Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 39 (26.2.1919)
- Date
- 1919-02-26
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Wien. Mittwoch Wiener Morgenzeitnng 26. Februar 1919 Nr. 39 wichtigste Ausladehafen; von da werden die erwähnten Produkte nach Trieft und $ i n m c dirigiert. Die allererste Hilfe ist für die Syrier und Armenier bestimmt. Der Dampfer „Western Bell", der gegenwärtig vor Gibraltar liegt, ist für die erste Sendung dorthin auserfehen und dürfte Konstantinopel gegen Ende des Monats erreichen. Gründung einer Handels- und Siedelungsbank für Palüfttna. Eine Million Pfund Aktienkapital. Zürich, 25. Febmar. (Tel.-Komp.) Wie die Telegraphen-Znformation meldet, ist gestern die erste internationale Bankengründnng feit Kriegsbeginn erfolgt. Diese wurde durch die Konferenz der jüdischen Lrthodoxen konstruiert. Die Delegierten von 14 Staaten, unter denen sich auch die Mittelmachte befinden, haben eineHandels-nnd Siedelungsbank für Palästina mit dem Sitz in London begründet. Das Aktienkapital beträgt eine Million Pfund. Die Friedenskonferenz. Beschleunigung der Arbeiten. ^aris, 25. Februar. (Funkspruch de- Tel.-Korr.-Dur.) Die Kommission zur Prüfung der rumänischen Territorialfragen trat heute morgens bei T a r d r e u, welcher den Vorsitz führte, zusammen. . ' . Bratianu und die übrigen Mitglieder der rumänischen Delegation brachten chre Sache vor. Dir alliierte Kommission für Entschädigungsfragen fand sich heute beim Finanzminister ein. Die Kommission beschleunigte die Arbnt der ersten und zweiten Sonderkommsisionen, welche mit oer Schätzung der Schäden, respektive hem Studium der Art der Entschädigung «nd der Zahlungsfähigkeit deZ Feindes beauftragt sind. Die dritte Sonderkommission, deren Aufgabe das Studium der Mittel für die Kontrolle und der zu fordernden Garantien ouden soll, wurde heute konstituiert. Als Präsidenten wurden gewählt Hughes für Großbritannien und Bar « ch für Amerika. Hie Kommissionen haben iFire Vorschläge bis 8. März vorzulegen. >. London, 25. Februar. (Radio.) Wir die „Time S* belachtet, erscheinen die militärisch«, maritimen und Lustwesrn- Frledensbedmgungen im großen und ganzen bereitdu ch die Waffenstillstandsbedingungen gegeben, da ,n Bezug auf diese keine G e g e n! a tz e zwischen den technischen Expertep bestehen. Es wird ermattet, daß gleichzeitig mit dem Zusammentreten der Vorfnedenskommlssiou auch das Konzept d e S Friedens MltDeutschösterreich, Ungarn, Bulgarien «nd derTürkei unter den gleichenBeding u n g e n zur endgiilkigen Beratung wird vorgelegt werden tonnen. 3V1 diese Beschleunigung zu ermöglichen, »st d e Weisung an samllime Kommissionen, ausgenommen jene, welche seit Mitte Februar bestellt worden sind, ergangen, ihre Berichte bis längsten- 8. Marz festznstellen. Amerikanische Senatore« gegen den Völkerbund. London, 34. Februar. (Tel.