Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 20 (7.2.1919)
- Date
- 1919-02-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite si Wien, Freitag Wiener MorgenzeiLuug 7. Februar 1919 -Ir. 20 .wWiiv«»a^ Tagesbericht. Notstandsbauten für die Arbeitslosen. 28'/, Millionen Kronen rrnterstntzunß. , Im Stadtrat legte gestern' Vizebürgermeister .Neumann eine Statistik über die bisherigen. Leistungen der -Republik für die Arbeitslosen vor. Darnach .sind in der zeit vom 16. November 1918 .'bis zum 5. Februar 1919 insgesamt 28 %; Millionen iKronen an Unterstützung für die Arbeitslosen ausbe- Zahlt. worden. Der Referent sieht die Fortdauer der Blockade als einen der Gründe für das Anschwellen der. Arbeitslosigkeit an. Er schlägt die Abstufung der Unterstützungsgelder nach dem Familienstand vor.; > Bürgermeister Dr. W e i s k i r ch n e r führte an, »daß zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Ho.chiund Tiefbauten ausgeführt werden, die insgesamt einen Betrag von 5 8 Millionen Kronen 'notwendig machen. \ i Nach längerer Debatte modifizierte der Referent : seinen 2lntrag dahin, daß jedem arbeitslosen Familien-- erhalter ein Betrag von drei Kronen pro Tag ohne' Rücksicht auf die Anzahl der Familienmitglieder aus. Gemeindemitteln gemährt werde. Er erwähnte auch, daß diese Kosten auf 128.0QÜ Kronen pro. Tag und auf 3'8 Millionen Kronen pro Monat sich belaufen dürften. Dieser Antrag wurde aug en o mm en. Staatssekretär Zerdik über hie Arbeitslosen- ' frage. '' Der Staatssekretär Nr öffentliche Arbeiten Hans Ztrdik hatte die Frermdlichkeit, knapp vor seiner Abreise nach Berlin einen unserer Mitarbeiter Zn mip fangen und .sich über die noch immer ungelöste Arbeitslosenfrag c zu äußern: 153 Millionen Kronen würden jetzt süt öffentliche -Bauten bewilligt. Durch diese Mitteilung könnte man jzU der irrigen Annahme gelangen, daß hierdurch die!Arbeitslosenfrage gelöst ist. Demgegenüber erkläre ich,;düß dieses Problem noch solange bestehen wird, solange wir keine Kohle hadern >D>r deutschösterreichische. Arbeiter, der . jetzt arbeitslos ist, war vor dem Kriege und Mährend des ^Krieges' zü solchen Arbeiten verwendet worden, die 'nach einer kurzen Hebung die Manuelle Geschicklichkeit als scheinbare Qualifikation.. beinhalten. Zum Beispiel: Ein 'Arbeiter, der während, des. 'Krieger von m einer ‘ Gefchoßdrehetei zur einem Bestandtelle eines Geschosses verwendet wurde, gelangte hierdurch mit Unrecht zur.!Annahme, daß' er qualifizierter Arbeiter fei. An qualifizierten Arbeitskräften fehlt es uns noch jetzt.' Nur die großen Mafien der Hilfs-und Tagarbeiter fimd arbeitslos. Ihre im Krieg erworbenen Halb-! gefchicklichkeiten kann man in Wirklichkeit. nicht..als qualifiziertes Handwerk beurteilen. Im übrigen fehlte, es uns schon in Friedenszeiten/ an solchen Arbeitern.!Zu den gewöhnlichen Erdarbeitett wurden Südslawen,!Montenegriner, 'Italiener und Huzulen, fei es durch';ifjre 93iÜigM herangezogen, fei es aber, weil es'der 'deutschösterreichische Arbeiter vvrzog, in den Industrien als befierbezahlter Hilfsarbeiter