Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 22 (9.2.1919)
- Date
- 1919-02-09
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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'Seite 2 ’ - > Wien, Sonntag * Der Auswersungserlaft an den Wiener Hochschulen. D'as alte Rußland ist gefallen und der Zarismus ist ^-schmettert: aber eilt neues Rußland ist erstanden Und fmt dem Geist der Zaren, .der nicht sterben will/ eine sichere Zuflucht und ein Asyl gewährt. Dieses neue Rußland ist — die Republik Deutschösterreich. Noch nie im Ästüfe der Geschichte ist der Name der Republik so-entweiht, un^'geschändet worden wie hier; oder wo in aller Weit gibt eS eine Kulrurschanbe wie das deutschösterreichische Staatsbürger» geseh. wie die Annahme Antrages Reumann (des sozialdemokratischen Vizebürgermeisters von Wien) und neuesieus den Erlaß des StaatsamteS für Unterricht. Über die Verweisung der nichtdeusschen (lieS jüdischen) Hörer von den Wiener Hochschulen! . Im November vorigen Jahres sind mit allen anderen auch die Hochschüler-aus. dem Felde zurückgekehrt und haben. ,deu alten Staat, für den sie — Jude» und Deutsche gleichermaßen — geblutet, haben, nicht mehr vorgefunden; an seiner .Stelle waren freie Republiken entstanden und die deutschen Studenten haben sich au dieser Freiheit berauscht, lpie einst am Wein. Und was sie früher im Weinrausch gefordert '.haben, darnach verlangten sie jetzt im Freiheitsrausch: Judenreine Hochschulen! — Im Parlament des alten Oesterreich aber saß seit vielen Jahren immer zumindest ein aufrechter Jude, zumindest e i n Mann, dem Wohl und Wehe .seines Volkes sein eigenes Wohl und Wehe waren, und an diesem einen Huden, der ein Mann war, zerschellten diese Angriffe gegen Recht und Gerechtigkeit, gegen Kultur und Zivilisatiou. In die ' provisorische Nationalversammlung Deutschösirrreichs aber haben nur Juden ihren Einzug, gehalten, denen ihre alte deutsche Burschenherrlichkeit mehr galt als die heilige Forderung nach. Freiheit der Wissenschaft und ihrer Lehre, und mehr als die Dogmen Karl Marx'.' Diesen deutschfreiheitlichen und sozialdemokratischen' Juden, die mit jedem ihrer Worte und mit jeder ihrerTaten-Verrat an ihrem Volke üben, ist es -zu danken, daß diedeutschen Studenten schon im November vorigen Jahres ihre Forderungen nach Ausfch Inß a 1 ler nichtbeutsch e n H o chschüler von den Hochschulen, von der aus jüdisch en Geldern errichteten und. erhaltenen allge me tuen Men 8 a academica uitb Don betn durch. jüdische Studenteu gegründeten allgemeinen Wirtschaftsverband fordern, und daß sich die akademischen Behörden bei diesen Forderungen auf -Seite der Studenten stellen und dies öffentlich erklären durften. Dir jüdisch bewußte Studentenschaft Wiens hat sich iunu ersten Augenblick an, da solches verlangt wurde, mit aller Macht dagegen gewehrt, .hat durch den gemeinsamen jüdischen Hochschulaüsschuß allen Rektoraten zwei Memoranden unterbreitet,^in denen sie feierlich erklärte, daß -sie den deutschen Charakter -Wiens der Hochschulen anerkenne und nicht verletzen wolle, daß sie aber die Wiener Hochschulen wie alle anderen Staatsgüter als .im Liqutdierungsstadium befindlich betrachte und daher als Minimum verlange,, baß die vor dem Kriege