-Komp.) Die „Times" meldet aus Washington: Die Reden des Senator- Bora h und des demokratischen Senators Riche. haben große Aufregung hervorgerufen, besonderdie Rede des letzteren, der behauptete, daß der Völkerbund die Enge der Monroe-Doktrin aufweise. Das .Hauptbedenken, da§ Riche gegen den Völkerbund hat, gipfelt darin, daß alle Beschlüsse und Schritte gegen ein feindliches Land von dem ganzen Völkerbund genehmigt werden müssen. In der Debatte wurde wiederholt darauf hingewiesen, daß, wenn es Mexiko, mit dem Amerika in dauernden Grenzkonflikten stehe, gelüste, einen Einfall auf amerikanisches Gebiet zu unternehmen, dort Orte einzuäschern und die Bevölkerung zu verschleppen, Amerika nichtdas Recht hätte, selbständig gegen derartige Uebergrtffe einzuschreiten, sondern sich zuerst an den Völkerbund zu wenden hätte. Fast sämtlich« Redner des Senats waren dahin einig, daß dies nicht im Interesse der Vereinigten Staaten liege. Trotz aller Opposition wird aber nicht daran gezweifelt, daß doch einModus gefunden werden und daß der persönliche Einfluß des Präsidenten Wil)o» nicht ohne Wirkung bleiben wird. Die Staatsschulden der gewesenen Monarchie. Hern, 25. Februar. „(Sortiere della Sera* meldet aus Par l S : Der Rat der Zehn hat nach dem Vorschlag Orlandos bereUS beschlossen, neueWaffenstillstandsdedin- $ .H n ß CJ? fon,°W wirtschaftlicher wie militärischer Art mit dem früheren Oesterreich-Ungarn zu prüfen. Man wird feststellen, in welchem Maße die neuen dott entstandenen Staaten ausgefordert werden sollen, ihre Quote der Staatsschuld und der Wiedergutmachungen anzuerkennen P r ch o n hat eS als logisch erklärt, daß alle diese Staaten entsprechmd ihrer Leistungsfähigkeit einen Te,l der Entschädigung, für welche da« frühere Oesterreicki-Ungarn verantwortlich befunden werde« wird, in Gelb oder in naturs leisten. Gegenwärtig »st die Ausmerksamkeit verwirrt durch die bizarre und bequeme Haltung dieser neuen Staaten, die jede Verantwortung für daS Konto der alten Monarchie ablehnen und nicht einmal «bre Quote der Borktiegöschuld anerkennen wollen. Rach Pichon haben bisher nur dieTschecho-Slowaken die Anerkennung der Vorkriegsschuld wenig- ,st enS ausgesprochen. Es fet unverständlich, wie die anderen Teile, etwa Kroatien und Slawonien, sich als Erben der mit österreichischem Staatsgeld gebauten Bahnen, Häsen, Straßen und Brücken ausgeben, aber sich ihrem Anteil an den Staatsschulden und der zu zahlenden Schadcusgutmachung für de» Krieg t«tzicheu wolle». Ungarns Blutopfer und seine FinMzkrise. 800.000 Tote. Budaprst, LS. Februar. (Ung. Tel.-Korr.-Bue.) Der Arbeiterrat hat gestern eine Sitzung abgehalten, in der Kriegsminister tzö h m eine Rede hielt. Cr stellte zunächst Ungarn- Verluste während de- Krieges fest. Von den Militärdirnstpflichtigen, sagte Redner, wurden 3,631.336 einberufen und 552.157 enthoben. Auf den Kriegsschauplatz wurden 3,437.776 gebracht. Gefallen sind 471.19 3, verwundet wurden 590.000, in Gefangenschaft gerieten 382.283 und vermißt werden 408.000. Bon den letzteren sind zumindest 50 Prozent mit dem Tode abgegangen. In diesen Ziffern sind die Menschenverluste der letzten italienischen Offensive, die auf 400.000 Mann geschützt werden, noch nicht enthalten. Die Statistik über die Invaliden, Witwen und Waisen ist noch unvollständig; sie weist insgesamt 2 5 2.5 7 2 Invalide, 72.000 Witwen und 14 4.