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Wiener Morgenzeitung · 1919-02-18 · Heft 31 (18.2.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 31 (18.2.1919)
Date
1919-02-18
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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\ Nr. 31 Wien» Dienstag DieendgülLigenWahlergebnisse .. Pmtliche Meldungen aus der Provinz.' r ■ Lknz, 17. Februar. 16. Wahlkreis (Traunviertel).! Gesamt summe ber eligegebenen Stimmen 101.148. Davon entfallen auf die Deutsche Volksparlei 10.507 Stimmen, auf die Deutsche Fxeiheits- und Ordnüngsipartei und den Volkswirtschastsbund für den Traun- > kreis 10.925 Stimmen, auf die Christllchsozialcn j I43.G80 Stimmen und auf die Sozialdemokraten 36.027! Stimmen. Gewählt sind die zwei Sozialdemokraten Hafner und Witzany, die beiden Christlich ozialen Födermayer und Kletzmayr und das Mitglied der Deutschen Freiheits- und Ordnungspartei -Than ner. v 17. Wahlkreis (Mühlviertel). Gesamtsumme der abgegebenen Stimmen . 7,1.837. Davon entfallen auf die Deutsche Volkspartei 7330 Stimmen, auf die Deutsche Freiheits- und Ordnungspartei 6478 Stimmen, auf die Sozialdemokraten '12l010 Stimmen, auf. die Christlichsozialen 45.969 Stimmen. Gewählt wurden dis drei Christlichsozialen Landeshauptmann.H a Ilse r, Traxler und Gürtler und das Mitglied der Deutschen Volkspartei Pauly. Im Wahlkreis 15 (Hausruckviertel) betrug die Gesamtsumme^ der abgegebenen gültigen Stimmen 09.569. Es entfielen auf die Deutsche Volkspartei 10.249 Stimmen, die Deutsche Freiheits- und Ordnungsparlei 17.858, die Christlichsoziale Partei 48.022 iund die So zialde mokra lisch'« Partei 23.849 Stimmen, j Graz, 17. Februar. Wahlkreis 21 (Mittel- und Untersteiermark) (Provisorisches Resultat): ChriMchsoziale 39.467 Stimmen, Sozialdemokraten 38.065, Deutschdemokraten 5609, Bauernpartei- 10.292, Nationaldemokraten 3133 Stimmen. Es erscheinen daher gewählt: Die Christlichsozialen» Klug, Dr. Gim pl, Fischer, Etlinger, der Sozialdemokrat Zwackzger, Steirische Bauernpartei Ahtenbacher. . Graz, -17. Februar. Wahlkreis 20 (Graz und Umgebung) Sozialdemokraten 44.627, Christlichsoziale 34.401, Dcutschdemokrattn 23.578, Steirische Bauernpartei 6185, Dcutschariiche Kriegsteilnehmer-2922 Stimmen. Es crichenien als gewählt: 8 Sozialdemokraten, 2'Christlichsoziale, 1 Dcutschdemokrat. Wahlkreis 21 Mittel- und Untersteier) Christlichsoziale 42.846, Sozialdemokraten 19.695z Bauernpartei 10.905, Deutschdemokraten 6010, Nationaldemokraten 3414 Stimmen. Es erschem.kn, als gewählt: 4 Christlichsoziale, 1 Sozialdemokrat, I -Mitglied des Steirischen Bauernbundes. Wählt, eis 22 (Ost-Steier): Christlichsoziale 63.701, Steirische 'Bauernpartei 11.524, Sozialdemokraten 11.275, Deutschdemokraten .8604. Stimmen. Gewählt sind: 4 'Christlichsoziale, 1 Mitgl.ed des Steirischen Bauernbundes. ' Wahlkreis 23 (Ober-Steier): Sozialdemokraten» 73.133, Christlichsoziale 29.481, Deutschdemokraten 9248, Nation.aldemokraten 4818, Steirische Bauernpartei 16.445, Nationalsozialisten .4394. Stimmen. Gewählt sind 2 Christlichsoziale, 4 Sozialdemokrgtcn, 1 Mitglied der Steirischen Bauernpartei I Wahlkreis 23 (Obersteiermark): Die Christlichsozialen erhielten 29.481, die Sozialdemokraten 73.133, die Dorsch de mokra len 9248, die Nationaldemokraten . 4818, Sleirische Bauernpartei 16.445, Rationalsozialisten 4394 Stimmen; es sind daher gewählt: die Christlichsozialen Schoiswohl und Kocher, , die Sozialdemokraten Regner, Dr. Eisler, Foh- 'ringer, Schleger und der Kandidat der S.elri,chen Bauernpartei Stöcker. Es rrschc-nen daher in ganz Steiermark als gewählt 18 Christlichsoziale, 9 Sozialdemokraten, . 