Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 34 (21.2.1919)
- Date
- 1919-02-21
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Wien. Freitag Ausdruck gebracht. Das jüdische Wort", der. Moment" und der „Haint" erwarten von ihm die Lösung der Judenfrage in Polen im Sinne der von dem großen Reichstag proklamierten und befolgten Ideen". — „Ungeachtet der unliebsamen letzten Vor-, gange," schreibt der „Hajnt", wollen wir in den gegenwärtigen historischen Momenten der Freude und Hoffnung einer besseren Zukunft für alle Bewohner der polnischen Lande Ausdruck geben." — Hierzu bemerkt das Preßbureau ' frohlockend und beruhigt: „Diese Stimmen der Warschauer jüdischen Zeitungen beweisen zur Genüge, daß sich die powisch-südischen Verhältnisse im Geiste der Versöhnung gestalten werden." Wenn sich das polnische Preßbureau wirklich mit solchen Beweisen zufrieden gibt, mag es das immerhin tun. Wir anderen aber finden in diesen Pressestimmen keinen anderen Beweis als den. daß die polnischen Juden von der polnischen Freiheit noch immer nichts anderes ha en, als d e Hoffnung und die E rwartung. Ungeachtet der unliebsamen letzten Vorgänge'halten auch wir eS noch für möglich, daß über kurz oder lang^ein neuer Kurs in Polen einsctzt. Anzeichen hierfür zeigen sich bisher noch nicht und die Darstellungen der polnischen Gesandtschaft deuten nicht um einen Bruchteil mehr als die Stimmen der jüdischen Zeitungen darauf hin, daß sie bevorstehen. _ Deutschlands Heer. Werbung statt Aushebung. Berlin, 20. Februar. (Tel.-Komp.) Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" meldet aus Weimar: Das Reichswehrminifterium hat einen Gesetzentwurf für Bildung eines stehenden HeereS fertiggestellt, der als Initiativantrag eingebracht werden soll. Der Gesetzentwurf sieht eine Stärke von 150.000 bis 175.000 Mann vor. Ossiziere, Unteroffiziere und Militarbeamte sind nicht eingerechnet. Von einem Einstellungszwang soll zunächst abgesehen werden, da man glaubt, durch Werbung die nötigen Mannschaften zu bekommen. Ende des bayrischen Partikularismus. Bayern verzichtet auf das Postreservat und auf eigene Gesandte. Berlin, 20. Februar. (Tel.-Komp.) Wie die „Vosfifche Zeitung" aus Weimar erfährt, hat Bayern auf sein Postreservat und das Recht eigene Gesa. dte zu unterhalten, verzichtet. Politische^Nundschait. Iüdischnationaler „Chauvinismus"? Die assimilatorischen Juden aller Parteirichlungen — die jüdischen Führer der den schösterreichnchen Sozialdemokratie voran — nennen mit Vorliebe den Zionismus eme „chauvinistischnationale, reaktionäre Bewegung". Jetzt nach dem großen politischm Erfolg, des jüdischnationalen Gedankens, spielen sie diesen Trumps mit doppeltem Nachdruck aus. „Radikalnatwnale Reaktion P zetern sie, K. H. W v l f und S t r i ck e r kommen ms gleiche Fach. Nur gegen besseres Wißen und Gewissen kann man unsere Bewegung mit der Etikette des reaktionären Hurranauonalismus versehen. Die bewußte Ungerechtigkeit dieser bösartigen Unterstellung wird jedem klar, der bedenkt, mit welcher verständnisvollen Liebe dieselben Herren die nationalen Bestrebungen anderer versklavter Völker, etwa der tiesnngliicillchen Armenier oder de Albanesen behandelt haben. Uns Juden geht es nicht um „Straßentafeln" und irgendeine Bczirlshauvtmanmchaft oder Mittelschule in einer zweisprachigen Gegend. Dieser von deutschen »nd tschechischen Ra^ikalnational sten ,m alten Oesterreich mic ganzem Kraftaufwand gefühttr Kampf wollte alle sozialen und kulturellen Notwendigkeiten vergessen machen. Bon diriem wahrhaft kulturfeindlichen Nationalismus des Uebermutes, der Unduldsamkeit und Herrschsucht trennt uirß e ne ganze Welt. So peinlich eS ist, muß den enwörlen Herren Kritikern rmter die Nase gerieben werden: sie, die jüdischen Demschnattondctt und Tschechlschnationaleu haben jahrzehntelang wahnwitzigem verwerflichem nationalen Radikalismus gehuldigt. Wer ttnimm sich nicht jener tragikoimscheii jüdischen Versammlung rm koscheren Restaurant Guth, da ein nun verstorbener jüdischer Gnne ndcrat Mit geballten Fäusten und unter