Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 47 (6.3.1919)
- Date
- 1919-03-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Teile 4 Wien. Doimerstasi wiener Morgenzeitung 6. März 1919 Rr. 47 das absolut nottvmdisic Maß nuszudcbncu. Andererseits müßten aber der ausländische Wettbewerb und die Bcdürsnisse eines Landes non 45 Millionen Menschen brrnctsichtcht werden. Der Premiernnnister sagte zum Schluß: Die Wohlfahrt Englands hängt von der Steigerung der Erzeugung ab. Unsere Schulden betragen acht Milliarden Pfund; diese mäßen wir durch gesteigerte Produktion wieder einbrmgen. Hafenarbeiterstreik in New-Pork. New-No«k, 4. März. (Reuter.) Der Streik von 16.000New-Aorkec Hafenarbeitern, der im Jänner ans 29ilsons telegraphisches Ersuchen bin eingestellt worden war, ist anschcntend wieder ansgebrochen. Die Schiffahrt ruht so gut wie völlig. Die Streikenden verlangen Lohnaufbesserungen von durchschnittlich 30 Prozent und den achtstündigen Arbeitstag. , Die englische Verwaltung in Palästina. ' Haag, 5. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") An der Spitze des englischen Berwaltungsgebietes in Palästma stehen zwei englische Generäle, deren Arbeitskreis sich in fünf Abteilungen gliedert: 1. Finanzen (Steuer, "Ackerbau, Waldungen, öffentliche Arbeiten). 2. Politische "Administration, wozu auch Erziehung gehört. 3. Handelsabteilung (Zufuhr,, Unterstützungen, öffentliche Arbeiten und Archäologie). 4. Juristische Abteilung. 5. Gesundheitsamt. Das Land ist in 12 Distrikte unter Mllitärgouverneuren eingeteilt. Der Voranschlag für 1918/1919 zeigt ein Einkommen von 661.000 ägyptischen Pfund mrd Ausgaben für 738.000 Pstmd, sodaß sich ein Defizit von 77.000 ägyptischen Pstmd ergibt. Die rumänischen Pogrome., Zürich, 5. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Ar den rimlänischen Pogromen wird noch gemeldet, daß in Braila 60 H ä u s e r zerstört wurden. Die Einwohner wurden bis aufs) letzte ausgeplündert. Selbst die Synagoge und der Friedhof würden nicht verschont. Aehnliche Verwüstungen wurden in B u s e it ungerichtet. Die Lemberger Pogrome. Eine neutrale SchadevsstatiftiK. >; Haag, 5. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg?) Der nach Galizien entsandte Korrespondent des „Algemem Handelsblad" .in Amsterdam veröffentlicht Zahlen, betreffend die Judenpogrome in Lemberg., Rund 5000 Perionen haben sich mit Klagen an das -iüdische Hrlsskomitee in Lemberg gewandt. Es seien am 22. und 23. November 73 Juden gelötet worden. Verwundet wurden 441 Personen, darunter 71 Kinder! Der bish/er konstatierte Schade betrage rund 102 Millionen Kronen. ■ Die rumänischen Delegierte» für die Zionisten- Lonferenz. Verweigerung der Pässe durch die rumänische Regierung. . Zürich, 4. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die rmuämsche zionistische Organisation hat fünf Delegierte für die Londoner zionistische Konferenz gewählt. Diese konnten jedoch jihre Resse nicht antretcn, da ihnen die rumänische Regierung die "A u s f o l g u n g v o n P ä s s e u, v e r w e i g e r t. Lebensmittel für die Tschecho-Slowakei. Amerika kreditiert ihnen 60 Millionen Dollar. Zürich, 5. