Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 39 (26.2.1919)
- Date
- 1919-02-26
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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. Seite 4 Wen, Mittwoch Wiener Morgenzetturrg . ■— .." .. . ' *" '■ ' - Tagesbericht. Große jüdische Massenversammlung. Heute abends 6 Uhr findet im Zirkus Busch (Praterslern) eine große jüdische Versammlung statt, in welcher der in die deutschösterreichische Konstituante neugcwählte Nationalrat Ing. Robert Stricker über die Stellung der Juden zur deutschösterreichischen Konstituante sprechen wird. Weiters werden von mehreren Rednern die brennendsten innerjüdischen Fragen erörtert werden, vor allem die Verhältnisse in der Wiener Kultusgemeinde. Alle am politischen Leben und am Umbau und der Ausgestaltung des jüdischen Gemeinschastslebens interessierten Juden werden auf diese hochwichtige Versammlung noch besonders aufmerksam gemacht und aufgefordert, an ihr teilzunehmen. Es ist ein Gebot der Stunde, daß die breiten Kreise der jüdischen Bürgerschaft endlich aus ihrer Indolenz heraustreten und aktiven Anteil an der Lösung der sie so eminent angehenden Fragen nehmen. Dazu ist vor allem notwendig, daß diejenigen, welche es bisher versäumt haben, sich Über die Lage und die zu lösenden Probleme z« informieren, die Gelegenheit ergreifen, die die heutige Versammlung bietet. ' N Der jüdische Stuvententag. (Schlußsitzung.) Gestern vormittags fand der jüdische Studententag im Konzerthaus seinen Abschluß. Als erster Redner sprach Herr Dr. S o k a l über politische Aufgaben der jüdischen Studenten. Sodann ergriff, lebhaft akklamiert, Abgeordneter Ing. Stricker das Wort, der dm Studeutentag begrüßte und als wichtigste Aufgabe des jüdischnationalcn Studenten die Erlernung der hebräi-. schm Srache bezeichnete. Die Debatte wurde daraus fortgesetzt; es sprachm noch Dr. W e l t s ch und Dr. Hugo Bergmann. Als nächster Punkt der Tagesordnung folgte daZ Referat der Frau Dr. O r n st e i n über die jüdische Studentin, semer das Referat Ing. Buchbinder über akademische Aufgaben und schließlich wurden die organisatorischen Angelegenheiten der Derbandsgründung erledigt. Bei den Wahlen in dm neum Hochschulausschuß wurden folgende Herren gewählt: Lilimfeld, Drrll, Boudy, Rotstcm, Steinick, Glich Vogel, Strier, Dr. Hammer und Frau Dr. Ornstein. Die Obmänner der acht FalultätSfektionen haben Vinlstimmen. Ueber die Bedeutung der Tagung wird noch zu sprechen fein. Ein Bericht nebst stenographischem Protokoll wird in einigm Tagm vorliegen. Die Waggonforderungen der Italieneer. Deutschösterreich warnt. Wie wir gestern mitgeteilt. haben, hat sich dis deutschösterreichische Regierung, dem Zwange der.Verhältnisse nachgebend, veranlaßt gesehen, aus dem gemeinsamen, früheren österreichischen Fahrparke Ablieferungen an die Italiener vorzunehmen. Sie hat die Regierungen der anderen Nationalstaaten verständigt, daß Deutschösterreich der militärischen Gewalt der okkupierenden Macht nicht Widerstand leisten könne und sich ihren Zwangsmaßnahmen fügen müsse. Die deutschösterreichische Negierung hat aber auch dem Präsidenten der amerikanisch en Studienkommission und dem englischenMilitärbevollmächtigten von der Angelegenheit Mitteilung gemacht, wobei sie jede Verantwortung für Störungen der Lebensmittelversorgung und der sozialen Ordnung, die sich unter Umständen aus dem Vorgehen der italienischen Waffenpillstandstommission ergeben könnten, ablehnt. Der