Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 28 (15.2.1919)
- Date
- 1919-02-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 2 Wien. Samstag Wiener Morgenzektung 15. Februar 1919' Nr. 28 mußte ihn der ins Grrn'euko'c ge'tte-zsne Antisemitismus, der nicht nür im Osten, sondern auch schon vor den Töven Wiens, sich -in den ärgsten Verfolgungen entlädt, belehren. Je'er Jude, der auch nur den geringsten Instinkt für Politik hat, mußte sich angesichts dis'es Zustandes sagen, dag die tüljeui'e Iudenpolit i k ein« falsche sein muß, weil ihr Resultat ein ver-' Nichtendes Urteil über sie spricht. Es ist ein beschämendes Zeugnis für ihre pülüischs Un«<e, wenn lMLe noch Juden einen Osner oder einen Pick den Vertretern dieser falschen, znsamrnengebrvchenün assimisatorischen Judenpolitik ihre Stimme geben. Nicht darum hankett es sich, ob O liier ein integerer Charakter und ein wahrhaft freiheitlicher Mensch ist und nicht darum, ob Pick der Kandidat einer Partei ist, welche in ihr Programm, schwarz auf weiß, die Verbrüderung aller Menschen geschrieben hat. Freiheit und Brüderlichleit zu erringen, ist gewiß das Ziel jedes ehrlichen Juden, aber es handelt sich darum, ob für ihn der Weg, den jene gehen, um sie zu erreichen, auch der richtige ist. Und es ist sonnenklar, daß er es nicht ist und nicht sein kann. Dies wird schon bewiesen durch die erwähnte Tatsache, daß die Lage der Juden, trotzdem die'e durch Jahr- * * zehnte das Stimmvieh für solche assimilatorische Politiker gewesen sind, immer schlechter, geworden ist, noch. mehr aber durch die einfache Ueberlegung, daß leine. Menschengruppe ihre Befreiung anders als durch Selbstbesreiung erringen kann. We'ec im sozialen noch im sozialistischen Staat wird die Tatsache verschwinden, daß diese Menschengruppe in ihrer Besonderheit da ist, daß sie durch eben diese Besonderheit auf die anderen Gruppen, mit denen sie zusammenlebt, in bestimmter Weise wirkt, wodurch ein Kompler von Fragen bestehen bleiben muß. der immer und überall in jeder Gesellschaftsform eben das jüdische Problem auSmachen wicd.Dagegen nützt kein Untertaucheuwollen in ein abstraktes Menschentum, das es nicht gibt. Me der Deutsche nicht einfach ein „Mensch", sondern ein deutscher Mensch ist, so wird der Jude stets ein Mischer Mensch sein und bleiben. Deshalb ist der Zusammenbruch der assimilatorischen Politik, dis eingestellt war auf das Phantom eines Nur-Menschentums — ebenso begreiflich wie der fast märchenhaft anmutende Erfolg dev Mischnationalen Bewegung. In weniger als einem Vierteljahrhundert haben die Zionisten es zuwege gebracht, den Juden die Grundlage einer normalen Existenz zu schaffen, die ihnen in zweitausendjähriger Diasporageschichte gefehlt hat. Bei der Neuordnung der Welt, die sich soeben vollzieht, tritt das 14 Millionenvolk der Juden, bis auf kleine Bruchteile geeinigt, auf den Plan, erlangt von den Weltbaumeistern, den Wilson, Lloyd George usw. die «Zusage, baß es sein Land wieder erhalten und in den Völkerbund ausgenommen werden wird. Im Moment der ärgsten Not, der tiefsten Ge'chlagenheit führt die jüdischnationale Politik das jüdische Volk auf den Weg der Gesundung. Blicken wir von dieser Höhe des Erfolges herab auf das Gebaren der bisherigen Wortführer der Wiener Judenfchaft! Haben sie die Größe deS Moments begriffen? Weisen sie ihre Gefolgschaft hin auf die Befreiung, die dem Judentum unter zionistischer Führung wird, schließen sie sich dem geeinigten 14 Millionenvolk mit Begeisterung an? Nichts von all dem! Nach wie vor wollen sie die Juden herausführen — nicht auS dem Lande der ..Knechtschaft, sondern aus dem Judentum, nach wie vor halten sie es für gefährlich, sich als Jude zu bekennen und nicht einmal dort, wo daS geguälte deutschösterreichische Judentum sich gegen die fortdauernde Stigmatisierung als Ft'smdkürpsr wehrt bei all den Kämpfen mit verweigertes Staatsbürgerrecht, um das Verbleiben an den Hochschulen Usw. —- sind diese „jüdischen" Vertreter taub , und stumm. Weder!