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Wiener Morgenzeitung · 1919-02-24 · Heft 37 (24.2.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 37 (24.2.1919)
Date
1919-02-24
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Montag Wiener Morgenzeitung Die Judenpogrome in Polen. Erregung in der englischen Presse. Haag, 23. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Wie bereits ausführlich berichtet, veröffentlichte jüngst die „Times" einen Bericht des von der englischen zionistischen Föderation nach Galizien und Polen entsandten Herrn Israel Cohen über die p o l Nischen Pogrome. Das Blatt schreibt nun zu diesem Berichte: „Die Polen sind daran schuld,'den Pogromen kein Ende bereitet zu haben. England und der Völkerbund müssen hier e i n g r e i s e n. Wenn die Großmächte Polen gegen auswärtige »Feinde helfen, so haben sie das Recht, zu verlangen, daß im Inlande Gerechtigkeit walte. Es ist die Pflicht der Mächte, Polen zur Ordnung zu rufen und zu verhindern, daß das neue Freiheitsbanner, das ihnen unbefleckt übergeben worden ist, durch sie nunmehr beschmutzt wird. Auch der „Manchester Guardian" kommentiert den Bericht und protestiert energisch gegen die Pogrome, die das Werk sind von Organen der polnischen Regierung, und Zwar Soldaten und Politikern. Der Bericht Israel Cohen s hat in der gesamten öffentlichen Meinung Englands großes Aufsehen erregt, da nunmehr unanfechtbar sestgestellt wurde, daß die polnische Regierung an diesen Ereignissen mitschuldig gewesen ist. Die Frage wird nunmehr bei der Friedenskonjerenz ihren endgültigen Abschluß finden müssen. Vichon über die Schulden der ehemaligen Republik. Paris, J>3. Februar. (Havas.) Minister des Aeußern P i ch o n empfing heute die Vertreter der auswärtigen Presse. Er sprach zunächst über die russische Frage, die, wie er sagte, durch den Anschlag auf den Ministerpräsidenten Clemenceau vertagt worden sei, jedoch sobald als möglich wieder auf die Tagesordnung gelangen werde. Es sei wahnchcinlich, daß es zu emem Einvernehmen unter den Verbündeten kommen werde. Anlangend die Frage der Wiedergutmachungen hält P i ch o n ein Einverständnis der Verbündeten über die von Deutschland in natura und tn Bargeld zu fordernde Gesamtsumme für das Wichtigste', die Aufteilung unter den Verbündeten wäre dann eine leichte Sache. Bezüglich der Schulden der ehemaligen ö st erreicht sch-ungarischen Monarchie erklärte Pichon, daß emzelne der jetzigen Nationalstaaten, namentlich die T s ch e ch o - S o w a k e n, sich nur zur B e t e i l igung an den Vorkriegs schulden verstehen, andere dagegen jede Teilnahme a b l e h n e n. Ueber das wahrscheinliche Darum der Unterzeichnung des Friedensvertrages befragt, erwiderte der Minister, daß. das Komitee der Konferenz alles daransetze, um die Lösung der Hauptfragen zu beschleunigen, und fügte hinzu, daß Wilson, als er Frankreich verließ, der Meinung Ausdruck gab.daß es möglich sein werde, die F r i e d e ns p räliminarien in derer sten Maihälfte, vielleicht noch früher, zu unterzeichnen. Was den Waffenstillstand betreffe, so werde er wahrscheinlich die endgültigen militärischen Bedingungen festsetzen. Gegenwärtig handle es sich nur darum, den Waffenstillstand mit Deutschland zu erneuern, doch seien die milrtänschm Fachleute