Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 41 (28.2.1919)
- Date
- 1919-02-28
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Wien. Freitag Wiener Morgenzeitung 28. Februar 1919 Nr. 4t sein offenes Auftreten in^ Bern die Brücke schlagen half zwischen Ententesozialisten und der deutschen Mehrheitspartei, und dem es zu danken ist, daß sich die Berner Verhandlungen nicht zerschlugen, mußte als Opfer fallen, weil er, sicher kein „geschickter Politiker", aber der reinste Mensch, sich weigerte, die Macht aus der Hand zu geben, die er bedroht, glaubte. Die Spartakistenaufstände, die immer wieder von neuem hervorbrechen, sind nichts anderes als die Verzweiflungsausbrüche eines beträchtlichen Teiles der Massen, die zu den Mehrheitssozialisten kein Vertrauen haben. Welche Gefahr die beständigen Unruhen für bas aus tausend Wunden blutende Land bedeuten, braucht nicht erst hervorgehoben zu werden. Die Arbeitslust ist in der Jndustriearbeiterschast überall gesunken, und seitdem man die verschiedenen Kriegsgefangenen entlassen mußte, fühlen sich die deutschen Bergleute völlig als Herren der Situation. Man muß sich nur vorstellen, daß die Hamburger Seeleute noch immer nicht, dazu zu bewegen sind, auszufahren, um die so nötigen Lebensmittel nach Deutschland zu bringen, wenn man ein richtiges Bild gewinnen will. Trotzdem die Großstädte tausende Arbeitsloser beherbergen, fehlen der Landwirtschaft, wie von fachmännischer Seite ausgerechnet wurde, über eine Million Arbeitskräfte, und trotz vielfacher Anforderungen meldet sich niemand, während die Zahl der großstädtischen Arbeitslosen in ständigem Steigen begriffen ist. Aus den offenen Schilderungen des neuen Reichssinanzministers Schiffer geht hervor, daß Deutschland 161 Milliarden Mark Reichsschulden hat. Dazu ist ein neuer Kredit von 25 Milliarden nötig, von dem auch noch nicht feststeht, ob er zur Bestreitung der völligen Demobilisierungskosten und zur Wiederherstellung einer geordneten Staatswirtschast ausreichen wird. Der Reichsanteil an der Erwerblosenunterstützung allein ist pro Jänner auf 67 Millionen gestiegen. Und noch weiß man nicht, wie sehr die allgemeine Finanzlage durch die endgültigen Friedensbedingungen beeinträchtigt werden wird! Die Kosten der Wiederherstellung der durch den Krieg zerstörten Gebiete, die Deutschland zu übernehmen sich bereit erllärt hat, werden auf 50 Milliarden geschätzt. Bisher hat man mit inneren Anleihen und der Rotenpresse das Auslangen gefunden, aber diese Mittel müssen bald versagen, denn für eine Inlandanleihe wird es beim Beginne der normalen Friedenswirtschaft an flüssigen Mitteln fehlen und die Notenpresse ist schon allzu stark in Anspruch genommen worden. So betrug der Notenumlauf im Reiche gegen Mitte Februar 35,5 Milliarden. Die größte Schwierigkeit für die nächste Zukunft bildet die Notwendigkeit, die schwebende Schuld von 58 Milliarden zu decken. Zu diesem Zwecke schlagen die Sozialdemokraten als einzig mögliches Mittel eine einmalige Vermögensabgabe vor. Der neue Reichstag in Weimar hat sich in kurzer Zeit konsolidiert. Freilich fehlt ihm vorläufig noch das Wichtigste: eine wirkliche Autorität bei den Massen in allen Teilen des Reiches, durch die. man alle Unruhen bannen könnte. Jedenfalls mangelt es dem neuen Reichstag nicht an markanten. Persönlichkeiten. Doch auch manche Gestalt aus dem sneivn rexims ist wiedergekehrt und die Rechte hat aus den neuen Ereignissen nichts gelernt. Herrn