Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 34 (21.2.1919)
- Date
- 1919-02-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr.Ak Men, Freitag Wiener Morgenzeitung 21. Februar 19X9 Seite 3 Herabsetzung berDrot-undMehlquvte, tu m Kraft bleiben soll, bis die ersten Sendungen von amerikanischen Weißmchl eintreffen. Dementi der tschecho-slowakischen Regierung. . Preftburg, 20. Februar. DaS Tschecho-slowakikche Preßbureau meldet auS K a s ch a u: Der Ausstand in Kaschau ist beendet. Heute nahmen alle Arbeiter die Arbeit wieder auf. DaS Hauvtverdienst an der Beendigung deS Streiks hat der Gespan Dr. Johann S e k a c infolge seines außerordentlich strengen und energischen Einschreitens. §n der Stadt herrscht musterhafte Ordnung. Alle gegenteiligm keldungm sind Erfindungen. Die Zustände in OLernngarn. Budapest, 20. Februar. (Tel. der »Wr. Morgenztg.") . In Pre ß bürg sind italienische Offiziere als Quartiermeister eingetroffen." Die Tschechen organisieren Sturmtruppen, nachdem gestern hier ihr tauptquartier eingelangt ist. In S i l l e i n sind die ngestellten der Kaschau—Oderberger Bahn in den Streik getreten, weil ihnen die Auszahlung der Unterstützung von den Tschechen verweigert wurde. Sie verlangen 25 Kronen pro Tag. An die Stelle dieser slowakischen Arbeiter wurden tschechische gebracht, die 30 Kronen täglich erhalten. Die Tschechen wollen die Slowaken auf zwei Jahre rückwirkend besteuern. Für Sonntag ist eine große Demonstrationsversammlung angesagt. Italienische Besatzung in Kascha«. ' , Budapest, 20. Februar. (Tel. der „Wr. Moraenztg.") Aus MiSkolcz wird gemeldet, daß der italienische General Pezione bei seinem Eintreffen in Kaschau einer Abordnlmg der Arbeiterschaft zusicherte, daß die wirtschaftliche Notlage KaschauS nicht andauern werde und daß die tschechischen Besayungstruppen durch italienische Mannschaft ersetzt werden würden. Standrecht in Kascha». Plünderung von Geschäften. —Beschießung deo Domes. Budapest» 20. Februar. Wie »Nepszava" meldet, haben sich dem Streik in Oberunaarn außer den Bergarbeitern und Eisenbahnem auch die Arbeiter der Tabakfabrik angeschloffen. Tschechische Soldaten setzten jedoch ihre Umtriebe fort und plünderten, insbesondere in den Vorstädten. Der Vandalismus der Tschechen macht sich auch gegen den berühmten Kaschauer Dom geltend. Gestern nachts nahmen tschechische Soldaten den Turm des Domes unterheftigesFeuer, weil sie im Dunkel der Nacht das bei einem Fenster hinauSragende Ofenrohr der Wohnung deS Türmers für ein Kanonenrohr ansahen. Heute vormittags wurden die Geschäfte der Kauffeute, die rsperrt hielten, auSgeraubt. Ueber die Stadt wurde aS Standrecht verhängt, daSsich aber nicht so sehr gegen die randalierenden tschechischen Soldaten, als vielmehr gegen die streikenden Ungarn richtet. Die Desorganisation Ln der Tschecho-Slomakei. Abfällige Ansichten eines Amerikaners, r Prag» 20. Februar. (Tel.-Kvmp.) Mit drei Mitglieder» rin er amerikanischen Studienkommlssion, die seit längerem in Prag weilt, hatte ein Mitarbeiter der »Tribuna" eine Unterredung. die sich sehr freimütig gestaltete. Nach der Ansicht des Führers der Kommission fehlen dem tschechischen Staate drei Dinge: Organisation, Kapital Md Arbeuslust. Bei Such ist garnichtS organisiert, fuhr der Amerikaner fort, weder die Ministerien, noch die Fabriken. Weiters sagte er: Ihr habt nicht bloß keine innere Organisation der Fabriken und Behö den, die man als Ordnung bezeichnen konnte.sondern überhaupt keine Organisation der Arbeit. In politischer Beziehung wird den Tschechen vorgeworfen, daß sie noch