hier inskribiert gewesenen und "in den letzten Semestern stehenden Hörer an der Vollendung ifjrec Studien nicht gehindert werden, und daß sie den Ausschluß der Juden aus der Mensa als Hohn auf alle Menschlichkeit brandmarken müsse. Hie jüdische StudMenschgst. hat ferner, daraus, verwiesen, daß eS gerade jetzt im ureigensten.Interesse der Wiener Hochschulen liege, sich fremden Studierenden, zumal solchen, die über keine eigenen Universitäten verfügen, nicht zu verschließen, und hat schließlich MUxl" und Wege gezei-ft, um den allenfalls bestehenden,Platzmangel zu beheben. - Der akademische Senat hat die jüdische Studentenschaft — nach vielfachem Hinhalten — keiner^ Äntwyrt gewürdigt. Gleichwohl bestand — so schien es wenigstens — die Aussicht, daß es schon mit Rücksicht auf die Intervention der Gesandtschaften mehrerer Staaten, beten Angehörige durch die Ausweisung getroffen worden wären, zu solchen Maßregeln nicht kommen sollte. Und e§ hätte dazu nicht kommen tönneu und nicht kommen dürfen, wenn .auch'nur ein« wirklich demokratische Partei in dieser deutschösterreichischen Nationalversammlung wäre, bßz es Ernst ist mit der /Demotrat i?. Es ist auch dazu nicht gekommen, so lange dieseMer- „tt'.tung hinsichtlich der Sozialdemokraten zur' Not — bestcnw; als. aber durch den Antrag Reumann gegen die por Pogromen flüchtenden Juden die letzte Hülle gefallen war. gab es kein Hinderni s mehr und die Forderungen der deutschösterreichischen Studenten waren b ewilligt: Mit 16. Februar sind die ausländischen Hörer nichtdeut scher Nationalität von den Wiener Hochschulen verwiesen; mindestens 1 200 Juden sind dadurch getroffen. -Zwei Dinge müssen noch hervorgehoben werden: Die Komödie,' die Seine Magnifizenz der Herr Rektor Prozessor 8-^'!', mit den deutschen Studenten spielte, als er ihnen Mittwoch um 12 Uhr im altehrwürdigen Festsaal der Universität bei der Trauerfeier für die Marburg getöteten Deutschen den Ausweisungserlaß nicht nur füx die Jugoslawen, sondern für alle Ausländer, üderbrachte — so feiern deutsche Studenten und Professoren ihre Märtyrer — und sich dabei entschuldigte, baß er leider noch nicht mit der Bewilligung a^ler Forderungen dienen könne — nur das Dringendste sei erledigt — aber mehr könne man ja auch . von . einer provisorischen Regierungnicht verlangen. .Und zweitens,- daß die deutschfreiheitlichen Ver- Llndungen. nyd Vereine, die zu . 80 Prozent aus Juden befUi)eu,*u.i ali diesen Dingen aktiven Anteil genommen haben: Der Sprecher der deutschen Studentenschaft, der ausdrücklich betouir. auch im Namen der deutschsreihettlicheu Äerbini-iirije.i *.it sprechen, erklärte, daß die deutschen Studenten Wiener Morgenzeitung 9. Februar 1919 Nr. 22 -... - .. I—I... „g. 1.1. I., h II. ... einen Ekel überwinden mußten, um «eben galizischen Juden zu arbeiten und. forderte, nicht nur den Ausschluß der Polen, Ukrainer und. Jugoslawen, sondern auch der galizischen Juden. Uyd" die deutschen. Juden sind unten-gestanden und haben ihre grünen' und gräulichen Kappen geschwenkt .und ,Heil" gerufen; allenhie Verbindung deren Alter - Herr Dr. Ofner ist. Fürwahr dieser Mensch hat herrliche Arbeit geleistet und sich einen würdigen Nachwuchs gezüchtet! Mögen ihm zum Lohn füL« seift Tun