Traub zum Beispiel von der Deutschnationalen Volkspartei ist die Revolution an dem verlorenen Kriege Schuld und auch Professor Kahl, der bekannte Berliner Rechtsgele.'rte, l.'hnt ein prinzipielles Bekenntnis zur Republik ab. Wie wenig man im Lager der Rechten umzulernen willens ist, beweist die vor kurzem ab geh altene Generalversammlung des Bundes der Landwirte. Sein bekannter Kämpe, Herr v. Oldenburg-Januschau, fand es für gut, mit einem Streik der Landwirtschaft zu drohen. Man beklagte die „Verblendung" der Bauern, die sich der „jüdischen Demokratie" angeschsossen hätten. Und der Schluß von Oldenburgs Rede war ein Herbeisehnen des Tages, wo man wieder singen wird: „Heil dir im Siegeskranz, Herrscher des Vaterlands!" Im ganzen bietet die Lage in Deutschland vorläufig ein chaotisches Bild. Nur ein rascher Friede, die Befreiung von den immer drückender werdenden Provisorien der Waffenstillstandserneuerung kann Deutschland aus den Nöten Helsen. Zum Glück mehren sich die Anzeichen, daß man auch in Paris zur Einsicht komnien will. . Fd. Politische Rundschau. Der gefährdete Völkerbund. , Aus der letzten Rede. Wilsons und aus mannigfachen anderen Anzeichen muß man schließen, daß die Völkerbundidee noch immer gefährdet ist. Die französische Opposition ist zwar überwunden und die unerwartete amerikanische Opposition dürfte die Perx sönlichkeit Wilsons beseitigen können, aber um so trauriger ist die hämische Art, mit welcher die Völkerbundidee von den nationalistischen Chauvinisten, vielfach auch von den Demokraten von heute, die doch nur Imperialisten von gestern sind, in aller Herren Länder behandelt wird. Man muß sagen, daß die Arbeit für die Idee des Völkerbundes von den gewisse n haften Volksteilen aller Völker nicht mit der erforderlichen Energie verfochten wird. Der Völkerbund kann aber nur dann geschaffen werden, wenn die Freunde des Völkerbundes in dieser entscheidenden Zeit mit aller Kraft für ihn wirken. Es ist immer wieder der Oeffentlichkeit zu zeigen, wie furchtbar das bisherige System des „euroläischen Gleichgewichtes" war, dieses diplomatischen, vaffenstarrenden technischen Kunststückes, dieser wohl- " 'visierten Zivilisation, welche es zuwege brachte, hüben und drüben immer neue Völker in die Schützengräben .hinein zu zwingen und die tatsächlich durch vier Jahre )as furchtbare „Gleichgewicht" der Granaten und Bajonette aufrecht hielt, bis der Zusammenbruch kam. Der Völkerbund ist ja nicht alles, er löst weder soziale Fragen, noch beseitigt er völl^ die nationalen Gegensätze, aber er ist das einzige Hittel, um die Menschheit vor ihrer eigenen Raubtiernatur zu schützen, indem' es jedem Volke und auch dem kleinsten Bolkssplitter die Möglichkeit gibt, über die Grenzen der Staaten hinaus vor dem Weltareopag sein Recht zu finden. Eswärehoch an de rZei t, daßjenegro tzzügige Arbeit der Aufklärung über Sinn und Zweck des Völkerbundes, welche vor einigen Monaten verheißungsvoll begonnen hat, aber dann im Sand verlief, mit größter Beschleunigung wieder in Angriff genommen würde — bevor es zu spät wird. Wilson sagte in Boston: „Würden wir nur einen solchen Frieden unterzeichnen, wie er unter den gegenwärtigen Umständen eben noch möglich ist, so würden wir wissen, baß wir nur einen Fetzen Papier in Versailles unterschrieben haben. Die Vereinbarungen dieses Friedens können für Generationen nur dann andauern, wenn sie von den vereinigten Kräften der zivilisierten Welt garantiert werden." Wird