zu arbeiten. ‘ Ein zweites Hindernis und auch das größte ist:!K o % l e! Nichts ist jetzt so wichtig wie Kohle. Alle Masserverwertungs-, Elekttizitätsanlagenpläne und .solche für öffentliche.Bauten, also alle den Arbeitslosen sich eröffnenden Möglichkeiten bleiben wesenlos, wenn wir die Kohlenlieserungen für die Aufrechtierhyltung der Betriebe nicht.sicherstellen und hereinbe-!kommen können. Unsere wichtigste Aufgabe fit, Kohle ,zu beschaffen, und zwar so schnell als möglich. Ich zfahre bloß deshalb selbst nach Berlin, um durch meine Anwesenheit auf den Ausgang der Kohlenoerhandlungen, imehr Gewicht zu legen. Und so lange wir dort kein .günstiges Resultat erzielen, ist es unmöglich, an eine dute Lösung der Arbeitslosensrage heranzutreten. Diese (Kohlen-) Frage ist viel ernster, als sie selbst von Fachmännern beurteilt wird.? * Die Geige Hubermanns zustandeaebracht. Auf!«ne ganz eigenartige Werfe wurde die auf eine Brertelmillio» ge- ,schätzte und gestohlene- Geige HubermannS durch die -Sicherheitsbchörde zustandegebracht. Der Dieb, der mit fernen 'Komplicen die Geige in Graz Und Wien zu verlaufen suchte,'trat 'mit Hubermann telephonisch in Verbindung, um sich gegen! Heraus- .gäbe der Geige die ausgesetzte Belohnung von 80.000 Kronen, ^außerdem noch-, ein Darlehen von 401000 Kronen und .Strafllosigleit zu sichern. Hubermann machte die-polizeiliche Anzeige von jdresem Angebot und es gelang der Sicherheitsvehörde, den Dick, ibcr als Rittmeister Emilian v. Santa-austrat, zu verhaften.! » Allgemeiner jüdischer SLudenten^qg. Der gemeinsame Mische Hochschulausschuß verauftallet in der Zeit vom 23. His 25. Februar im Konzerthaus den «Allgemeinen Mischen Studententag". Ansprachen rrnd Referate werden voraussichtlich Halten: Oberrabbiner Dr. C h a j e s, Dr.HugoB er g m ann. Dr. Siegfried B e r n f e l d, Dr. Robert Weltsch, Dr. S.aul Sq. k a l, D>-. Emil S t e i n,. Pnvatdozent Dr. Harry T o & c g y- ^n er, Ing. Eugen Buchbinder, Lothar H o f f,m a n n, 'Friederike O r n st e.i n. Auskünfte im Sekretariat des Hochschul- -ausschüsses, IX., Müllnergasie 33/IV, täglich von 11 bis 12 Uhr vormittags. DieErnährung. Der Marktbericht. .'Der Kar'melitermarkt war gestern Verhältnis- Mäßig tzut versorgt, ,doch reichten-die Zufuhren für der» .stark kauflustigen Bedarf nicht aus. Der Andrang zu den Fletsch- 1 ad en war groß. doch.tonnte mit dem.vorhandeneirSchijpse'n-- Pnh-Rindfleisch das. Auslangen gefunden werde«. Außerdem verzeichnet das Marliamt an Zufuhren: 650 Kilogramm Seefische pnd 100 Kilogranun. getrocknete Fische, 5V00 Kilogramm diverse Rübensorten, 260 Kilogramm Kohl (als Seltenheit bald verkauft) und 600 Kilogramm Aepfel, die ebenfalls bald abgesetzt waren. Für heute sind ungefähr dieselben Zufuhren zu' erwarten. -- Am Naschmarkt wäre« , wieder die Rübensorten vorherrschend. Aus Böhmen langten Riesenkohlrüben ein; aus Ungarn'kamen heüie neben einigen--Zwiebel-- und Kuoblauchsendungen wieder einige Partien minderer Aepfel, die trotz ihrer schlechten Qualität Abnehmer fanden. Der Grünwarenmarkt war sehr