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Wiener Morgenzeitung · 1919-02-13 · Heft 26 (13.2.1919) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 26 (13.2.1919)
Date
1919-02-13
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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v-y?. Nr'v Seite 8 Wien, Donnerstag Wiener Mvrgenzettung 13. Febmar 1919^ Nr. M . * Bon den städtischen Sammlungen. Der Stadtrat nt nach enteilt Bericht des Stadrrates S ch w o r in semer Intoorninmc von Musikern, Literaten imd Staatsmännern für die Rener städtischen Sammlrmgen, insbesondere eigenhändige Nanuskripte von Schubert nnd Grillparzer m betracht. Im dluftrag der Gemeinde Wien hat sich Bizedicektor 3 ö & nach Berlin begeben imd folgende Stücke angekauft: Hon Antogrannnen Schulierts die Originalniederschrift der donwosition des Liedes „Der Jüngling am Bach" von Schiller, in Ingendwerk des Meisters auS seinem 15. Lebensjahre, ferner ie Komposition des Gedichtes ^LiedeSende" von dem Wiener dichter Matzerhvfer. Von Gnllparzer wmden erworben der igenhändige, Entwurf des Epiloges zur ersten Aufführimg des Moldenen Vlieses" int Hosburqtheater, ferner ein politisches Gedicht Jahre 1849, zwei Briefe, wovon Konvolut von Verlagsabrechnungen Preiserhöhung von Brot nnd Mehl. - Wirwir er* ...„reit, sollen schon in nächster Zeit die Brot- und Mehlpreise erhöht werden. Dieser Schritt wird mit den Einkaufspreisen im Anstande motiviert und soll nunmehr unerläßlich-sein. Neisabgabvch Ab heute gelangt in den städtischen Ber* schle'chstellen Reis an Kinder bis zu 14 Jahre zur Abgabe. Bühne und Kunst. Der Neichsrat" aus dem euer tmgedruckt und ein ait der Finna Wallishauser als wichtige Ergänzung u dem von der Stadt, behüteten , Grillparzerarchiv, einer ein ausführliches, Schreiben des Dichters Zedlitz an rheodor Hell (Hofrar Winkler in Dresden) über Grillparzers Trauerspiel „König Ottokars Glück und Ende". Weiter wurden -ei diesem Aulasse augekauft: Interessante Briese von Grasen lnton Anersverg (llnastasius Grün) und Bauernfeld, beide, an Berlaa Cotta mid em sehr schöner Brief des Romantikers Annens Brentano an Ludwig Tieck, worin Brentano seine erftm Andrücke von Wien schildert sowie ein ungedruckter Brief von ö r a h m s an den Dirigenten eines Mannergesangvereines. . * Schulfrei an den Wahltagen. Zur Dirrchführmtg >er am Sonntag stEndenden Wahlen in die konstituierende »chtioualversammlung sind die meisten städtischen Schulgebäude ür die Unterbringung der Wahllokale in Anspruch genommen.!lus diesem Grunde wird vorbehaltlich der Genehmigung des kändesschulrares verfügt, daß am Samstag tmd am Montag der Unterricht an beu allgemeinen Volks- und Bürgerschulen in Wien n entfallen hat. Dasselbe gilt natürlich auch für den ünterricht in den f Religionsstationen am Wahltage selbst. * Der Paris—Bukarest-Zag. Der am 11. d. M. tus Paris abgegangene Expreßzug trifft heute um 9 Ilhr früh ius dem Wiener Westbahnhose ein. Der Zug, mit dem die Ber» »induna zwischen Paris und Bukarest heräestellt werden soll, wird »om Weitbahnhof aus den Nordbahnhos überführt, Budapest Um 11 Uhr 50 Min. weitersährt und trm.6 Uhr 10 Min. thends ankommr. Der Zng wird zweimal in der Woche von Paris, »»iehMgsweise pon Bukarest abgehen. In Wien werden zwn tvaggons abgekoppelt und nach P rag, beziehungsweise nach a r s ch a »- geführt. Der Pariser Kg hat vor allem dem tsetkchr zwischm Rumäniert und der Entente Rechnung z u tragen, lber auch die Staaten, die er durchquert, zu berücksichtigen. * Telegrammgebühren in Tschechien. Das Tschecholowakische Pceßburau meldet: Vom 15. Februar 1919 ab wird Htr gewöhnliche Telegramme, die für das Gebiet der tschechoslowakischen Republik bestimmt sind, als Grundgebühr pro Wort' K —.10 eingehoben, zumindest aber K 1L0 pro Telegramm. Der sisherige Zuschlag von L —Ly pro Telegramm entfällt. - Der Satz für Zeitungstelegramme im Inland bleibt unverändert, das ist L 15.