die große Zahl jener Menschen innerhalb aller Völker, welche sich zu der Idee des Völkerbundes durchgerungen haben, ihre Pflicht erfüllen, und für den Völkerbund jetzt mit größter Anstrengung wirken, dann muß er Zustandekommen. In dieser Hinsicht kommt dem jüdischen Volke eine wichtige Rotte zu. Die jüdische Intelligenz lebt und wirkt in allen Kulturstaaten, und die jüdische Lehre von Frieden und Gerechtigkeit, die jüdische Abscheu vor dem Kriegswahn verpflichtet sie, Fahnenträger der Völkerbundidee zu sein. Die Enquete über die polnisch-jüdische Frage. Wir schon berichtet, tagt feit dem 3. Februar im Saale der Lemberger Handelskammer eine von der. gallischen Regterungskommission einberufme Enquete über die jüdische Frage m Polen. Dm Vorsitz führt Vizebürgermeisler Dc. Stahl. Den eingeladencn Experten wurden folgende Fragen gestellt: 1. Wie formulieren Sie deutlich ihre Forderung bezüglich der Rechte und Pstichten der Juden gegenüber a) dem polnischen Staate, b) der polnischen Nation, c) den anderen, das Land bewohnenden Nationen? 2. Welche Gesetzt Verfassung^ intb Organisation würden Ihrer Ansicht nach die Erfüllung dieser Forderung erheischen? In den Sitzungen vom 3., 4., 5. und 10. Februar kamen abwechselnd Vertreter der verschiedenen Parteien zu Worte. Die letzten Pogrome bildeten, direkt oder indirekt, zum großen Teil das Thema der Verhandlungen. Diese Frage wurde insbesondere von den zionistischen Vertretern Dr. Schreiber imd Dr. R o §- marin angeschnitten, die die Feststellung der Schuldtrageudcn an den Pogromen forderten. Die RegierungsvertreterGraf Starbek, Graf L a s o c k i und Dr. Stahl suchten die polnische Negierung und Gesellschaft remzuwaschen. Ihnen sekundierte der lüdische Vertreter der polnischen sozialistischen Partei Dr. Heinrich Löwenhcrz. der den verantwortlichen Vertretern der polnischen Gesellschaft daS Zeugnis der Pslichtersüllung ausstellte. Dr. Schreiber betonte, daß die Polen sich vorerst bei den Juden entschuldigen müssen und sprach auch über die Vergiftung des polnisch-jüdischen Verhältnisses durch die Aisim'lauten. Schließlich entwickelte er das Programm der national-personalen Autonomie für die Juden in Polen. Den Assimilationsstandpunkt verfochten der Vertreter des Verbandes der Polen mosaischer Konfession Dr. F e u e r st e i n, Julius T e n n e r, Dr. H e r s ch t a l, der Vertreter der aft'imlatorischrn Studentenverbindung „Ziednoczeme", K ar n i o l, und andere. Erstercr erblickt in der Abwanderung eines Teiles der Iüdischnationalen nach Palästina em Mittel zur Lösung der Judenfrage und verlangt daher die Unterstützung dieser Auswandenmg seitens der Regierung. Im übrigen spricht er sich gegen die Gemährunafteglicher nationaler R e ch t e an die Inden aus. Auch Tenner fordert die Unterstützung der j üdischrn Auswanderung nach Rußland und Palästina. Er bedauert es, daß die Polen gegenwärtig der Assimilation der Juden abhold seien. «Wenn Tiere und Pflanzen sich veredeln lasten, weshalb sollte es denn hinsichtlich br Juden unmöglich sein?" Dagegen tritt Dr. S p ä t neben der individuellen Assimilntion für die Anerkennung der jüdischen Nationalität,^sür die Gewährung einer Autonomie an die Juden in konfessionellen, kulturellen und sozialen Angelegenheiten e>n. Ec fordert auch die Bildung von gemischten wirtschaftlichen Ansschüsicn in allen Städten zwecks Vermeidung von wirtschaftlichen Konflikten. > Die Forderung nach nationaler Autonomie erhoben auch