schwach beschickt. Mnrzelwerk und-Suppengrün war genügend vorhanden... Mer. uyd Jüdtische Artikel gab es Heute nicht. — Die." Fleischybteilung der G r o ß m a r k t h a l l e war trotz 'veS gestrigen FleischtagsS schlecht beschickt. Nur Reste von Schaffleisch, die aber' rpotzdem liegen blieben, wurden auögebolep. An Zusnhren wärestverzeichnet: .1900 Kilogramm Schaffleisch und '7485 Kilogramm Rindfleisch. Ein großer Teil der, rationierten Parteien ging leer aus. Am Fisch-- markt wären heute dem Bedarf - genügende. Mengen Schelf fische und Schollen zn"K. .15.— bas. Kilogramm, die. in Ermangelung von änderest Fischen verkauft würden/ Für morgen (heute) -sind 81,5 Tonnen Rindfleisch Angeführt' worden. — Am Hof wurden' heute an 9 Fleischstünden 419 Kilogramm Einheitsfleisch und 325 Kilogramm Schaffleisch verkauft. Außerdem wären 20 'Parteien mir/§öftO Kilogramm diverser Wurzelgemüse", erschienen. Der' Berkehr war' flau. — In der Staoionhalle gab es heute Rindfleisch (2VV Kilogramm), städtisches Sauerkraut und Heringe. — Die Markte amter Währing, -Fävoriien,'- RudoffS-yeim, Hernals und die Srmmering'er Nci.e--mLr?te hatten erneu sehr'matten Verkehr. 'Die HSchsttzreise- Wr'MaMelade aufgehoben. Die Pwordstuug ’tixß Amtes fiic Volksernährung be-iviftnb die Festfetzrr-lg v'ön Hbchscprrrsm' für -Marmelade wnrde anßer Kraft gesetzt. - ' Orange«. Seit einigen Tagnr sind stier Or an gen wieder zu haben. Allerdings inu-Schkeichhandel imd zu Preisen,,die sie zu einer unerschwinglichen Ko srbarreit machen. -Am Oftbamihos und. am Vorplatz. vor .deflr SMähnhvf.verkaufen , junge. Burschen Orangen von sehr minderer Sorte das Stuck zu 5 Krönest/ Auch Zitronen und Schokolade Ist zuhabnü Die Zitronen, die offenbar aus der italemschev Lieb.esgabenfeuduug stammen, werden zNM Preise von 2 Kronen angebolen, während für emeSchokoladmppe-8 Krone» verlangt werden. KarLosielabgal-e. Samstag, Montag und Dienstag werden im XII. und XIV. Drstek Kartblscln, und stvar '/r Kilogramm für den Kopf gegen Abtrennung der Abschnitte di bis U der Kartoffelkarie abgegeben. etzte RstchrichLen. AbstLMpeluKg der Banknoten in der Lschecho -slomakischen RepubM. P^a.§» 6. Februar. (Tel. der „Wr. MorgenzLg/) Wie das „Plager Ta«blatt" erfährt, wird, entgegen aAerr anders» MeLdnngen^ doch eine Bankno t enab sie mp eLung durch die tschecho-srowäLrsche ÄLgLernng erfolge«, und zwar Kur die der TaAsendkronennoten, wofür die Gebühr von zehn Kronen pro Stück ein« gehören werden wird. Prag, 6. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenzlg?) Ist der heutigen Sitzung der NaLionalversammlung wurde der Regiernngsentwurf für ein Gesetz borgelegL, das sich mit der Cinführnng der F r a n k e n w a h r n n g und mit der Einfuhr von Waren destimmter Gattung befaßt. Mr einige WarengatLnugen sollen ErmWrgnntzsn festgefeHt werden. Die Vollzahlnug erfolgt in Gold oder Frankenwährung. Für die Zufuhr dieser Waren wird der Preis von Kronen 1.20 gleich 1 Franken festgesetzt. Die NationalVersammlung in Weimar. Weimar, 6. Februar. (Tel. der „Wr. Moryenztg.") Die Stadt