Ernst dieser Warnung ist nicht zu unterschätzen. Vielleicht findet sie aber einen Widerhall hei den Regierungen unserer Grenzstaaten. Man sperrt für unS die Grenzen, wir haben nicht einmal genügend rollendes Material, um Lebensmittel einzufühven, die Bevölkerung ist erschöpft und besitzt nicht mehr die Physische Kraft, dem Druck der Entente Widerstand leisten zu können. Aber keine-Grenzsperre ist imstande, die Welle des Bolschewismus aufzuhalten. Keine Sperre unserer Grenzen, wäre sie auch noch so hermetisch, könnte verhüten, daß die „Störungen der sozialen Ordnung" auch über die Grenzen hinübergreifen. Besonders in Prag sollte diese Warnung nicht ungehört bleiben. Gerade in den tschechischen Industriegebieten ist man für bolschewistische Agitation ungemein feinfühlig, und wenn der Stein in Wien ins Rollen gebracht wird, dann ist auch die junge tschechische Republik i in außerordentlicher Gefahr. Selmo »oniMkelü Oskar Lang Wien Wien empfehlen sich als Verlobte. .aM Die Vorgänge an der Universität. Aus den Kreisen der jüdischen Studentenschaft geht unS folgende Darstellung zu: Die Vorfälle an der Wiener Universität in den letzten Wochen, die das Ansehen der Alma tnater auf das schwerste zu erschüttern geeignet waren, haben unter der jüdischen Studentenschaft begreiflicherweise eine ungeheure Erregung und Erbitterung hervorgerufen. Es sei mir nun als langjährigen, genauen Kenner der Verhästnisse auf der Aula gestattet, zu bemerken, daß sich die Vorwürfe der Studentenschaft irrigerweise hauptsächlich gegen den akademischen Senat oder dessen Exponenten richten; der Hauptschuldige an all diesen Vorgängen und der Spiritus rector aller gegen die fremdnationalen Studenten gerichteten Anschläge ist der Kanzleidirektor Blum au er, den man vor kurzem, wahrscheinlich zur Belohnung und als Ansporn zu neuen „Taten" 'gum Regierungsrat ernannt hat. Ich hatte wiederholt Gelegenheit, mit dem Herrn Kanzleidirektor vor dem Krieg und auch vor kurzem in Angelegenheiten der. färben tragenden. jüdischen Studentenschaft zu verhandeln und konnte mich jedesmal davon überzeugen, daß er entweder nachträglich Versprochenes anders zu. deuten oder zu verschleppen versuchte. In Vereins- und Farbenfragen gebärdet er sich als Vollzugsorgan de? deutschnationalen HochschulauSschusses, ihm ist es zu danken, wenn die Vereinigungen der jüdischen Akademiker heute noch nicht die primitivsten Rechte auf der Aula haben. Rechte, die junge Vereinigungen, soweit sie sich nur als „deutsch" maskieren, ohneweiterS erhalten, während sie den jüdischen Verbindungen, die beinahe 60 Semester Farben getragen haben, mit einem Federstrich genommen wurden» Kanzleidirektor Blumauer, der von Sr. Magnifizenz, der eine direkt beneidenswerte Naivität und Uninformiertheit in diesen Fragen bewies, als allein maßgebend erklärt wurde, eröffnete den Vertretern der jüdischen Studenten, daß das Entziehen der Farben keine Verletzung der Rech te bedeu te, da ihm nicht bekannt sei, daß die Nationalversammlung das Färb entragen auf der Aula als S taatsb ürgerrecht a u ffasse. Er hält also dieses. Recht für ein ausschließliches Recht der Angehörigen der deutschen Nation und schasst derart im eigenen Wirkungskreis Studenten erster und zweiter Güte. Daß Blumauer Mitglied einer studentischen Korporation ist, die auf dem famosen Waidhofner Beschluß steht, nur nebenbei. Blumauer hat aber auch verhindert, und dies offen zugegeben, daß in den sogenannten interfraktionellen