Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 43 (2.3.1919)
- Date
- 1919-03-02
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4P Wien, Sonntag .... . einer Tagung offiziell eine Aenderung beschließen, aber Dmowski ist der Diktator, und was er sagt, befolgen die' Massen. EZ ist gestattet, dieser Auffassung mit Mißtrauen zu begegnen. ES ist kaum anzunehmen, daß die zügellose, durch die Kriegsjahre überdies desorganisierte und in politischer wie moralischer Hinsicht unreife Bevölkerung Polens sich in ihrem Verhalten zu den Juden nctzh den Trinksprüchen seines Mannes richten wird, mit welchem sie seit fast 5 Jahren den Kontakt verlor. Die Warschauer Regierung entschuldigte idoch die Judenverfolgungen damit, daß sie selbst ohne Einfluß auf das Volk sei — sollte, was ihrer politischen und militärischen Macht versagt blieb, ein Postskriptum von Paris auS erwirken können? DaS Interessanteste an den Unterredungen mit den polnischen Staatsmännern sind diejenigen Antworten, die sie schuldig bleiben. PaderewSki soll bei seiner Ankunft in Warschau erstaunt gekragt haben, warum denn kein Jude im Kabinett säße? Herr WasilewZki betrachtet dieses Erstaunen als charakteristisch — aber auf die Frage, ob es nicht viel charakteristischer sei, daß auch im Kabinett Paderewski kein Jude sitzt, schwieg er höflich. Denn es ist schwer, in fremder Sprache die Worte zu finden, die nach alter Staatsnraunerweisheit die Gedanken verbergen. Dagegen verwies auch er auf die Enqueten, mit welchen die Regierung ihren Willen zur Versöhnung beweisen wolle. Daß diese Verhandlungen großenteils mit den Vertretern jener AssimilationSvartsien geführt werden, die kein einziges Mandat zur Kons.ituaute erringen konnten, und nicht mit den gewählten acht nationalen Abgeordneten, begründete er überraschend mit dein Willen der Negierung, sich mit allen, nicht nur den im Parlament vertretenen Gruppe« zu verständigen. Ob sich dieses Prinzip auch auf die polnische Opposition oder nur auf die durchgefallene jüdische Assimilcmtcngruppe erstrecken soll, war nicht genau ersichtlich. Daß Professor Halbem, einer der Negierungsvertrrter bei diesen Kommissionen, ein Judenstämmling ist, war Herrn WasilewZki bekannt, .doch glaubte er seine Objekttvität nicht bezweifeln zu dürfen, da bereits der Bater des Professor Halban getauft war. Wesentlicher als diese nur symptomatischen Einzelheiten ist die Tatsache, baß nach der Ansicht Wasilewskis keine einzige polnische Partei sich bereit finden wird, in der Frage der nationalen und kulturellen Gleichberechtigung auch Nur die geringste Konzession zu mache». Man hat hierfür eine neue und aalglatte Formulierung gefunden: man will den Juden die gleichen Rechte geben, wie sie sie in Frankreich haben — wo sie bekanntlich angesichts ihrer geringen Zahl keinerlei Autonomieforderuiigen stellen wollen und können. Insbesondere wird das (einst so vorteilhaft verwertete) Jiddisch restlos verpönt, das Hebräische zwar eher toleriert, iMessen nicht als lebende Sprache gewertet. Wenn es <&W im fundamentalen Punkt, dem Selbstbestimmungsrecht des jüdischen Volkes, keine Konzessionen gibt, wie soll bann ein Ausgleich überhaupt möglich sein? Die intransigente Haltung der polnischen Chauvinisten hat sich in nichts geändert, die Situation ist nach wie vor hoffnungslos, jedes Beteuern des versöhnlichen Geistes nichts als eine diplomatische Skt* Leugung vor der Friedenskonferenz. Gibt es also gar keinen gßeg, einen Ausgleich"zk erzielen? Die