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Das Abkommen zwsschen der Entente und der tfchecho-slowMchen Regierung wegen der Lieferung von Lebensmitteln ist bereits abgeschlossen. Die Vereinigten Staaten gewähren den Tschechen, eine» Kredit von 60.Millionen Dollar.. Die Schwierigkeit der Lebensmitteltransporte. Die Strecke Trieft—Loitsch von Amerikanern besetzt. Graz» 5. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Wegen der Schwierigkeiten der Lebensmitteltransporte, die sichans dem italienisch-jugoslawischen. Konflikt ergeben, soll die Strecke T r i e st—L o i 1 s ch von amerikanischen Offizieren besetzt werden. Deutsche Nationalversammlung. Die Zustande in Posen. ✓ Weimar, 5. März. Im Einlaufe befindet sich der Ent-- iwurs des Sozialisierungsgesetzes und der j Gesetzentwurf betreffend die Regelung der K o h l e u Wirtschaft.. .■ \ Es folgt die Verhandlung der deutschnalionalen Jnlerivellation betreffend die Zustände in der Provinz »Posen. Die Abgeordnete Frau Dr. Schirmmacher j führt aus: In der Ostmark ist heute noch Krieg, denn die Polen haben trotz des Waffenstillstandes vom 17. Februar die Feindseligkeiten nicht eingestellt. Die deutsche Bevölkerung llmf der ganzen Demarkationslinie 4ist in Angst und Not. Zehntausende sind geflüchtet. Noch schlimmer ist die Bevölkerung jenseits der Demarkationslinie daran, wo unter -der polnischen Herrschaft für die dort lebenden Deutschen keine! deutsche Verwaltung mehr besteht. \ Reichsminister Erzberger erwiderte: General Dupout i hat erklärt, daß, um Verletzungen der Denlarkationslmie zu vermeiden. alliierte Offiziere entsendet werden sollen. Die Regienmg tut alles, um die Not unserer Landsleute in der Ostmark zu i lindern. Es ist jetzt Ausgabe der wehrfähigen Jugend, 'besonders in der Ostmark, ihre Heimat mit aller Kraft zu v erleid i g e n. Ich hätte gewünschtz daß die preußisch e P o l e n p o l i t i k von früher den Grundrechten des polnischenBolkes besser gerecht geworden wäre. Die Situation wäre damr für uns heute viel günstiger. Einer! der wichtigsten Programmsätze der deutschen Regierung zNm * Friedensschluß ist der Schutz der national e n Minderheiten. Diese Forderung wird am besten dadurch begründet, daß wir den bei u n s w o h n e n d e n nationalen Minderheiten dieselben F r e i h e i t e n gewähren, die wir für unsere deutschen Volksgenossen in anderen Ländern verlangen. (Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Preußischer Unterstnatssekretar Heinrich' führt aus: Dnrch das Abkommen vom 17. Februar ist der Schutz der Deutschen östlich der Demarkationslinie der interalliierten Kmnimssion in Warschau übertragen worden. Die preußische Regie- ,rung fordert unter anderen?, daß die ProvinzPosen i e i u B e st a n d t e i 1 P r e u ß e n s b l e i b t. ’ Abg. Schulz (Sozialdemokrat) erklärt, er habe genug mit dm Polen verhandelt und müsse sagen: Soviel Verbandlungen, soviele Wortbrüche. Man werde versuchen, für das ganze zweisprachige Ostgebiet eine paritätische Verwaltung einzrmchtm. Wenn man mt Gegensatz zur alten Regierung und den alldeutschen Treibereien Menschenrechte und Bolksrechteachr^ Mcde eS möglich sein, daß die Polen neben dm Deutschen und die Deutschen neben den Polen wohnen. Abg. Sagoiuc (Zentrum) führt aus: Die Polen sollten dnrch Rachedurst nicht verleiten lassen, 8 ebenL mittel m Konstituierende Nationalversammlung 3 Seitz erster Präsident, Dr. Hauser zweiter Präsident. Bon unserem Parlamentsberichterftatter. > N. SB