Hochschulausschuß Vertreter der nichtdeutschen Studenten kommen, die diesbezüglichen Schritte der sozialistischen Studentenschaft blieben anscheinend zwecklos. Auch das famose Formular, welches anläßlich der neuerlichen Inskription auszufüllen war, und über, dessen durchsichtigen Zweck bereits berichtet wurde, dürfte von Blumauer stamnten. — Einmal hat die jüdische Studentenschaft bereits den Verkehr mit ihm abgebrochen. Der Krieg, der die jüdische Studentenschaft so schwer betraf, hat den Kanzleidirektor groß werden lassen. — Hieraus ergibt sich mit zwingender Notwendigkeit die Forderung auf Entfernung dieses Herrn von seinem Amt, zu dessen Führung nur ein vollkommen unparteiischer, unabhängiger und aufrechter Beamter zu berufen wäre. Es darf kein Mann geduldet werden, der die Weltfremdheit des akademischen Senates dazu benützt hat, um Deutschösterreich so gründlich vor aller Welt zu blamieren. Wir allerdings hatten nichts anderes erwartet; Bierbank. Fechtbodeu und Kanzlei, Waidhosnerbeschluß und altösterreichischer Zopf im schlechtesten Sinn, diese erprobte Mischung hat auch in der neue» Republik an Einfluß nichts verloren. Die Leiche im Koffer. Verhaftung der Täter. Spät abends wird uns gemeldet: Die beiden Täter, der Trainereleve Karl Schäfer Hans und der Privatbeamte Alfred Kolmar wurden heute auf Verfügung des Sicherheitsbureaus in Stronsdorf im politischen Bezirk Mistelbach, hart an der Landesgrenze, verhaftet. Beide sind der Tat geständig. Man hat bei ihnen eine Summe von 1326 Kronen gefunden. Die beiden geständigen Raubmörder wurden dem BezirEgericht Laa eingeliefert und werden in den nächsten Tagen nach Wien gebracht und nach Abschluß der Erhebungen des Sicherheitsbureaus dem Landesgericht eingelwfert werden. * Die Polizei hat festgestellt, daß die beiden Mörder des SOjShr. Siegmund M e tz l vorgestern nachmittags noch in Wien geweilt haben. Gestern früh erschien Ko (mar in der Wohnung einer ihm bekannten 20jährigen Kontoristen, fand ihn jedoch nicht vor und ließ ihn deshalb durch seine Mutter ersuchen, ihn um 1/^4 Uhr nachmittags auf dem Stadlauer Bahnhof »u erwarten. Dort fand der Kontorist den Schafferhans und den Kolmar vor. Schafferhans fragte den Hinzugekommenen, ob er von dem Mord an Metzl gelesen habe. Als der Kontorist bejahte, sagte Schafferhans: „Den Mord haben wir beide verübt, wir müssen deshalb Wien verlassen." Er forderte dann den Kontoristen auf, ihnen Wäsche zu besorgen. Dieser lehnte sehr erregt ab und lief davon. In feiner Aufregung dachte er nicht daran, die Anzeige zu erstatten. CS ist erhoben worden, daß Stegmunö Metzk, als er ermordet wurde, nicht, wie angenommen wurde, 80.000 Kronen bei sich hatte. Er dürfte im ganzen etwa 4Y00 Ätonen bei sich getragen haben. Popper-Lynkeus-Feier. Anläßlich des 81. Geburtstages von Josef Popper-Lynkeus veranstaltete der Verein „Allgemeine Nährpflicht" im Saale der „Bereitschaft'' einen feierlichen Abend. Die Festrede hielt Herr Dr. Fritz Wittels. Die Gestalt des Gefeierten zwinge jeden zur Liebe, der in seine Nähe komme. Ein'Fluidum von Rechtschaffenheit, Wecker Zufriedenheit und Güte gehe von ihni aus. Seine sehr bedeutenden technischen Gründungen kann nur ein Fachmann beurteilen, sein soziales Wirken wird aber jedem verständlich. Unklare Begriffe wie Vaterland, Königtum, göttliche Weltordnung, die alle im Gefolge haben, daß wir dulden oder uns im Kriege ermorden lassen müssen, weist Popper-Lynkeus zurück. Er r^usiert die Fülle von sozialen