die Klagen seiner gemarterten jüdischen Dplksg^ftosten. alle Tage seines Lebens iu die Ohren gellen. " -1; -V/ ■ Nun znm Schluß: In den ältesten Zeiten der deutschen Geschichte hat Hie-Fremde „das Elend" geheißen, denn der Fremde wcir vAgelfrei. Zum Schutz des Fremden aber hat sich auch bei den.wildesten und barbarischesten Völkern das Jnstitu?der Gystsi-vunbschaft ansgebildet. — So sei es denn: - Wenn die Deutschen dieses Staates zu den Uranfängen ihrer Geschichte znrückkehren, so mögen sie wissen, baß wir deutschösterreichische Inders unseren Brüdern aus Galizien und woher immer sie stammen/die durch Blutsbande gegebene Gastfreundschaft h a l t e n ^bis zum Aeußersteft. Wer sie verletzt, verletzt auch uns, denn wir' sind ci n Volk, eine einzige untrennbare Gemeinschaft in der ganzen Welt. Jakob Weiner. Bewegte Tage in Kiew. (Originalbericht der „Wiener Morgenzeitung"; vcr- ' spätst eingelangt.) Durch ein Dekret des Direktoriums wurde nun auch offiziell''das. Gesetz vom 9. Juni' 1918 aufgehoben, durch welches die. Regierung des Hetnrans Skoropadskr Esefttz vom- 9. ' Jänner 1919 üper die Gewährung der national-personalen Autonomie und die Errichtung' nationaler Ministerien für alle nichtukrainischen. PÄltzr zurückgezogen hatte^ Die Autonomie ist also formell wieder in Kraft getreten. Es ergab such jepoch ein'Konflikt zwischen her ukrainischen Regierung und der jüdischen Konstituante, welche gegenwärtig als jüdisches Vorparlament in'Kiew tagt. Das jüdische Vorparlament steht auf dem Standpunkt, daß die Autonomie nur so ausgeübt werden, kann; daß die Juden selbst das Ministerium für jüdische Angelegenheiten zu besetzen haben. Die ukrainische Regierung jedoch hat das Beschungsrecht für sich in Anspruch genommen und hat dies damit motiviert, daß sie nicht riskieren könne, von den Juden einen nichtsozialistischen Kandidaten ' präsentiert zu erhalten. Mitglied der Regierung könne nur ein Sozialist sein. Die Negierung hat daher den Poaleio nisten Rew udzki zum Minister ernannt.. Diese Angelegenheit . ggb den Anlaß zu. einer lebhaften Debatte in der letzten Sitzung desjübischtzn Vorparlaments. Pas Mitglied , des Sekretariats, : Mo sys-K l e i n m.ftn n, . beantragte 'einen Protests.G'r o ß m a rkig forderte die - s o f ö rcki g e . Ministers, weil feimei'GeDuimüMuMr Durchbrechen der jüdischen Autonomie... KichkMmj. .Schließlich wurde eine Resolu tion angettsmmev;-. in'- 'welcher das nationale Sekretäri'at' als :bas höchste Exekutivorgan des jüdischen "BolßeS in dirr. ttkrMe erklärt wird. Die jiddischen Gemaindsn werden aiHtzefordsrL, sich inall^stjüdt« schen Angelegenheiten ausschließlich au das Äkretariat zu' wenden. -Diese Resolution, chelche öffentlich kundgemacht wuchs, .imd sich auch an die Bevölkerung des neu. zur Ukraine hinzugekommenen Ostgalizien wendet, bedeutet einen Protest gegen das Ministerium. " DaS jüdische Vorparlament hat durch das Nationalsekrotariat aus seiner eigenen' Mitte ein autonomes Organ geschaffen, das) das Vertrauen der jüdischen Massen gewinnen und dadurch das Ministerium ausschalten soll. Dieselbe' Sitzung des Vorparlaments nahm auch den Bericht des Sekretariats über die wegen der Pogrome bei-der Regierung eingeleiteten Schritte entgegen. Winnitschenko