Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 36 (23.2.1919)
- Date
- 1919-02-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 36 Wien. Sonntag V -' --- von Jüdische Nationairat soll das Jüdische Volk auf der Friedenskonferenz vertreten. Er kann es topr tun, wenn Ihr Ihm durch Entrichtung der freiwilligen, einmaligen Volkssteuer die nötigen Geldmittel zur Verfügung stellt. Entrlohtungntelle; Jüdischer Nationalrat, II., Taboratratie 20 a. 189 Helten absichtlich Vorschub geleistet und der Staatssekretär hat dazu geschwiegen. Es ist notwendig, daß diese Skandalaffäre genau untersucht wird und die Schuldtragenden strenge zur Rechenschaft gezogen werden. Die Kohlennot. Die Abbaumatznahmen vom 1. März. Bekanntlich sollte am 1. März. der schon für Februar geplante Abbau in den Lichtsparmatznahmen erfolgen. Wie wir nun aus dem Staatsamt für öffentliche Arbeiten erfahren,wird im Laufe der kommenden Woche eine Beratung stattfinden. die über den Umfang der Erleichterungen schlüssig werden soll. Da aber die Kohlenzusuhren andauernd schlechter werden, wird der Abbau sich wahrscheinlich nur insoweit ermöglichen lassen, als die länger werdenden Tage es gestatten. Es dürfte die Geschäftssperre auf 6 Uhr verlegt werden. Autz die Torsperre wird wohl um eine Stunde — auf 9 Uhr — hinausgeschoben werden. Alle weiteren Maßnahmen der Erleichterung werden aus und estimmte Zeit verschoben. Sollten die Kohlenzusuhren sich in Kürze bestem, so wird die Kommission 'vor dem 16. März neuerdings zusammentreten. Wien als Zentrum der medizinischen Welt. In der vorgestern stattgefundenen Sitzung der Gesellschaft der Aerzte hielt Professor v. Hochenegg einen Bortrog über die Klinikenfrage. Er begründete zu Beginn seiner Ausführungen die Dringlichkeit der seinerzeit von ihm geitellten Anträge mit dem Hinweis darauf, daß die Wiener medizinische Hochschule ihre einstige hervorragende Weltbedeutung zum Teil eingebüßt bat. Wien sei schon langem von Berlin und anderen deutschen Städten ans medizinischem Gebiete überflügelt worden und jetzt entsteht für die Wiener Hochschule die Gefahr der Konkurrenz mit den neuentstanden en oder nenausaebildeten Universitäten der uns unfreundlich gesinnten neuen Nachbarstaaten. Weiter stehe die Großstadtstellnng Wiens in Fratze. Dieses Herabsinken von ehemaliger Größe könne aber nur dann verhindert werden, wenn Wien das Zentrum für Kultur, Wissenschaft, und Kunst bleibt. Es müsie mit allen Mitteln verhindert werden, daß Studenten, A e r z t e und Kranke andere medizinische Lehr- und Heilst ä t t e n a u f s u ch e n.! Profesior Hochenegg entwickelte mm seine Vorschläge zum Neu- und Ausbau der Kliniken, er besprach eingehend dre Finanzierung seines Projekts und stellte schließlich den Antrag, ein A k t i o n s k y m r t e e zum Studium der ganzen Frage einzusetzen, vor allem aber jetzt schon jene Schritte zu unternihmen, um die diesbezüglichen Gründe und Gebäude für die Zwecke des medizinischen Unterrichts und ärztlichen Betriebes sicherzustellcn. (Wir meinen, daß die Drangsalierung der fremden, besonders aber der jüdischen Studenten an den Wiener Hochschulen kaum geeignet sein wird, Wien zu einem Zentrum für Kultur, Wissenschaft und Kunst