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Wiener Morgenzeitung · 1919-02-26 · Heft 39 (26.2.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 39 (26.2.1919)
Date
1919-02-26
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Vit. 3g' Wien, Mitwochs Wiener Morgenzeitnng ' H-c ätT-nmrrrt—ytirramfi'M ,i r26. Februar 1919’ '©ette 5 W^'4i k-jpSjs'.f' prÄiijl'i .S/^'v'SiW " ■ i ■ ■ ■ <• , *; t *»,\ . :'.Vi 4:’. KomlMrales. D eutfch ö sterreichisch e Textil-Retabliernngs- ' gefellschaft. .. Die Genossenschaft der Kleibermach'rr Wiens hat ätit der Hauptanstalt für Sachdemobilisierung Verhandlungen gepflogen, baß ihr die in den Bergestellen und militärischen Depots lagernden Textilwaren zur weiteren Verwertung überlassen werde; diese Waren sollen gewaschen, repariert und in Zivilkleider um gewandelt werden. Infolge der beschränkten Geldmittel hat sich die Genossenschaft an die Gemeinde Wien und an das Landesgewerbeförderungsamt um Unterstützung gewendet. In der gestrigen Stadtratssitzung berichtete 'Stadtrat V ue u e x über die Gründung der Deuts chöste rreichischen Textil- und Retablierungsge se ll sch aft, an der sich die Gemeinde Wien, das Land Nied er ö st erreich und der Zentralverband Zer gewerblichen Erwerbs- und Wirtschafts genossensch asten,beteiligen sollen. Die Gesellschaft soll mit der Anstalt für Sachdemobili- > sierung einLn Vertrag bezüglich des Ankaufes der retablierungsfähigen Textilwaren schließen, die Waren übernehmen und sie der Genossenschaft zur Umwandlung Ln Zivilkleider in L o h n a r b e i t übergeben. Die retablierte Ware ist Eigentum der Gesellschaft und soll in erster Linie zur Deckung des Bedarfes für humanitäre Zwecke und für die Gemeinde und Landesanstalten verwendet werden. Der Rest soll der ärmeren Bevölkerung Wiens zu einem b i l l i g e n P r e i s überlassen werden. Ein Zivilmantel oder ein Zivilanzug wird auf 46 bis 50 Kronen zu stehen kommen, ein Kinderanzug wird 25 bis 30 Kronen und ein Arbeitsanzug 20 bis 3 5 Kronen kosten. Die Gemeinde Wien übernimmt durch die Unterstützung des Unternehmens kein Risiko, weil sie in der Lage sein wird, den größten Teil tv# retablierten Ware selbst zu verwenden. Der Referent stellte folgenden Antrag, der angenommen wurde: Der Stadtrat genehmigt die Beteiligung der Gemeinde an der Firma „Teret, deutsch österreichische Textil-Netablierungsgesellsch aft m. b. H."mit einer S La m mein läge von 2 0 0.000 Kronen unter der Bedingung, daß sich auch das Land Niederösterreich mit dem gleichen Betrag an dieser Gesellschaft beteiligt. Als Vertreter der Gemeinde Wien wird Direktor Dr. Josef Förster des Wirtschaftsamtes in den Vorstand der zu gründenden Gesellschaft entsendet ,; . i ' * Gemeinderat Othmar Penz gestorben. Gemeinderat Penz, welcher vorgestern abends im Rathaus an einer Besprechung teilnahm, wurde während derselben vom Schlage gerührt und war innerhalb weniger Augenblicke verschieden. Gemeinderat Penz war langjähriger Vorsteher der Gastwirtegenossenschaft und wurde im Jahre 1912 aus dem zweiten Wahlkörper in den Gemeinderat gewählt. Der Verstorbene war Oberkuratyr des Erholungsheims der Wiener Gastwirte, Präsident des Reichsverbandes der gastgewerblichen Genossenschastsverbände Oesterreichs mch des niederösterreichischen Landesverbandes der gastgewerblichen Genossenschaften, Mitglied des Gewerberates, Fachschulobmann und Gasthosbesitzer. * ^>ie Stistskaserne für Kleinwohnungen. Der