aufgcfordert worden, den Entwurf eines e n d g ü ltigen Waffenstillstandes mit Oesterreich zu studieren. Die Frage der Versenkung der früheren deutschen Flotte sei von der Konferenz nicht in Betracht gezogen worden, sondern werde von dm Marinesachverstandigen behandelt. Die Tschechen wollen Deutschland nicht angreifen. Prag. 23. Februar. (Meldung des Tfchech'o-slowakischen Preßbureaus.) Gegenüber Meldungen -ausländischer Blätter über einen beabsichtigten Einfall tschechoslowakischer Truppen in das Glatzer, Gebiet stellt das Ministerium für Landesverteidigung fest, daß alle derartigen Nach-richten jeder Grundlage entbehren. Die zur vollständigen Mschließung der tschechoslowakischen Grenzen erforderlichen Arbeiten seien bloße Defensivmaßnahmen, die von der wirtschaftlichen Notwendigkeit geboten werden. An ein Ueberschreiten der Grenzen dv/ch tschecho-slowakische Truppen werde nicht gedacht. Der ^Ternps" gegen Deutsch öfterreich. Nach einer Haager Meldung erklärt der „Temps" .in einem inspirierten Artikel „die am letzten Sonntag gewählte Konstituante Deutsch'österreichs infolge der von den Pangermaniften geübten Pression für zu verdächtig, um ihr das Recht zuzuerkennen, sieben bis acht Millionen Menschen mit Deutschland zu vereinigen. Das hieße den Betrug und die Erpressung belohnen. Man müsse den Oesterreichern Zeit lassen, nachzudenlen, ehe man sie selbst über ihr Schicksal entscheiden lasse. Sie würden dann einsehen, daß angesichts der österreichischen finanziellen Krise die Alliiertenihnen durch ihreAnterstützung weit nützlicher sein könnten als Deutschland, da sie durch den Anschluß an dieses nicht nur die eigenen Entschädigungen, sondern auch die Deutschlands mitzuzahlen hätten." ‘ * Die Londoner zionistische Konferenz. Max Nord au kommt. — Die Liste der Teilnehmer. —- Erweiterung der zionistischen Leitung. Heber die Vorbereitungen zur zionistischen Konferenz, die heute, am 21. d. M. in London eröffnet wird, erhalten wir nachstehenden Bericht: Zu den Aufgaben, die die Londoner zionistische Konferenz zu besprechen haben wird, gehört auch die Reorganisierung der Leitung der zionistischen Bewegung. Die amerikanischen und englischen Zionisten verlangen eine Vertretung in der Leitung und eine Ausgestalmng des Londoner Bureaus, die den Forderungen des Augenblicks entspricht. Dr. Jacobsohn, der dir Ansichten '"der Herren Professor W a r b u r g und Dr. Hanlke genau kennt, hat ähnliche Vorschläge in London gemacht. Herr Leo Hermann, Sekretär des E. A. C., wurde nach London berufen und mit der Organisierung des Londoner Bureaus beauftragt. Es liegt in der Absicht des Zentralkomitees, die Herren Dr. Chaim W e i z m a n n für die englische Landsmannschaft und Julius Simon für die amerikanische in das E. A. C. zu wählen. Es ist zu hoffen, daß von der Anwesenheit Dr. Max N ordaus in.London Gebrauch gemacht werden wird, um den Altmeister der zionistischen Bewegung zu aktiver Teilnahme an die Arbeiten des Augenblicks heranzuzichen. UeberdieTe i l n e h m e r an der Konferenz ist bisher folgendes bekannt: 9 Die Mitglieder des Aktionskomitees nehmen ex offo an der Konferenz teil. Palästina wird durch David Aellin. Agronom Wilhansky, Bürgermeister Ditzengosf, Berlin und Eisenoerg vertreten fern, der Jüdische Nationalfonds durch terrn