§t:. Ö fner, der sogar dltr Autor'jenes StaEüWMHW war, noch Herr Pick, bissen Partei es mltWtmml hat und der sich übrigens entschuldigt, daß. er nichts dafür könne, daß er als Jude geboren sei. Haben'sich des primitivsten Menschenrechtes' der Juden in Deutschösterreich angenommen. Politik ist Jntechssenvertretung. Die Interessen der Juden als Juden liegen weder in der Richtung der von Pick vertretenen Diktatur hes Proletariats, das noch dazu nichtjüdisch ist, noch in der Cntkirchlichuttg der Einrichtungen der Kotholiken, für die Ofner kämpft. Di« Interessen der.Juden sind ganz andere und sehr genau zu bestimmende: Gefundung der politischen, ökonomischen und moralischen Zustände, unter denen sie leben müssen, Lösung der Judenfrage durch ehrliche Auseinandersetzung zwischen Juden, und Nichtjuden an Stelle des assimilatorischen. Vertuschüngssystems, durch welches das Verhältnis der beideh Gruppen zu einander immer mehr vergiftet wird, worunter wieder nur die Juden, als der schwächere Teil, zu leiben haben. Jeder Jude, dessen politische Einsicht so reif geworden ist, daß er^nur Vertreter seiner wohlverstandenen Interessen wählenkann, wird am 16. Februar im Wahlkreis Wien-Nordoft der jttd i s ch n a tio na l e n List e seine Stimme geben. Die Friedenskonferenz. Wilson für die Durchführung seiner Prinzipien. Paris, 14. Februar. (Havas.) In einem Schreiben an die französische Delegation der Kommission für den Völkerbund spricht Präsident Wilson den Wunsch aus, an der öffentlichen Sitzung nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten tetlzunehmen. Wilson erklärt, er sei Margen der allgemeinen Ansicht» k e i n Prinz Ae.n tn e n s ch, und die praktische Durchführung' seiW»PriHipien liege ihm mehr am Herzen als die unverwirklichten Prinzipien selbst In der erwähnten öffentlichen' Sitzung werde man sich Rechenschaft geben können über das Erreichte in der Durchführung dieser großen Prinzipien. Die dritte öffentliche Sitzung. Paris, 14. ' Februar. (Havas.) Marschall F o ch hat gestern abends Paris verlassen und sich nach Trier begeben, wo er mit den dcuischm DelegMenzusammmgetrosfen ist. Die Friedenskonferenz - /wird morgen ihre dritte öffentliche Sitzung abhaltep. in. der ste daS Projekt Uber den Völkerbund behandeln wird. Präsident Wils o n wird das Ziel, das er verfolgt, darleqm. Lord- C e c i l wird, im .Namen.Englands sprechen. ' Orlan d o und Leon Bourgeois werden im. .Namen ihrer. Länder, dem Projekt zustimmen. Wir glauben indessen zu. wißen, daß Bourgeois im Namen bcu französischen Regierung einige Vorbehalte machen wird. Er-wird den genauen Standpunkt her französischen Negierung klarlcgen. Das Projekt wird morgen v eröf tentlicht werden. Vorläufig weiß man nur soviel, daß der Völkerbund ans der Grundlage der gegenwärtigen Allianzen a n f g e b a n t wird. Für den Augenblick können nur die alliieren Nationen daran telucljimit. Die neutralen Staaten werden später nnch Prüfung ihrer Lage zugelassen werden können; die f e i n d l i ch e n L ä n d e r s i n d s ü r i e tz t d a v o n a n s g e s ch l o s s e N. Präsident Willon wird Paris Samstag beelaffen und sich am Sonntag in Brest Nlit der Bestimmung nach den Vereinigten Staaten eittschiffm. Es ist wahrscheinlich^ daß vor der Abreis? Wilsons das Komitee noch eine Sitzung nbhalten wird, um die Haltung hinsichtlich der Konferenz ans den Prinzeainscln sest- Megeu. Dre estnische, lettische nnd ukrainische Gruppe» die in Pariweilen, haben wissen lassen» daß sic geneigt sejcn, die Ein- ^ähmtd^der Abwesenheit deS Präsidenten Wilson wird die Konferenz die territorialen Fmgen hinsichtlich Südslawicns weiter behandeln und die deutschen Grenzen bestimmen. Wilsons Abreise Verschoben. Paris, 14. Februar. (Havas.) Die Abreise des frästdenten Wilson wird erst in einigen agen stattfinden. Veröffentlichung des V ölksrbundentwurfes. Paris, 14. Februar. (Havas.) Die Annahme von 20 Artikeln des Entwurfes über den Völkerbund erfolgte dank dem Grifte der gegenseitigen Verständigung, von dem die Delegierten beseelt waren, und trotz einiger Vorbehalte zu