i t it, 6. März 1919. - Der neue Präsident der Nationalversammlung, Herr Seitz, der Zugleich auch als Staatspräsident fungierte, hat gestern für seine Wahl in einer warmen. und schwungvollen Rede gedankt, in der er das Arbeitsprogramm, der Nationalversammlung umschrieb: Sie wird die notwendigen VerfassnnKgesetze schaffen müssen zur Sicherung der Republik, ein freies Vereins-, Versammlungs- und Preßgesetz. Sie tvird jede Erinnerung an das alte System zu beseitigen haben. Sie wird die Verfassung nach dem Grundsatz der Mitverwaltung der Arbeiterklasse einrichten müssen auf der Grundlage der Sozialisierung aller dazu reifen Jridustrien. Sie wird zu sorgen haben für die Aufbringung der Lebensmittel, für die Herstellung der notwendigem ^Verbindungen zwischen organisierten Produzenten und organisierten Konsumenten. Sie wird für die Altersversicherung zu sorgen haben, zunächst aber für die Sicherung der Existenz de'r Kriegsbeschädigten. Mt Recht hat der Präsident die schwere Verantwortung betont, d^ auf den Abgeordneten ruht. Not und Hunger schauM zu allen Fenstern in das Haus hinein, die letzten Hoffnungen des Volkes klammern ’ sich an die Nationalversammlung. Wenn sie versagt, dann äst das russische Chaos ,unser Schicksal. Präsident ' Seitz .hat versprochen, sein Amt unparteiisch und sachlich zu führen. Wir wollen hoffen, daß er uns nicht enttäuschen wird. Vor der Wahl des Präsidiums gab es eine Debatte über den Bericht der Geschästsordnungskommission. Die autonome Geschäftsordnung, die Herr Seitz als Referent des Ausschusses dem Hause vorlegte, entspricht in ihren hauptsächlichsten Punkten der bisherigen, die die prvvi-. sorische Nationalversammlung ans dem alten Abgeordnetenhaus übernommen hatte. Der Wiener tschechische Wgevrdnete Dworschak brachte seine in der, ersten Sitzung eingereichte schriftliche. Erklärung zur Verlesung. Das Haus besaß trotz der begreiflichen Erregung über die Schießereien in Eger und Karlsbad Disziplin genug, die Redefreiheit zu achten. Nur einige alldeutsche Schreier, wie der Egerer Schönerianer Dr. Ursin, unterbrachen den Redner mit Zwischenrufen, wie: „Frechheit! Wir werden Euch schon hinausexpedieren, usw.!" Dworschak beantragte schließlich, daß in die Geschäftsordnung eine Bestimmung ausgenommen wird, wonach den Abgeordneten gestattet wird, in der Nationalversammlung sich ihrer Muttersprache zu bedienen. Bei der Unterstützungsfrage erhob sich außer dem Antragsteller nur Abgeordneter Stricker. Die Wahl des Präsidenten vollzog sich in feierlicher Form, und als Herr Seitz am Tische.des Präsidenten erschien, empfingen ihn seine,Parteigenossen mit stürmischem Beifall und Händeklatschen. Er begann seine Dankansprache mit einem Machrus für die vielen Hunderttausende von Soldaten, die für das alte Oesterreich gefallen sind und in fremder oder heimatlicher Eide ruhen. Das Haus erhob sich und hörte in tiefster Bewegung diesen Nachruf an, der in seiner Einfachheit und Schlichtheit ungemein stark wirkte. Zum zweiten Präsidenten wurde der Führer der Christlichsozialen Dr. Hauser gewählt. Dieses Resultat rief große Ueberraschung hervor, da man mit der Wahl des Bürgermeisters Dr. Weiskirchner gerechnet hatte. Dr. Weiskirchner, der gerade in den letzten Wochen an die Spitze des radikal-antisemitischen Flügels getreten war, ist unterlegen, und