hat im Namen der Regierung versprochen, «tue Reklamation gegen die Pogrome zu erlassen und ditdj die Schuldigen streng zu bestrafen. Die politischen Behörden seien persönlich für etwaige weitere Exzesse verantwortlich gemacht worden. In der Debatte wurde insbesondere darauf hingewjesen, daß die- Negierung einfäch nicht die Macht besitzt, der immer mehr um sich greifenden Ausschreitungen Herr zu werden. Die Deklaration allein könne das jüdische Volk nicht befriedigen, zumal in der unzulänglichen Textisrurch die jüdische Demokratie indirekt für alle anarchistisch-bolschewistischen Erscheinungen verantwortlich gemacht werde. In diesem Sinn sprachen die Vertreter der Fraktion „Z'ire Zion", der Orthodoxie und der Völkspärte'i. Schließlich wurde eine scharfe Protestresolution gegen die Pogrome angenommen. Der oben angedeutete Zwiespalt zwischen dem Ministerium ünd d«m Nationalsskrstariat kommt' auch in der Hilfsaktion ^ür die Pogrömopfer zürft Ausdruck. In den letzten Hägen wurden in Kiew zwei nationale HilsskomilerÄ gegründet, eines vom Ministerium und eines vom Sekretariat. ES wurde jedoch zwischen den bei'.en Komitees eine Einigung erzielt unb eine gemeinsame Hilfszentrale geschaffen, welcher die Vertreter beider-Komitee) angehören. Als Sekretär dieser Anstalt wurde- Dr. Lander gewonnen, welcher während der 'Okkupation Ostgaliziens und der Bukowina jüdischer Komnnft'är heim rü,'fischen. Oberkommando in Czernowitz war?) *) In Wien tfi- Di. Lander auch persönlich bekannt. Er wellte vor mehreren Monaten hier uno hielt auch einen Vortrag über die Hilfstätigkeit der russischen Inden für Galizien während des Krieges. _ « . Ueber die Pogrome in den einzelnen Städtej werden jetzt genauere Einzelheiten bekannt. DÜ Anarchie, welche die Ausschreitungen begünstigt Hatz wurde rusbrfonderi: durch den schnellen Erfolg, der Bob chewjken herheigeführk. Die Bolschewiken gewannen dii Oberhand, weil auch innerhalb des ukrainischen Mili. tärs i (Petljuras Armee) mne Spaltung besteht, , ünt )ie bolschewistische Gruppe keinen Widerstand leistes Die Verhältnisse in ^iew. sind sehr besorgniserregenkr Allerdings' hat, der Wnister für jüdische Angelegt^ heitLn, Rewudzki,^^ ein Manifest erlassen, worin er.öi- .iwische,Bevölkerung auff-ordert. völlig beruhigt zu seinj weil' die ukrainische' Nationalgarde es nicht zulassei» werde, daß in.Kiew Unruhen. Hvgen Juden ausbrechem Trotzdem ist die Stimmung sehr gedrückt?) 1; Die Kiewer „Neue Zeit" veröffentlicht eine. List« der Pogromopfer. Darnach sind in Owritsch 49 Personen ermordet worden. In Pomatowitschi ly Personen. Eine, genaue Uebersicht ist «noch nicht zu gewinnen.. Die ukrainischen Juden haben jedenfalls^ alle Hände voll zu 4ün, um nur das härteste Elends zu lindern. - < - . Selbstverständlich ist auch in der. Ukraine der Blick aller Juden auf die Friedenskonferenz gerichtet, von der man die Zusicherung-Palästinas als nationale Heim^ statte füx das jüdische Volk* erwartet. Schon jetzt nimmt die ÄuSwanderungsbewegung große Dimensionen an. Die romantische Sehnsucht nach dem Land der Vätep und der nationals ^nthüsiasmus treibt viele Leute da-j zu, ohne jede Berücksichtigung dev tatsächlichen Ver^ hältnisse schon jetzt. W-- Uebvrfahrl nach Palästina ' zu versuchen. Das zionistische' -.Bureau in Kiew hat sich daher, veranlaßt gesehen^ in entschiedenstem Ton »5M .Gerücht entgegenzütretendaß von Odessa bereits. ein Schiffsverkehr nach Palästina bestehe, Das Bureau Mrecht darauf aufmerksam,- daß diejenigen, welche trotze hem nach Odessa sich begeben, gezwungen sein werdon^ von dort wieder umzukehren. 