Ü00 Waisen aus. Außer den Menschenverlusten ist auch der Materialverlust ungeheuer. Vom Hecre wurden 1V2 Millionen Pferde und Lebensmittel im Wert von sieben Milliarden verbraucht. ES wurden maßlose Verschwendungen begangen. Don den Marschkompagnien sind nur 60 Prozent der Mannschaften inS Feld gegangen, Ausrüstungen wurden jedoch für alle ausgewiesen, so daß die Hälfte der Uniforme» gestohlen worbe» ist. Ausbleiben der Steuern. Der Minister kam sodann auf die gegenwärtige wirtschaftliche Lage de- Landes zu sprechen. In einem Lande, sagte er, wo er keine Rohstoffe, keine Produktion gibt, und das Papiergeld nur einen fiktiven Wert hat, ist eS geradezu unmöglich, einen sozialistischen Staat zu machen. DaS wird noch offenkundiger, wenn man die finanzielle Lage der Staates in Betracht zieht. In den jüngsten drei Monaten der Revolution hat der Staat 4 Milliarden verausgabt, während heute die Eingänge unbeträchtlich find. mmmmmmmmtBmmmmaammmmmmmmmmammmBmmmamam Nicht nur auden besetzten Gebieten trifft keine Steuer ein, auch in Budapest bleiben vielfach die Steuern aus. Während in den letzten drei Monaten 69 Millionen Kronen an Steuern gezahlt wurden, wurden im gleichen Zeitraum des vorigen Jahre- 100 Millionen gezahlt. An Krieg-- gewinnsteuer wurden im November 1917 .20 Millionen, im November 1918 bloß 3 Millionen Kronen gezahlt. ES muß offen herausgesagt werden, daß die wahren Gegen revolutionäre diejenigen sind, die ihre Steuern nicht zahlen. Die Sabotage der Kapitalisten wird weiter nicht geduldet werden. Verstaatlichung der Besitztümer. CS ist notwendig, daß der Besitz der Kapitalisten dem öffentlichen Eigentum übergebe« werde. Verhaftung der am Kriege Schuldigen. DeS weiteren erklärte er, «- gehe nicht - an, baß diejenigen, die am Kriegsausbruch mitschuldig sind, sich noch auf freiem Fuß befinden. Diese Schurken dürfen nicht frei herumgehen. Ohne Einzelheiten zu verraten, könne er in seiner verantwortlichen Stellung mittcilen, daß die Mitschuldigen binnen 24 Stunden verhaftet sein werden. Diese Mitteilung deS Kriegsministers Böhm rief daS größte Aufsehen hervor, und man nimmt an, daß die Regierung noch heute an die Verhaftung der exponierten Politiker deS alten Regimeschreiten werde. Da Böhm seinerzeit damit beauftragt war, -die auf den Kriegsausbruch sich beziehenden Akten eingehend zu studieren, so dürfte die Verhaftung der erwähnten Politiker in seinem Auftrag erfolgen. Der Justizminister hat bereitvon der Regierung alle Vollmachten erhalten. Man nimmt an, daß zunächst einige Mitglieder der Ministerien TkSza und Wekerle verhaftet werden. Doch versichern eingeweihte Personen, daß auch die militärischen Kreise nicht verschont bleiben sollen. Die Versorgung Deutschlands mit Lebensmitteln. Berlin» 25. Februar. Nachdem die deutschen Kommissionen für die Schiffahtt- und Lebensmtttelsrage bereit? am 23. Februar in S p a a eingetroiien waren, teilte General N 0 u d a n t im Austrage Fochs m der Vollsitzung vom 24. d. M. mst, daß die Verhandlungen über die Mit der V e r s v r g u n g Deutschlands zusammenhängenden Fragen nicht vor dem 4. März stattfinden könnt«. Die verbündeten Regierungen ließen jedoch erklären, daß sie bereit seien, die Fracht, die aus der Verwendung der deutschen Schiffe im Dienste der Alliierten entsteht, für die Bezahlung der Lebensmittel anzuerkenne». Noudant bedauerte die Verzögerung der Zusammenkunft. Der Vettreter der deutschen Regierung teilte hierauf mit, daß ihm von städtischen und Krersbehöcden des Niederr-Hemmehrere Telegramme zugegang« feien, die in engem Zusammenhang mit den leider verschobenen Verhandlungen ständen. Er verlas sodann Auszüge aus den Telegrammen, in denen übereinstimmend erklärt wird, daß die LtbenSmittelnot aufs höchste gestiegen und der größte Teil