2 Deutschdemokraten, 8 Mitglieder, der Steirischen Bauernpartei. L . Bei den Mandaten der drei erstgenannten Parteien 'sind 'inbegriffen je ern Mandat, das auS dem besetzten Gebiet den beti'cfseiidm Parteien zugcwiesen mrrd.'Im 20. Wahlkreis haben bip Deutschdemokraten mit den deulschartschen Kriegsteilnehmern und die Christlichsoziale mit dem Steirischen Bauernbund, im 21. Wahlkreis die Dentschdemokraten, der-Steirische Bauernbund und die Nationaldenlokraten. im 22. Wahlkreis die Dentschdemokraten und der Steirische Banernbnnd und im 23. Wahlkreis die Deutschdemokraten mit den Nationaldemokraten und die Christlichsozialen mit dem Bau.-rnbünd gekoppelt.! Freistadt» 17. Februar, Iin 17. Wahlkreis (Mühlviertel) wurden insgesamt 71.837 gültige istimmm abgegeben, wovon auf die.Christlichsozialen 45.969, .auf die Sozialdemokraten 12.010, auf die Deutsche Bolksvartei 7380 und auf die Deutsche FreiheitsiMd-Ordnungspartei 6478 entfallen. r Klagensurt» 17. Februar. Im 24. Wahlkreis (Kärnten) ...'wurden endgültig abgegeben: Für die Sozialdemokraten 77.981 Stimmen, .für die Christlichsozialcn .27.825 Stimmen, für die >Dcutschnational-sozialistische Arbeiterpartei 2312 Stimmen, für die sDcntschdrmökratischc Partei 15.892 und für den Kärntner Bauernbund 33.497 Stimmen. - Es wurden gewählt: die vier Sozialdemokraten G r 8 g e r, Gabriel, Tusch- und H u bm a n n, die zwei .Christlichsozialcn S ch a r f e g g e r und P a ii 111 s ch, der Dcutschdemokrat D r. A n g e r e r und die Mitglieder des Kärntner Bauernbundes Göbbauer und Egger. Salzburg» 17, Februar. Im Bezirk Salzburg und Nmgebung erhielten die gekoppelten Parteien 9961 Stimm.'N, und zwar: Deutiche Acheitec 2501, Demokratische Ständevereinigung .2034 und Freihcttbcher Salzburger Bauernbund 5426. ■ Wahlergebnisse der Gemeinden Einbach, F.lzmoos, Pfarr- ' werfen und Seetal, Gesaintsnmme: Ir,20 Stimmen. Sozialisten R!0, Deut,che Arbeiter 19, Demokratische Stäudevereinigung 67, Freihettlichcr Salzburger' Bauernbund 26 und Christlichsoziale 1048. Das Zrsrneuburger Postamt streikt. Wien, 17. Februar. Von den 162 Mandaten find bisher nur 152 Mandate beseht worden. Es sind? gewählt: 68' Sozialdemokraten, 63 Christlichsoziale, i 19 Bürgerliche, 1 Jüdischnationaler. 1 Tscheche. Das §R esu l tat in Ko rn eu b urg st e h t w e g c n seines Streiks des Postamtes aus. Ferner fehlen die Mandate von Mittel-und Unter-Steiermark, von den Gebieten, die von den Jugoslawen besetz' sind, wie von Deutsch-Südtirol. Nur in Lienz konnte ^gewählt werden. - Wiener Morgenzeitung Tagesbericht. Max Rofenfelds Begräbnis. > - Sonntag wurde Max Rosen selb auf dem Zentralfriedhof zu Grabe getragen. Trotz der starken Inanspruchnahme der Parleikräfte durch die Wahlen hatte sich eine überaus große Zahl von Freunden des Gesinnungsgenossen eingefunden, um dem toten Führer das letzte Geleile zu geben. Es waren erschienen Abordnungen der Poale-zionistischen Parteileitung und der Wiener Ortsgruppe der Poale-Zion, eine Abordnung der zionistischen ^'Parteileitung sowie des zionistischen Landes'- komitees für Deutschösterreich, das Präsidium des Jüdischen Nationalrates für Deutschösterreich nebst zahlreichen Mitgliedern, das Präsidium der Delegation des ostgalizischen Pationalrades, die in Wien weilenden Mitglieder der Lember-zer zionistischen Exekutive sowie des Lemberger Jüdischen. Nationalrales und eine unübersehbare Anzahl von Freunden und. Verehrern des Verstorbenen. Nach den üblichen Trauerzeremonien und 'einer Rede des Rabbiners Dr. Grunwald sprach namens der Poale-Zion Dr. S o k a l, der von Schmerz und Rührung überwältigt, dem