie Uchtyrerlgkeiken, ekteit Gesamtüberblick über die Lage zu erhalten. In einzelnen Stadtteilen gab e8 nächtlicheKämPfe, die bei Tag ihre Fortsetzung fanden. Besonders heftig waren diese in der Umgebung des Polizeipräsidiums. Die Streikenden schossen , auf die im Polizeipräsidium befindlichen Truppen, welche^ das Feuer erwiderten. Einzelne Abteilungen der. Regierungs-> truppen haben mit den Spartakisten gemeinsame Sacht! gemacht. In den Kämpfen traten auch Maschinengewehre unfr J Handgranaten in Aktion, in. einzelnen Straßen würden:' Barrikaden errichtet. Der Mob benützt die herrschendes Verwirrung zu Plünderungen. In einzelnen Straßen] wurde sogar bei hellem Tag geplündert. Die Zahl der in den Kämpfen Getöteten und Verwundeten könnte , bisher nicht festgestellt werden. Die Erbitterung der Arbeiter? ist infolge der gegen sie aufgebotenen Truppen noch gewachsen, und niemand weiß, was die nächsten Stunden. - bringen. Das Polizeipräsidium von Regierungstruppew! wieder erobert. Berlin, 6. März. Der heute im Läufe der ersten Morgen-! stunden zwischen 2 bis 8 Uhr vormittags gegen das Polizei-' Präsidium unternommene A n g r i f f i st gescheitert.. Es. gelang lediglich einer kleinen Abteilung von etwa 50 Mann, vorübergehend in den S ü d s l ü g e l des P o l r z e i-! Präsidiums einzudringen. Sie wurde nach kurzer Zeit von' der Besatzung des Polizeipräsidiums wieder hinausgeworfen. Düs, Polizeipräsidium wurde im Laufe des Vormittags auch weiterhin! beschossen und nach allen Seilen hin abgeschlossen. Daraufhin! wurde der Gardekavallerieschützendivision die Säuberung d e s A l e p a n d e r p l a tz e s und die Entsetzung des Polizeipräsidiums übertragen. Der Angriff dieser Division begann etwa/ um 2 Uhr nachmittags. Es sind noch Einzelkämpfe im Gange. Doch kann die Gesamtlage dahin gekennzeichnet werden, daß die N e g i e r u n g s t r u p p e n H e r.r e n d e r L a g e jirib« Schließung der Geschäfte. Berlin, 6. März. (Wolff-Bur.) Im Lause des. Nach-' mittags begann man die Geschäfte zu schlicßen. Es machte sich im Publikum größere Unruhe bemerkbar. An verschiedenen Stellen der Stadt fielen vereinzelte Schüffe. Regierungstruppen zu den Spartakisten übergegangen. Ausbreitung der Kämpfe. — Eingreifen von Flugzeugen. Berlin, 6. März. Die Volksmarinedivision und ein Teil der republikanischen Soldatentvehr sind, wie bestätigt ivird, z u den Spartakisten übergegangen. Zur Laufe des Nachmittags ist es an zahlreichen Stellen der Stadt wieder zu Schießereie« mit Gewehren und Handgranaten gekommen. Namentlich im Osten der Stadt sollen die Schießereien wieder sehr heftig gewesen sein. Auch in der Friedrichstaot hört man zahlreiche Detonationen. Aeber der Stadt kreisen ununterbrochen mit Maschinengewehren versehene Flugzeuge. Wie es heißt, sollen die Re» gierungstruppen dauernd an Terrain ge« Winnen. Plünderungen am Tage. Keine Straßenbahn. — Kein Telephon. — Keine Zeitungen. Berlin, 6. März. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung.^ DaS Chaos in Berlin dauert weiter an und auch der heutige Tag brachte keine-, Entspannung .der Situation. Es erscheint sehr fraglich, ob die Weimarer Einigungsverhündluntzen zu einem Ergebnis führen werden, da die Führer der radikalen Richtungen ihre Forderungen zu überspannen drohen. Der Generalstreik dauert unverändert fort. Die Stadt bietet ein merkwürdiges Bild. Keine Zeitung erscheint. Die Straßenbahnen stehen still und jedes telephonische Gespräch ist un- Keine Zeitungen in Berlin. Berlin» 6. Marz. Heute ist hier kein Morgenblatt er?! schienen, da^ gestern abends alle Setzer und Drucker in den Aus-st stand getreten find. - . f ■ Ausdehnung des Streiks. Berlin, 6. März. Die Ausdehnung des!! Streiks ist auf einen Beschluß der Genevalgesverkschaftskommission, der Zusammenfassung der Delegierten? sämtlicher Gewerkschaften, zurückzuführen, die. . mit Stimmenmehrheit den Beschluß - faßte, - den bisherigem > Streik durch, einen Sympathiestreik ihrer Mitglieder zu unterstützen. Die Zeitungssetzer und sonstigen. Angestellten der Zeitungsbetriebe wurden genötigt, sich am - Streik zu beteiligen, da ihnen für den Fall des Weitererscheinens der Blätter gedroht wurde, daß die Elektrizitäts- und Gasarbeiter rn