— für 500 Worte. * Ein Nationalökonom gestorben. Gestern abends -st, wie aus Innsbruck gemeldet wird, der Professor der politischen Oekonomir an der Universität in Innsbruck Hofrat M h rbach Freiherr v. Rhemfeld gestorben. * Anfall des Dozenten Dr. Bitter v. Liszt. Aus. Graz wird berichtet: Am 10. d. M., vormittags, streßen auf dem Dietrichsteinplatz Zwei Straßenbahnwagen hefttg zusammen. Bei dem Zusammenstoß erlitt der auch in Wien bekannte Dozent, stir Strafrecht an der Grazer Universität Dr. Eduard Ritter von 8 i s z t eine bis auf den Knochen reichende, heftig blutende Wunde am rechten Augenbrauenbogen. Er wurde von der Rettungsabteilung verbunden und entfernte sich allein. « Die Verteuerung der Stratzenbahnfahrten. Wie wir von zuverlässiger Ouelle erfahren, steht der Stadtrat der Preiserhöhung der Straßenbahnfahrte» und de8 elektrischen Stromes ablehnend gegenüber. i- Briefkasten der Redaktion. „LLimmzettel der Jüdischen Nationalpartei." Diesckbcn werden den Wählern rechtzeiüg zugestellt werden. Aus den Konzerten. Dr. Paul Weingarten, dessen zunehmender uf den Stolz seines Lehrers ©Quer, bildet, brachte seinem Klavierabend neben einem Repertoire hoher Virtuosität Klavierstücke von D e b u s s y zu Gehör. Die. jeder groben Rhythmik abholden, in verschwimmenden Nuancen getönten Miniaturen des Neusranzosen, dessen Eigenart so viel Nachahmer gesunden hat, fanden dank -er Delikatesse des Vortrages großen Beifall. Ein.Hugo W o l f-Abend unserer Gutheil- Schoder bot ein erlesenes Programm aus dem italienischen und spanischen Liedexbuch., Der freie Vortrag, die unfehlbare Sicherheit im. Erfassen des geistigen und künstlerischen Liedinhalts überwogen gegen den sinnlichen Reiz, der von dem spröden, aber mit hoher Kunstbehandelten Organ der geschätzten Sängerin ausging, - Herta O b l a s f e r war dem wichtigen Klavierpart eine wohlgewählte Interpretin. Der Philharmonische Chor veranstaltete einen internen Abend, an dem sich der junge Josef Rosenstock als Pianist, Dirigent und Komponist betätigen konnte. Seine Klaviersonate, von einer Aufführung durch Professor Lalewicz . her bekannt, fesselte wieder durch die reiches Können, musikalischen Ernst und Formempsinden verratende Arbeit, ihre JJiHJ ^Wiedergabe zeigte einen Künstler im Vollbesitz der i technischen Mittel am Werk. Im gleichen Konzerte hörte man.vier Lieder von I. A Dasatiel mit; Violabegleitung (Frln. Kübler), die ein sich bildendes ^'Talent der Beachtung empfehlen. Die Sängerinnen;v. Haager und Runch ka, Josef Weiß, ein 'i sicherer Begleiter, und Konzertmeister I a n k o v i ch, der eine Dioltnsonate des Budapesters Leo Weiner zu erfolgreicher Wirkung brachte, waren uni den interessanten Abend verdient, den ein aus verstaubtem Archiv' geholter Frauenchor von Robert Fuchs 'abschloß. . .. Dr. K. M. Alexander Heydter »gestorben. Nach Friedrich Weidemann ist nun Alexander H e y d t e r gestern an einem hartnäckigen Nieren» leiden, das auch durch einen operativen Eingriff i nicht gebessert werden konnte, gestorben. Als Sänger von hoher musikalischer Intelligenz meisterte erbet -schwierigen Rollen die scharfe- Charakterisierung und' . lebendige 'plastische' Darstellungsweise, die zuweilen »an Josef Lewinski erinnerte.^---Beckmeffer,--,i.