ist überfüllt mit Gästen. Die Hauser tragen FLaggenschmuck. Auf den Ernst der Sitrmtion deuten die vielen Militärwache» hin, die an allen StraßenauSgängeu stehen, oft mit Maschinengewehren besetzt. Der Bahrchof ist abgesperrt. Die Eröffnungssitzung, die ein sehr schSneS Bild bot, war nur formell. Die Negierung würde von einer Ehrenkompagnie vor. dem Schanfpielhaufe mit dem tzohenfriedberg- Marfch begrüßt. Weimar, 6. Februar. Der Sitzungssaal war schon, vor der Eröffnung voll besetzt. Sämtliche Zuhörerräume. sind üverfüllt. , An den Tischen für die Volksbeauftragten und Staatssekretäre sowie für die Vertreter der Regierungen der Einz'elstaaten haben Edert, Scheidemann, Landsberg, Wissel,. Erzberger. Hirsch, Südekum und UnterstaaLssekretär Baske Platz , genommen. Die Rede Ebert». , Um 4 Uhr nachmittags eröffnet Ebert die Versammlung mit einer . Ansprache, worin er die Natwnaloersamnllung als' einzigen Soüvercur begrüßt. In bet'Revolution hat sich'das deutsche'Volk gegen eme \tt bifciUgt S)q« allesich (. laben! den Krieß deMevoluüyn. ichmals!) veraltete, zufammengebrochene Ghältherrschast (Afiches rechts) erhoben. Mit den alten finigen und Fürsten yön Gottes Gnaden ist es für imer . vorbei. (Lebhaster Beifall links, Zischen rechtSMederholter park« Beifall links.- Ruf rechts: A b w ft L e n\) Ebert: 'Wir verwehren niemchem tiue f cntl* m;e ii t k l e E r i n n e r u n g s f e ^r, aber so gewiß diese Nationalversammlung eine g p ß e, x e p u b.l i« k a rC i f ch e M ehr h e i t hat, so tzwiß tnd die alten, gottgegebenen Abhängigkeiten für in) - <^- >■ deutsche Volk ist frei und regiert, h selbst. (Zuruf : Mit Nvske!) Wir verloren. "Diese Tatsache-ist keine Fo (Rufe rechts: Oho! Rufe links: 9M Es war. die kaiserliche RegiAmg . des . t... Mar von Baden, die den WaffMilLstand einlcltcrx- . d e x xi n s w e h r lq s macht elZuruf: Ludendorff hat es gemacht!>' Nach dem ZuWnenbrftch unserer. Verbündeten ustfr angesichts bei." militärischen üftd wirtschaftlichen Lage konnte' sie nht anders 'handtzfn: - (Sehr/ .'wahr!) Die Revolution?' lehnt, - chie P'er< mttivvrrung tch.sür das Elend, Mas. die Verkehrte PoliÄL- 'bk alten Gewalten um: 8er leichtsinnige Üebermui der Militaristen das müfche Volk 'gv»'-;-.: stürzt, habend'' - .1 . - ' - , Gegen den Gewüttsteven.- i-' , Die sich auch beim Friedenswe^zeigendiu- Rüche» und Vergewaltigungspläne müffn den stärksten - P ro L e st heraüsfordern. Angesichtches MafsdnelendA' auf allen Seiten erscheine die SchuldMe beinahe stleirL Gleichwohl ist' das deutsche Volk ntschloffen,' selbst '' alle jene zur Verantwortung zu zieht, denen ein.absichtliches Verschulden oder eine aWtliche Niedertracht nachgewiesen werden'kann. Unsre Gegner,.!) ab er gekämpft, um den Militarismus tz.7 zerstören. . Er ist in- Trümmer gestürzt'.' '.'und. wd^ 'nicht. Wehr., entstehen. (Zwischenruf bei den UnaMngigen : - S ie r ich i en ih n w i e der a Ü f I);^ie WassenftT» ständsbedingungen,. die angeblifi) demKaiseUüm.auserlegt worden seien, nennt Ebert umhmt ' geht dann die einzelnen Besiimmunan durch '.