auszugestaltcn. — Die Red.) Jüdische Bewegung — Zionismus — Palästina betitelt sich die reichhaltige Abteilung des Kataloges „Altes und Neues zur jüdischen Bewegung", den die Buchhandlung N. Löwit soeben herausgcbracht hat. Der 68 Seiten starke, sehr gut ausgestattete Katalog wird-aus Verlangen portofrei allen Interessenten zugesandt. _ . : Vorträge und Versammlungen. i Lese- und Ncdehallejüdischer Hochs Hille rin Wien, IX., Tllrkenstraße 9. Am SamStag den 1. März findet präzise 5 Uhr nachmittags eine Plenarversammlung statt. Die .Mitglieder werden ausgefordert pünktlich zu erscheinen. Die Ernährung. Der Marktbericht. ' Trotzdem die Milderung deS Fleischverbotes in vielen! Kreisen unbekannt war, war gestern das in der Fleisch- 1 ö b t e i I u n g der Großmarkthalle anSgebotene Schaf, und Schweinefleisch schon um 9 Uhr ansverkauft. Der Preis des Geflügels erhöhte sich auf 60 Kronen per Kilogramm. Der Fi sch markt war fast leer. Stockfischreste aus den Vortagen wurden abgesetzt. Wenn heute keine Zufuhren einlangen, so ist auch dieser Fleischersatz für Tage hinaus nicht mehr zu bekommen. Am Naschmarkt wurden auch gestern Neuzufuhren in Rüben verzeichnet. Die Zwiebelvorräte wurden herangezogen und erfreuten sich einer lebhaften Kauflust. Obst fehlte. Die Biktu alienhalle hatte als Zufuhren 1400 Kilogramm Grünwaren und 1 Waggon Möhren zum Verkauf gebracht! Der Verkehr war schwach. Im dritten Bezirk wurde gestern mit der Kartoffelverteilung begonnen, die heute und morgen fortgesetzt wird. Die Märkte in Währing hatten insgesamt 3300 Kilogramm Grünwaren und 1100 Kilogramm Drucken, sowie Neste von Wurzelgemüse und Sauerkraut zum Verkauf gebracht. In den Fleischständen wurde Extrawurst zu K. 23.60 und Schweinefleisch (240 Kilogramm) verkauft. Die übrigen Märkte waren nicht beschickt und verkauften bloß Reste aus den Vortagen. Eier und städtische Artikel fehlten andauernd überall. Kerzenabgabe. Die Deutschösterreichische Erdölstclle hofft in diesem Monat Kerzen, Petroleum, Benzin ustv. nach der festgesetzten Quote abzugeben. Die zur Verfügung stehenden Mengen reichen bloß für eine Abgabe in Wien. Es gelangt pro Haushalt eine Kerze im Gewicht von — Kilogramm zur Ausgabe, während für Haushaltungen ohne elektrische oder Gasbeleuchtung noch eine Kerze in demselben Gewicht abgegeben wird. | Kartoffelabgabe. Dienstag bis Donnerstag werden im i'2. Bezirk Kartoffeln, 1/2 Kilogramm für den Kopf, gegen Abtrennung der Abschnitte A und B der neuen Kartoffelkarte , abgegeben.; Abgabe von Sauerkraut und Sauerrüben. In der kommenden Woche werden Sauerkraut und Sauerrüben ohne Einschränkung der Menge und ohne Vorweisung einer AuSwciskarte gegen den bisherigen Preis abgegeben. Die Gemeinde Wien beabsichtigt, die A b g a b e st e l l e n für Sauerkraut und Sauerrüben zu vermehren.. Es ergeht somit an jene Gewerbetreibenden, die eine städtische Verkaufsstelle ^übernehmen wollen, die. .EinladlAL, sich, sofort mit. ihrem Wiener Mörgenzeitung Gewerbeschein bei der. für ihren Betrieb zuständigen MarktamtSabtcilung persönlich zu melden. Marmeladeabgabe. Die nächste Abgabe von Marmelade beginnt am 27. d. M., und zwar in folgender Ordnung: Donnerstag, 27., für die Buchstaben A bis G, Sch, Freitag, 