Grundsätzen aus diese einzige: „das Individuum ist ein Etwas, das nicht aushören will, zu sein, noch nach seiner Art zu sein". Für die Durchsetzung dieser Formel kämpft er. Die soziale Frage, die für ihn eine Magenfrage ist, will er durch Einführung der allgemeinen Nährpflicht, Zuteilung eines Existenzminimums an jedermann in natura und Beschaffung dieses Minimums durch eine Nährarmee herbeiführen. Diese Losung ist keine Utopie, und man muß die Sozialiitcn zwingen, das Poppersche Programm zu akzeptieren. Hierauf lasen die Bildhauerin Frl. Rosa S i l 5 e r e r eine selbstverfaßtr Phantasie zu Ehren Poppers und Schriftsteller Dr. Egon Fridell einige Stücke aus Poppers Phantasien eines Realisten. Der Abend war lehr eindrucksvoll und würdig. '26. F-Sruar 1919’ , , ’.' '90? .•a...— .. .ii«-irr-rr-•riTr-.-«fiSri.«Lw..»»—» Die jüdische Schule im tschecho-slowakischen Staate. » So betitelt sich' ein schmales, soeben, im Selbste Verlage des Verfassers^ Pros. Dr. Alfred Engel in Prag, erschienenes Broschürchen, in welchem der als^ tüchtiger Schulmann bekannte Verfasser, dessen Hür-. gäbe und'organisatorischen Fähigkeiten es während-des! Krieges geglückt ist, für eine große Zahl von östlichen Flüchtlingskindern ein ganzes, verzweigtes Schulwerl in Prag aus dem.Nichts auszubauen, in warmen,^ überzeugenden Worten die dringliche Notwendigkeit der Schaffung einer eigenen, zeitgemäßen Schule. für die! Juden in der Tschecho-Slowakei darlegt. In Mähren bestehen noch 25 jüdische Volksschulen, in der Slowakei über 100 Volksschulen und eine Realschule, in Böhmen, nur mehr eine einzige jüdische Schule. Aber diese» Schulen können die modernen Bedürfnisse nicht befriedigen. Prof. Engel weist in überzeugender Weise, auf die großen Aufgaben hin, die das Schul- und Erziehungswerk zur Schaffung einer neuen jüdischen- Generation zu leisten hat und auf den neuen national-/ menschheitlichen Geist, von dem unsere Zukunfts schule, getragen sein muß,- wenn sie unsere unsterblichen Traditionen wieder für künftige Generationen fruchtbar machen soll. Ein zu gründendes'Pädagogium soll uns die Lehrerschaft stellen, die wir brauchen. Die Ueberzeugungskraft, mit der Prof. Engel für seine Forde-, rungen Eintritt, die die Forderungen jedes modernen. Juden sein müssen, wird dießen gewiß das Interesse weiter jüdischer Kreise sichern.' A. F. * Geschastssperre um 6 Ahr abends! Lack Verfügung des Staatamtcs für öffentliche Arbeiten , dürfen vom 26. d. M. an Ladengeschäfte, Berkausstokale und Magazine t i S. SUHrabendS offen gehalten werden. * Pensionsversicherung der Angestellten. Morgen gelangen Vollzugsanweisungen des Staatsamtes für soziale Fürsorge zur Verlautbarung. Die eine dieser VollzugSanweismiam setzt für dir Ende November 1918 errichtete deutschösterreichische Penstonsanstalt ein Statut und für ihre Landesstellcn Geschäftsordnungen fest. Die zweite enthält zur Linderung der durch den Krieg hervorgerufenen wirtschaftlichen Schäden Vorschriften im Interesse der aus der Versicherung ausgeschiedenen Md aus-.,, scheidenden Personen. * Israelitische Kultusgemeinde Wien. Eine 5 ff ent«) liche Plenarsitzung des Kultusvorstandes findet D o n n e r s t a g den 27. Februar 1919, pünktlich um 7,5 Uhr nachmittags, im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgcmejnde Wien. Seitenstettcngaffe 4, II. Stock, statt. Tagesordnung: AenderungderWahlordnung. des Statuts unddeSKultussteuerregulatlvs. Zur Beschlußfassung über vorstehende Angelegenheit ist die Anwesenheit von' mindestens 22 Vorstandsmitgliedern Md die Zustimmung voni mindestens 18 Anwesenden erforderlich. - .. * Aenderung im Nahverkehr Wien F. Absdors—Hippersdors. Ab Donnerstag, den 27. Februar! werden im Nahverkehr Wien F. J.