Juden, erwidert Herr Wasilewski, müssen ernstlich beginnen, alle die Dinge zu vermeiden, welche das polnische Volk in begreifliche Erbitterung versetzt. So hat man in Krakau bei Hausdurchsuchungen 406 Gewehre, Munition usw. iu.jüdischen Lokalen, in der KultuZgemeinde usw. gefunden. Krakau ist zwar gegenwärtig ruhig, wäre das aber wenige Wochen früher geschehen, so hätte es leicht zu einer Katastrophe kommen können! Wie, wurde verwundert gefragt, das also erbittert das polnische Volk, baß die Juden, täglich und stündlich ihres Lebens bedroht, sich vorsorglich zur Notwehr schützen? Liegt darin vielleicht der freiheitliche »Geist, daß man fortwährend mit Pogromen droht, dann nach Verteidigungswaffen forscht, über Hochverrat schreit, wenn man sie wiederkehren; sie werden die tausendjährige Schmach von uns tilgen, da unser Volk immer Gnade bettelnd, von Ort zu Ort ge- < zogen ist. „In Feuer und Blut ist Juda gefallen, mit Feuer und Blut wird Juda amerstehen." Diese große Vergangenheit des Volkes hat in der Gegenwart nur in einem gelebt: in H e r z l. Man kann wohl. sagen, daß Cahan von allen hebräischen Dichtern das innigste Verhältnis zu Herzl gefunden hat. Herzl ist ihm der Große schlechthin, der Riese unter den Schwachen Md Verzweifeltender Mächtige des Wunders, der rin Heer von Streitern aus dem Boden stampfen konnte; und doch auch wieder unser Vater: das ewig verwaiste Volk genoß für einen Augenblick das Glück der Liebkosung einer Baterhand, es war mit allen seinen Leiden, seinen Wünschen, seinen Hoffnungen bei ihm geborgen. Nach Herzls Tod schrieb Cahan eine leidenschaftliche verzweifelte Elegie. iE r starb! — Lebt noch ein Gott in der Well? Gibt es eine Welt noch? Können wir noch leben? . . .), aber, bald darauf widmete er dem Andenken Herzls jenes Gedicht, wo D.'vid Alroy, der zum Tode verurteilte Messias, seinen Rechtem zuruft: „Ich fürchte keinen Tod, ich kenne keinen Tod. Ihr nehmt mir meinen Kopf, ein neuer wird mir wachsen, ein schönerer, ein stolzerer. Denn ich bin der MesstaS . . . Wir sprachen von Cahans Eiusanikeit in seinem Volke. Dies Schicksal, das ihn immer in eine Distanz zu seiner Umgebung setzt, verfolgt ihn überall hin. Die Mädchen, von denen er singt sind nicht die sinnlich-frohen „Leuchen" TschemichowSkis, es sind melancholisch-, smtirnrntak, zarte „Blitten auS Gottes Garten", die ihn au swne üftattet gemahnen. Mit Botten vergleicht er sie. Wollen, die leichthin den der Tonne ve^oLet, in Glanz «»getaucht sind und doch im Innern tief düstsc nnd traurig („Bath hagaluth"). Der Dichter projiziert seine Seele in sie hinein, diese uuruhevolle, dürstende Seele, die ihn manchmal so quält, so brennt, daß er hiliauSrenuen möchte, Feuer! Feuer! zu mfcn. Aber welches Wasser löscht diesen Brand? Und obzwar ihn Wiener Morgenzettung 2. März 1919 Nr. 43 findet/ die eine Hälfte der Unglücklichen einsperrt und die andere, wehrlos gemacht, erschlägt? Hätte inan die Selbstwehr in Lemberg nicht entwaffnet, wäre gewiß manches anders gekommen!' , , j Wiederum schwieg Herr WasilewSki verbindlich. H- Mg. Der italieuisch-juggslawische Konflikt. Die italienisch-jugoslawischen Differenzen spitzen sich zu. Es war schon im Verlauf des Krieges klar, welche Schwierigkeit die Lösung dieser Gegensätze bereiten werde, und alle Bemerkungen über eine vollzogene Einigung, die man während des Krieges in italienischen Blättern las, waren doch nichts mehr als notdürftige Verkleisterungen eines tatsächlich vorhandenen