Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 24 (11.2.1919)
- Date
- 1919-02-11
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Dienstag öhrlichen Gehalt bis zu ks 9609 ausdehnen, ja nach denf 'Gesetz iömieit die Bedingungen. fitv die Einbeziehung in dieFmnilien-?ersicheruug noch erleichtert werden. Mrs bedeutet eine schwere Schädigung, eine weitere Proletarisienmg, ja den Untergang des frei Praktizierenden Arzt,es, Her größte Feil des Mittel- Landes, der bisher die Klientel des vraknschen Arztes bildete, all! nunnrehr in dir Hände deh. Kassenarztes,?.mnal in dem von Gehalt bis K 9600, noer nicht von Einkommen ns K 9600 gesprochen.wird., so daß Leute und deren Familien-? rngehörige, die zwar nur K 9606 Gehalt beziehen, deren Eiftloninren durch Provisionen-. Tantiemen n. dal., sich auf 8 20.060 ,'is L 30.^00 erhöht, der Kassenlesitungen'ü-etep sonnen. Da trotz der Zunahme der Kassennntglieder die Kassenärztesiellen nicht entsprechend vrnnehr^ deren sixe Bezüge nur um Geringes erhöht werden, so werden diese Aerzte nur zum Schaden der versicherten Kranken phne entsprechendes (Änkommen stark beschäftigt, indes die frei praktizierenden Aerzte echen noch schwereren Daseinskampf führen werden. Wir stehen jetzt im Beginn der sozialen Evolutionen, die Sozialisierung wird" konnnen, aber es ist, charakteristisch, daß die SoziasisinmnflSbestrebimaen' gerade bei den Aerzten, mrfangeu, indes die Kapitalisten geschont werden. Wir Aerzte haben aarmchts dagegen und wünschen es selbst,, das sich der Staat der Proletarier annnnmt, er kann sogar die Reichen in die Krankenversicherung xinbenehen, aber er muß auch die oroletarischen itlerzte schützen, muß auch ihre Existenz sicherstellen. Wir werden gerne Beapl-entiizre werden, wenn es auch nicht unser Ideal ist. Wir werden dann wenigstens zu einem gesicherten, ausreichenden Einkonnnen, zu begrenzter Arheits-eit, ftfErholpngs? nrlanb und Ruh egen tzsien gelangen, Dmge, die her vraftische Arzt picht!ennt und die seinen Lebensabend verdunkeln. E iw e Hoffnung bleibt einem Teil der AerZte, daß die Kranken trotz Versicherung den freien Arzt ihres Vertrauens wählen. WHn im Firbrr. ' Wahlkamrrf. — Srratzenm»fik. — Aersweisunge«. j Eine kälteschauerndL,' vom Mbel der Hoffnstngslosigkeit umhüllhe Gtaht. Moschen, wie hiß siMft hungrigen Jahpe. Nnd dennoch, xs ist daß M Wßfl, welches der Welt einen Haxen ansrflißt, Eine slntex? Welt unsagbaren Elends, eine Hölle des qrmon Mannes, der Kindersterblichkeit und Selbstmordepidßmis wird Porr den lärmenden MsmrnM Otrtzbßr? tums stbgr^nt und maskiert. .Mlßs, tpgß hie $fit fordert, wird unterlassen, aber Uw Rhapsüdie Hch sonnender Staatssekretäre, donaurauschendep, hlä^schen? der Wahlkandidaten, reklamesüchtiM GsHaftelhubep geht verloren. Ihr Tun und Rehen, Wind in der Wsiste, lvird mit den Mitteln der wehrlosen Druckerprssse, geduldiger Plakatwände uud jener, die nicht alle werden, auf eine Menschheit losgelassen, die, nach Hrvt schreit und der mgn Gteine huwirst. * Die vormalige Regierung, deren offenkundige Unfähigkeit ihr wohlbswußt. war,. wird tzon dieser, . die es sich nicht eingestehep will, um ein Erhebliches nbertrosfen. Oder war bis heute keine Möglichkeit gegeben, mit den Nachbarstaaten in ein Austauschverhältnis zu treten? Wir haben Kriegsyerdiener als Parlamentäre geschickt, wo wir Menschen, die mit der Zunge der Versöhnung reden, hätten ausserchen.sollen.