-.Alberich, Takleton waren, feine besten Rollen. Während der -Zeit seiner-»Erkrankung mar er von ^Rudolf BMdler -von der Volksoper ernteten, der auch fein Nachfolger -werden wird. vr. Ll. Oskam Nedkal'soll die Leitung des Tönkünstlerorchesters niederleam. Die' übermäßige - - Inanspruchnahme an der Spitze dieser Bereinigung, besonders als BegleitungLdji. ~ " '* c ' ’ ‘ " Die ErMhr«ng. Der Marktbericht. ' . Außer am Naschmarkt, wo auch gestern Nübeu- Muhren in größeren Mengen zu sehen waren, waren alle anderen Märkte ganz leer. Größere Quantitäten Zwiebeln und Knoblauch fcüefctn^ von gestern zurück und gelangen, wahrscheinlich heute zmn verkauf. An allen Markten waren gestern weder Fuhrwerks* noch!Bahnzusuhren angelangt. Einige Hundert Kilogramm Weißkraut »waren rasch vergriffen. A m H o'f erschienen wahrend des Taguiarktes einige Verkäufer mit Wurzelgemüse, das jedoch dem Bedarf' nicht genügte. Rüümreste aus den Vortagen wurden cmä) gestern, unbeachtet Kegen ^gelassen. Die Stadionhalle hatte 'weniger M.lchcmlieferung, als die Dcckmig der Pflichtmettge erfordert hätte. Tie F l e i s ch a b t e i l u n g der Großnlarkt* 'Halle bot ein noch viel traurigeres Bild. 50 (!) Kilogramm Weich- '-würste ivaren der Umsatz der frühen Morgensnmden. Später war sin der Fleischabteilung überhaupt, nichts zu bekommen. Am F i s chttn a r k t waren Reste von Klipvnschen ans den Vortagen imd -nmge hundert Kilogramm Schillnsche, die die „Nordsee" zu Martte brachte, das Gesamtangebot. Die Viktualirn*^?t) a U e war wieder mir knappen Rübenzufuhren und lächerlich laenuger Gärtnerwarenmenge versehen. Städtische Artikel und sEier gelangten gestern nicht zur Abgabe. Auch im Schleichhandel «sind ic-st Eier eine kostbare Rarität. - Die Lage auf dem MilchmarLte. In der gestrigm. «Sitzung der Bcllchversorgungsstelle machte deren Leiter Magistrats* 'sekretär Dr. R a t h e r zunächst die Mitteilung, daß die. Milch*; tuiKcfmnigen nach Wien neuerlich bedeutend znrückaegangm seien. Er wies darauf hin, das; der, ungarische Ernahrungsm'iUister ^Dr. B a l v g h y dem Bürgermeister am 5. Februar mityeteilt i bat, daß er im Jmereffe der Reorganisation der Mgartschen ^Milcherzeugung, beziehungsweise Mtlchversorguna von Budapest innd der nngari'chen Provinzstädte ein großzügiges Arbeitsprogramm j entworfen habe, dessen praktische Diirchtührnng die Bereitstellung \ eines gewissen Teiles der ungarischen Milcherzeugung für Wien s erhoffen lasse. .... . v . . Die Einlösung der. Petroleumbarten. Von der deMschysterrelchischen Erdolstelle wird mitgeteilt: Durch hie Sicherstellung heS polnischen Kontingents ist der Bedarf an Petroleum,,Kerzen, GaSöl und Benzin klis Ende März $e* deckt. Da sich' aber bei dem Transport des Mineralöls Schwiertg« leiten einstellen, so kann bis zur Einlangung des ersten ZugeS mit der Emlösuna der Petroleumkarten noch nicht begonnen (werden. Boraussichtlich werden diese Schwierigkeiten in einigen Tagm bchobm. so das; MM,.^WiOS^.MM-Eude leg> , _ . . Vereinigung, besonders als BegleituyaSdjrigeuh .dieKhn an wertvollerer Ärbeit verhindert, wird ,als Ursache aygegeben.' Krise ln per Hyfoper. Eine Versammlung der Angehörigen dieses Instituts hat beschlossen, eine befristete F ö r der u n'g betreffend namhafte 'Gchaltserhöhungen der Direktion zu überreichen. Wie wir erfahren, soll durch diesen- Schritt.mangels der "-erforderlichen Bedeckung der F o r t b c* st a n d'des Theaters' ernstlich gefährdet sein. Veer-Hoffmanns neues Ststck im Buvgtheater. theater wird im April eine interessante Erstaufführung * . ’J t •> i >i bieten. Beer-Hoffmanns biblisches DraMa ^J a a k o b S Trairm^, das als Wes Stück einer Trilogie erschienen ist, wird am Burgtheater seine Uraufführtma