keineNationalversammlung gewählt habm, und daß sie z u v i e lR ü ck si ch t a u f d l e S o z i al i st en nehmen.. Bei Euch hat jeder den Mund voll Arbeit, sagte der Amerikaner, aber eigentlich wird garnichtS getan. Die UnterstützungSbeträge ohne Arbritszwang demoralisieren im tschechischen Staate das Volk. Nach einer Aufforderung, mit Muna kurzen Prozeß zu machen, schloß der Sprecher mit einem Angriff a u f W i l s o n, der zu wenig Energie zeige Md In Amerika an Volkstümlichkeit erngebüßt habe. Den Tschechen wünsche er einen Mann vom Schlage Roosevelts, einm Mann mit einem groben Knüppel. Delogierung deutscher tzochschüler. Prag» 20. Febmar. (Tel.-Komp.) Das tschechische Landesverttidigungsministerlum hat gestern die Direktion deS d e u t s ch e n Studentenheims in Prag, das gegen 900 deutsche Hochschüler beherbergt, zur sofortigen Räumung deS Gebäudes aufgefordert, da das Objekt für die Unterbringung von Militär in Anspruch genommen wird. Die Direktion hat gemeinsam mit den Rektoren der beiden deutschen Hochschulen gegen dm RäumungSbefehl Einspruch erhoben, da bei der herrschenden Wohnungsnot in Prag keine anderweitige Möglichkeit der Unterbringung der Studenten besteht. Unter den betroffenen deutschen Hochschülern herrscht wegen dieser plötzlichen Dclogiemng größte Erbitterung, sie sind entschlossen, nur der Gewalt zu weichen. Ein tschechischer Vormarsch gegen Sachsen- Berlin, 20. Februar. (Tel.-Komp.) Die ^Dmlsche All- Smeine Zeitung" gibt unter Vorbehalt folgende Meldung ihres dresdner Sonderkorrespondenten wieder: Die Absichten der Prager Regienmg beginnen allmählich llar zu werden. Aus verschiedenen tschechischen Garnisonen sind feldmarschmäßig ausgerüstete Kompanien nach demGlatzerlande in Bewegung gesetzt worden. In dm nächsten Tagen dürfte der allgemeine Airsmarsch der Tschechen gegen die schlesische Grenze beginnen. Durch verbürgte Nachrichten wird die Anwesenheit französischer Offiziere in der Tschecho- Slomakei ganz besonders grell beleuchtet. Die ffchechischm Truppm sind vortrefflich ausgerüstet und bestehen aus kräftigen Leuten. Der Korrespondent bespricht weiter die Gefahr ernes tschechischen VorgehmS für Sachfm und gibt der Befürchtung AuSdrllch daß lbtr sächsische Grenzschutz unverhältnismäßig schwach sei. - Deutschland. Die neuen Waffenstillstandsbedingnngen — ein Kompromiß. Zürich, 20. Februar. (Tel. der »Wr. Morgenztg/) Nach Mitteilungen der französischen Presse stellt die Verschärfung der deutschen Waffenstillstandsbedingungen ein K o m p r o m i tz dar zwischen den extremen französischen Forderungen und dem Vorschlag W-i l s o n s. Man nimmt an, daß der Kompromitzvorschlag von England ausgegangen sei. ii Die Anschlutzfrage. Weimar» 20. Februar. (Tel. der »Wr. Morgmztg.*) In der morgigen Sitzung der Nationalversammlung wird wahrscheinlich der Antrag über die unverzügliche Einleittmg der Berhandlungm mit Deutschösterreich bezüglich des Anschlusses tlngebracht werden. Die Räumung der linksrheinischen Gebiete. Basel, 20. Februar. (Tel. der »Wr. Morgenztg.") Der »TempS" erllärt, daß die Räumung der linksrheinischen Gebiete die Dauer eines Jahres überschreitm werde. Mißglückter Putsch in München. Prinz Joachim von Preußen in Haft. München, 20. Februar. (Tel.