begeisterter Zustimmung dagegen protestierte, daß die Tschechin eS wagen, e.nen Ausflug m dir kerndeutsche Wachau zu unternehmen? Wer hat an das hoiilecischr Gelächter vergessen, daS sich erhob, als rme Proßnitzcc deutschjüdische Studentenverbindung einem arischen Parlamen.sdauerredner, der die tschechische Opposition durch eine zwölsstündige Rede zu bezwingen suchte, dieses Telegramm sandle: „Solche Männer wie er Beicher' uns Wotan noch mehr Und die Welt gehört den GermanenP Ein zweites Zeichen des Chauvinismus ist die Unduldsamkeit gegen andere Nationen. Von dem Augenblick an, als sich am Brunner Parteitag die österreichische Sozialdemokratie natlonal gliederte, haben die deutschjildischen Gc- Mije« diese Unduldsamkeit Nichtnur gegenüber den tschechischen Wiener Morgenzeittmg Sozialisten, sondern gegenüber dem jlid scheu Nationalismus in unerhört fanatischer Weise betätigt. Sit setzten es durch, daß die jüdisch-fozialdemokrattiche Fraktion in Galizien aus der Partei "uSgestoßen wurde. Wessen Geistes K>nd diese Ausschließung war, geht auS dem Urteilsspruch hervor: „Die Tendenz, allerdings jüdische Prolctarierschichten durch künstliche Konservierung jüdisch-klerrkgler Traditionen unddessieihrerFr eizügigkeilberaubenden Jargons von dem polnischen Proletariat dauernd abzusperren, mußte nlS durchaus reaktionär angesehen werden." Die Lächerlichkeit und Verlogenheit dieses Urteils nluß Heu'", nicht erst gebrandmartt werden. Anläßlich der Wahlen imJudenbezirk hak es stch deutlich gezeigt, daß gegenüber der Judrnfrage alle anderen brennenden Probleme in den Hintergrund traten. Hier war nicht, wie in anderen Wahlbezirken, zu entscheiden, ob bürgerlich oder sozialistisch, ob Kapital oder Arbeit, hier hat ein Volksieil um das p r l m 8 r e R e ch t ft u f b t e eigeneNarion gerungen, und weil diese Forde mng gerecht ist, hat sie sich durchgcsetzt. Unsere bisherige nationale Arbeit in Palästina und in den Ländern mtt großen jüd sehen Majoritäten hat deutlich gezeigt, daß uns nichts so verhaßt und nichts so wesensfremd < st als die Unduldsamkeit anderen Nationen gegenüber und der Wahn eineS nationalen Vorrechtes. Der Erfolg verpflichtet. Deshalb müssen wir alle diejenigen Juden, dir noch außerhalb unserer Reihen stehen, und von denen wrr wünschen, daß sie jetzt den Weg zu uns sindcn, davor warnen, den Verdächtigungen unserer Gegner Gehör zu schenken. Prüfung der rumänischen Forderungen. Paris, 20. Februar. (Havas.) Die rumänische Kommission der Konferenz hat die Prüfung der rumänischen Forderungen fortgesetzt. Inland. Die Frage der Notwahlen. Gestern nachmittags ist der S t a a t s r a t zum erstenmal nach den Wahlen wieder zu einer Sitzung zusammengetreten. in der zunächst über die Einberufung der Konstituante beraten wurde. Es dürste bei dem ursprünglich ins Auge gefaßten Termin, nämlich dem 4. März, bleiben. Die Bildung des neuen Kabinetts wird erst nach der Wahl des Staatsrates durch die konstituierende Nationalversammlung erfolgen. Bis dahin soll nach der Meinung des Direktoriums, eine Aenderung in den leitenden Stellen nicht vorgenommen werden. Es sollen also die Herren Steinwender und Iukel auf ihren Posten bleiben. Die Bildung ides neuen Kabinetts wird von nun Äb sowie früher dem Ministerpräsidenten, dem S t a a t s k a n z l e r überlassen werden, der dann seine Vorschläge dein Staatsrat zur Genehmigung vorlegt. An Stelle der jetzt bestehenden 13 Staatsämter sollen nur 6 oder 7 Aemter verbleiben. Das Staatsamt für Heerwesen, der letzte Rest des ehemals so mächtigen Kriegsministeriums. soll als Departement dem Staatsamte des Innern angegliedert werden. Die Staatsämter f r Volksgesundheit und soziale Fürsorge sollen mit einander vereinigt werden. Alle diese Maßnahmen sind im Hinblick auf den Anschluß an Deutschland im Staatsrate erwogen worden. Weiters beschäftigt sich der Staatsrat mit den N o t w ach l e n. Diese Frage entwickelt sich zu der ersten größeren Kampfangelegenheit zwischen den großen Parteien. Die Christlichsozialen und mit ihnen die Deutschradikalen haben plötzlich ihr