den Streik treten würden und damit das gesamte wirtschaftliche Leben, lahmgelegt würde. Sine Erklärung der mehrheitssozialiftischen Betriebsräte. Berlin, 6. März. Die mehrheitssozialistischen Betriebsräte Groß-Berlins haben in einer Versammlung folgende Entschließung einsttmmig angenommen: Die am 5. d. M. tagende Konferenz der Parteifunktionäre, Bettiebsvertrauensleute und Arbeiterräte der sozialdemokratischen Partei Groß-Berlins stellt fest, das; der Streik gebenden Willen der sozialdemokratischen Partei und ihrek Vertreter im Arbeiterral von einer durch Kommunisten und Unabhängigen beherrschten Versammlung der Arbeiterräte eingclettet worden ist.'Nach dem Ergebnis der Verhandlungen mit der Regierung kann die Konferenz eine weitere Fortsetzung des Stteiks nicht u n t e r st ü tz e n, wenn auch die Kommission des Vollzugsrates nickt mindestens dieselben Zugeständnisse der Regierung einbringt. Die Konferenz erklärt weiters, daß auf jene Betriebe, die durch geherme Urabstimmung die Teilnahme am Generalstreik ablehnten, kein Streikzwang ausgeübt werden dürfe. BHKB Die Bolschewiken-Angst in England. Beschränkungen des Fremdenverkehrs. London» 6. März. (Tel.-Korr.-Bur.) B o n a r L a w hat das endgültige Versprechen abgegeben, daß die Regierung binnen kurzem ein neues .Gesetz zur Beschränkung des Fremdenverkehrs embringen will, das noch über die Beschränkungen, die während der Kriegszeit eingesührt worden sind, hlnausachen soll und jeden im Vereinigten Königreich ankommenden Reisenden zwingen wird, Erklärungen abzugeben nicht nur über seine gegenwärtige, sondern auch über seine u rs p r ü n g l i ch e S t a a t s b ü r g e r s ch a f t Aebersiedlung des Obersten tschechischen Militärkommandos nach Pretzburg. Pretzburg, 6. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg/) Das Oberste Militärkommando, der tschecho-slowakischen Armee in der Slowakei überfiedelte mit dem heutigen Tage definitiv von Kremsier nach P r e ß b u r g. General Pi c c i o n e hat bei dieser Gelegenheit einen offenen Brref an die Kremfierer Bevölkerung veröffentlicht, in welchem er Abschied nimmt. Wiederaufnahme der Arbeit im Bornaer Kohlenrevier. Berlin» 6. März. (Wolff-Bur.) Der Generalstreik in Leipzig dauert fort. Im Bomaer Kohlenrevier wurde volle Einigung erzielt. Die Arbeit wurde m allen Gruben wieder ausgenommen. Der private Telephonverkehr Prag—Wien eingestellt. Prag, 6. März. Ueber Verfügung de§ Postministeriums ist seit heute der gesamte private Telephonverkehr mit Wien sistiert. ES sind nur Staats- und Zeitnngsgespräche gestattet. Vizekonsul Dr. Schwarz dem Strafgericht: eingeliefert. Prag» 6. März. Vizekonsul Dr. Schwarz wurde heute, unter Ausrechterhcütung der Haft dem Strafgericht eingellesert. Enthaftung von Kommunisten in Budapest. Budapest, 6. März. Der Anllagesenat deS Budapester Strafgerichtes entschied heute, daß von den verhafteten 60 Kommunisten zehn auf freien Fuß zu setzen find, während die übrigen, darunter die Kommunistenführer Bela K h u n und Bela V a g o in Hast zu bleiben haben. Der Untersuchungsrichter hatte die Freilaffung von 29 der Verhafteten beantragt. Wichtiger Ministerrat in Budapest. Die Banknotenabstemvelung. — Der Nettgioüs? unterricht. Budapest, 6. März. §Tel. der „Wr. Morgenztg.") Heute nachmittags findet ein Mimsterrat statt, in dem Finanzminister S z en d e über die Frage der Banknotenabstemvelung berichten wird, rmd in dem auch die Frage der Eliminierung des Religionsunterrichtes ausden S ch ulen diskutiert werden soft, in welchem der Kultus- und der Unterrichtsmmister entgegengesetzte Standpunkte ciunehmen« Die Lebeusmittelpreise in Budapest. Preiserhöhung für die Wohlhabende« geplante Budapest» 6. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Wir „Az Est" erfahren haben null, finden im VolkserriährungSäml Beratungen Äer ein neues System der P r e rs best immun g für Lebensmittel statt. Es soll geplant sein, fib die Arbeiter und andere minderbemittelten Klaffen sowie fiv öffentliche und Privatbeamte die bisherigen Lebensnuttelpreise ir Grlmng zu lassen und liotwcndig werdende P reis' erhö Hungen ^auf die besser situierte« K r e i s e a b; u w ä l z e n.

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