Nehemia de Licme: derMisrachi durch Nabbi Leib ohcn Fischmann, Gedatzah Bublick, B. Levinthal, A. Achinsky, I. Bluestone, Wolf Gold und Sol Silver; die Poale-Zion durch Ing. Kaplansky, Leon Chasanowitch, Sochat; die skandinavische Zionistenföderation durch Wolf Finkelstein, Stockholm; die Tschecho-slowakische Republik durch Leo Hermann. Leon Körner, und Gustav Finzi; Polen durch Podlichcwski, Farbstcin, Grünbaum, Lewite und PoSnanski; Frankreich durch Schapiro und H. CherchowSkr; Saloniki durch David Florentin und Obecrabbiner Meir; die südsla wischen Länder durch Dr. David Albala (Belgrad) und L. Stern (Agram); Rußland durch Boris Goldbcrg, Aleinikosf und Jdelivhn; M a r v k k o durch Ch. Weizmann und Sokolow; Schanghai durch Sokolow und Josef Cowen; Italien' durch Frlice Ravenna und Rabb. Danto Lattes; Aegypten durch Jakob Caleff; Neuseeland durch Louis Philips. Diese Liste der Teilnehmer ist natürlich keineswegs erschöpfend und enthält nur die bereits feststehenden Name». D eutschlands Verarmung. Ein englischer Bericht. — England verdaust Deutschland Speck und Milch, London, 22. Februar. (Tel.-Komp.) Englische Offiziere, die zwischen dem 12. Jänner und dem 12. Februar im Aufträge des Obersten Verproviantierungsrates Deutschland besucht haben, haben jetzt einen Bericht über die L a g e in Deutschland erstattet, in dem gesagt \ wird, daß d i e A r h e i t s l vsigteit infolge der schnellen /Demobilisierung und der Stillegung der Kr'icgsindustrie er-' heb! WJjj u g e,nommen hat. Auch in den anderen Industrien konnte die Arbeit mcht wieder ausgenommen werden, einerseits wegen desMangels an R o h st o f f e n u n d S t e i n k o h l e n, andererseits wegen der Abneigung der Unternehmer, neue Geschäfte zu beginnen, solange die Löhne sich aus einer solchen Höhe bewegen. Die tatsächliche Abneigung der Arbeiter zur Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit wird teilweise auf Faulheit und auf die Höhe der den A r be i t S l o s e n gezahlte Unterstützung zurückgcführt, teilweise aber auf die körperliche und geistige Beschaffenheit infolge der schlechten Ernährung. Das E i s e n b a h n w e s r n sei in ganz Deutschland gelahmt. Dies sei eine Folge des Fehlens großer Mengen rollenden Materials, das an die Entente abgcuefect werden mußte. Der Nahrungsniittelm angel ist so groß, daß die Mehrzahl der Bevölkerung von Rationen leben muß, die absolut ungenügend sind. Außerdem wird erwartet, dcw die nächste Ernte nur die Hälfte eines normalen Ernteergebnisses ergeben wird. Der allgemeine Eindruck aller ausgescndeten Offiziere ist, daß esdringend erforderlich ist, Deutschland sofort mit Nahrungsmittel zu unterstützen. Das Land lebt vollständig m dem Verlangen nach Nahrungsmitteln. Hungersnot oder Bolschewismus oder beides gleichzeitig wären vor der nächsten Ernte zu erwarten, wenn nicht rasch Hilfe aus dem Auslande komme. Die soziale und politische Lage Deutschlands ist gegenwärtig nicht genügend stabilisiert, um mit dem bestehenden Berterlungsapparat eine ordentliche Versorgung durchzuführen. Es ist unmöglich, eine Zeit festzusehen, innerhalb deren Deutschlands militärische Macht wieder aufleben konnte. Keinesfalls besteht eine unmittelbare Gefahr. Dte Verteilung von Nahrungsm^teln muß nötigenfalls kontrolliert werden. Wenn