Risses. Bekanntlich spricht das Londoner Geheimabkommen den Italienern einen bedeutenden Gebietszuwachs an der Ostadria zu und die Serben wollen und können diese Klausel nicht für sich als bindend anerkennen. Ans der einen Seite hat die unglückselige österreichische Politik schon in Vorkri g zei'e.rittden serbischen Politikern die Ueberzeu ung gefestigt, daß für Serbien der Zugang zum Meer eine LebenSnvtwendigkeit bedeute;. andererseits aber hat der italienische Nationalismus als Grundsordernng den Besitz der Adria, des Mare Nostro, aufgestellt. In Italien wies man immer darauf hin, daß das Königreich so lange keine wirkliche Sicherheit besitze, als seiner für jeden Angriff offenen Küste das reichgcgliederte dalmatinische Adriaufer mit ,seiner idealen Flottenbasis als fremder Besitz gegenüberliege. Dieses Gefühl der Unsicherheit mochte in Ifv. Vorkriegsverhältnissen begreiflich sein, da man sich einem militärisch starken Oesterreich gegenübersah, dessen Generäle nnd Politiker es von Zeit zu Zeit für gut fanden, drohende Tönss anzuschlagen, während man in den.südlichen Provinzen der Monarchie eine Politik der kleinlichen Mittel betrieb, die darauf hinauslief, die Italiener hüben ■ und drüben zu reizen. Nunmehr aber verliert dieses Gefühl angesichts der geänderten- Weltlage seine innere Berechtigung. Die Italiener führen namentlich historische Gründe an, die ihren Anspruch auf bas östliche Adriaufer stützen sollen, und cs ist ja richtig, daß die Küstenstädte DalmatienZ und Istriens unter italienischem Besitz ober Einfluß ihren größten Aufschwung nahmen. Aber je mehr das Kroateninm in nationaler und wirtschaftlicher Beziehung erstarkte, um so mehr ging auch die Vorherrschaft des italienischen Elementes zurück, und die meisten dalmatinischen Städte beherbergen trotz ihrer italienischen Architektonik eine vorwiegend kroatische Bevölkerung. Der Schwerpunkt der Streitfrage liegt natürlich in Fiume, welches als einziger ausgebauter - Hafen mit entsprechenden Eisenbahnverbindungen zum Hinterland fü? den neuen jugoflawischen Staat eine Lebensfrage bildet. Auch die Fiumaner Stadtbevölkerung ist sehr stark von Kroaten di^chsetzt und die Vorherrschaft der Italiener in der Stadtvertretung konnte sich nur dadurch halten, daß bisher die unmittelbar angrenzenden Vororte, die völlig kroatisch, sind, aus nationalpolitischen Gründen nicht mit Fiume vereinigt, waren. Gleich nach der Okkupation Fiumes machte« sich eine starke Spannung zwischen Italienern und Kroaten geltend, und rasch; wurden den italienischen Okkupationstruppen englische, amerikanische Uüd französische Detachements beigegeben. Charakteristisch für die. Situation ist bas kleine Detail, daß jeder militärische Posten aus drei Mann besteht, von 'denen nur einer ein Italiener ist. Auch aus dem Umstand, daß die Stadtverwaltung nicht in' den Händen der okkupierenden Behörde liegt, sondern, von einem unabhängigen städtischen Ausschuß unter deren'Kontrolle ausgeübt wird, beweist, daß in der Fiumaner Frage bisher keinerlei Entscheidung erflossen ist. Namentlich verübelt man es auf italienischer Seite den Franzosen, daß sie eine flawische Politik machen, und darüber sind alle Sympathien für Frankreich in die Brüche gegangen. Für Italien hat der Besitz Fiumes große Bedeutung, denn von dieser Frage hängt zum großen Teil die Zukunft Triests.ab, und die Italiener fürchten nicht mit Unrecht die starke Kcnckurrenz, die ihnen ein jugoflawischeS Fiume bereiten müßte. Ma» hat sich