dir agrarische Mehrheit der christlichsozialen Partei hat gesiegt. Da der Ausfall der Wahlen eine Reform des Wiener Gemeinderates nötig macht und auch dort die Schaffung einer sozialdemokratischen Mehrheit ergeben wird, ist der Rücktritt Dr. Weiskirchners vom Amte des Bürgermeisters) fast schon eine vollzogene Tatsache. Seine gestrige Niederlage in der Nationalversammlung wird nun wohl zur .Folge haben, daß dieser einst so mächtige Mann, der Organisation der Luegerschen Siege, nunmehr ganz v«m, ' Schauplatz des'politischen Lebens verschwindet.! Die. Großdeutsche Partei, die sich vorgestern unter dem Vorsitz des Dr. Dinghvfer konstituiert hat, erklärt sich in ihrem Programm als republikanische Partei. Sie 'fordert die Anerkennung der Juden alsj eigene Nation im Staate, spricht sich gegen eine jüdische Einwanderung aus und proklamiert sich' im? übrigen als national-antisemitische Partei.. (|§ ist gut, daß die deutschnalionalen Städtevertreter süfort offen Farbe bekennen, so daß zwischen uns uM ihnen Klarheit geschaffen ist. j Es muß aber hervorgehoben werden, baß d« f»- genannte Judenpresse in Wien, vornehmlich die „Rene: Freie Presse", zu dem antisemitischen Bekenntnisse ihrer? Schützlinge kein Wort zu bemerken weiß. j Die Nationalversammlung soll nächsten Dienstag ihte Arbeiten fortsetzen und zunächst an die Beratung der Verfassung schreiten. Wenigstens hat sie dies vor„ Ob die Ereignisse, die sich in Deutschland abspielerr^ nicht auch bei uns eine Wirkung haben werden, die die Nationalversammlung und die Koalition für immer ansschalten — das wissen die Götter. Der Lebenslauf des Prüft-ente». Präsident Karl Seitz ist am 4. September 186$ zu Wien geboren; er entstammt mütterlicherseits einer alten Wiener Bürgerfamilie, väterlicherseits dem' Bauernstände der Umgebung Wiens. Frühzeitig verlor er seine Eltern und wurde irr einem Waisenhaus der Stadt Wien erzogen. Da nach den danraligen Verhältnissen Waisenkindern höhere Schulen verschlossen wareu^ mußte er zu einem Handwerker in die Lehre gebracht s werden; er begann ims Schneiderhandwerk zw erlernen. Bald jedoch wurde der Obmann der Waisenkommission des Wiener Gemeinderates auf ihn aufmerksam und bemühte sich neuerlich um seine Bildung. Der Junge war indessen über 14 Jahre alt geworden^ und da unter solchen Umständen die Gymnasialbildung ausgeschlossen schien, brachte man ihn in ein Konvikt nach St. Pölten, in welchem er zum Lehrer heran-., gebildet wurde. > . Er hatte dort Gelegenheit, neben den offizielle« Fächern literarische und volkswirtschaftliche Studie» z« machen, die er nach Absolvierung der Anstalt fortfetzte. Er wirkte als Lehrer an öffentlichen Volksschule« in Wien und überdies an dem zweiten städtischen Waisenhaus im 5. Bezirke; seine volkswirtschaftlichen Studie» führten ihn zu Marx und Engels. Im Jahre 1896 wurde er in den Schulrat der Gemeinde Wien gewählt,^ wo er mit einem Sozialdemokraten und einigen bürgerlichen Fortschrittlern eine zwar kleine, aber mächtige Opposition gegen die damalige ultramontane Mehrheit bildete. Zur selben Zeit machte die sozialdemokratische Partei den Versuch, auch in die privilegierten Kurien des damals noch ^geltenden Klassenparlaments einzüdringen. Sie kandidierten Seitz im Städtewahlkreis. Floridsdorf-Stockerau-Korneub urg gegen die Konservativen. In