erleben. Der; Jaakob spielt terr Gerasch, Frau Bleibtreu die Rebekka. Herr Höblmg Jaakobs rüder Edem,. Frau MedelLky und Frl. Wohlgemut dessen Frauen. Der RachlqH ,(Ludwig Anzengrubers. Unter Mitwirkung des Sohnes des Dichters des Wiener Schriftstellers Karl'Anzengruber wird im nächstm Jahre die erste kretische Gesamtausgabe der - Werke'Ludwig Anzengmbers .erscheinen. Die beiden wissenschastlichen Bearbeiter. Dr.. Ludwig Latzke, Wien, XIII,/ Penzingerstraße 146, und. Professor Dr. Otto Roinmel,. Wien, XV Ul., Schopenhanerstraße 34, bitten die Besitzer von Handschriften', Bilderst usw.,' welche mit Anzengrubers PersönllchkeiL in Beziehung stehen, um Beuachrichtung zmn Zwecke der Erwerbung oder Emsichlnayme unter entspttchmdm Bedingungen Gin jüdisches-Kinderbuch. Das Jüdische Märchm von Irma Singer Brod und Textlsiustrali.omn von Agathe, Geschenkband 7.70 Kronen» Diese erste jüdische Märchensämmlung unserer Tage konnte nicht kaltblüttg am Schrnb'tisch Zusammen* gestellt werden, siestst unmittelbar aufgesttrgen aus der Not unseres Volkes, aus oem unvermittelten Nebeneinander von Bedrängnis und Traulichkeit, aus Aengsten und Träumen einer kleinen Schar jüdischer Kinder, die aus den Umtrieben dieser ordinärsten, gewissenlosesten -aller Zeiten wie auf ,eine lleine warme Insel in Liebe aerettet und' geborgen waren. Irma Singer, eine frische, junge Turnerin des Prager „Makkabi", hat diese Märchen zuerst den galizischen FlüchtlingSkindern im Prager Kinderheim erzählt und datui, den; Drängen der Frennde imb Kinder nachgebend, niedergeschrieben. Nun werden sie tausende Kinderherzen auch in fernen Städten erquicken. (Zu beziehen durch tzen Verlag A Lowit, Wien, I., Fleischmarkt 1.) Gottes Volk. 'Nathan Birnbanms' mit ungeheurer Be geisteruug auftzenvmmene Grneralabrechmmg mit den Heidenmden als einer Tnlppe der niropäischen jüdische Revolution der Geister erschienen. Diese Schrift gibt grohle Jnstilütion der Weltgeschichte, die jüdische' GotterkennMis verschloffene Buch^ Singer mit Nachwort von Max -AgatheLöwe. Preis in.elegantem se erste jüdische Märchensämmlung Sport. j v Zeh« Zahr^ jüdischen Sport«!. Der -SpvicWib „Hakoah" feiert Heuer seinen zehnjährigen Bestand. Aus kleipe» Anfängen hervorgegangen, hat er, sich im jüdischen Sport rme domimerertde, im dentschosterreichischcn Sport eme geachtete Stellung errmigen. Die'KlMeittmg beabsichtigt, im Laufe der Saison ein großes Sportfest zu veranstalten, zu welchem jüdische Turner md Sportsleitte der ganzen Welt emgcladen werden sollen. Auch sonst ist eine Reihe von Jubiläumsveranstaltuugev geplant. i Vcroiii.es gr hö } ,‘tatt, in welcher die Namensänderung I. T. V. „Makkabi" Gö* ti ding, einstimmig beschloffen wm'de. In der nächsten Zeit wird ein Turnsaal gemietet, m welchem der Betrieb so bald als mvglick t ausgenommen werden soll. . Dtr jüd. Spottklub „MnkkabaaE Pretzburg wird >- in der heungen Saison häufig in Wien zu Gaste seüi, da es in - Prrßburg wohl nicht an Gegnern, aber an Sportplätzen mangelt. Saisondeginn. Am. kommenden Sonntag sollen bereits rvßr Fußballwettspiele stattsinden; die tatsächliche Durchführung angt vom Wetter ab. ' . / Letzte NachrLchtm. v.' Prager Börse.? Prag, 12. Februar. (Tel. der „Wr. M'orgenztg.^ Die Präget 1 Börse verkehrte in durchwegs fester Haltung. In - Bankwrrten erfuhrenZivnostenskaBanka einemäßigeSteigerung, während dieböhmk jchen Uniondankaktten zu mäßigen Kurs emgesetzt wurden. Aui dem Anlagemarkt war das Geschäft nicht bedeutend. Nur in tschechischer FreihütSanlerhe fand größerer uv Kurs -statt,' währ Emissionsmstitttte gekonnnen wäre. Die Abstemplung. 1 . Der Effekt in Böhmen. Prag,. 