toten Freunde innlre Worte liebenden Gedenkens nachrief und die Verdienste Rosenselds sowie, die Schwere des Verlustes der poalezionistischen Bewegung-, schilderte. Nach ihm sprach namens der zionistischen Partei Adolf Stand; er feierte den Verstorbenen als eines unserer größten Talente, das wie so viele unserer Führer und wie unser größter Führer,, in jugendlichem Aller, uns entrissen wurde, gerade in dem Äugenblick, wo die wichtigsten Aufgaben seiner. harrten. Für den Jüdischen Nationalrat für Deutschösterreich sprach Adolf Böhm, der außer den politischen Fähigkeiten Rosenselds vor allem dessen hohe persönliche Qualitäten hervorhob. Nosenfeld war nicht nur ein scharfer Denker und glühender Idealist, sondern auch ein Mensch von seltener Vornehmheit und tiefer Religiosität. Dr. Leoy Reich (Lemberg), namens des Jüdischen Naüonalrates für Ostgalizien, wies auf das tragische Zusammentreffen hin, daß Nosenfeld gerade.an dem Tage begraben wird, an dein in der jüdischen Gasse Wiens das jüdische Volk den Kamps für jene Rechte kämpft, für die Nosenfeld gelebt hat. Schließlich widmete noch Dr. Nagler namens der Wiener Poale-Ziondem toten Führer warme Worte. Die allgemeine Teilnahme wandte sich der Familie des Verstorbenen und insbesondere dessen junger Frau zu. * * * Max Rosenselds letzte Arbeit. Die von Martin Vuber heransgegebene.Monatsschrift „Der Jude" bringt eine längere Arbeit des verstorbenen Max Nosenfeld „Soziale Steintafeln", in der Nosenfeld die Notwendigkeit zeigt, dys neue jüdische Gemeinwesen fit, Palästina Huf^den Grundlagen der alten, jüdischen Soziakgesetze aufzubauen. Das außerordentlich reichhaltige Heft enthält ferner einen Aufsatz von Max Brod „Grenzen der Politik", einen Artikel Albrecht Hellmanns über „Die Forderungen des jüdischen Volkes an die Friedenskonferenz", Arthur Nuppins bedeutsame Darstellung des Verhältnisses der Juden zu den Arabern und vieles andere. Einzclheft K. 3.30, vierteljährlich K. 8.30. Zu beziehen durch die Buchhandlung N. Löwit, Wien, 1. Bezirk, Notenturmstraße 22. . Falsche 200-Kronennoten. , 5000 Kronen für die Ergreifung der Fälscher» In der lohten Zeit sind hier falsche Noten zu 209 Kronen yufgeiaucht. Eine größere Anzahl der falschen Noten ist schon beschlagnahmte Die Leitung der Oesterreichischungarischen Bank hat eine Belohnung von 5000 Kronen auf die Zustandebringung des Fälschers ausgesetzt. Die wichtigsten Merkmale, an denen die neue Fälschung zu erkennen ist, sind: Die Herstellung der falschen Noten erfolgt durch Drück «pon Platten, welche nach dem Bild einer echten Note chif zeichnerischem Weg erzeugt ist. Die Ausführung ist m y n g e l h a f t. Besonders treten die Fehler bei dem vertikalen Raster unterhalb des Köpfes auf. Der Köpf selbst unterscheidet sich von dem der echten Note durch den Mangel in der/ Modellierung. Auffallend sind die derberen Punkte an den lichten Stellen. Der graue Wellendruck der Vorder- und Rückseite weist ni.ht die Präzision auf, wie sie an den echten Noten wahrzunehmen ist. Vom Jüdischen Nationalfonds. Die Gesamteinnahme des Jüdischen Nationalfonds -für das Jahr 1918-hat zu den Kursen vom 31. Dezember 2,245.799 Franks (1917: 1,747.278 Franks) beiragen. Das Jahresergebnis verteilt sich über die nachgenannten Länder in folgender - Weise: Nordamerika 102.228 P,'und Sterling, Oe st erreich 1,026.266 Kronen, Polen und Litauen 370.667 Mark and 91.883 Kronen, Rußland 202.840 Rubel, Ukraine 50.000 Rubel, Weißrußland 4454 Mark, Deutschland 273.324 . Mark, England 6934 Psund Sterling, Argentinien 30,3.42 Pesos, Südslawische Länder 144.248 Kronen, Holland. 20.829 Gulden, Schweiz 27.667 Franks, Kanada 5619 Psund Sterling,. Frankreich 23.