- Wenn auch Deutschösterreich mit Prettern vernagelt ist, die Herzest der Mensch?» sind es nicht, nur hje Gprache von Diplomaten und JsnbrWteMiM' MW/ . sie.- gM-. verstehen. Am KrankenbeLt der gewesenen Reichshaupt-- untz Residenzstadt machen sich gar viele Doktoren zu schaffen,, die als Scharlatane entlarvt und dennpch von' ihrer Quacksalberei nicht lassen wollen. Sie wpllen au?. Wien ein „Kulturzentrum" schassen und beginnen damit, indem sie die ^ausländischen" Studenten von der Hochschulen jagen und in einem Atem die Errichtung einer Spielhölle auf dem Semmering planen. Ihre- Gasthauszipilisation, die, sie" fälschlich"für Kultur ausgeben, auf die aber die Welt nicht Mhr hereinfällt, soll Fremde aus der ganzen Welt nach Wien ziehen. Sie meinen die reichen Fremden^ die reichen 5lxanfen für ihre Sanatorien, und vergessen, daß diese, durch die Mißhandlung armer „Fremder" belehrt, schaudernd biejj Stadt in einem Hundertmeilen kreis umczehen werden. Die Wiener Kunst, mit der es nicht wert her ist unh die Dichter, wenn sie von der Art der Magiftratsiyriker sind, werden den Untergang dieser von allen guten Geistern verlassenen Stadt, an deren Grenzen auch die des Miniaturstaates enden, nicht verhüten. Und die Steaßenumzügs mit Musik für Wahl? zwecke, die Erweiterung der' Sperrstunde, der Ruhm der. Zillingsdörser Werke, die Freizügigkeit auf der Straßenbahn, die „stürmischen" Versammlungen und die Demonstrationszüge vor dem Parlament sind nichts als die Fieberträume unseres erlöschenden Lebens.'Wenn aber diese Stadt genesen, wenn sie aus der Reihe der Weltstädte nicht verschwinden soll, dann mitf} sie sich zur Freistadt der Geister und zur Hüterin der Arbeit wandeln. In die Ecke mit dem Plunder von veralteten Konzessionen, behördlichen Kommissionen und erbgesessonem Spießertum.' Freie Arbeit, freier Handel, freies Studium, freies Leben jegsichem Individuum und jeglicher Gemeinschaft in diesem Zeichen mag sie werden, wovon sie heute ferner als je rr ein Kulturzentrum. Errichtung eines österlichen Svttals iy dep Leopoldstadt. In' der letztest Sitzung der Bezirksoertreumg Äopoldftadl stellte Bezirksrat L c d e i e r den' Antrafli det Bezirksrut wolle den Beschluß lassem haß im zlveistn Bezirks chevaldrgjt cm orfentlrch e ß Spital MM Begründet wurde der Antrag dmmt, daß das im Bezirke gelegene Spital der A a r m b c r z r fl c n 'Brüder ein P'r i'v ä tipital ist, und daß dieses den Bedürfnissen des dichtbevölkerten und msgeb-.cireren Bezirkes längst nicht mehr genüge und gerecht werden könne. DflS Spital der Barmherzigen Wider sef immer >i b e r s ü l l t und niiissen täglich Kranke, die keine Attsnahnre i'.nden ks-ane.'