der engeren Wahl wurde er mit den Stimme» der bürgerlichen Demokraten und Fortschrittlern gegen den konservativen Kandidaten im Jahre I960 gewählt» Auch nach der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes' behauptete er diesen Wahlkreis, so daß er seit 1900 bis zur Revolution dem Parlament angehörte. In der parlamentarischen' Fraktion der Sozialdemokraten wirkte er tzeben Viktor Adler und nach dessen Tode als Obmann der Fraktion. Im Jahre 1918 wurde er im Parlament «m 20. Jänner mit allen gegen eine Stimme zum Vizepräsidenten gewählt. In der provisorischen Nationalversammlung für Deutschösterreich wurde er neben dem Vertreter der Fortschrittlichen Dr. Dinghofer und dem Christlichsozialen H a u s e r zum Präsidenten des. Staatsrates und der Mpublik einstimmig gewählt, s mmmmmmmmmmmmm—mmmmmammmmmmmmammammm ausPosen zurückzuhalten nnd dadurch in Deutschland^ die Hungersnot zu begünstigen. Hunger ist der Vater des Bolschewismus. Wenn di^er auch in Deusschland zur Herrschaft gelangt, dann ist das Schicksal Polens besiegelt. Die deutsche Nelchsregierung sollte auch den Apostolischen Stuhl ersuchen, semen Einfluß bei dm Polen geltend zu machen, daß sie ihre Feindseligkeiten und Grausamkeiten gegen die deutsche Bevölkerung unterlassm. Inland. Konferenzen beim Staatskanzler. Beinr Staatskanzlcr Dr. Renner fanden gestern Aussprachen mit. den Führern der bürgerlichen Parteien mrd der Sozialdemokraten statt, denen auch Staatssekretär für AeußereS Dr. B a u e r beiwohnte. Diese Konferenzen galten hauptsächlich der Erörterung der außenpolitischen Lage. Staalsiekretar Dr. Bauer berichtete über, seine Verhandlungen, die er in Berlin nnd Weimar mit den Mitgliedern der Regrenma hatte nnd machte hierbei Mitteilmrgen über die voraussichtliche Gestaltung der außcnpolitlschm Simation: Ferner gab der Staatssekretär em Bild über die geam» wattige Situation in Deusschland und beaNtwottere eme Reihe vou dm Patteisührern au ihn gestellte Fragen. Schließlich wurde auch die stnanU-olinsche Lage erottett und dirMaßnahmm erwähnt, die zu tteffnt sind, um dm Folgm, welche sich aus der 'ablehnendm Haltung der Tschrcho-Slvwaken die fälligen Coupons der Kriegsavleche ausMezahlen, ergebt znbegegnm^ Tagesbericht. I« den Grazer Kultuswahlen. In Graz sollen am 9. d. M. die Kultuswahlen stattfinden. Die Jüdischnationalen find rührig an der Arbeit, und den Grazer liberalen Israeliten", dia bisher an der Spitze der Gemeinde standen und die sich in ihrer Beschaffenheit Nicht viel von ihren Wiener Gesinnungsverwandten Unterscheiden dürften, beginnt es bange zu werden. Es ist natürlich, baß man sich als Retter in der Not den Sekretär der israelitischeir Union aus , Wien zur Hilfe herbeiholte, und wir haben ' neulich über die mißglückte Versammlung berichtet, die cii\ vorzeitiges Ende fand, weil sich die Jüdischnationalen, die noch' ein wenig Temperament besitzen, die Angriffe auf allseitig verehrte Persönlichkeiten nicht rrrhig gefallen ließen. Nun scheint es Herrn S. Nendi vor dem Ausgange der Wahlen bange zu werden, und er verschickt ein langes Rundschreiben an die Grazer Wähler, in welchem er den Jüdisch nationalen Terrortsmüs, Wortbruch und Gewalt nebst anderen schönen Dingen vorwirft. Der Grazer Kultusgemeindepräsident ist nach jchMt^AlnjKauungen M wdkllicherKemohMtr bi» Der-