^59 Franks, Südafrika 925 Pfund Sterling, Belgien 29.592 Franks, Schweden 13.137 Kronen, Ungarn 56.755 Kronen, Bulgarien 27.773 Leva, Italien 12.064 Lire, Aegypten 329 Psund Sterling, Dänemark 5729 Kronen, Australien 317 Psund Sterling, Norwegen 3590 Kronen, Griechenland 194 Psund S.erling, Neuseeland 139 Psund Sterling, Rumänien 3569 Mark, Finnland 1517 Kronen, Singapore 60 Psund Sterling, Portugal 451 Hfl.., Palästina 569 Franks, China (Shanghai) 93 Psund Sterling. Es ist zu berücksichtigen, daß das Gesamtergebnis infolge der teinveisen oder vollständigen Unterbrechung des Verkehrs mit den osteuropäischen Ländern einer Ergänzung bedarf. Die wahrscheinlich bedeu enden, zissern-! mäßig jedoch vorerst nicht abschätzbaren Ausstünde der. 18. Februar 1919 , Seite 5; hetrefsenden Landessammelstellen werden den Eingängen^ des folgenden Jahres hinzuzurechnen sein. Nach den Maßstäben der Zeit vor dem Kriege darf das Gesamtergebnis als erfreulich begeichnet werden^ > Fast alle Ländessammelstellen des Jüdischen Nationalfonds verdienen volle Anerkennung'für ihr ekfolgrcicheKs Wirken. Für das Jahr 1919 aber muß die Verwaltung des Jüdischen Nationalfonds angesichts des Friedens-, schlusses, der für ein Siedlungswerk in allergrößten^ Stile Perspektiven eröffnet, auf ein Vielfaches, der Eins' künste des verflossenen Jahres rechnen. . .... 1 Der Gedanke der Nationalisierung deH Bodens und seiner Vergebung in.E.rbpachti ■ — ein Prinzip, das namentlich in England und seinen; - Kolonien von den gesetzgebenden und ausführendem Körperschaften auf Grund langjähriger praktischer Erfahrungen nachdrücklich gefördert wird — findet mtit auch in zionistischen Kreisen immer mehr Anklang und! die zionistischen Tagungen der Länder der größte» - jüdischen Massensiedlung, nämlich Amerikas und Ost*, europas, haben sich bereits grundsätzlich dafür ausgesprochen. Staatlich organisierte Völker überlassen ihre» Kolonisten Land umsonst odeö gegen sehr geringes ^Entgelt, oder in Erbpacht. Für die jüdischen Ansiedler/. die in ihrer Mehrheit nur über unzureichende Mittels verfügen, muß die jüdische, Gesamtheit Erbpachtland' bereitstellen, und es gilt nunmehr mit aller Energie hinreichend gemeinnütziges Kapital zu beschaffen. Zu den vormals allein üblichen kleinen Ge legen heits spenden müssen bei wirklicher Opferwilligkeit, namentlich der. . Begüterten, neue bedeutende Einnahmequellen hinzutreten: die „Nachlah^ (der durchschnittliche Bodenanteil einer Kolonistenfamilie) von^5000 Franks, die. Selb st beste u er un g weitester Volkskreise, die „Friedens-Schecks", regelmäßige Unterstützünge» seitens Gemeinden und Korporationen. Dies , Ausbreitung der Pionierbewegung läßt es wünschenswert erscheinen, daß dem „Pionier-Beitrag" des^ Genossenschastssonds — namentlich seitens der Ar-? beiterschaft — erhöhtes Interesse zugewendet wird, damit so bald als möglich zahlreiche für die Landwirtschaft vorbereitete junge Juden, in. Arbeitergenossen-, schäften vereinigt, die Umwandlung brachliegender Ländereien in Kulturfläche beginnen können. Auf Grund eines Manifestes und eines Aktions'-.! planes der Jüdischen Nationalfonds-Verwaltung werde» . zurzeit in allen Ländern Konferenzen der Vertrauensleute des Jüdischen.Nationalfonds abgehalten,, damit durch zweckdienliche propagandistische und organisatorische Maßnahmen dem Jüdischen Nationalfonds im Jahre 1919 eine M i n d e st e i n n a h m k von 10s Millionen Franks gesichert wird. 7 * Mord an einem Sänaling. Von spielenden K'mdeM; ist gestern nachmittags im XIX. Bezirk ein gmsilichts Verbrechen eMeckt worden. Bei den Kreindl'schen Ziegelwcrken in Döbling, Lciligenstädterstraße Nr. 107, baden gestern nachmittags spielende Kinder die völlig nnbekteidete Leiche eines etwa zwei Monate alten Mädchens gefunden. Die polizeiliche Anzeige wurde erstattet und außer dem Polizeikomunssariat Döbling befaßte sich auch das Sicherheitsbnreau mit dem Leichenfund. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß das arme Kmd zahlreiche Rippenitub S ch ä d el b r ü ch e aufweist und zweifellos in der gräßlichsten Weise ermordet worden ist. Es ist wahrscheinlich, daß der Täter das tote' Kind über die Böschnng in den e jetzt fast ganz ausgetrocknetcn Ziegelieich werfen wollte. ES ist y kaum anuinehmen, daß daS toteKind länger als etwa 18 Stunden an dem Fundort gelegen ist. Da cs sich um ein Kind von etwa zwei Monaten handelt, das irgendwo in Wien plötzlich verschwunden sein muß, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, daß man dem Mörder auf die Spur kommt. Allerdings fanden sich, da die Leiche völlig unbekleidet war, nicht die gerinasten Anhaltspunkte zur Feststellung der Person der Mutter. Die Erhebungen werden fortgesetzt. : * Eine falsche Polizeikommlssion. Im zweiten und' zwanzigsten Bezirk sind in der letzten Zeit bei verschiedene» Geschäftsleuten zwei Männer erschienen, und haben untep dem Vorwand, daß gegen sie Beschuldigungen der Preistreiberei vorliegen, Haussuchungen vorgenömmen und Bestechungsgelder durch die Drohung sofortiger Verhaftung erpreßt. Als Täter wurden nun der Kontorist Ferdinand , M.osor und die Brüder Ladislaus und Franz Schlosfek!^ ermittelt. Die Brüder Schlosse! wurden heute dem LandeSgericht eingeliefert, Mösor der Staatsanwaltschaft angezeigt.!,' * Pelzdlebstahl. Im Hause Getrcidemarkt 17, Tür 9, wurde gestern eine Bisam-Elektrik-Jacke mit schwarzem Klothfutter im Wert von etwa 1500 bis 200 Kronen vo»^ einer kleinen schwarzhaarigen Frauensperson .gestohlen. s * Aufruf an Malariakranke. Das städtische Gesundheitsamt teilt mit: Alle PersoneG welche während des Krieges an Malaria erkrankt waren^ und sich derzeit noch nichtvöllig hergestellt fühlen, haben sich in jhrem eigenen Interesse ehebaldigst beim städtischen Bezirksarzt (im Magistrat!- > schen Bezirksamt um 9 Uhr vormittags und um 3 Uhr nachmittags) oder beim Krankenkassenarzt zu melden. ' Die Meldung erfolgt aus dem Grunde, weil für Malariakrauke weitgehende Verfügungen getroffen werden müssen, wozu 1»; erster Linie die Keniitnis der Zahl und des. Aufenthalt--. orteS der Malariakranken notwendig ist. * Verstclgermixi am Nordbahnhof. Donnerstag de» 20. Februar um ^9 Uhr vormittags findet am Wiener Nordbahnhof, Mag. .IV (Boden) die V e r st e i g e r u n g vü» der staatlichen Bewirtschaftung nicht unterliegenden Gegen-, ständen statt. , * Die jüdische Gruppe der Wiener Stadtschutzwache hat am Wahltag im Jl. Bezirk den Ordnungsdienst ver-! schen und sich vorzüglich bewahrt. Die Soldaten waren an dem blau-weißen Kappcnbaud kenntlich. * Zugsveränderungen. Im PersonenzugSverkchr Wim- Südbahn'-Leobersdorf—Gutenstein und Hainjcld wurden folgende Veränderungen festgesetzt: wegen Kohlcumanael unterbleiben ab heute 18. F bruar bis auf weiteres folgende Züge: Leobersdorf—Hainfcld Zug Nr. 1822 (ab Lcobersdvrs 7 Uhr 50 Akin. abends), Wittmannsdorf—Gntenstem Zug Nr. 2022 (ab Wittmannsdors 8 Uhr 8 Alin. abends) und Gutcnstein—LeoberSdorf Zug Nr. 2015 und 1815 (ab Gutcnstein 10 Uhr 45 Min. vormittags). Dagegen wird der derzeit nur bis Weißenbach-NeuhauS, verkehrende Zug Nr. 1850 lab Witimaunsdors 5 Uhr 57 Min.! ^abends^^bis Hausteld geftihrt und finden dieser Zug und Zug!

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