die Vertreter der Poale-Zion (Ing. R e i ß), der jüdischsozialen Partei (Dr. E i n ä u g l e r), der Orthodoxen (Rosenkranz), ferner Prof. Dr. S ch o r tK der aus den engen Zusammenhang der Nationalität mit der jüdischen Religion hinweist und die Propagierung der Assimilation als eine Ardnt gegen die Religion bezeichnet. Auch Rabbiner Dr. G u t t m a n n unterstreicht.den nationalen Charakter der jüdischen Religion. Aus den Bahnen der extremen nat'onaldemok attschen Forderungen bewegen sich in ihren Ausführungen Prof. H a n sw a l d, Rektor Dr. T h u l l t e, Prof. Dr. Alfred H a l b a n, Dr. Pieracki und andere. Die Jüdischnationalen seien in Pol'N als Ausländer zu betrachRektor Thullie anerkennt nicht den Begriff ..Jude-Pole". Die Juden seien palästinensische Bürger, aber keine polnischen, was ihre Neutrali nt im polnüchukramischen Kampfe beweise. Wenn auch er den Juden in Polen das Wohnrecht emräumen mochte, müsie er für sie Beschränkungen nach bekanntem russichcn Muster, ebenso die Einführung einer Prozentnorm für die jüdischen Schüler verlangen. Die Juden mußten von der Vertretung im Landtag und im Parlament sowie vom Militärdienst ausgeschlossen werden. Prof. Halban verlangt unter Hinweis auf das rühmliche Beispiel Deutschöstcrrclchs die Beschränkung des Bürgerrechtes auf die Angehörigkeit der polnischen N ationalität. Die Enquete dauert noch fort. Es werden vielleicht noch manche mehr oder in über beben! ende Teilnehmer daS Wort ergreifen. Neue Gesichtspunkte eilte wesen l.che Bereicherung des Tatsachenmaterials ist jebocy in der Folge kaum zu erwarten. Ein neuer Kurs in Polen? Wie der frühere' Minister des Aeußcrn in Warschau W a s s i l e w s k i, der sich auf der Reise zum Friedenskongreß befindet, gelegentlich seines Aufenthaltes in Wien mitteilte, hat di« nationaldcmokratische Partei in Polen beschlossen, ihren judenfeindlichen Standpunkt aufzugeben und, wenn auch nicht für die. nationale, so doch für die bürgerlich« Gleichberechtigung der Juden einzutreten. P a d e r e w 5 f i selbst soll dies am 21. Februar einer jüdischen Deputation gegenüber autoritativ nntgekeilt und hinzugcfügt haben, daß auch D m o w s ki, der berüchtigte Antisemit und Führer der national-' demokratischen Partei, sich^diesem Standpunkt angeschlossen habe.— Wir geben diese Meldung mit allem Vorbehalt wieder. Die „Versicherungen" häufen sich, ohne daß man Taten sieht. Em neuer Kurs scheint zweifellos in Polen eingetreten zu sein — aber vorläufig äußert er sich lediglich darin, daß die Regierung wenigstens Wert darauf legt, den Anschein zu erwecken, als ob sie jadenfreundlich wäre. Aber auch dies ist bereits em Fortschritt. Sorgen. ,..Euer Exzellenz", nämlich Scheidemann, „haben Lndendorff als einen Hasardeur bezeichnet. Mich", nämlich denjenigen, der «mit der Versicherung seiner Hochachtung hat die Ehre zu sei» Euer Exzellenz ergebener Generalteldmarschall v. Hindenburg" hatdieses Wort „sehr verletzt". Und Verletzungen sind etwas, was ein Generalfcldmarschall» nicht gewohnt ist. Worauf die Exzellenz Scheidemann, „zurzqt Weimar", das Bedauern über diese Verletzungausspricht. „Im der Sache selbst" kann er aber von seinem „Wort nicht abgchen". Ein Mann, ein Wort. Höchstens erllärt er sich bereit, das Wort Hasardeur, das den deutschen Mann verletzt, zu übersetzen. Und so nennt er „Hasardeur einen Mann, der alles auf eine Karte setzt", und wenn er damit nicht die Tarock-, sondern die Geralstabskarte