1 , . Das sind harte Tatsachen. Aber die Hoffnung lebr und wächst in den Herzen. sch^ Die Friedenskonferenz. LöfnAg wichtiger Fragen. * Paris, 7. Februar. Die Agmce Havas meldet: Die Kommission für den Völkerbuich, stininfte in ihrer Donnerstagsitzung mehrercii neuen Ärtitzeln des vorgelegten Projekts.in erster Lesung zu. Sie gelangte zu einem provisorischen Uebereinüomn^n bezüglich einer der wichtWen Fragen, nämlich betreffend pr a k« tische Betätig un g des Völkerbundes. Die Kommission wird. im Laufe des Abends neuerlich zusammentreten, Die Vertreter Polens. Griechenlands, Rumäniens und der Tschecho-Slowakm nah m e n an den Verhandlungen teil. Die Kommission für die internationale Arbeiterschühgesetzgebung setzte die Prüfung des Planes, eine permanente internationale Konferenz für die Arbeiten fchutzgesetzgebung einzusetzen, fort. .Sie unterzog die Eingaben bezüglich der Zahl der Vertreter der Regierungen, der Arbeitgeber und der Arbeiterorganisationen einer Prüfung. Die Kommission sprach sich für die Zulassung der Frauen aus. ' Ei» Generalsekretariat für den Böllrerbund. Paris, 8. Februar. (Reuter-Meldung.) Gestern abends wurde im Hotel Crillon eine Sitzung der Kommission für den Völkerbund abgehalteu. Als Miilieder der Kommission waren zugegen: Als Vertreter er tschecho-slowakischen Republik Dr. K r a m a r s ch, für Griechenland V e n t s e l o s, für Polen! D m o w s k i und als Vertreter Rumäniens D i am a n d i. Der Ausschuß gab zu einer Anzahl weiterer, Artikel des Entwurfes, feine Zustimmung. Hierdurch wurde eine Uebereinstimmung über gewisse sehr belangreiche Fragen, die sich aus das tatsächliche Wirken des Völkerbundes beziehen, erzielt. Ungefähr die HAste des Entwurfes ist damit erledigt. Es wurde ein G e n e r a l s e k r e t a r i a t, bestehend aus Clusel, Lord Eustace P e r c y und S t e p h e n s o n, bestellt. Die nächste Sitzung findet heute abends statt. Die territorialen Fragen. London, 8. Februar. (Meldung der Telegraphen- Kompagnie.) Die „Daily Mail" meldet: Wilsd.n und Lloyd Georges würden ivährend ihrer Abwesenheit von der Konferenz von L a n s i n g, beziehungsweise Balfour vertreten werden. Das Studium der territorialen Fragen wird wei'.ergeführt, um nach Rückkehr des Präsidenten Wilson und Lloyd Georges der Vollversammlung der Konferenz einen allgemeinen Bericht Unterbreiten zu können. Eröffnung der interakirerLeu Gewerkschafts- Konferenz. Paris, 8. Februar, Die interalliierte Gewerkfchaftskonferenz ist mn 7. d. M., vormittags, eröffnet worden. Der Vertteter Belgiens ttat dafür ein, daß, bevor die Beziehungen mit den Gewerkschaften der Zentralmächte wieder '^^Mchsknüpft -werden, festgestellt werde, ob vtese das üüf dem vorjährigen Kongreß zn Glasgow angenommene Friedensprogramm geachtet haben. " *) Inzwischen wurde gemäß dev vsflstetlen Meldung , Kiew von ptn KolschewiN.n besetzt. £lic Red.