Bezirk Neubau entbehrt fast völlig aller Kleinhäuser und Kleinwohnungen, was dort um so fühlbarer ist, weil in diesem Bezirk sehr viele Arbeiter, Angestellte und Beamte wohnen. Die Bezirksvertretung hat nun beschlossen, um der Not an Kleinwohnungen abzuhelfen, an maßgebender Stelle dahin zu wirken, daß die Stifskaserne, die infolge ihrer Größe und ihrer baulichen Beschaffenheit und ohne große und kostspielige Adaptierungen besonders geeignet ist, für Kleinwohnungen hergerichtet zu werden, vom Militär geräumt wird, um für Kleinwohnungen - eingerichtet zu werden. _• j. Die Ernährung. Unsere Ernährungslage. - Neue Verhandlungen mit den Nationalstaaten. Von einem leitenden Funktionär des Staatsamtes für Volksernährung wird uns über die jetzige Ernährungslage folgendes mitgeteilt: Die Schwierigkeiten in unserer Versorgung sind hauptsächlich auf jene zurückzusühren, die uns seitens der Nationalstaaten gemacht wurden. Der Lebensmittelverkehr ist in letzter Zeit sehr geringfügig worden. Wir haben wohl Verträge mit Jugoslawien, Polen und Ungarn geschlossen, jedoch ist deren Ausführung bisher nicht erfolgt. Bis heute wurden, uns nur sehr geringe Mengen geliefert, die kaum den vierten Teil der vertragsmäßig zugesicherten Lieferungen ausmachen. Mit Ungarn haben wir wohl keine neusten Abmachungen getroffen/'doch stehen wir jetzt in Verhandlungen wegen größerer Viehzuschübe, deren Ausgang sehr ungewiß ist. Was nun den Verkehr mit den Tschechen anlangt, ist im Laufe der Verhandlungen, die noch jetzt in Prag fortgesetzt werden und welche die Lieferung der nötigen Zuckerquote betreffen, ein in kurzem in Wirksamkeit tretender Vorvertrag abgeschlossen wÄ.den, doch ist an die Ausführung dieses Vertrages nicht eher zu denken, bis unsere Bahnen mit genügend Kohle versorgt sind. Die nächste Woche soll wieder fleischlos sein, jedoch bezieht sich das keinesfalls auf Privathaushaltungen, sondern nur auf Massenausspeisungen, Wirtshäuser, Hotels und Pensionen. Obwohl wir an eine Unterbindung des! 6 i iftanbelg, in unserer jetzigen Wklage, nicht denkeu. können, so ist die Auffassung mancher Kreise, als ob das Volksernährungsamt den Schleichhandel gutheißen würde, und unsere jetzige Versorgung von den. hereingeschmuggelten Lebensmitteln abhängen würde, irrig. Auf jeden Fall ist unsere Wirtschaftslage sehr traurig. Eine Besserung dieses Zustandes ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Mächtige Faktoren für eine eventuelle Verbesserung unserer Lage sind: Vergrößerung der Produktion und, was jetzt wohl am meisten in Betracht kommt, Trans- ° portmöglichkeiten. Die erstere ist ebenso wie die zweite nicht eher zu erwarten, als bis eine genügende Kohlenversorgung eintritt. Den Vorwurf, als ob wir uns um die Ernährung des beutschösterreichischen Staates wenig und garnicht kümmern, müssen wir als eine Ungerechtigkeit und Kurzsichtigkeit zurückweisen. Schon die jetzt mit allen Nachbarstaaten und in Paris geführten Verhandlungen beweisen das Gegenteil. Unsere. Zukunft liegt in dem Erfolge dieser Verhandlungen. Der Marktbericht. Die übermäßige Beschickung der Wiener Märkte mit Rüben wird durch die Grenzsperre in keiner Weise eingedämmt. Der Na sch markt war gestern mit Rüben, Gemüse und Grünwaren reichlich versorgt. Aus Ungarn wurden 40.000 Kilogramm Karotten, Möhren und Zwiebeln, aus Mähren eine Unmxnge an Grundbirnen und Burgunderrüben zü-j geführt. Ein großes Quantum Krachmande ln war' auf den Markt gekommen, doch schreckte der Preis (22 Krönen das Kilogramm) die Käufer ab. Außerdem wurden in geringer Menge Schellfische angeboten, die reißenden Absatz fanden und den Bedarf nicht decken konnten. Auch Schaffleisch wurde an einigen Ständen in den Morgenstunden abgesetzt. Auch die ViktualienHalle hatte gestern Rübenzufuhren. 