Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 19 (6.2.1919)
- Date
- 1919-02-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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/Serke 6 Wien, Donnerstag l. . Mitzstände bei der Rettnngsgesellschaft. Von einwandfreier Seite erhalten wir Mitteilungen über Vorgänge in der Wiener Freiwilligen Rettungsge feilschaft, die geeignet sind, : wenn sie wirklich den Tatsachen entsprechen, nicht nur' den guten Ruf dieser populären Institution zu untergraben, sondern auch das bisher berechtigt« Vertrauen in sie zu erschüttern. Aerzte und Diener, jene Leute mit den roten Kappen, die jahraus, jahrein, bei Tag und bei Nacht - ihre schwere Pflicht rastlos erfüllen, sind unzufrieden/ ' nicht mit ihrem schweren Dienst, sondern mit 7ihrem Chef, dem Oberstabsarzt und Chefarzt der Rettungsgesellschaft Dr. Charras, bekanntlich ein getaufter :Jude.> Es wird ihm zum Borwurf gernacht, daß er. gegen Aerzte und Angestellte ein wahrhaft drakonisches Regiment führt, ihnen alle Pflichten aufbürdet» während er sich selbst.alle Vorteile .sichert. Die Hungerlöhne, die ihnen gezahlt wurden, sollen sogar denen, die' während des Krieges eingerückt waren, noch um «in Drittrl verriugert. worden sein, während die Bezüge des Chefarzles im Kriege bedeutend erhöht wurden. Die. Aerzte und Angestellten der Rettungsgesell-' schüft machen es nämlich Herrn Dr. Charras zum großen Vorwurf, daß er während des Krieges nicht nur die hohen Bezüge-des Chefarztes weiter bezogen hat, sondern überdies noch dieseinem militärärztlichen Range entsprechenden Bezüge samt Feldzulageu sich auszahlen ließ und sonstige Benesizien bei seinen Rundreisen mit dem Spitalszuge genoß, während den als Regimentsärzte eingerückten Medizinern die Bezüge um ein Drittel verkürzt wurden. Diese Doppelzmvendunr, von Bezügen an den Chefarzt hat, wie erst jetzt in der Oefsentlichkeit bekannt wird, vor einiger Zeit zu einer scharfen Auseinandersetzung im Aktionskomitee der Etungsgesellschafp geführt. Dr. Charras wurde ausgefordert, entweder auf seine militärischen Bezüge oder auf die des Chefarztes zu verzichten, und da er sich hierzu nicht bequemen wollte, t r a t e n d e r i Herr e n,. und zwar der Präsident des Journalisten- und Schriftstslier-Bercines „C0ncvrdia" Dr. Ehrlich und die beiden Brüder Bricht, von ihren Ehrenposten und im Aktionskomiwe zurück, weil sie die' Verantwortung für solche Zustände nicht mittragen wollten. - _ Die Gärung und Unzufriedenheit unter den Aerzten und Angestellten ist unter solchen Verhältnissen begreiflich. Sie har aber nicht nur einen materiellen Hintergrund. Es .wirb dem Herrn Chefarzt überdies der Vorwurf gemacht, daß er persönlichen Hilfeleistungen bei Unglücks fällen — aus dem Wege zu gehen trachtet, wie.in den Kreisen der Rettungsgesellschafh behauptet, wird^ Das - wäre , allerdings eine furchtbare Pflichtverletzung, und nur so ist es -auch zu erklären, baß die ärztliche Standesjprganisation sich bereits mit dieser Angelegenheit befaßt. : In die Oeffentlichkeit war bisher nur wenig von. diesen Zuständen gedrungen, nun beginnt der Schleier sich zu lüften. Die Oessentlichkeit hat ein Recht zu verlangen, .daß volle Klarheit über diese Zustände geboten wird. Wenn die Beschwerden und Anwürse der Aerzte und Angestellten berechtigt sind, dann; muß eine radikale Abhilfe geschaffen werden, persönliche Momente dürfen hier ebensowenig