., abgewiesen werden. — Die DczirkSpertrctuiig hat scn Antrag äuge n o in m e ,* Regelung des Verbrauches von Rotatiottsdruch; papier. Da sich im Hinbück' auf Re Wahlen ein gesteigerter oapierbedark der Tageszeitungen geltend' machte, hat' M das siaatSoiiu Hb Kriegs- und UebeMstgSwirtschafl veranlaßt gesehen, Wiener Mopgenzettung den Verbrauch von Notationspapier durch dir Zeitungen ab 11, Februar 1919 lstS auf weitere? dahip. M regeln, daß gegenüber dem für jede einzelne Zsiwng vom Staatsanst yMMten und ihr bekanntgegehenen LstferunaSqnantmn' lediglich eine Einschränkung von 85 bis' Prozent Matz zu greifen hat. Für Zeitungen, deren Liefermtgsmmntnm 'sticht mehr als einen Waggon monatlich beträgt, können Ansnahmen von dieser EinschränftMgsverfügnng gewährt werden, Dgs Höchstansmaß der hedrucstm Fläche des Textteiles wN'cho bei' einmal Mich' erscheinenden Mstmtzen mit 825.080 Quadratzentimeter tsS86Seiten des Nornlalformates) innerhalb vier Wochen, bei zweimal Mich erscheinendtn Zeistingen mit 486.586 Quadratzerttimeter- G76 Seiten deß NorglglforMjeS) während desselben Zeitmnmes fesiflefegr. Jene Dsättei^ welche in; Jänner 1917 dieses Hochstanswaß nicht' erreicht haben, ' dürfen das ngch dein Durchschnitt des Monat? Jänner 1917 sich ergebende Ausmaß ihres Textteiles nicht überschreiten, Für Gönne oder Felertagsnummern wurde, das'doppelte Unsrnaß des durchschniulichen Wochentagsumsanges porgesehen. * Die Verwertung der Textilbeftünde der Zentralen und der Sachdeinobilifterrmg. Di« Ergebnis^ der Verhandlung, die gestern mit einer hrrM llnterbxechnNü ppn Ist Mr vonnittags bis hqsb 8 Uhr abends währte., Wd csti. der, sich die Experten: Bernhart, Cerva, Decker, Fischer, Dr, Förster, Frankfurter. Freimd, Grünbaum, Heindl, Klidlucek, Ktingrnberaer, Kokrda, Kolasia. .Knnz, Löwp, BmPriWent De, dreißig, Nothherger, Saster. Steins . StziMarA, Pfftzl. Wpndra, Aflbranski nnh Heltzllfa b?teilisiten',ftM? Gtaatssekrsstä? Dr. \\ x b n n in einem Resümee zusammen, Ec gab namens des Staatsamte? für Gewerbe, Industrie und Handel tz;? Erklärung, ab, daß er der Bildung eines Fach bei rgtgs hie MiiiWNMfl erteilt, WY daß sobald wj?' möglich an dessen Errichtung geschritten wechen wird. (Beifall.) Aufgabe dieses Fa'chbnrates,,der zunächst den Zweck haben wird, eine enge Fühlungnahme zwilchen dem Wirtt schaftsverbände der Dekle'idrmgsgewerbe, beziehungsweise der Kansmannschast einerseits nnd der PpWhekleidnng andererseits herzuftellcu, wird es vor allen; sein, bei der Lianidation der Terrilzentrglen nftWyixstp, Ferner wich dem Fachl'ckat das Recht nngvränmt' wcchen, vor Grlflsfmlg von Berordmmgen, welche dre Volksbekleidung botrefsen, gehört zu werden. Es erscheine zweckmäßig, diesen Fachbeirar gst eine bereits bestehend? Organisation anMschließen, nämlrch an dre vor klnzeni emchtete Hguprstelle für Pylksbckleidnng, h.e^ der phnehies eine Bekleidimgskonmüssion vor? gesehen ist. Es wich Vorsorge Mossen, dgß piesr BekleidungskmnmWpp ass Fflchheirat die entsprechende Zusanimensetzling erhalt, wobei von vornherein zugmchert werden kann, daß sowohl die Kausmannschast nls auch das Gewerbe, die Konsumenten