12.-Februar. (TA. -der „Wr. Morgenztg.") Dir- Abstempelung der Noten wird . dem Fiskus einen, sehr, b c t r a ef) t l i ch e ri (S t e n e r e'r t r a g embtingcn. Die! umlauf' von nur 10 Milliarden Kronen .aunimmt, dem Staate' M'Millionen Kronm zufließen. / . Zürich» 12, Februars (Tel^-Komp.) Die „Zürcher MoraeM ig" v'ero.sfentMt.Me^unterttduM mit einer leitenden Per4^ zeimng veroneutttcht eme umerreoung mu einer teuenven,Per-. lösilichkeft eines Züricher Bankinstitutes über -die Abstempelunsi' der KroneNnoten in dm Stäatm des'früheren Oesterreich. Nach '. Mitteilung dieser Persönlichkeit beurteilt man die Abstempeümgi der Krouennotm als den Gewinn der Kleinstaaterei.;Ob bannte eine Befferüng deS Kryncithrrses zu erwarten ist, ast fraglich. Bielehänge vön den Modalitätenab, unter' denen - die Emzelstaäten i den Umtmffch in: ähre., spätere NaiivnallvLhnmg vornehmen iverden. Ausländische Besitzer von Kroneuwerteu sind 'vor-die Wahl gestellt, welchen Staaten sie ihre Kronen zur Absteinpelung einsenden werden,' wobei das Recht der Wahl mntralec Staats* an. tttri gehöriger noch ungeklärt ist. Nach Meldungen, die in Zürich :sievm, wird' die Entente gegenüber dem ehemaligen Oesterreich- .? Ungarn das Beispiel yon-Delgien wiederholen. Die im Besitz - (der Enlmte .besindltchetz, Kronenmmgm werden durch., dis -Maß-,- kregel-nicht betrosion, da die Entente den Kurs für den Umiäüsch idem Vernehmen nach' 'selbst bestintmen, vielleicht sogar Zahlung' in Gold vetlangm-wird. -- - Unsere Vorschützanleihe in Deutschland. Die zwischm der -deutschösterreichischen und reichsdeutschen' Regierung, wegen Gewährung eines Markvorschusses schwebenden Berkandlmtgen dauern noch an. Es handelt sich nach dem gegeu* wärtigM. Stande der Verhandlungen iim einen einmaligen Betrag -von.200 Ätillionen,Mark/' für welche Deutschland als Deckung.- r 400 Millionen in Kriegsämerheverlangt, und zwar -ie 75 Millionen^!, erster und'fünfter Änleihe, den Rist in Schatzscheine!: vierter,m'^.- achter Emission. , Die Mörder Liebknechts und der Luxemburg. Berlin, 12., Februar. Die „Rete Fahne" veröffentlichte in ihrer heutigen Nummer einen auDfAhrlichen Bericht Mer die Ermordung Liebknechts und der Rosa Luxemburg, in dem namentlich angeführte Offiziere u n d S o l p a i en. d e s Mordes b e» schuldigt werden. Der „VorwärtL" bemerkt hierzu, er verlange die strengste Untersuchung dieser Beschuldigungen. Bestätige sich der behauptete Sachverhalt, so fei gegen die Schuldigen mit der ganzen Strenge des Gesetzes rücksichtslos vorzugehen. Die neue bayrische Regierung. > Auer MinisterprAsident? » Perlitt, 12. Februar. Wie da^ „Berliner Tageblatt" - aus München meldet, sind die Beratungen zwischen den Patteien übek die Bildung einer neuen Regierung in vollem Gange. Die bürgerlichen Demokraten sind -für, die Sozialdemokraten gegen die Heranziehungdes Zentrums. Nach den Vorschlägen der Sozialdemokraten sollen diese -fünf, die Demokraten drei , und der Bayrische Bauernbund einen Sitz erhalten. Als -zweifellos dürfe jetzt schon '-gelten, daß Auer Mintsterpräftdent wird. Völlig ausgeschlossen sei es auch-nicht,-daß die Unabhängigen, wenn sie mit den MehrheitssoMlisten zu einer Einigung kommen sollten^ unter -den fünf sozialistischen' Ministersitzen einen mit EiSner besetzen könnten. v ' -"- -'f! :‘ GdrvgVd Ärey erblindet, 4t«tsterdam» 12. Februar. (Tel. der „Sv. Müraenzta.^ Wie „Dailh Mail" meldet, ist Sir Edward G r o y, der chp malitze Wcm'ister deö Auswärtigen^ der bekanullich feit emiatzr Zch auaenletdutd war. nmr v o llitäud ia erb lr'nd 11 . S

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