mitspielen, - wie eiwK .eine Protektionso^r Hintertreppenwirtschaft geduldet werden darf. ' « .. * . In der gestrigen Sitzung der Nalionaleerjanmr-' lungf wurde vom Nationalrat Dr. H e i l i n g e r in dieser Angelegenheit bereits eine Interpellation eingebracht, auf die wir morgen zurückt'ommen werden. * Die nichtdentfcheir Höre« an den Wiener Hochschulen. Der Rektor der Wiener Umversttät, Pcofesior Dr. Be ck e, har heute einer Studentenversammlung rnitgeteilt, daß Las StacUsamt für, Unterricht in der Frage der nichtdeutschen Studierenden an den Wiener Hochschulen bereits eine Verfügung getroffen Hai. wonach jenen Studierenden nicht dentschösterreichischen Staatsangehörigkeit, bei denen' die Brnützung bestimmter Arbeitsplätze, in Betracht kommt, ba3: laufende Wintersemester als vollgültiges. Semester abtestiert. Die Studenten tonnen demnach das Semester rechtsgAtig abschlusten. Bei den Neuinsk.ritz i er u ng e n jedoch werden in erster Linie Studierende deutschösterreichischer StaatszUgehorigkeit, bann andereHSrer deutscher R a t i s n>a l i t a 1, und wenn: dann noch Arbeitsplätze vorhanden sein sollten, erst in letzter Linie nichtde ut s che Höre r berücksichtigt werden. — * Erhöhung der Tabakpreise. Wie wir erfahren, steht für die nächsten Tage eine bOprozmtige Erhöh u n g der Preise, für sämtliche Tabatfabrikate bevor. Da infolge -der Demobilisierung nichts mehr für die Front zu sorgen ist, und durch den Zerfall der Monarchie die Tabakregie mcht mehr für die nvrdüchen, 'südlichen und östlichen Provinzen zu sorgen hat, ist mr Grund für die Preiserhöhung mcht zu ersehen, zumal wir üi Deutschösterreich, wie erst Generaldicekror v. Scheuchenstüel kürzlich versicherte, über genügend Vorräte in Tabakmaterial verfügen. ,,. * DezentrarisaLion des Wiener Sicherh-itsdienste». iprlegentlich der gestern unter dem Vorsitze des Polizeipräsidenten S ch o^b e r abgrhaltenen Sitzung der Leiter der Bezirkswmmisiariate und der AbteilungsvorstLnde wurden die gegenwäxtigm. SicherheiiSverhälmisse - m Wien zur Sprache gebracht und der Beschluß gefaßt, den Sicherheitsdienst mit Mcksicht. auf die Ueberlaftung des Sicherheitsbureaus wieder zu deze ntr ä l 1 s'i e r e'n, wie e§ bereits vor zwei Jahrzehnten, der Fall iyar. JedeS Polizeikotnmissariat erhält seinen «eigenen ^lchechestsreserenten, welcher dott unter der Leitung deS Slcherhntsbureaus auf kriminalpolizeilichem Gebiete tätig sein wird. > ÄelsepSsse für die Fahrt «ach Preßburg «Stkg! '•ocr.y. Barett für die Fahrt.nach Dreßburg Legitimationen Rach einer Mitteilung der deutschösterreichischen Direktion für die Linien der StaatSeisenVahngesellschaft werden big ßcgfUmaaouen von den tschecho-slowattschen Berwaltungs'- argänen/nicht mehr anerkannt, vielmehr auch für. die. Reif« Wiener Morgerrzetturrg 6. Februar W19 M. 19 nach Preßburg vorschriftsmäßig ausgestellte, mit dem Visum des auswärtigen Vertreters des tschecho-slowakischen Staates versehene Reisepässe verlangt. * Die Sohlennst. Die Nachricht, baß bi« tschechoslowakische Regierung wegen Waggonmangels die Kohleri- - zuschübe für Deutsch Österreich einschränken wird, ist, wie wir erfahren, unrichtig. Unsere Bahnen können jetzt genügend Waggons für die Kohlentransporte zur Verfügung stellen. Trotzdem ist der Stand der Kohlenzusuhren noch immer sehr ungünstig, so daß sich natürlich die Aussichten auf Milderungen der Einschränkungsmaßnahmen verschleiert haben