-Komp.) Der mißglückte Putschversuch gegen die Regierung hat in München außerordentliches Aufsehen heroorgerufen und wUde Gerüchte erzeugt, da auch heute noch der Fall ganz ungeklärt ist. Die Regiemng hat mitgeteilt, daß sie die Sich erh eit des Landtages gewährleisten wird. Der Putsch wurde hauptsächlich von Wilhelmshavener Matrosen bayrischer Nationalität verübt. Prinz Joachim von Preußen, der verdächtigt wird, seine Hand bei dem Putsche im Spiel gehabt zu haben, ist noch in Haft und wird im Hotel »Bayrischer Hof" unter Bewachung gehalten. Die Regierung hat heute nachts eine Kommission zur Prüfung des gesamten Tatbestandes eingesetzt. Gin spartakistisches Sturmbataillon. Verschärfung der Situation. Berlin» 20. Februar. (Tel.-Komp.) Die Lage im rhemischweMlisck.mIndustriegebiet ist bedrohlicher geworden.Man kann zwar mcht von einem Generalstreik sprechen, da dreiviertel der Bergarbeiter ihre Tättgkeit wieder a u s L b e n und der Aufforderung zum Generalstreik keine Folge leisten. Jedenfalls haben aber die Kommunisten in den Industriegebieten die Oberhand. Sie verfügen über eine große Anzahl Bewaffneter und übe? genügend Munition Md wußten sich sogar in den Besitz von zwe neuen Geschützen zu setzen. Es ist bereits ein Sturmbataillon gebildet wordm. Die Strecke Düffeldorf-Effen-Hamborn gleicht einem Spartakistenwaffrnlager. ES kam auch bereits zu blutigen Z u s a m m e n st ö ß e n mit den Spartakisten. Die Regiemng trifft die für die schwierigen Operationen notwendigen Ma^ nahmen. Sie hat von Marschall F o ch die Erlaubnis erhalten, Regiemngstruppen zur Bekämpfung der Spartakisten auch nach Düffcldorf zu schicken. Die Bergarbeiter gegen die Spartakisten. Berlin, 20. Febmar. Die »D. Z. am Mittag" meldet auS Münster: Die durch die Spartakisten erzwungene Arbeitseinstellung der Bergarbeiter im Ruhrrevier hat nicht den aroßenUmsang,der gestem vom Bergbauverein in Essen schätz,mgsweise angegeben wurde. Daß die Generalstreikprollamation der Kommunisten bisher keinen großen Erfolg gehabt hat, ist auf den energischen Widerstand zurückzufühcen, den die Bergarbeiter selbst vielfach den Kommunisten geleistet haben. Die Versuche der Spartakitten Md der mit ihnen Hand, in Hand gehenden. Unabhängigen, die mehrheitssozialistischm Bergarbeiter zum Anschluß zu bewegen, sind überall fehlgeschlagen. Seit gestem bewaffnen sich dre arbeitswilligen Bergarbeiter in emer immer größeren Zahl, Md immer häufiger werden die Fälle, in denen die sparlakistischen AMpermngsposten, die gleichfalls bewaffnet find, von arbeitswilligen Bergarbeitern überfallen Md verjagt werden. Es ist wahrscheinlich, daß eS in einzelnen Städten des Industriegebietes zu bewaffneten Zusammenstößen kommen wird. Die Kämpfe im Ruhrgebiet. Weimar, 20. Febmar. (Tel. der »Wr. Morgmztg.") Die gegen das Ruhrgebiet vorrückenden Truppm werden auf 35.000 Mann gebracht. Ein Nachgeben der Regienmg gegen die Spartakisten ist ausgeschlossen. Polnische Brutalitäten in Potz«. Frankfurt, 20. Februar. (Tel. der »Wiener Morg.'nztg.") Wie der »F r ankfurter Zeitunggemeldet wird, befinden sich zahlreiche gefangene deutsche Stadttäte und Bürgermeister in den unterirdischen Kerkem der P o s e n e r F e st u n g. Sie liegen auf den Steinsliesen, leiden Hunger und sind Prügeln, wie überhaupt den ärgsten Mißhandlungen ausgesetzt. Die geringste abfällige Aeußerung über die polnische Wirtschaft bedeutet den Tod. An jeder Straßenecke steht ein Bewaffneter. Wie Ludendorff de« Bolschewismus Unterstützte. Prag» 19. Febmar. (Tel. der »Wr. Morgmztg.") Die »Tschecho-slowakische Korrespondenz" bringt Auszüge a»S der Publikation deS Nordamerikanischen JnformationsausschuffeS, welche eben von Bem aus verschickt wird und welche 70 Dokumente enthält, auf welche Art die reich-deutsche Regierung, die Reichsbank und die deutschen Gewerbekreise die Bolschewiken Mterstützt haben. So zum Beispiel ordnete das Große deutsche Hauptauartier am 12. Jänner 1918 durch ein vertrauliche- Zirkular an, sich um die W i e d e r w a h l T r o y k i S, Lenin-, KamenewS und Joffein da- Zentralexrkutivkomrtee zu bemühen. Die ReichSbank hat am 8. Jänner. 