diese Nahrungsmittel an Bevollmächtigte geliefert werden, die die deutsche Regierung in den Einfuhrhäfen oder an Grenzbahnhofe zur Verfügung stellt, braucht kernerleiBefürchtung eventueller Unruhen bei der späteren gerechten Verteilung zu bestehen. — Im Zusammenhang damit wird nlitgeteilt, daß 50.000 Tonnen Speck und etwa 5000 Tonnen Kondensmilch von der britischen an die deutsche Regierung verkauft wurden. . Kurt Eisner. Entdeckung eines Komplotts. Berlin, 23. Februar. Das „8 Uhr-Abendblatt" meldet aus München: Der heutige Tag ist bisher dank der Besonnenheit der Mehrheitssozialisten ruhig verlausen. Durch ihr Eingreifen ist eine regellose Bewaffnung der revolutionären Arbeiterschaft verhindert worden. Waffen erhielten nur zuverlässige und kampferprobte Soldaten und Arbeiter. Von den Mehrheitssozialisten wurde erklärt, daß die Bewaffnung der revolutionären Arbeiterschaft nur den Zweck verfolge, jeden Terror zu bekämpfen. Es ist unverkennbar, daß selbst in den Reihen der unabhängigen Sozialdemokraten die Bewegung gegen Spartakus wächst. Die unabhängigen Sozialdemokraten erklärten, daß sie auf keinen Fall eine HinauSdrängung der RechtSsozialisten aus der Negierung dulden würden. Die Spartakisten bleiben dagegen bei ihrem ablehnenden Standpunkt. Gegen ihren Willen ist nun zwischen den Mehrheitssozialisten und. den Uuab- 23. Februar 1919 Nr. 37 hängigen eine Einigung in die Wege geleitet worden. Jy das Kabinett werden zu gleichen Teilen Mehrheitssozialisten und Unabhängige eintreten, wodurch Spartakus ausgeschaltet erscheint. Die Negierung ist, wie das „8 Uhr-Abendblatt" weiter meldet, bisher noch nicht gebildet. Für das Ministerium des Aeußern ist Professor Förster oder Adolf Müller in Aussicht genommen. Die Anhänger des Spartakusbttndes hielten vormittags eine Versammlung ab, um über weitere Maßnahmen zu beraten. Bis in die späten Nachmittagsstunden waren ihre Beratungen noch nicht zu Ende, doch läßt sich schon jetzt voraussehen, daß der Spartakusbund nur der Gewalt weichen werde. Durch diese Haltung der Spartakisten dürste sich die Lage zuspitzen. Die Haltung der Münchener Garnison ist noch nicht geklärt. Die republikanische Sicherheitswehr steht auf Seite der Negierung und ist gegen jeden jpartaktstischen Terror. Inzwischen geht die Untersuchung über da8 Attentat auf Kurt Eisner fort. Es verlautet, daß man einem wohlvorbereiteten Komplott auf die Spur gekommen ist. München, 23. Februar. (9 Uhr abends.) Die Stadt ist vollkommen ruhig. Die Ordnung wird durch das gesamte Proletariat aller Richtungen vollkommen gesichert. Der Zentralrat führt vorläufig die Geschäfte. Dienstag tritt der Rätekongrcß zusammen, der nach den schon feststehenden Vorschlägen des Zentralrates die neuen rein sozialistischen Minister einzusetzen bestimmt ist. Der Generalstreik ist beendet. Von Montag ab wird die Arbeit in allen Betrieben wieder ausgenommen. Nur Mittwoch, wo um 10 Uhr vormittags die Beisetzung Kurt EiSners stattfindet, wird die Arbeit ruhen. \ Berlin, 23. Februar. Die „Deutsche Mg. Ztg.