und die Verfügungen vorläufig in Kraft bleiben. Eine Aenderung wird erst mit dem Eintritt normaler Verhältnisse möglich werden. Als nächste Stufe im Abbau der Sparmaßnahmen ist die Wiedereinführung der Zehnuhrlorsperre in Aussicht genommen. * WohnnngSfürsorge der Gemeinde Wie«. Der WohnüngssürsorgeauSschuß beschäftigte sich gestern unter dem Vorsitz deS Bürgermeisters Dr. Weiskirchner mit dem Projekt der Herstellung von Zinshäusern mit Klein- und Mittclstandswohnungen auf Daustcklen in Döbling, Meidling mrd am Margaretengürtel. Im Lauf der Debatte wurden die Fragen der Vergebung der Bauarbeiien der drei genannten Blocks besprochen und die Konvertierung der Kredite erörtert. Von allen Mitgliedern des Ausschusses wurde darauf hingewiesen, daß die Arbeiten im Interesse der Arbeitslosigkeit und in Anbetracht der großen Wohnungsnot sofort in Angriff genommen werden müssen. Hatchij-H. Samstag den 8. d. M. um 3 llhr nachmittags findet . im Jüdischen Jugendheim, H., Olvce Donanstraße 91 lH. Stiege) ein Vortrag ' des Chawer Zwr Diesend r n ck über „fcazad hapnimi w’üachwoai feaach’elah hai’unoitb" statt. Gäste willkommen. Die Ernährung. Der Marktbericht. Der Verkehr auf den gestrigen Märkten hielt sich in gewöhnlichen Grenzen. Die aus den Vortagen gewonnene Ueberzeugung, daß sich ein Besuch der Märkte der geringen Auswahl wegen nicht lohnen würde, hat sich auch gestern bestätigt, und die Zahl der erschienenen Käufer war sehr klein. Am Na sch mar kt, dem Hauptmarkt für Gemüse, waren 5000 Kilogramm Gärtnerwaro, 20.000 Kilogramm Aepfel, 300 Kilogramm Seefische und 850 Kilogramm Schollen. als Zufuhren zu verzeichnen. Die Aepfel waren, ohne Rücksicht auf Qualität und Preis, gut gesucht und an vielen Ständen bald aüsverkauft. Kraut und Kohl ist seit einigen Tagen überhaupt unsichtbar. Heute ober morgen sollen, dem Vernehmen nach,.Zitronen zur Abgabe gelangen. Aepfel werben auch heute genügend am Näschmarkt ausgeboten werden. Gärtnerwaren voraussichtlich bedarfdeckend. — Die Groß Markthalle war wegen des fleischlosen Tages gesperrt, doch sollen für heute dem Bedarf genügende Nindfleischmengen zur Verfügung stehen. In der Fischa b teil un.g der Großmarkthalle wurden geringe Quantitäten Schellfische zu K. 7.50 das Kliogramm, Schollen zu K. 10.—, kleine zu K. 8.50 und. geräuchertes Schellfischfleisch (bei der „Nordsee" zu K. 15.— das Kilogramm feilgehalten, die ebenso wie die perbotfxeien Würste als Fleischersatz schnell abgesetzt waren. — Am Hof war kein Nachtmarkt. Der Tagmarkt verzeichnete 24 Parteien mit 2000 Kilogramm Wurzelgemüse.: Städtische Artikel wurden nicht ausgegeben. — In der Stadionhalle wurden, wie gewöhnlich, gegen 18.1 Llteh Milch Pflichtprenge bloß 80 Liter, abgegeben. Für heute, ist keine Besserung zu erwarten. Auch der Markt am Hof wird heute außer Rübensorten nichts Nennenswertes zu verzeichnen haben. — Der Karmelitermarkt war etwas besser beschickt. 