der Arbeiter am Ende seiner körperlichen Leistungsfähigkeit angelangt ist. Streiks und Hnngerkrawalle seien Überall zu befürchten, wenn nicht rasch und ausreichend Lebensmittel verschafft würden. An diesen Beispielen sollte die interallliette Kommission ersehen, wie hoch die LebenSmittelnot in Deutschland gestiegen sei und zu welchen Zuständen sie führen würde« Forderungen Albanlens. — Die Vorschläge der interalliierten Kommission in Warschau. Paris, 25. Februar. Die Agence HavaS meldet amtlich: Die Minister der alliierten und assoziierten Mächte versammelten sich Montag nachmittag». Die Vertreter Albanienwurden Zuerst eingeführt. Turkhan Pascha legte die albanischen Forderungen dar. Die Prüfung der Frage wurde der Kommission anvertraut, die die griechischen Fragen zu erledigen hat. Die interalliierte polnische Kommission brachte hierauf die von der interalliierten Kommission in Warschau erhaltenen Vorschläge zur Kenntnis. Marschall Fock wohnte der Sitzung bei. Die nächste Zusammenkunft findet Mittwoch nachmittags statt. Die irische Republik. Gesandter O'Kell« in Pari» eingetroffen. Pari«» 2b. Februar. (Reuter.) DaS S mnfeinmitglied de- Dublin« Parlaments O'K ellyist hier als beglaubigter Gesandter der vorläufigen Regierung der irischen Republik eingetroffen. Er sandte dem Delegierten der Konferenz einen Brief, worin er die Anerkennung der Unabhängigkeit Irland« und die Zulassung Irlands zum Völkerbund verlangt. Englische Kundgeb ingen für de« soziale« Frieden. Haag, 25. Februar. (Tel. d. „Wiener Morgenzeitung".) Eine Konferenz der Delegierten von 600 Sektionen der unter dem Namen .Kameraden degroßen Kriege-" bekannten Vereinigung hat einen warmen Aufruf zur Herbeiführung deindustriellen Friedenerlassen. Der Aufruf sagt: Die Arbeitgeber und die Arbeiter sollen daran denken, daß wenn irgend eine Zeit in der Geschichte der Nation den sozialen Frieden sowohl von feiten de- Kapitalalauch von seiten der Arbeit verlangte, diese Stunde da ist. Wir erlassen diesen Aufruf im Namen Hunderttausender unserer Kameraden und von Millionen von Soldaten unter den Fahnen, die nicht direkt ihre Meinung äußern können. Wir erlassen diesen Aufruf besonders im Namen der Frauen und Kinder der unter den Fahnen stehenden Soldaten, im Namen der früheren Soldaten und derjenigen, die ihr Lebe» für da- Land hingegebe« haben. _ Inland. Das Schicksal Deutschösterreichs und Deutschböhmens. Nach Mitteilungen, die uns aus hiesigen unterrichteten Kreisen zugehen, hat die Pariser Friedenskonferenz sich entschlossen, alle bisher gemachten G e b t e t s z u s a g e n der einzelnen Entente st aaten als ungültig zu erklären. Insbesondere bezüglich der Zukunft Deutschböhmens will sich die Konjerenz freie Hand vorbehatten, sucht aber bereits jetzt eine Lösung der finanziellen, wirtschaftlichen und nationalen Seite dieser Frage. Der Anschluß Deutschösterreichs an Deutschland findet bei England und Amerika keinen prinzipiellen Widerspruch, doch fordern beide Staaten klare Vorschläge der direkt beteiligten Länder. Die Friedenskonferenz will alles tun, um den Zusammenbruch des wirtschaftlichen Lebens in Deutschösterreich zu verhindern und eine normale Funktion des Geldwesens zu sichern. Frankreich wider setzt sich jedoch noch immer auf das schärfste jeder mildernden Auffassung seiner Bundesgenossen. Staatssekretär Mayer über die deutschböhmische Frage und den bevorstehenden Rücktritt der Regierung. Prag» 26. Februar. (Tel.