(Ppz? Rufe) und spricht eine Warnung an^Le Grgnex üW. das deutsche Volk durch eine solche Mvalw.vlilck die zum Aeußerslen. zu treiben. Wie Gerual. Wintersel-.. könnte eine jede deutsche Negierung jezwrurgch. sein. auf die weitere Mitwirkung bei den Wedensvethand-- " lungen zu verzichten und dem Gegner Idie ganze Last der Verantwortung für die Neugestaltmtz der Mlt zu unterschieben. i ’r' V ' Man stelle uns nicht vor die vsrhängnlsyo.lle - ehrung! (Lebhafte Zustimmung.) .Jur Dertrünen ar» die Grundsätze des Präsidenten Wilson bat DefltjA .. land die Waffen niehergelegt. Unsere-freie Volks republlk erstrebt nichts anderes, als gleichberechtigt dm Bund der Völker einzutrejen. Ein-Deuifcher hrch-dH , Arbeitern aller Völker den wissenschaftlichen.'SvzmliÄ - mus geschenkt Wir sind auf dem Wege, der. We.fi: noch einnral sozialistisch voranzuschrri.ttn. Nach einem neuerlichen Appell an die Volkes, fährt Ebert fort: : \ Der AnfchLutz Deutschöfterreichs. '. '' -tz Ansere deutschösterreichischenBrüde'^ haben auf ihrer Nationalversammlung bereits am, 12.- November 1918 sich als Teil der großen deutschen' Republik erklärt. (Beifall.) Jetzt hat die.^ deufichösterreichis6)e Natiounlversauunlung eniciti i unter :stürnnscher Begeisterung - uns ihren Gruß entboten und die Hoffnung ausgesprochen, daß es unserer, und ihrer Nationalversammlung gelingen wird.. das Band, das die Gewalt 1366 zerrissen hat,, wieder! anzuknüpsen. (Beifall.) D e u t s ch ö st e r r e i ch m Ü'ß mit dem Mutterland s ü r a l l e Z e i't Bereinigt werde u! (Beifall.) Ich bin.stchem int Sinne der ganzen Nationalversammlung zu sprecheM wenn ich diese historische Kundgebung ausnchfi^ stnW voll Freude begrüße und sie mit herzlicher Brüder« üchkeit erwidere. (Lebhafter Beifall.) .... Unsere Stammes- und Schicksalsgenossen dürfen versichert sein, daß wir sie im neuen Reich der deutschen Nation mit offenen Armen und Herzen willkommen heißen." Sie gehören .zu uns, wie wir zu ihnen gehörend; (Beifall.) Ich darf auch die Erwartung aussprechen?;? daß die Nationalversammlung der künftigen Reichs- : tegierung die Ermächtigung geben wird, baldigst mit . der Regierung des deufichöfterreichischen Freistaates f über den e n d gültigen Zufammensch l u ß ) zu verhandeln. (Lebhafter Beifall.) Die wirtschaftliche Lage. Die p'tüvisvnsch'e Regierung hüt eine sehr üble Erbschaft angetreten. Wir waren die Konkursverwalter des alten Regimes. (Rufe links: Sehr wahr. Wider- , fpruch rechts, verstärkte Zustimmung links.) Wir haben, ‘y gestützt und gefördert vom Zenttalrat der deutschen l Arbeiter- und Soldatenräte (Wtdet-! fpruch und Lachen rechts. Ebert wiederholt nachdrücksich die letzten Worte. Lebhafte Zusümmung links), unsere Kraft eingesetzt um das Wirtschaftsleben wieder in Gang zu bringen. (Widerspruch rechts)., Wir richten an die U n t e r n e h m e r den dringenj den Appell, die Wiederbelebung der Pro-! d u k L i o u mit aller Kraft zu förderm (Beifall,) Ms der anderen Seite rufen wir' hie A r beite t s ch d f t aus, alle Kraft zur Arbeit auszumjtzen, die allesir