1 Waggon saure Rüben wurde zu den bisherigen Vorräten eingelagert. Die Fleisch abt eilu n g der Großmarkthalle war auch gestern fleischlos und blieb ohne Verkehr. Nur am F i s ch iy. a r k t wurden geringe Mengen an Seefischen feilgeboten. Wegen der Fleischlosigkeit gingen die Fische rasch ab. Eier und Obst fehlte überall. Ihre Uraufführung erlebten am Fischmarkt 200 Kilogramm H aisi sch sl ei sch, die sich jedoch für die Kauflust als zu wenig erwiesen. A m H y f hielt sich der Verkehr im gewohnten Rahmen. Die übrigen.Mezirks- und Kleinmärkte boten keine Abwechslung. Eine weitere fleischlose Woche! Amtlich wich mitgeteilt : Die Vieh- und Fleischlieferungen aus den deutsch österreichischen Landern und aus Ungarn sind trotz aller Bemühungen so gering, daß auch in der Woche vom 27. .Februar bis zum 6. März in Wien für den allgemeinen Konsum Rindfleisch nicht ausgegeben werden kann. Die Haushaltungen werden in der fleischlosen Woche als Ersatz einmalig em Achtclkiloaramm.Haferrcis pro Kopf zugewiesen erhalten. Wie in der eben abgeschlossenen fleischlosen Woche darf auch in der Woche vom 27. Februar bis zum 5. März in Hotels und Pensionen, m Gastwirtschaften und in Auskochrreien Fleisch, ausgenommen Wild, Geflügel, Fische und Murstwaren, weder zubecertet, noch verabreicht, noch genossen, werden. Der Fleifchgenutz in fleischlosen Wochen. Wie uns aus /dem Staatsamt für Volksernährung mitgeteilt wird, tritt mit Bestimmtheit die zweite fleischlose Woche schon in der kommenden Woche in Kraft, Die Auffassung, als ob auch den Privathaushaltungen das Zubereiten und der Genuß von Fleischspeisen verboten wäre, ist irrig. Bloß öffentliche Ausspeisungen (Wirtshäuser, Hotels und Pensionen) sind an das. Fleischverbot gebunden, hingegen ist den Privatkonsumenten der Fleisch genuß gestattet. Die konfiszierten Levensmittel an der ungarischen Grenze. Wie wir erfahren, wurden an der ungarischen Grenze während der ersten Hälfte des Monats Februar 34.000 Kilogramm Mehl, 18.400 Kilogramm Fett und Butter, 25.824 Kilogramm Fleisch und Wurstwaren, 4000 Kilogramm Teigwaren und 3800Stück Eier beschlagnahmt. Damit ist der Rekord anKonfiskationen erreicht worden. Die Lebensmittel, die nach der Beschlagnahme zwei Wochen auf Kosten des Inhabers eingelagert werden, werden, wenn sie von ihm nicht abgeholt werden, dem Hauptlagcr in Bruck a. d. Leitha (Kiralyhida) zugeführt, von wo sie entweder versteigert oder, nach Budapest gebracht werden. Die Lebensmittelsendungen aus Italien. Mit Rücksicht auf die Erfüllung der italienischen Forderungen durch Deutschösterreich hat sich heute der Staatssekretär für Volksernährung, Dr. Loewenfeld-Nuß, zum Chef der italienischen Wasieusiillstandskommission, General Segr 6, begeben und ihn ersucht, die verfügte Aufhebung der Expedition des vierten Lebrnsmittclzuges wieder rückgängig zu machen. General Segrs hat diesem Ansuchen entsprochen und die notwendigen telegraphischen Verfügungen sofort getrosten. Die vier Lebensmittelzüge werden daher von nun ab wieder täglich, und zwar einer von Genua, einer von Venedig - und zwei