und der Soldatenrät darin pertt'eten lein werden Md.einen maßgebenden Einfluß bei asten Veschlüffen und Gph'cheidungen eingeräumt erhalten, * Der Selbstmord des Fabrikanten Ianowitz. Wir erhalten folgende Mchrift r ..Berehrliche Redaktion! In Bei"? tretlmg der Fämilie des am 16. Jänner verstoßenen Herrn Wishelm I a n o w i tz bitte ich, zrw Bkrichtigung irriger Gerüchte, der FeftstestMg Raum «eben zu wollen, daß sein unter tragischen Umständen erfolgtes Ableben auf eine schwere, seit längerer Zeit währende Genüitsdepvession zmückznführm ist, welche durch di? Aufregungen der heutigen unsicheren Zeiten uno Berhältnjft'e yemrsacht war. Das Ableben des Herrn Wilhelm I g n o w i tz. steht abev g u ß e y allem Z n f arnme nhänge mit dem Vorgehen dev H l e u? ra d m i n i st v s t; P n Wien Vil^ mit welcher seine Firma ksinertei Pifferenzen gehabt hat. Mit dem AuSdrirch vorzüglicher Hochgchttmg ergebener Rechtsanwalt Dr. Lndwig Gelber. ' * MVischexMittelschU?rhund, Di? tzecsramnsnMmex bpv iüMenHchiilerschgft von 40 Weper Wttchchftlm 'hävM folgende Re,olutwn Maßt:, Me am Sr, MftNer ver,ammeltkn Per-trauenßmuNpex der rüdstchen Gchülexichaft her Wreper Mittel? Ufjuteu fordern hie Leitung . dec .ZGtralsteÜ? jüdischer Jngepd- Mppm ist Mim chebaldjgftDm MMen MMichUerbagtz ms Leben z;l.Mep, hex sich m LeMsiestioue;; zu gsledern hat, lkuppk oas ^eonrnns zu engeren; ramergsimamimetl riumulmknch'lnß ergibt, wird der .^Jüdische Nsitmschiilerbund" hie HMehuNA reier Vereinigungen veranlassen ppd derxy Tütjgkekp weitgchendst unterstützen. — Mittwoch ' den' 12. Februar 1919 ' findet rm großen,Sqale desMicherösterrelchisehen G?Werbeveceines, I., Escheng Pihr ttachnfttlagö. * Die KtMroilsg n, Ischl a?§ lMpWirtschaftkfche Schule. Wre aus Bad Ischl mityctoilr wü'v» Wurde im dortsaen Gkrneinberat befchlpften, hie ehemastgo Kgisec-iffg jg hrn Besitz her Gem^ir.dö str ichenrymen stnh ist eins l ä;r d- W i r t s ch a's t jt r ch e Schule rlninttqanbsln,' s Die internierten Veutfchöfterroicher in den Vereinigten Staate».' 'Laut einem Hierher gelangten Telrgramm der schwedischen Gesandtschaft iri Wasbiugt'oft hat das Staatsdepartement mütgeteilt, daß voraussichtlich, ein Gesetz 'm lassen werden wird, demzufolge die" in" den Vereistikte» Staaten ifttrrnierten Nngrhöritz'en der ehemaligen Lfterreichisch-npgarsschrn Monarchie völlige Freiheit erhälten werden. * Jüdische Sotdatenfursorgr. Am 6. d. M. fand der zweite jinterhzttungsabenh he; echkr Anwesenheit pyn M Teilneßinern Hatt, Nach'hen ciüleiteiibcif Worten de? Hersti Ober? keiitnänt Snßnmnn sang Frau' Weinwmch-Grqf von; Indischen Theater, von Herrn Graf begleite!, 'einige'Iar'flon-Lieder>'bie nrit grgßfr BmeisttrWg WSshtzrt wuchep. Hiemuf sang Hzxr Prqx feffor Ui*;cn aus Lemberg gin Duett mit Frau Wnntraub und dasift das stieb' äus"Rabbi Ioselmaun.' Seifte steistunqens ebenso tpie' hie" M.ipiervoxtrpfle der Frgu Hkstnee nsth M'BUM wurdest' mit" großem Beisnst quittiert. Nach hem MMMche»; Teil sprach Herr Adolf' Stand über den Z'chnsMs in der Wettvolttik, He^r Obi'rleMnant Watlgch über: »Wie