88., H bis L, St, Samstag, 1. März, M bis R, und Montag, 3. März, S bis Z. Von Dienstag, 4. März angefangen, erfolgt die Ausgabe für alle Haushaltungen, welche an den oberwähnten Tagen Marmelade nicht beziehen konnten. Die Ausgabe der Marmelade erfolgt nur gegen amtliche Ausweiskarten. Zuckerav-iave. Aus dem Staatsamt für Ernährung wirL mitgeteiit: Die Ausgabe der Zuckerquote für Februar wird, da die Zuckerlieferungen aus dem tschecho-slowakischen Staat noch immer auSbleiben, nicht vor Anfang März erfolgen. Der schon längst fällige Zucker für den zweiten Abschnitt des Monats Jänner wird, soforn die Abgabestellen Zucker zugewiesen bekamen, noch im Laufe dieser Woche auSgegeben. __________ Letzte Nachrichten. Die Abstempelung. Die Postsparkassa gibt im Verein mit dem Bankenkonsortium eine ausführliche Anweisung für das deutschösterreichische Publikum anläßlich der bevorstehenden A b st e m p e l u n g der Banknoten heraus. Das Publikum wird darauf aufmerksam gemacht, daß es praktischer ist. das Bargeld in die Banken und Sparkassen einzulegen und nicht auf die Abstempelung zu warten. Die Abstempelung wird gebührenfrei erfolgen. Frieden noch vor Mai. Genf» 22. Februar. (Telegramm der „Wr- Morgenztg.*) Aus Parts wird gemeldet, daß man in bestinformierten Kreisen mit dem Abschluss des endgültigen Friedens vpv dem 1. Mai 1919 rechnet. Ausrufung der Räterepublik in München. Präsident Simon. München» 22. Februar. Heute nachmittags wurden die .organisierten Arbeiter Münchens - und Soldaten, soweit sie noch nicht bewaffnet sind, mitGewehrenbewasfnet. Der Belagerungszustand bleibt bis Montag früh in Kraft. Die G r w e r k s ch a f t e n haben einen dreitägigen Generalstreik proklamiert. Die Gewalt ist in den Händen der Arbeiter- und Soldatcnräte. Die Truppen haben sich hinter die R e g i e r u n g gestellt. Es wurde die Räterepublik ausgerufen und zu deren Präsidenten der zweite Vorsitzende der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte Simon ernannt. Sämtliche Zeitungen sind besetzt. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" wurden von der neuen Regierung beschlagnahmt und erscheinen bis auf weiteres unter dem Namen „Nachrichten des Zentralrates der Arbeiter-, Soldaten und Bauernräte". Das letzte Interview mit Eisner. Budapest, 22. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Der Berner Korrespondent des „Az Njsag" batte in Bern anläßlich der letzten Anwesenheit des Ministers Eisner mit ihm eine Unterredung, in der Eisner ihm Aufschlüsse über das Z ustandekommen der Revolution erteilte. Die Revolution war bereits seit 1917 geplant und große Streiks waren als Mitte! hierzu gedacht, aber ohne Erfolg. Erst im November 1918 gelang die Revolution in München ohne weiters. Zwei Tage lang waren die siegreichen Revolutionäre zunächst von Angst erfüllt weil sieganzabgeschnitten waren und fürchteten, daß - die bayrischen Bauern München aushungern würden. Die Bauern erllärten sich aber nicht gegen die Republik, weil sie eingcschüchtert waren, und weil die Bauernsöhne die Ossiziere haßten. Eisner war immer ein Gegner des Bolschewismus, wollte aber die Arbeiter- und Soldatenräte als ständige Einrichtung beibchalten, da er vom Parlamentarismus