von Triest abgelassen werden _, Korrespondenzen. (Prag.) Die hiesige Polizei verhaftete gestern eine Bände von. Einbrechern aus Wien. Einer Polizeipatrouille gelang es, dieselbe im Gasthause des Ladislaus Limun ek, wo die Zusammenkünfte stattfanden, dingfest zu machen und 21 Personen, darunter vorbestraft Schwereinbrecher, zu verha ften. In den Wohnungen der Verhafteten wurden viele von Diebstählen und Einbrüchen herrührende Wertgegenstände vorgesunden. (Jglau.) Am 23. d. M. fanden hier die Kultusgemeindewahlen statt. Nach erbittertem Wahlkampfe» an dem 76 Prozent aller Wähler teilnahmen, drangen im innern Wahlausschuß drei Zionisten durch, ebenso im erweiterten Wahlkreis drei von unserenbekannten Gesinnungsgenossen: Obmann des'Jüdischen Volksrates Dr. Siegmund Werner, Stellvertreter Richard Weißen stein und der Obmann des Jüdischen Vvlksvereines „Theodor Herzl" Staatsbahnrat 'Glas. — Es wurde von den Gegnern in der schärfsten Weise gegen die Zionisten gearbeitet. Jnsbesonders wurde den Wählern erzählt, daß die Zionisten die Steuergelder für zionistische Zwecke verausgaben wür- . den. Der. bisherige Vorsteher der KultusgevMche erhielt genau so viel Stimmen wie der Führer der ZionH sten. Die gesamte Differenz zwischen den höchsten Stiiw menzahlen der beiden Parteien beträgt im ganzey 18, es ist also zweifellos von einem großen Sieg t%i Zionisten zu sprechen. ' P""".' .. Bühne und Kunst< : Die Theatersperre wird aufgehoben^ Am 1. März. ■f '' Die infolge der Kohlennot verfügte Sperre VÄ Theater und Kinos wird nach Beschluß der in Betracht kommenden Behörden noch dieser Tage außer Kraft gesetzt. Man rechnet hierbei einerseits mit einem stärkeren Kohlenzusluß nach Wien, andererseits mit dem" Nachlassen der Winterkälte. Die Theater und KinoS sollen ab Montag ihren Betrieb wieder voll aufnehmem Jüdische Theaterabende. Eine erfreuliche Neuerung in Wien: Es' werdest ernste jüdische Bühnendichtungen von ernsten jüdischen . Schauspielern in jüdischer Sprache gespielt. Vorläufig dient dem guten Zwecke der Saal des Hotel Posh also ein untaugliches Surrogat für einen Theatersaal« Diese wichtige kulturelle Angelegenheit wird hoffentlich bald großzügiger angesaßt werden. Das Ensemble, daß sich Montag unter Leitung des Lemberger Theater-s direktors, Herrn Julius Gutmann, vorstellte, haj vor üllem Anspruch darauf, in einem richtigen Theaters saal zu wirken. . ■ \ ) Gespielt wurde Jakob Gordins Drama „Dei Unbekannt e". Gordins ' Theaterstücke bedeuten ,-hj allerdings erst in seiner zweiten Schaffensperiode den Uebergang von der sehr minderwertigen jüdisches Gesangsposse zur jüdischen Dramatik. Anfangs noch eüs Schüler Goldfadens, geht er später eigene Wegch „Gott, Mensch und Teufel", „Mirele Efros", „Del jüdische König Lear" und „Die Kreutzersonate" sind seine besten Schöpfungen. „Der Unbekannte" ist wenigem wertvoll. Ein typisches Schauspielerstück. Tatsächlich schrieb es Gordin vor 15 Jahren als New-Dorket Theaterdirektor für seine Truppe und brachte möglichst viele effektvolle Rollen unter. Wesen und Bedeutung der jüdischen Bühne wird sich bei anderem Anlaß besser erörtern lassen. Diesmal nur ein Gesamtlob für die Mitwirkenden, insbesondere Frau Graf-Weim t r a u b, die ein verwachsenes alterndes Mädchen rühren« spielte (sie verfügt über die seltene Kunst/ mit karges Strichen eine Figur eindrucksvoll zu gestalten), de^ sehr tüchtige Herr Julius Gutmann und Frau Steiner, die