gewissen Artikeln nach eingehender Debatte. Der Entwurf soll veröffentlicht werden, sobald er in der Freitag nachmittags stattsindenden Sitzung von W i l s o n der Konferenz öffentlich unterbreitet worden ist. Freitag, wird Wilson in der öffentlichen Sitzung zunächst über die Ziele des Völkerbundes sprechen. Nach ihm werden Or l a n d o. Lord C e e i l und Bourgeois für Italien» Großbritannien und Frankreich das Wort ergreifen. Die Ansprüche auf Schadenersatz, Paris» 14. Februar. (Havas.) Die Kommission für Schadenersatz hat heute unter dem Vorsitz von Klotz die Prüfung der Grundsätze, aus denen die Ansprüche auf Schadenersatz beruhen» fortgesetzt. R e u l l e s (Vereinigte Staaten) und S e y m o u r (Großbritannien) vertraten den Standpunkt ihrer Regierungen. Der britische Transttentwurs alsBerhandlirirgsgrundlage. Paris, 14. Februar. (Havas.) Der Unterausschuß zur Prüfung der Fragen hinsichtlich des freien inneren Transits hat den britischen Entwurf als Verhandlungsgrundlage angenommen. Es wurden verschiedene redaktionelle Zusatzanträge eingebracht und beschlossen, diese in der nächsten Woche zü beraten. t Organisation der internationalen Arbeitskommission. Paris»' 14. Februar. (Havas.) Die internationale Arbeitskommisston hat den britischen Entwurf hinsichtlich der Organisation des Bnreaus angenommen. ES soll nnt einem i n t ernationalen Personal anSgestattet werden, das alle auf die Arbeiterfrage bezüglichen Nachrichten sammeln soll. Das Bureau wird ein Bulletin Uber die internationalen Arbeiterfragen herarlSgeben. Die Kommission, wird über die Verteilung der Kosten und die Verwaltung beschließen. - Die wirksame Abwehr des Antisemitismus. Bon Ing. Robert Stricker.*) Was ist zu tun, wie kann dem in der Kriegs- und Revolutionszeit riesenhaft gewachsenen Antisemitismus wirksam begegnet werden? Die liberalen Judenführer haben das alte Rezept schnell bei der Hand. Man mutz eben die Haltlosigkeit der gegen die Juden gerichteten Anklagen und Verleumdungen augenfällig darlegen. Man muß alle Daten und Ziffern erbringen, aus welchen zu ersehen ist, daß die im Krieg von den Juden begangenen Verbrechen weder zahlreicher noch schwerer sind als die Verbrechen der Nichtjuden. Man muß alles festhalten, waS für die opferbereite Vaterlandsliebe der Juden spricht, alle von ihnen erworbenen Auszeichnungen, alle an Gut und Blut geleisteten Opfer istuß man sorgfältig anfschreiben, addieren und vergleichen. Das Ganze ist sauber in ein Buch zu binden. Dieses Buch muß allen Regierenden und Politikern auf den Schreibtisch gelegt, allen Parlamenten unterbreitet und den breitesten Volksschichten bekanntgemacht werden. Kurz, unter jede erreichbare Nase mutz man dieses Zauberbuch stecken. Dann, Israel, magst ruhig sein! Die Methode ist ebenso alt wie schlecht. Sie ist. ungefähr so ersprießlich wie der Versuch, den Ozean mit einem Likörglas ausznschöpfen. Mit gleicher Aussicht auf Erfolg kann man sich einem rasenden -Stier in den Weg stellen, um ihn durch gütliche Einsprache und fachliche Darlegungen zum Stehen zu bringen. Seit 2000 Jahren werden solche Abwehrbüchlein geschrieben, von einigen - jüdischen Gönnern teuer bezahlt, von den wenigsten" Juden gelesen und von den Nichtjuden überhaupt nicht beachtet. Auszunehmen sind einige Bcrufsantisemiten, welche aüS geschäftlichem Interesse diese Schriften lesen und kritisieren. Aber Namen von Antisemiten, welche nach dieser Lektüre ihren Judenhaß abgeschworen und in Sack und Asche bereut haben, sind bis jetzt nicht bekannt. Auch in jüdischen Kreisen reißt *) Aus der gleichnamigen Broschüre des Autors (Nr. 1 der Fmgschriftensammlung des Jüdischen Nationalvereineö. man sich nicht um diese Abwehrschriften und das spricht nur für den gesunden' Verstand des Durchschnittsjuden, wacher sich von ihnem kein Heil erhofft. In den Bibliotheken der Kultusgemeinde;., auf den Schreibtischen der Rezensenten und im Makulaturwinkel jüdischer Buchhandlungen führen diese Büchlein und Broschüren eine unaufgeschnittene und verstaubte Existenz. Der Antisemitismus aber grünt und sproßt weiter. ■■■■■;- Diese Methode ist nicht nur schlecht, sie ist entehrend, schmählich. Sie bedeutet ein Gnthetßen der abscheulichsten Art der Jndenbekämpfung. Wer sich ihrer bedient, anerkennt damit die Berechtigung der Kampfesweise jener Antisemiten, welche bas -jüdische Volk nach seinen Verbrechern beurteilen wollen. An welches andere Volk.