der Wfche FMöldät seine Heinmt wkeber>an'd l" 'Herr Bmels dankte n« sikamen dev Anwesenden in hebstjischer Sprache dcx 8eittu;g dex jüdischen' Soldaieufünorge, * Schutz dKAtkch« IRädchentugend. Aus Meran wird berichtet: Die Dlrettjon' der. diesigen MähchxtthsiftdMchule sah sich vertmlasn, an das italienische Konnimiido ose Bitte zst richten, dasttlhs wolle 'auf die OssiMre dahin Einfluß nehiuen, baß diese von „A n b a n d e l u n g ö v e r s n ch x;»i t Ij e u Handleös chülerinnep puj her Straße äb'ehen mögen. Der Kommandant antwortete hierauf dem'Direktor der Hattdelsschule, daß er das Emmchen wobl wunschgemäß ipfter den Ofstzieren verlantbart habe, obwohl ihm, als einem Italiener,ein solches Ansuchen sehr j o n d e r b n r erscheinen nMe, denn.in Italien wüßten die Mädchen' selbes was sie 'm solchen Fällen zu tun hätten, Es wiird? sicherlich ftiiieni rwlienischLU Mädchen eittfalleN; pus derlei ..Anbandklupgsqepsnche" Peutschex zu reagieren. * Ein jüdisches Wochenblatt in Paris. Das Jüdische Korxespondenz-Burean im Haag meldet,"'haß yntec steitnng des Herrn MörriS"M a v er, Herausgeber der jühijche» ..Times" in London, ein j i d v i ich e 8 WoclsxMatt ' unter dem Titel „Hie Zeit" Pep,stächst ist Paris erschxineu svstd. * Palästinevsep in Marseille.?luf einer PestannFung einiger PM-iilenie'r ist ParseW wftrde ' bort eine zsonMsche Ortsgruppe „Benjämin Pisraeft^ gegründet. N. Fehma? {619 M24 Lrchwig Geigex, Ludwig Geiger war bex Repräsentant einer gesiorbenew Zeit„ der hie Welt nicht mshv verstaut' und .mit enwpftnverftxosfßn'eq Md ahnungslosen Aqipecht. d-M-chmWkM.- W hesttscher Literarhistoriker gehörte t»r zu jener Ogttstng! vpn' Pxpfessoxen, di« über den philolügischön ÄMjfst djs Größe deS Kunstwexkeß pergißt, die mit indiskrctev Geschäftige W im ^ebxn der gxoß?n Mänusr herumwüßli nri-^tpeifßHs Wertvplle Wsnltate dex Forschung durch selbstgefällige Mgan«:. sutjpertöt. Geiger hat al^ Hoetheforscher BsdxutchchsK'.L leistet stnh eiste Menge Nttchßr sther Goethe geschrieben. vorn Geiste Goethes wgr ex sticht beriihrr. der Juden zu sjnsste^Iuttzxität' zu machen,'., pnd'. so bekaue er eine Püstttsst im 'Huöentum.' st»ax Mitglied der Berliner Gersteinderrpxäftntan'z ' Md M Herausgeber der i,Mgenwiuen Zft.tung de§ Iudeutumk-" Rachfr.siger tzpdiyig PbilrppsonZ, Der Liberalismus, bex in der Linie per' von seinem, Äater geförderten Eustvlcklnng i lag, entartete bei - ihirt Völlig ' zur. Karrifatur. Dis grsine /.Alsgßmeine^. die mur schwäch? des nationalen Jrldeuiumö und de^. Zionismus. Geigers Angrisfo auf brft <Alon'isjnuS euthehrterxl nicht des liebkftswÜMgM KUMM?, und Hw'ziv-iisiiMu flaue rönntm eine chumoxistisch? Gch durch ganz -tzipptwujschf Wiedergabe hyn WigW Uenßerungen füllen. Geiger nahm, einchch niHt zpr Kenntnis, was 'im jüdischen Volk vsrginft^ Er schp-tbt über Exeignisso und Pewegungen, die die Massen zutiefst aufgsxührt hatten, in väterlich verweisendem Tgn, etwa so; „Eink gsswisse Vewegurrg, pyn bar ich noch nie etwas gehört Hgbe, wendet sich qft wich . . . opex: „ich kann dtesg-Oendenz nicht bitligen'ch usf. Er war von gerade?, erstaunlicher Unwissenheit in jüdischen Dingen, dewegie siap im Fahrwasser em?v nÜchieiMEtionattstischen Anfklät-Uttg, und ' suchte bewußt die Mimilation au Deutschtum und^-- Protestantismus. Pein deutscher Nationalismus kannte keine Grenzen; er ging so^weit, zu ftrtcgsbeginn jede Gemeinschaft mit den russisen Juden als „Feinden^ abzutehnen. Er konnte.