eine jüdische Matrone sehr gut darstelltch Merkwürdig berührte es, daß der veranstaltend« Verein „Poale-Zion" es für richtig befand, in den Zw^ schenpausen — Reden halten zu lassen. Das zeigj nicht von Geschmack und Kunstverständnis und ist auch rücksichtslos gegen die mitrvirkenden Künstler, j Wenn tiefe Abende die jüdische Oeffentlichkeit dazlj bewegen, recht bald eine richtige Jüdische Bühn« ins Leben zu rufen, wie sie Egon Brecher seit Jahren schaffen will, dann werden sie Men großen Zweck etz Mt haben.' ,< O. $&> Philharmonisches Konzert. / Mit W e d e r 8 hinreißend gespielter Ouvertüre zÄ Euryanthe, dem unnachahmlichen Meisterstück der Instrumcntatior fand das Sonntagskonzert seine glanzvolle Eröffnung. Di folgende Sinsonietta für Streichorchester von Paul G r a en t\ scheint nach den Andeumngen des Mottos, dem kurzen Erden wallen eines geliebten Wesens ein musikalisches Erinnern z weihen. Diese captatto pietatis des Publikums im Verein mit de achtunggebietenden Kunst der thematischen Verknüpfung un! Variation, die aus dem vornehm klingenden Werl spricht, erweckte anhaltendes Interesse. Doch konnte nich verhindert werden, daß man sich bei dem süßm Gerichte zu Abwechslung nach etwas wohltuender Herbigkeit sehnte. Frischere Leben sprach aus Ferdinand Scherbers ^Karneval", dr mit fröhlicher Anschaulichkeit die Tempi passati eine ungebundenen Faschingstreibens wieder erstehen läßt. De wohlbekannte musikalische Borwurf hat bei Scherber eins Meister der witzigen Darstellungskunst und, plaftischtl Jnstrumentatton gefunden. Das kontrapunktjsche Maskengedrängc die humorvollen Apercus der Soloinftrumente, die wtv belnde Ausgelasienheit der Tanzrhythmen bilden di lebendige Folie für einen graziösen Liebesscherz zwischen Pierro und Colombine, desien drollige Darstellung vom allgemeine! Trubel des Orchesters aufs fröhlichste ausgenommen wird. Dai Werk fand schwungvolle Wiedergabe und berechtigten Erfolo Schumanns „Vierte", von den Philharmomkern läng? zur Vollendung gebracht, bildete den romantischen Ausklang bd Konzertes. Dr. “ Jüd.-aKad. Kutturverband „Iavne". Heute in) 6 Uhr abends findet ein jUdlsch-literarrscher Theaterabend in Hotel Post, l./ Fleischmarkt 24, statt. Zur Aufführung gelang „I e u k e l d e r Schmied", Drama in vwr Akten vo> David G i n s k i. 4 Neu-rschienene jüdische Bücher «nd Broschürens Th. H e r z l: „Altneuland." Roman, geb. K 17.60 (lange Zev bmdurch vergriffen gewesen). — O st jüdische Novellen übersetzt von A. Elrasberg, illustriert vön Budko, geb. ll 26.40. H Th. Herz l: „Der Iudenstaat." Neue Auslage, mit einem Bo« wort von Prof. Dr. Otto Warburg, kart. ll 4.40. — D i i Arbeit. Organ der zionistischen ( volkssozralistischen Parts Hapoöl-Hazalr. Bezugspreis: vierteljährig ll 6.60, Einzelhei ll 1.32. „Volk und Land/ Jüdische Wvchenschnst fü Politik, Wirtschaft und Palästina-Arbeit, herausgegcben von Davi Trietsch. Bezugspreis: vierteljährig ll 18.20, Emzelhest ll 1.82 — Die Erklärungen derGroßmöchte übe! den Zionismus. Herausgegcben vom zionistischen Bereb „Theodor Herzl", Zünch, 30 d. — L. C h a s a n o w i t s ch Die polnischen Judenpogrome im Nonember und Dezember 191k Tatsachen und Dokumente, ll 11.—. — Hugo Bergmann^ Iawne und Jerusalem. Gesammelte Aussätze, ll 6.60. Alle dies Bücher sind ui R. L ö w : t s B ir ch h a n d l u n g, Wier e u 1 urwst r a ß e 22, reichlich vorrätig

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