-B.— Absdorf-Hipversdorf, nachstehende Aenderungen eintteten: Zug Nr. 23 (ab Wien. F. J.-B. 5 Uhr 25 Min. früh) wird in der Strecke Wien * F. J.-B.—St. Andrä-Wordern und Zug Nr. 28 (ab Absdors-; Hippersdors 6 Uhr . 17 Min. früh, an Kntzendorf 7 Uhr 14 Mim? früh) in der Teilstrecke Absdors - Hippersdors—Kiitzendorf ein-I gestellt. Dagegen wird der Zug Nr. 23 (gb Wien F.'J.-B.j 6 Uhr 85 Min. früh, an Kritzendors 7 Uhr 10 Mm. früh) nmeingefl'ihrt und der derzeit zwischen St. Andrä-Wordern und? Wien F. J.-B. verkehrende Zug Nr. 26 (ab St. Andrä-Wördem, 6 Uhr 88 Mm. früh) schon ab Absdors-Hippersdors (ab 6 Uhrj 57 Min. früh) geführt. * Alterssiirsorge. In den nächsten Tagen, erscheint der von Amtsleiter Rudolf Kraus am 11. Februar 1919 in der Delv> giertenützung der „Weiblichen Fürsorge" gehaltene Vortrag Über. „Alterssllrsorge" in Druck und kann derselbe durch Herrn Kraus, I., Seitenstettengaffe 2/22, gegen Erlag einer beliebigen Spende! zugunsten eines wohltätigen Zweckes bezogen werden. »Selbstmord im Hotel. In eitlem Keinen Hotel taü der Inneren Stadt hat sich gestern vormittags ein junger^ Mann von 26 bis 28 Jahren, der ein Zimmer im 4. Stockimte hatte und sich als Emil Grün selb gemeldet hat, durch einen Revolverschuß gegen die linke Schläfe getötet. Mit, einigen Zeilen nimmt der Selbstmörder Abschied von seinem! Schwager, einem Doktor, dem er auch seine wenigen Kronen! und seine Wäsche hinterläßt.- Diesen Aufzeichnungen zufolge scheint unglückliche Liebe die Ursache der Tat zu sein. * Kommnnistenversammlung. Gestern abends um!' 6 Uhr fand in den Drehersälen eine kommunistische Versammlung; statt, zu der sich ein mehrtaui'endkopfiges Auditorium einfand. Die Volkswehr und die Polizei hatte Borkehrungsntasrregrln gegen! Ruhestörung getroffen, jedoch ereignete sich kein Zwischenfall. ES sprachen Egon Erwin Kisch-, der Heimkehrer Melcherj und andere. Die Versammlung ging in Ruhe auseinander. Vorträge und Versammlungen. Zionistischer Zentralverein für b i*e! westlichen Bezirke Wiens. Bor kurzem hat sich in den westlichen Bezirken Wiens eine Sektion des zionistischen Zentralveremes konstituiert, welche die zionistische und siidisch-poli-' tische Organisation und Propaganda für die Bezirke Mariahilf,! sitzender, Dr. Simon Holdengräber, Schriftführer, Herr- Richard Schwarz, Kassier, Oberleutnant Ludwig K l u g,, Nationalfonds-Kommlffär, überdies Dr..Arthur Jmmergl üw und Robert Kien als Beiräte ohne Funktion. — Lich t-j brldervortragüber Paraguay. Mittwoch den 26. Februar um 6 Uhr abends hält Generalkonsul Leo Hirsch; im Volksbildungshaus, V., Stöbergasse 19ll5, einen Vortrag Mit! Lichtbilder über die südamenkanische Republik Paraauay, dee in bezug auf unsere Ernährungsfrage an Bedeutung aewinnt. — Verein „Zion". „Was haben ,wir Zionisten von England zu erwarten?" Ueber dieses Thema spricht der aus England zurückgckrhrte Nedaktem Herr M. F r o st i g Mittwoch den 5. Atärz um 6 Uhr abends im testsaal des Hotel „Continental", H.. Taborstraße 4. — kademischerBereinjüdischerSozralistrn »C h e r u t h". Der für heute angesagte Vortrag des Herm Dr. Abraham Schwadron wird aus technischen Gründen v e r s ch o b e n; Tag und Stunde wird rechtzeiüg angekimdigt, werdem