in Ualienischen Sachverständigenkreisen bereits ausführlich mit der Frage beschäftigt, welche Handelspolitik einzufchlagen sein wirb, um Triest zumindest auf seiner vormaligen Höhe zu erhalten, -und hat unter anderem verschiedene neue Bahnlinien, Differentialzölle und tarrfarische Erleichterungen für die auf dem Boden des qlten Oesterreich neüentstandenen Nationalstaaten vorgeschlagen; aber bei allen diesen Berechnungen tMrde auch der Besitz Fiumes ins Kalkül gezogen. Auch die Möglichkeit einer Lösung dieser verwickelten Probleme durch Teilung der strittigen Gebiete zwischen Italien und Jugoslawien ist kaum ernsthaft in Betracht zu ziehen, denn der Besitz Norddalmattens etwa wäre für Italien von zweifelhaftem Wert, wenn der territoriale Zusammenhang mit dem ehemaligen ungarischen Küstenland fehlte. ES wird für Italien kaum, etwas anderes übrig bleiben, als den in Anbetracht des. nationalen Charakters der betreffenden Länder durchaus berechtigten Forderungen der Südsläwen nachgeben zu müssen. Historische Gründe sind eben gegenüber der lebendigen Gegenwart nicht stichhältige Daß c8 über diese Frage neuerdings zum Krieg komme, ist kaum hu.befürchten, denn sowohl die Italiener als die Serben haben das Vergnügen allzu reichlich ausgekostet. Jedenfalls' wird die Friedenskonferenz alle ihre Autorität und vielen Scharfsinn einsetzen müssen, wenn diese Frage eine auf beiden Seiten befriedigende Lösung sinken soll. Die FrLedeKskoufereyz. Wilsons Verbindung mit der Friedenskonferenz. LvNÄon, 1. März. (Radio.) Präsident Wilson ist täglich durch 20 Minuten durch das englische Kabel über London mit der Friedenskonferenz in Verbindung Md wird durch die amerikanischen Delegierten auf dem Lausenden erhalten. Auf diese Weise kann er auch die nötigen Anweisungen erteilen. Der Wirtschastsrat für sofortigen FriedensschLntz. London, 28. Februar. (Tel.-Komp.) „Daily News" meldet aus Paris, daß der Wirtschaftsrat des Obersten Kriegsrales einen Bericht erstattet hat, worin die Ansicht ausgesprochen wird, daß die Alliierten sofort Frieden schließen oder die Blo^ade aufheben müssen. Das Blatt meldet, daß allein in Bukarest 52 Todesfälle durch die Hungersnot vorkamen. Die Kommission für die Entschadigungsfrage hat laut „Daily Nöws" die Absicht, Deutschland auf dreierlei Weise zur Entschädigung her an zu ziehen, und zwar mit seiner Goldreserve mit seinen Austenständen im Auslande und mit der Lieferung von Kohle, Kali und Holz. Die kleinen Volker und die Friedenskonfersnz. Die Wünsche der Fren. Haag, 1. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die „Times" meldet: Auf der in Philadelphia abgehaltenm Konferenz der Iren wurde eine von Kardinal Grlber emgebrcichte Resolution äugeuommen, in der der Friedenskongreß aufgcfordcrt wird, auf Irland das Prinzip der S ell b st b e st i m m u n g anzuweudeu. Zwischen England - Und Irland - bestehe der Kriegszustand. der Gedanke an die Geüebre manchmal beruhigt, ihn seiner Einsamkeit entreißt schließlich stellt sich wieder das blaffe Ideal zwischen ihn Md. die Wirklichkeit, keines der Mädchen versteht seine Seele! Er will von ihnen weg zur „Königin" (Pgischoth). Und da er die Königin nicht findet Md die Mädchen nicht mag, bleibt ihm auch hier nur die Einsamkeit. Aus dieser Oede der Seele reitet er sich in die Einsamkeit der Natur, in die Berge. Die Schweizer Berge besingt er immer wieder. Sie sind so allein wie" er, ein Schrei nach Freiheit, den das Herz der Wett zum Himmel emporsandte