demokratisches Herz entdeckt und fordern, daß so große Gebietsteile nickt ohne Vertretung in der Konstituante bleiben sollen. Die christlichsoziale Dresse spricht schon ganz unverhohlen von einem Rumpfparlament und zeigt Miene, ihre Partei zur Opposition und sogar Obstruktion zu veranlassen. Die Partei selbst will nicht so radikal Vorgehen, da sie sich nicht der Gefahr etwaiger Neuwahlen aussetzen will. Die Sozialdemokraten geben nicht nach, und es scheint schon jetzt, daß ihr Standpunkt siegen wird, zumal sie immer und immer wieder mit dem Zorn der Straße drohen. Ob sich angesichts der fleischlosen Wochen und der immer schärfer werdenden Lebensmittelnot die Straße gar so sehr für die Mandate von Reichenberg und Trautenau interessiert. mag dahingestellt bleiben. Der Staatsrat hat gestern die Verhandlungen über die Frage der Notwahlen nicht b.endigt. Es kam zu außerordentlich erregten Debatten. Man einigte sich schließlich dahin, die Frage länderweise zu behandeln und die Abgeordneten der verschiedenen Länder zu beauftragen, noch vor Zusammentritt der Konstituante dem Staatsrat ihre Vorschläge betreffend die Ernennung der Abgeordneten zu erstatten. Der Antrag des Abgeordneten Dr. v. L a n g e.n h a n. die Ernennung der Abgeordneten Deutschböhmens noch bis (£ube dieses Monats vorzunehmen, wurde in belassen. — Abends verbretiete sich aus 'christlichsozialen Kreisen das Gerücht» daß die Sozialdemokraten einem Kompromiß nicht abgeneigt find. Das sozialdemokratische Aktionsprogramm. Die sozialdemokratische Partei veröffentlicht ihr Aktionsprogramm für die bevorstehende Session der Konstituante. Das Programm enthält außer den bekannten parteipolitischen Forderungen, die sich aus der Theorie des Sozial ismus ergeben, noch die Forderung 21. Februar 1919 Ä * Nr. 34 nach der sofortigen Absetzung der D y n a st i e, die Forderung der vollen religiösen und politischen Freiheit, die Trennung der Kirche vom Staat, des religionslosen Schulunterrichtes und im Hinblick auf den Anschluß an Deutschland die Einführung der im Reiche geltenden Ehevorschriften. Politisch interessant ist, daß die Partei entgegen den gestern verbreiteten Meldungen das Verlangen nach der Besetzung des Reichspräsidenten fallen läßt, diese Stelle überhaupt aufgiebt, wohl deshalb, weil ja Ebert als Präsident auch für Deutschösterreich betrachtet wird. Es wird bloß die Schaffung eines Staatskanzleramtes verlangt, dem zur Leitung der einzelnen Refforts Staatssekretäre unterstellt werden sollen. Die Sachdemobilisierung. Vereinbarung zwischen Deutschösterreich und Ungarn« Budapest, 20. Februar. (Tel. d. „Wr. Morgenztg.") Der Wiener Berichterstatter des „Magyarorszag" berichtet über eine ^vischcnden Regierungen von Dentschösterrcich und Ungarn zustandegckommene Vereinbarung bezüglich der Sachdemobilisierung. Nach den Bestimmnngtn des lieber-, einkonunens erhält Ungarn von den in Dcurschösterreich befindlichen Sackgütern 20 Prozent, alio em Fünftel der Materialien der gewesenen gemeinsamen Armee. Zu diesen zählen, unter anderen Metalle, Leder, Schuhe, Halbfabrikate, Textilwaren uiw. Dentschösterrcich seinerseits erhält von den m Ungarn besindltchen Sachgütern der ehemaligen gemeinsamen Armee ebenialls 20 Prozent. Nach cmetn weiteren Punkte der Vereinbarungen bezahlen Deutichöstecreich und Ungarn den Gegenwert in eine g em c»n s a m e K a s s e, aus der die beiden Repiiblikcn einen Teil jener Schulden decken werden, die ans dem alten gemeinsamen Verhältnisse entsprungen, so znm Beispiel Lieferungen, welche für die gemeinsame ,Ä r m e e gemacht, aber noch nicht bezahlt wurden. Die Sachverständigen schätzen den Sachwert der ehemalig gemeinsamen; Armee auf deutschösterrcichlschem Gebiete mit rund 600 lnS 1 700 Millionen Kronen, den ungarischen Teil auf 300 bis 400 Millionen Kronen. Eine Vereinbarung bezüglich der Sachdemobilisierung ist bereits auch zwischen Deutsch österreich und Böhme n zustandegekommen. Sowohl diese Vereinbarung als auch ,die heilte zwischen Deutichöit''rrelch und Ungarn zustandegekommcne Vereinbarung präjudizieren