-, auch das Judentum uichr anders als durch den Spiegel her Nichtjuden betrachten.' Kudwig Geiger war der Reprwseptant einer Zeit der tiefsten Selbsterniedrigung des jüdischen Volkes^ Er blieb auch von d'.'r: neuen Welle brr. jüdischen Be.^. wegung ganz unberührt. Er War eine typische Gestalt uiiK der markanteste Vertreter eirrer Richtuug, die sich selbst ad' absurdum gesnchrt hat. Die Ernährung. Der MaxktherLcht. eu sich die Verbrastchest . .. ,.. .. öemiistz, das schon'W einigen Wochen in der Stadt mrsichthflp ist, Oxjmzeughänpkex ftus den inneren. Bezirken, Vetriebe und grössere AuZspcisch " beu es „schon längst «ufgegeKen, ihren Bedarf anMlen hcwen es sch> . ..... aps den Wiener Dmtlren zu decken,' Doch' auchdie Privat?'» HaushalnmgPl versuchen vergebens Gärtuerware flüfzrttreiben. Die Bczirrswrrtfch.aWelteu ve^u sich Gf die linwegsG!/ tit ^mp Mo roki Äon So», äVrr\?i>i» nnS . uU.miii wist.» »j?fe sich,' weshalv man vm P-q-ym .......... ...... ...... ...... merk schenkt. Di? V-i k iu a l i e n hfl l l e batte weder Bittnalien »och ftMsche Uctiftf, Di« 8 MgggSNö Halchrübeu. die ass BahnsyrM, und markt -hatte ich Verhältnis MU Hehqxf viel zu wenig Grifts waren. N»nbne»d dnrst» di» ttnink»? vnn Witlsr» Wifnt waren, während durch tzle Zufuhr VW W.lM . Kilo Ml, - tettffl. m- 5(KL WlpMMM, KtzhlrÄen umex Bchgxs.fük Mm schall für Tage vgrM gedeckt ftt, Obst .M MM Wvll «uc Mge.WMs fehlten fthcrhaupt. Airs sipflflrn oingetaM, Ms Böhmen hingegen hält di'eHßzeichneftwaven, doch /flus den Bestanden an Gefrierfleisch-sicher äusgebotxn,' doch Wren mich hiefe'schost i» den ersten'Morgen-- stunden.aisveMnft. Auch die'andevm Bezirksniarsie waren gefirc:. verödet, so daß der Verkehr dementsprechend aussies. ' . Zrpiebach an MinLeftberpittelte. In. dieser Woche elangt an' alle Ntindestdennttesien, ohne Rücksicht, ob sie scliaü .^gxtyMahKahe. Mittwoch, Hynn e r s j n n Wd eitag werden' n Fpersag Und zwar^L, schnitte M bi sin VI., VIJ., sind XIX. Bezirk Karksstvtn', mrainm pra Kopf gegen Abtremurug der Ab« der Kaewstellarte ahgegebsn. Letzte Nachrichten. 6 Mr ahendrs, ifn gstaurg n t SnVpfWien, jl,, Mtzr,. Kleme Zuschch e WßW AlWstillWgßstxfltz^ yisrw\s Äedrler: David NßbeMhk, Stagfsbnhncflt Jpg. Robert Stxicker, Frap Erna Hätgk.' - ' ' Heute. 6 Uhr abends^ im Reftanrntionssaal «Köstig Payi'tz^ Wien, Augarfeystrahe tz,' . Redner: D.r- Elifls Feich, Nebenzahl. Heute, ß Uhr ghmdß, m Rauscherstraße 5. . Redner: Dr. Keopsish PlaschfteZ. Joses Deutsch. . Hesite. 6 M aheM im Cafö Mpfltz;' Fritz spitzer, Hr, Leopold ^schLesi. W MdischWMtzlen yus. H'ttqki-stift und KeMqls MVr >ich Heute ystMß M 8 W m smßr michtißen BMechMg W Cqsä Iungmann. Wien, Ms., 'Dstyk-.