1918 unter dem Siegel der Verschwiegenheit SOMillionen Rubel i n G o l d als Subvention der Sowietregiemng zur Unterstützung der Roten Garde und der bolschewikischm Wahlagitrtorm geschickt. Die kaiserlich deutsche Regierung, durch die selbständige Politik ~ Südrußlands ititb Sibiriens beunruhigt, stellte da- Verlangen, verläßliche Emissäre in diese Gegend zu eptscnden. welche für eine einheitliche mffifche Sowietregieruna arbeiten wu.dm. Ein großer Teil der EnchüllMgeu ist durch photographische Aufnahmen illustriert. Ungarn. Demonstrationen gegen das Preiswuchergesetz. Budapest, 20. Febmar. (Tel. der »Wr. Morgmztg.") In Arad haben die Kauffeute gegen daS Gesetz betreffend den Preiswucher eine Demonstration veranstaltet und ihre Geschäfte geschlossen. Gegen diese- Vorgehen haben nun ihre Ängestelltenorganisattonm erllärt, daß emcht angehe, daß da- Publikum terrorisiert «erde. Die Angestellten veranstalteten eine große Demonstration. Der französische Kommandant der Stadt drohte, daß, im Falle sich solche Demonstrationen wiederholen, er dazu gehwuug« sch die Verwaltung der Stadt selbst -u übernehmen. Wiedereinsühruna des Meuüzwanges in Ungarn. Budapest, 20. Februar. (Tel. der »Wr. Morgmztg.") Der' Oberstadthauptmann D i e tz hat im Einvernehmen mit de« EmährungSamt die Wiedereinführung des Menüzwanges für Gast- Md Kaffeehäuser sowie für Pensionen vom 1. aRorangeordnet. I Ungarisch-rumänische Kämpfe. \ Budapest, 20. Febmar. DaS Ung. Tel.-Korr.-Bur. melde? auSArad:BeiNaghhalmagh sind emste Kampfe mit den Rumänen im Gange, in welche auf beide» Seiten auch Artillerie eingreift. Unsere Schutztruppen habm die. mmänische Garde vertrieben. Verhaftung von Gegenrevolutionäre«. Budapest, 20. Febmar. DaS Ungarische Telegraph«»' Korrespondenzburean meldet auSGhöngyös:Jm Zusammenhänge mit den hiesigen gegenrevolutionären Agitationen wucke gegen den katholischen Pfarrer Dr. B o z s i k Md gegen drei andere Personen das Strafverfahren eingeleitet. Der Redalleur des hiesiegm christllchsozialen Wochenblattes,-Aladar S om o g y, wurde in der Nacht von sozialdemokratisch« Soldatm v e r-, prügelt und schwer verletzt. Polen. Präsidentenwahl der polnischen Republik. Pttsudski oder Paderewski. DaS Preßbureau der polnischm Gesandtschaft in Wim,tetß' mit: Nach authentischen Nachrichten aus Warschau wird Staat--, oberhcnrpt P i l s u d - k i am 20. d. M. zu Händen des neugewähltm NeichStagsmarschalls Trompczinski sem Amt niederlegm, wonach die Konstituante entscheidm wird, wen sie zum Präsidenten der polnischen Republik wählen soll. Als Kandidaten für die Präsidmtmwürde wird außer Pilsudski auch PaderewSki namhaft gemacht. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich aber die Konstituante für die Wahl Pilsudskis zum Prasidmtm der polnischm Republik erklären. In diesem Falle wird auf Wunsch Pilsudskiihm ein Vizepräsident beigegebm werden, der einm Teil der AmtSlastm auf sich nehmen würde. waS dem Präsidenten Pilsudski ermöglichen wird, sich intensiver, als rS biletzt geschah, mit militärischm Fragm zu befassen. "" Arbeiterstreikin den galizischen Naphthagruben. Wien» 19. Febmar. Nach einer hier emgetroffmen Meldung,'! ist zu Beginn dieser Woche in dm galizischen Naphthagmbm ein Arbeiterstreik ausgebrochm. Die Arbeiter verlangen die sofortige Sozialisierung der Betriebe. Sie stehen Mter dem Emffuß russischer Bolschewik« Md drohen im Falle der Nichterfüllung, ihrer