und der erstarrte. Cahan fühlt sich diesem Herzen der Wett immer nahe. Er tragt die Natur in sich, fühlt sie wie ein Stück von sich -selbst, alle Sterne gehen in ihm . auf, und alle Quellen rauschen in ihm. Er fühlt sich selbst nur als den Mund und seine Gedichte als den Sang der Wett. Während des Krieges erschien von ihm ein Nachtgedicht, das von fern an Goethes „Ueber allen Wipfeln" erinnerte. Der Vergleich der beiden Gedichte, wenn wir ihn wagen dürfen, ist lehrreich. Auch Cahan geht von der Ruhe und Stille der Nacht aus. Aber wo Goethe, panthcistisch vertrauend, die Aust losung findet „Ruhest auch du", schließt Cahan mit der bitteren Reflexion „Ich gehe einsam und allein 7". ' Cahan ist ein Meister des Wortklcmges, der inneren Musik des Gedichtes. Und obzwar er — der überhaupt zuviel an sich denkt und zuviel von sich weiß im Bewußtsein dieses Könnens sich oft dazu verführen läßtmehr Worte zu machen, als notwendig sind, so banken doch diesem Können seine Gedichte ihre größte Schönheit. Insbesondere weiß er eine starke Bewegung— etwa die Schlacht in „Hirjvnim" »der den NoeroSsturm in al Haj««" („DaS D»at a«f de« tttw") — mt Ala«z m% Rhtzthxrxix Mgoahxtac Shtffftfe leb«tzig daxzustMex, uxt der wundersame Reichtum der hebräischen Sprache kommt bei ihm wie kaum bei einem zweiten zur Geltung. Vielleicht nur noch bei SchnLur. „Die Lieder unserer jungen Dichter" — sagt Bialik — „klingen uns in die Obren wie Dinare aus reinem Gold." Abkommen zwischen der Ukraine und der Entente. Stanislan. 1t März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.*) ..Ukrainski Golos, daS ukrainische Amtsblatt, berichtet über ein Abkommen, ..das zwischen der ukrainischen Regierung und der Entente abgeschlossen worden ist. Die, wichtigsten Punkte lauten: Unbedingte Anerkennung der S o u v e r ä n i t ä t der ukrainischen Republik Md aller Gebiete östlich deS San,, die von Ukrainern bewohnt werden. Drc Ukraine nimmt an der Friedenskonferenz als V e r b ü n d e t c r die i; Ent e n t.e teil. Wiederherstellung der Kriegs- und Handelsflotte auf dein Schwarzen Meere. Verteilung der K^r i e g s k o st e n gegen, die Bolschewiken zwischen den verbündeten Regierungen. Die Entente liefert technisches Material und wird für die Besserung des ukrainischen Geldknr s e s auf dem Weltmarkt sorgen. Das Oberkommando über die Operationen und die Kontrolle über die Eisenbahnen bleibt auf ukrainischem Boden in den Händen der Ukrainer. Die litauischen Wünsche. Zürich» ' 1. März. '(Tel. der .,Wr. MorgenM.") Da§^ litauische JMrmativnsbureau in Lausanne bringt die Nachricht, daß die lltauischen Delegierten für die Fnedeuskoufereuz, Gabrys und Domherr Olschewski, in Paris vor der Konmussion, die von der Friedenskonferenz fiic russische Fragen unter dem Vorsitz Nomens gebildet worden ist/ folgende Wünsche deS litauischen Volkcö vörgebracht haben : 1. Litauen beansprucht vollständige Selbständigkeit. 2. Litauen verlangt Anerkennung seiner Sclb- Nudigktlt seitens der alliierten Machte. 9. Litauen hat den Wunsch, mit allen seinen Nachbarn im besten Einvcruchrueu zu leben. NavUsrEUsK der hokändrschen Armee. 1. Mit^. .D«S H-mspsudenz-Drueau meldet: Die HWß« Jtafea« hat wmck Antrag Ä o m a n S, worin d:e Reu- »rtzü«isxtl»n deS h»88ndn'chen HeereS und eme beträchtttche <Snr schränkung der militärischeu Ausgaben gefordert werden, mit 19 gegen 95 Stimmen angenommen, obwohl der K r i e g $■-- ui t u i ft c v f t cf) ß c fl c « b c lt A « t r n g ci-H.i.; l'.i':e.