--Komp.) Der Staatssekretär für Heerwesen in Deutschösterreich, Josef Mayer, traf gestern abendhier ein. Einem Mitarbeiter der „Bohemia" gegenüber machte er unter anderem über die deutschböhmische Frage folgende Mitteilungen: Die Aussichten für die künftige Stellung Deutschböhmens zu Deutschösterreich haben sich i» den letzten Wochm wesentlich gebessert. Man ist in Wien keineswegs gewillt, die Verbindung mit den Sudetendeutschen aufzugeben. Begreifliches Mißfallen erregt es, daß man die Sudetendeutschen hindert, die Wahlen m bte Konstituante vorzunehmen. Ueber seine angeblichen Rücktrittsabsichten äußerte sich Staatssekretär Mayer: Vorläufig wäre zu einer Demission fern stichhaltiger Grund vorhanden. Dre Rücktrittsfrage hänge mit dem Rücktritt deS gesamten Kabinetts zusammen, der nach dem Zusammentritt der neuen Konstituante und deS neue» StaatsrateS erfolgen wird. Konstituierung des Verfafinngsgerichlshofes. Wie wir erfahren. Hai sich der Berfaffungsgerichtshof unter dem Vorsitze deS neuemannten Präsidenten Freiherrn v.Vlttor e l l i konstituiert. Der Sitzung wohnten die Vizepräsident« Prof. Menzel und Oberlandesgerichtsrat v. Engel, Staatsnotar Dr. Sylvester, Freiherr v. Fuchs, Prof. Bernatzik. Senatspräsident Neumann-Ettenreich, Natwnalrcn Austerlitz, Dr. Kienböck, Dr. Koliskv und Dr. Harpner an. Präsident v. Bittvrelli nahm die Angelobung der Mitglieder vor, worauf dann die Kompetenzfragen verhandett und über die künftige Session beraten wurd. - Zusammenschluß der deutschnationale« Nativ nalräte. Für heute sind die deutschnational-freiheitlichen Abgeordneten von Nat »nalrat Dr. D i n g h 0 f e r zu einer Besprechung eingeladen, in der die Angelegenheiten de- Zusammenschlusses der deutschnationalen Abgeordneten und ihr taktisches Verhalten in der Nationalversammlung in Beratung stehen werden. Es sind 24 deutschnationale Abgeordnete eingeladen. Man dentt an ein« Zusammenschluß der deulschnationalen Nationalräte zu einer parlamentarischen Organisation in einer Geschlossenheit, wie sie die Sozialdemokraten und die Ehristlichsozialen habe». Ein Protest der Tschechen aegen den Verkauf von Staats- und Krongütern. An das Staatsamt für Aeußereist seitens der tschechoslowakischen Negierung in Prag eine Note eingelangt, worin gegen den Verkauf von Staatsgütern sowie gegen die Abholzungen ui StaatSforsten und Forsten, die dem Haus Habsburg gehören, Protest eingelegt wird. Dieser Protest hat bei den hiesigen amtlich« Stellen nicht geringe Verwunderung erregt, zumal hier Nicht ein einziger Fall nachgewiesen werden kann, der darauf hindeut« würde, daß Staats- oder Krön gut verschleudert worden wäre. Daß man an maßgebender Stelle bestrebt »st, die Staats- und Krongiiter zu frukt,visieren. muß um so begreiflicher erscheinen, da die Schlösser deS Ex-KmferS große Erhaltungskosten verursachen, die ein jährliches Defizit von 1? Millionen Kronen Hervorrufen und weder die Tschechen noch die anderen Nationalstaaten seit ihrer Selbständigkeitserklärung auch nur einen Heller beigetragen haben. Wer die Zukunft des jüdischen Wv Volkes gesichert sehen will, hat die Pflicht, freSwilllg«, einmalige Volkssteuer SU zahlen« EntrlcbtunaMteliOi JMUpiiw Matlonelrit,»., T|j>:w*tm«a 20*.