Forderungen mit der Demoliemng der Schächte. Eine jüdische Sektion im polnischen Arbeit^ Ministerium. Der Sekretär des jüdischen Emigrantm-Jnformations-' bureaus, Herr Alter, wurde, wie die polnische Gesandtschaft« Wien mitleilt, zum Referentm der Emigrantensektion im Ministerium für öffentliche Arbeiten ernannt. Die jüdische Abteilung sammelt Materialien über jüdische Emigranten-Anstitutionm, die in Polen und Rußland existieren, über die Tätigkeit der »Jca" sowie über ähnliche jüdische Organisationen in Berlin und^ Wim, endlich über die zionistische Emigration nach Palästina. Die Organisation der jüdischen KultuSgemeinde«. Das Preßbureau der polnischm Gesandtschaft in Wim) meldet: Der polnische Ministerrat in Warschau bestätigte die neue, Wahlrechtsordnung für die jüdischen Kultusgemeindcn m Polen, der gemäß die Frauen daS Wahlrecht nicht besitzm werden.^ An die Spitze aller Gemeinden wird der »Kultusrat der jüdischm Gemeinden" mit dem Sitz in Warschau treten. , j Laut der in Warschau erscheinenden Zeittmg »DaS jüdische Volk" entschied daS Ministerium für Kultus und Unterricht, die Bitte der Polen mosaischer Konfession um Gründung einer von den Orthodoxen gesondertm jüdisch-polnischm KultuSgemeind^ abschlägig. Die amerikanischen Lebensmittel und die Juden. Das Preßbureau der polnischen Gesandtschaft in Wim be-' richtet: Das Mitglied der amerikanischen ApprovisionierungSmission Md der jüdischen Fürsorgekommrssion BoriSBoaa« besuchte, laut emer Meldung des Warschauer »Kurt,er Polskv" vom 12. d. M» die jüdischen Redallionm in Warschau und teilteihnen mit, daß die Fudm mtsprechend dem ProzenNatze der jüdischen Bevölkenmg in Polen byProzent der ameri-i ka nischen Lebensmittel erhalten werde tu, DaS ApprovisionierungSministerimn m Warschau setzte die Repräsentanten der jüdischen KulMSgemeinden in Kenntnis, daß, jedem Juden für die Ostern 4 PMd Weizenmchl werden zuge-j teilt werden. Ukraine. S'tznngen der Parlamentsausschüffe. Winnitza» 19. Februar. (Wr. Pressedienst.) In WimiiM dem vorläufigen Sitz der ukrainischen Regierung, finden taguchj SitzMgm der auS dem Vorparlament gewählten AuSschüffe statt., Die Beratungen gelten angesichts der inneren Lage der Ukraine und der Verhandlungen mit der Entente als Mgewohnlich wichtig. Zum Kampf gegen die Bolichewilm wurde eine ganze» Anzahl neer Bataillone neu. ausgestellt. Wie sich jetzt herausstellt, hat SkoropadSky sämtliche SchiffederSchwarzenMeer-Flotte an Deutsch-, land verkauft. Die neue Schlacht bei Lemberg. Staniala«, 20. Februar. Ukrainischer Heeresbericht vo«! 19. d. M.: An der ehemaligen Reichsgrenze nordwestlich Sokal haben die Polcn K o st i a t y n genommen. Bei Bclz ist eine polnische Abteilung in der Starke vovl mehr als tausend Mann von unseren Truppm umzingelt. Unsere^ Abteilungen habm T e h l o w. B r u s i n o w und T u S z° k o w genommen, wodurch die polnischen Streitkräfte auch vom Westm vollkommen abgeschmtlm sind. Der Kamps wird sehr er-! bittert geführt. Unsere Abteilmgen habm im Borstoß aegm Rawa- R u 8 k a L a z k t unweit der Stadt erreicht. Im Bereiche vo» Lemberg dauert der Nahkampf der Patrouillen an. Westlich von Lemberg baden unsere Truppen im Vordringen von Nordm gegm Grodek Weißenderg Md Kamienobrod erreicht Md damit auch die Elsenbahullnie Grobe k—L embera gesperrt, Nordwestlich MoSciska wurde» von unS in der Richtung Przemtzök Czerniawa und Torki am San genommen. Von Radymuo vordrmgcnden polnischen Kompanien wurden bei Grabowiec am San zurückgeschlagen. Westlich von Grodek Teilkämpse bei Bol«, czuchy zu UugMjtm der Pol«. Bei Chyrow Ruhe.