und von der Bureaukratie nichts erhoffte. Erließ sich sehr über die Bamtcn ans, die er abseven und durch ungeschicktes Personal ersetzen lasten wollte. Die Beamten des Ministoriums deS Aeußern verstünden nicht einmal fremde Sprachen! L i e b k n e ch t sei kein Bolschewik gewesen, sei aber aus Verzweiflung über die preußischen Sozialisten ganz nach lmks gedrängt worden. Die Arbeiter- und Soldatenräte haben Großartiges geleistet, zum Beispiel haben sie in B r U s s e l die hungernden und desolaten bayrischen Soldaten beruhigt und avprovisioniert. Clemeneeau will Dienstag schon an der Konferenz tsilnehmen. Paris, 22. Februar. (Tel.-Komp.) Ministerpräsident Clemenceau wird vermutlich am Dienstag, wie er selbst erklärte, an der Sitzung der Friedenskonferenz teilnchmen. Der Kommumstcnputsch in Budapest. Budapest» 22. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung.") Die Polizei hat die Nachforschungen gegen die Urheber deS vorgestrigen Kommunistenputsches fortgesetzt und 46 Personen verhaftet. Die Mitgliederder kommunistischen Parteileitung wurden heute vernommen, auch Bela Kuhn, der sich bereits etwas bester befindet. Die Straßen, die zum Kriegsminlsteriüm und zum Ministerratspräsidium führen, sind mit Maschinengewehren besetzt. Heute vormittags wurde der Kommunistenführer Hanasty festgenommcn. Todesurteile gegen französische Pazifisten. Zürich, 22. Februar. Das Pariser Kriegsgericht hat die beiden Sozialisten G u i l b e a u und Hartmann wegen Defaitismus durch Propaganda für die Zimmerwalder-Konferenz zum Tode verurteilt. Schietzerei in Graz. Graz, 22. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die M heute von den Kommnniften angesagte Versammlung wurde, da vom Bürgermeister jede Ansanmilung in der Stadt verboten war, aus der F e st i n g e r A u abgehalren. Zwischen der A r b e i t e rhilsswehrund der Studentenwehr kam es zu Schießereien, wobei es 4 Tote und 9 Verletzte gah. Um '/, 9 Uhr abends kam es aus dem Hauptplatz zu neuen Schießereien, die noch fortdauern. Prager Börse. Prag, 22. Februar. (Tel. dcr/„Wr. Morgenztg.") Die Börse setzte heute fester ein. Manche Papiere, wie Laurin, wurden ohne Nachfrage angeboren, DöhmischeUnionbank setzten ihren Rückgang fort. Sie hatten gestern mit 449 geschlossen und setzten heute mit 438 em. Angl 0 bank verloren 36 Kronen. Bankwcrte lagen allgemein schwächer, Prager Kreditbank fielen.um 28 Kronen. --- - 23. Februar 1919 lTrüe 5 Sport. * Die heutigen Fußballspiele/ v ‘ Heute wird bereits auf allen Sportplätzen reges Leben herrschen. Es findet die erste Hauptrunde in der Konkurrenz um den Niederösterreichischen Cup statt. Von den zweiß klassigen Vereinen haben sich nur sechs behauptet, unletz ihnen auch der Sportklub Hakoah, der sämtliche Spiele der Vorrunden siegreich bestritten hat. Obwohl die Vereine noch wenig Gelegenheit zum Training gehabt haben und die Bodenverhältnisse auf den Sportplätzen nicht die besten sind, ist doch guter Spork zu erwarten. Sämtliche Cupspiele beginnen um 3 UhH vorher finden die Spiele der Reserven statt. DaS genaues Programm lautet: Dornbacher Sportplatz: Hakoah—Sportklub. Die Hakoah steht in diesem Spiel vor einer sehq schweren Aufgabe. Während der Sportklub, der derzeit zu den stärksten Vereinen der ersten Klasse zählt, am letzten Sonntag bereits ein Wettspiel absolviert hat, gehen die Hakoahner nach der fast dreimonatigen Winterpause völlig untrainiert in den Kampf; daß sie sich dennoch ehrenvoll schlagen werden, ist selbstverständlich. N Hütteld orfer Raptd-Spo r^p k a tz: DaS Spiel beS Meisters Rapid gegen bie Wr. Bewegungs spielet kann man wohl nur als Spaziergang der Grünen betrachten^ W. A. F.