memt, wen sollte das verletzen? „Um so mehr, als General Ludcndorsf, wieaktenmäßigfest st eh t, selbst erllärt hat", er käme sich wie ein Hasardspieler vor. Diese Akten scheinen ja ganz gefährliche Staatsgeheimniffe zu enthalten* £ Der Kampf gegen den Chauvinismus. Die Rede, welche der jüdischnationale Abgeordnete Stricker in der gestrigen jüdischen Massenversammlung hielt, ist ein Programm. Er sagte, im Vordergrund' seiner Arbeit müsse der Kampf gegen den Chauvinismus stehen. Tatsächlich ist die Niederringung der chauvinistischen Bestrebungen im Augenblick von größter Bedeutung. Der nationale Chauvinismus hat den Krieg herbeigeführt, hat den. Rassenantisemitismus bis zur höchsten Blüte gefördert, hat die imperialistischen Bestrebungen nicht nur gestützt, sondern bis zum Größenwahn gedeihen lassen, hat die Siegfriedensparteien gezeitigt, hat die sozialdemokratischen Parteien zu Verleugnern ihres Programms gemacht, 'hat nach dem traurigen Ende dieses Krieges dem Wahn der Nationalstaaten mit Unterdrückung jeder nationalen Minorität gehuldigt und will jetzt Wien von allen Kulturzusammenhängen und allen wirtschaftlichen Möglichkeiten ausschließen, seine Universität zu einer hohen Schule machen, die hinter der kleinsten deutschen Lehranstalt zurücksteht, und will Uese Stadt gegen jeden Zuzug von Menschen und WirHchastskräften hermetisch abspercen. Diese erste Erklärung des neuen Abgeordneten zeigt auch vor aller Oeffentlichkeit, wessen Geistes Kind der jüdische Nationalismus ist und daß ihn von den nationalistischen reaktionären Parteien anderer Völker eine ganze Welt trennt. Die „Arbeiter-Zeitung" und das Prager „Deutschtum". In einer politischen Glosse über die Zustände in Prag schreibt die „Arbeiter-Zeitung": Der nationale Sturm hat alle deutschen Aufschriften hinweggefegt. Auch die tteinste deutsche Firmatafel ist überttebt oder übertüncht, was besonders auf dem Graben recht sinnfällig wird. Und die Entcntegäste sind ganz überrascht, daß es soviel Demschtmu in Prag gegeben hat. Deuts ch tum? Ich fragte, ob das Cafs E. noch immer deutsch fei. „Nichtmehrganz," antwortete man mir, „seit einiger Zeit gehenauchvieleChristenhin." Dieses Prager Deutschtum ist also auch schon für die „Arbeiter-Zeitung"- ein Deutschtum mit Fragezeichen, weil es eigentlich ein Judentum ist. Es wäre vorteilhaft, wenn sie diese Erkenntnis auf die Verhältnisse in — Prag beschränken würde. Nebenbei: Daß die Wiener jüdischen Genosien ihre deutschen Volksgenossen in Prag derart preisgeben, ist nicht lobenswert. ___ Die Friedenskonferenz. W'rtfon fährt am 15. Marz nach Europa. Washington, 26. Februar. (Tel.-Komp.) Präsident Wilson empfing nach seiner Ankunft Pressevertreter und erklärte, er beabsichtige, am 15. März nach Europa zmückzukehren, um seine Mitarbeit an der Pariser Konferenz wieder aufzunehmen. Wilson sagte, er glaube, daß er schon im Juni wieder nach Amerika zurückkehren werde, in der Hoffnung, daß um diese Zeit die Friedenskonferenz ihre Arbeiten beendet haben werde. Wilson bleM in Europa bis der Friede geschloffen ist. Washington, 26. Februar. (Reuter.) Es verlautet, daß Wilson nach seiner nächsten Rückkehr nach Europa eine Sondertagung des Kongresses einberufen werde. Wilson halte es'für seine Pflicht, in Europa zu bleiben, bis der Friede geschloffen sei. lliv Volkssteuor ist.kein Almosen um das wir bitten, wir f © r d <a r n sie von Euch! Entrichtungsstelle: Jüdischer National rot, II., Taborstrass* 20 a. 109