nicht der späteren endgültigen Liquidierung und zrelen nur darauf ab, daß die Sachgüter, die aus dem Boden der aus der ehemaligen Monarchie entstandenen Nationalstaaten sich befinden, 'chon setzt verteilt werden können und nicht >n Verlust geraten. Die Vereinbarung zwischen Deulschösterre-rh und Ungarn wurde seitens des ersteren vom Staatskanzler Dr. Renner und Sektionschcf Dr. Riedl, seitens Ungarns vom Finanzminister Dr. Paul Szende unterfertigt. Der Gouverneur von Deutschwestungarn an den Bürgermeister von Wien. Der Gouverneur von Deutschwcstungarn, Zsombor in Oedenburg hat an den Bürgermeister Dr. Welskirchner folgendes Schreiben gerichtet: Ich beehre mich, Euer Hochwohlgcborm höll.chst Mitzuttilen, daß ich sei.enS der nngarckchen Regierung zum Gouverneur von Deutschivestungarn ernannt wurde, mit der ^Aufgabe, die v o l l e A u t o n o m i e und die Selbstb es st i m m u n g d e r D e u t s cti 4 n W e st u n g a r n s durch-» »führen. Ich erachte eS als meine höchste Ausgabe, die sprachichcn und nakioualen Rechte der Deutschen WcstungcHlß vollauf zur Entsaftung zu bringen und hone, daß jene srcundnachbarlichcn Beziehungen, welche zwischen den Deutschen Wcstnngarns und den Bürgern der unter Ihrer weisen Führung stehenden Stadt stets geherrscht haben, m der Zukunft sich noch inniger und aufrichtiger gestalten werden. . Bürgermeister Dr. Weiskirchner erwiderte wie folgt: Mit dem verbindlichsten Danke beehre ich m.ch, Ew. Hochwohlgcboren die sehr geschätzte Mitteilung zu bestätigen, daß Sie zum Gouverneur von Deulschw'estungarn ernannt worden sind. Ich begrüße Sie, sehr geehrter Herr Gouverneur, aufrichtigen Herzens zum Antritt Ihres ehrenvollen AmccS und gebe dem Wunsche Ausdruck, daß es Ihnen bcschicden sei, Ihre Ausgabe znm Wohle rmd Segen der deutschen Bevölkerung Westungarns mit vollem Erfolge dnrchzusühren. Seien Sie Überzeugt, daß die Wiener Bevölkennig Ihre diesbezüglichen Bestrebungen mit den besten Honnungen begleitet und die gegenseitigen freundschaftlichen Beziehungen, die durch die Bande des Blutes von jeher aufrecht erhalten und verstärkt worden sind, durch die Stadt Wien dir ivärntstc Förderung erhalten werden. Möge auch unseren deiltschen Brüdern in Westungarn eine glückliche Zeit und eine Helle Zukunst erblühen. Reise Otto Bauers nach Weimar. Der Staatssekretär des Acußern Dr. Otto Bauer wird morgen nach Weimar abreisrn, um mit der deutschen Negierung die Frage des A n s dt l u (s e s zu besprechen. — Der Direktor der Anglobank Josef Landesberger ist nach Berlin abgereist, um über die finattzpolilische Seite der Anschlußsrage Orientierung cinzuholen. Telegramme. Tschecho-flowakischeNepubttk. Tschecho-Slowakei und Entente. Prag» 20. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenzlg.*) Im Gegensatz zu verschiedenen tschechichen Blättern, welche die Ernennung des französischen Generals P e l l ü zum Geiteralstabschef des tschecho-slowakischen Heeres als ein Zeichen des besonderen Wohlwollender Entente begrüßen, hebt „Ceska Svoboda*. dasBlatt des ehemaligen österreichischenHandelsministers Dr. Fiedler, hervor, daß die Mission des französischen Generals keinen rein militärischen» sondern auch euren politischen Charakter habe. Das genannte Blatt bezeichnet die Erneitnung des Generals geradezu als eine Unterkuratelstellung des tschecho-slowakischen Staates. Schlechte Ernahrurrgsverhaltriiffe. Prag, 20. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenzig.") Infolge der schlechten Vcrvtlegsverhälcnijse in den Städten und der bisher auSgebliebenen Lkbensmittcliendungett der Entente, deren Transport bisher infolge deallgemeinen Kohlenmangels und der desolaten Ve.kchrsverhälinijse nicht bewerkstelligt werden konnte» lieht sich die tschechische Regierung genötigt, strenge Requisitionen, besonders von Getreide und Kartoffeln vorzlmehmen. welche schon in den nächsten Tagen beginnen und von Soldaten und Leg-onärrn unter Führung von Oifiziercn und llnter Tc.lnahme der Orrswirlschastsrüke vorgenvmmen werden l'üUcm Gleichzeitig plant das Ecttührungsmmglermm eine