-S Port platz Hüttelborf: Der W. A. Mühe haben, die tüchtige Hertha zu bezwingen. Prater-Sportplatz: Hier werden sich W. A. N Amateure ein ebenbürtiges Treffen liefern. '! Amateurplatz O ber-St. Veit: Simmering an Slovan einen ebenbürtigen Gegner finden. Rudolfshüg elplatz Favoriten: Rudolfs Hügel sollte Rot Stern vollkommen sicher abfertigerh Floridsdorfer A. C.-P latz: F. A. C. wirb,' cm Donau st adt einen zähen Gegner finden, der sich aber schließlich wird beugen müssen. j wird und wird Mittwoch, 28. Februar 1919, 6 Uhr abends, ZirkUS BUSCH, II., Aus/' stellungsstrasee (beim Prater sterO« TAGESORDNUNG: Referent: Staatsbahnrat Ing. Robert Stricker« Die Zustände in der Wiener Kultusgemeinde«» Referenten: Dr.Karl Po*lak,Dr,Leopold Plasohke* Erna Patak« ,i. Der Volkswirt. Wochenschau. Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns. Der^ ÄuSgang der Wahlen hat einige Klarheit in diel verworrenen Verhältnisse gebracht. In den am 19. Fe-.^ bruar beschlossenen Aktionsprogramm der Sozialdemo-.! kraten ist Punkt 5 zur Gänze den Volkswirtschaft», lichen Aufgaben gewidmet. Die Wiederaufnahme! der Produktion und die planmäßige und systema-., tische Sozialisierung werden als die hauptsäch> lichsten Erfordernisse der Zukunft erklärt. Eine auH Fachleuten bestehende Kommission soll im Einver-! nehmen mit der reichsdeutschen binnen drei Monaten^ Vorschläge zur Vergesellschaftung einzelner Zweige der! Großindustrie, des Großhandels, des Bank- und Ver-ii sicherungswesens ausarbeiten; ebenso soll über die Mit-, beteiligung von Arbeiter- und Angestelltenausschüssen! an der Verwaltung der Betriebe beraten werden; ferne«! über die Agrarreform, das Enteignungsrecht der Länder, Bezirke und Gemeinden; über die Steuerreform und Vermögensrechte. Das Programm ist jedenfalls! sehr umfassend. Wie weit diese großen Pläne sich in;, die Praxis werden umsetzen lassen, bleibt abzuwartenxi desgleichen, ob die Vergesellschaftung, mit der man in! Deutschland und besonders in Rußland bisher schlimme! Erfahrungen gemacht hat, zu einer Gesundung unserer traurigen Lage führen wird.! Zunächst haben wir vollauf mit der Regelung unserer Währungsfrage zu tun, deren chaotischer! Zustand sich mit jedem Tage nur noch verschlimmert«; Die Tschecho-Slowakei hat uns gezwungen, ebenso wir sie an die Abstempelung des Notengeldes zu schreiten. Schon jetzt, ehe man an die Ausführung der Stempelung gegangen ist (sie beginnt in Böhmen erst am 26.)! zeigt sich, daß von seiten der Tschechen alles geschieht« um den Kurs unserer, das heißt der deutschösterreichischen Krone im Ausland nach Möglichkeit zu d r ü ck e w und für die Devise Prag ein Agio zu erzielen, sich der Devise Wien gegenüber bereits auf etwa;; ^2 0 Prozent beläuft. Auch. Budapest wird jn^ ders!@@6 ,?!