„ meldet aus München, daß an die Spitze der bayerischen Räterepublik angeblich der russische Bolschewist Doktor Legien als Ministerpräsident oder Erster VolkSbeauftragter treten werde. Auchwon Mühsam fei die Rede. Dieser befindet sich augenblicklich in Mannheim. Wie daS Blatt weiter erfährt, wurden in den Häusern vieler Adeliger und auch in vornehmen Landhäusern von Matrosen und Soldaten sowie Arbeitern Hausdurchsuchungen vorgenommen. Auch im Hause des Prinzen Leopold von Bayern fanden Durchsuchungen statt, ebenso in den Häusernder übrigen Mitglieder des früheren Königshauses, von denen angeblich ein. Prinz verhaftet wurde. Eine Reihe von Angehörigen der Hocharistokratie wurde gleichfalls verhaftet. München,23. Februar. Der Zentralrat der Republik hat nachstehende Bekanntmachung erlassen: Laut Beschluß Hes Zenlralrates sind zum Lchutz der Revolution bestimmte Persönlichkeiten als G e i s e l n i n Schutzhaft gesetzt worden. Die Sicherheit der Verhafteten wird verbürgt, solange leine Attentate aus konterrevolutionären. Beftre« bringen unternommen werden. Minister Hoffmann — verschwunden. - München, 23. Februar. (Priv.-Tel.) Bon den derzeitigen Ministern sind Frauendörfer, Jaffe, Unterleithner und Hoffmann im Amte verblieben. Hoffmann aber, mit dem gestern verhandelt werden sollte, ist nicht auffindbar. Er ist noch, vorgestern abends m Gesellschaft des Wiener Gesandten Ackermann gesehen worden und seitdem ist nichtmehr von ihm bekannt. DaS Ende des Generalstreiks. München, 23. Februar. (Priv.-Tel.) Der dreitägige Generalstreik wird Montag früh beendet. ES ist gelungen, Eisenbahn-, Telegraph- und Postverkehr wieder in Funktion zu bringen. Graf Areo lebt. Frankfurt, 23. Februar. (Priv.-Tel.) Die „Fr. Z." meldet aus München: Der Attentäter Graf Arco ist nicht, wie gemeldet wurde, tot, Graf Arco wurde in einer Klinik operiert und dürfte vielleicht mit dem Leben davonkommen. Die Auffassung in Frankreich. Paris» 22. Februar. (Tel.-Komp.) Die Blätter befaßen sich eingehend mit den Vorgängen in Bayern. Die öffentliche Meinung Frankreichs sieht i n , E i s n e r r i u Opfer o e r a r i st o k r a t r s ch - m i l i t a r i st i s ch e u alldeutschen Reaktion, die in ihm den Manu treffen wollte, der es gewagt hatte, das Lnemn rexims zu brandmarken. Die Beseitigung EiSners bedeute nicht nur emen Sieg der Münchner Konservativen, sondern auch einenSicgderBerllner Negierung, die Elsncrs Separatismus gefürchtet habe. Die deutsche Reaktion sei aber noch nicht der letzte Akt des DramaS, da sich alles noch im Flusse befinde. Jedenfalls zeig' daS Attentat, wie weit die Erbitterung der Parteien und die politischen Leidenschaften gediehen seien. Der „Neuvelle Correspondence" zufolge wird m Pariser politischen Kreisen angesichts der Ermordung ElsnerS erklärt/ DeutschlandsLage sei ungeklärter als je. Du Reaktion versuche wieder ans Ruder zu gelangen. Die englische Presse. London, 82. Februar. (Tel.-Komp.) „Daily Chronicle" gibt ein Gerücht wieder, dem zufolge Ministerpräsident Eisner wegen seiner Aeußerungen auf dem Berner Sozialistenkongreß ermordet worden seü Ein Communiquö der Wiener bayrische« Gesandtschaft. Von der bayrischen Gesandtschaft in Wie» erhalten wir folgende Darstellung der jüngsten Ereignisse in -München, die der Gesandtschaft gestern vom bayrischen Ministerium des Aeußern übermittelt worden ist: Das Gerücht, daß von den Mchrheitssozialisten in München ein Blutbad angerichlet worden ist, ist unwahr. Ebensowenig

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