-der Welt wagt man sich mit solchem Maßstab heran? Wenn ein Deutscher betrügt, dann stellt man ihn vors Strafgericht, niemand wagt, um seinetwillen bas deutsche Volk vors Weltgericht zu schleppen und an den. Pranger zu stellen. Wir Juden aber sollen uns in eine Haftung für alle jüdischen Zucht« Häusler hineindrängen lassen. Wir sollen täglich zähneklappernd die G'e.ichtssaalrubrik in den Zeitungen studieren, ob nicht, Gott-behüte, ein jüdischer Parne drin zu finden ist. Wir sollen wie unter einem Peitschenhieb zusammenzucken müssen, wenn in irgendeinem Winkel der Stabt, bet irgendeinem Juden ein versteckter Sack Mehl ober ein falsches Dokument gefunden wirb. Wir sollen mit einem Abwehr- . Hüchel in Händen, über Hals und Kopf hinrenuen und schreien: „Um Gotteswillen, werte Herren, verallgemeinert nicht! Brecht nicht den . Stab über das ganze Judentum! Das sind nur vereinzelte Ausnahmen. Wir werben es statistisch beweisen und die Auswürflinge feierlich aus. dem Judentum stoßen.. Heilige Statistik, steh uns armen geplagten Israeliten bei!" Wir wollen beständig die eigenen Lumpen verkleinern und reinwaschen und die gesellschaftlichen Senkgruben der anderen Völker burchschnüffeln, ob da nicht mehr und noch schmutzigere Zuchthauspflanzen zu finden sind als bei uns. Von dem Ertrag dieser appetitlichen Ernte soll unser Volk sein moralisches Dasein fristen. Wahrlich, ein schönes Leben, wert, gelebt zu werden! Nein! Wir haben dasselbe unverbrüchliche Recht auf Lumpen, wie alle anderen, im Krieg wie im Frieden. Wir alle können und müssen doch nicht mit goldenen Tapferkeitsmedaillen und abgeschossenen Beinen herumlaufen oder unterm kühlen Rasen den Heldenschlaf schlafen, allewegen der Jubenstatkstik. Begeht ein Jnde ein Verbrechen, mag der Richter sprechen. Wir aber sind eS niemandem schuldig, ihn mit großer Fluchgebärbe aus der jüdischen Gemeinschaft -n stoßen. Wir sind auch nicht verpflichtet, für jeden jüdischen Gauner zwanzig arische Schwerverbrecher zur Stelle zu schaffen, für jedes jüdische Lümpchen ein Dutzend christlicher Erzlumpen, weil sonst die Abwehrstattstik ins Wanken gerät. Wir sind verpflichtet und gewillt, daS sittliche uub geistige Niveau ■ unseres Volkes zu heben, uns schweben aber dabei nicht', nur drei ober vier Prozent der vergleichenden Berbrecherstatistik vor. .Wir tun es zum Heil unseres Volkes und im Dienst der Menschheit nicht unter der Fuchtel der Antisemiten. Wenn wir auch die Leistungen der Juden im Krieg erfassen unh anszeichnen, so tun nsir es, um unser Wissen zu bereichern, nicht um vor Fremden zu prahlen oder zu winseln. ,, * ■; Es gibt nur eine würdige und wirksame Abwehr gegen den Antisemitismus« Ihr Wesen ist Hr die Formel zu fassen: Die Juden sind ein Volk und wollen als Volk behandelt gerben, Jeder Jude muß sich zum jüdischen Volk bekennen Md die gesamte Ju'venschaft muß sich als-Volk organisieren. . '' Die Stöße, welche der Antisemitismus im Krieg geführt hat und jetzt führt, haben viel Leid und schweren Schaben angerichtet. Und doch sind diese Antisemiten keine über<- ragende» Kraftnaturen von unwiderstehlicher Macht. Die Wirksamkeit ihrer gegen uns geführten Hiebe beruht nicht,auf der Niesenstärke ihres Armes, sondern auf der Schwäche, der Betroffenen. Wohin der Antisemit auch schlägt, er trifft ins Weiche, auf eine formlose, haltlose Masse, die immer unter dem Hieb auSeinanderfließt und nie die herabfallende Faust verletzt. Der Jude ist heute als Angehöriger einer ganz 'kosen, in alle politischen und nationalen Lager zerstreuten Gemeinschaft den antisemitischen Uebergriffen seiner Umgebung, der Behörden, seiner Vorgesetzten, schutzlos preisgegeben. Er kann