20.000 Kilogramm Rüben aller Art, 900 Kilogramm lebendes Geflügel, 300 5kilogramm Schollen und 100 Kilogramm Flußfische belebten, etwas de« Verkehr. DaS Geflügel wurde sehr ungern gekauft. Wegen der hohen Preise blieb auch über die Hälfte für heute.zurück, während die Flußfische trotz der enormen Preise pestlos ^ausverkauft wurden. Doch sind für die nächsten Tage mehr Zufuhren zu -erwarten, da der Anreiz (hoher Preis und Kauflust) noch weiter besteht. — Das Marktamt Währing meldet: 11.000 Kilogramm Karotten, die aus den Vortagszufuhren zurückblieben, bestritten den ganze» Verkehr am Markt. Unansehnliche Reste von Wurzelgemüse waren rasch abgesetzt. Sex Verkehr war flau. Für morgen (heute) ist kaum eine Besserung zu erwarten. — Auf ven Simmering er Nebenmärkten gelangt auch heut« der Rest der rayonierten' Kartoffeln zur Abgabe. — Die Vikt u allen halle wieö gestern keine Besserung auf. Die Zufuhren hielten sich in. gewohntem Rahmen, so daß auch heute Gemüse knapp bedarfdeckönd sein wird. Verkehr flau. — Das Marktamt Rudolfs heim teilt mit: Die Zufuhren an Gemüse knapp. Der Bedarf gedeckt, doch Kauflust uud Verkehr sehr mäßig. — Gestern wurden an die xayonierten Fleischhauer Innereien ausgegeben, die voraussichtlich heute zum Berkanf gelangen. . — Heute gelangen die.Neste der gestrigen Zwiebelzufuhren (10.200 Kilogramm) »ur Abgabe. Auch größere Mengen Seefische werden heute verkauft werben. ' Die voL« Brotquote- Unser tägliches Brot ist nun seit einigen Wochen uns zur täglichen Sorge geworden. Denn man auch die ehrlichen Bestrebungen der amtlichen Stellen, unser Brot sicherzustellen, nicht verkennt, so ist man über die zukünftige Gestaltung dieser wöchentlich sich wiederholenden Brotsorgen bis zur Mitte der vorhergehenden Woche noch im Unklaren. Wie . erinnerlich, hieß es in dem vorwöchigen Communiqnee des Staatsamtes für Bolksernährung, daß, obwohl in dieser Woche wegen genügender Getreidelieferungen der Entente die ganze.Byotquvte zur Abgabe gelangt, dieselbe für die nächste Woche nur nach störungslosem Einlangen der Getreidesendungen erst zugesichert würbe. Wie wir nun erfahren, sind die Lieferungen pünktlich und vollzählig eingelangt. Das unsexeM Bedarf« genügende Quantum ist in seinem Bestimmungsorte bereits angekommen und es sind noch weitere Getreidemengen angemeldet. So ist «s doch als sicher gnznnehmen, daß bas Brotouantum auch in der.kommenden Woche unverändert und im ganzen Ausmaß abgegeben wird. Durch die häufige Verzögerung der amtlichen Mitteilungen entstehen Unzttkömmlichkeiten. So haben in dieser Woche die Bäcker das halbe Brotquantum noch Dienstag abgegeben, da das amtliche Communiquee zu spät-herausgekommen war. Der ungarische ErnLhrungsminifter über die Milchverforgung. Der ungarische CrnährungSminifter Ernst Bakogh äußerte sich einem Journalisten gegenüber über die Milchversorgung der Städte unp naturgemäß auch Üb«r die AuSfuhrmö.glichkeit der Milch wie folgt: „Di« ungarische Regierung hat in der letzten Ministerratssitzung beschlossen, bei der Bodenreform solche Bewerber an erster «Äelle zu berücksichtigen, die sich vertraglich.verpflichten, ihre ViehbestäuLe und Milchmeiereien wenigstens vis zum 1. April 1.920 in der gegenwärtigen Leistungsfähigkeit zu Getreidezuges itz erbalten und die Mikchversorgun der Städte zu übernehme^ und die Zurückbleibende'Milch & Regierung zur Verfügung zu stelle«. Letztere Milch wü^r zur Ausfuhr zügelassetz wnden." Ankunft eines ttattenis, Wie, Vorgestern traf ein -italieniUit Getreidezug Unter d-ckung von 300 italienischen Äsaglieri am Westbahnho^ ein. Die Italiener Marschierten, ley die Mariahilferstraße^ Opernr-ng und Schwärzenbergpl» in die SchloarzenberN kaserne, wo sie untergebracht wu«n.' Die für Wie« be^ stimmte« Lebercsmitteltransporte flb'J von der italienischen Regierung immer unter starken nLtärischen Schutz gestellt worden^ doch kam die Bcgleitmanschaft nie nach Dienj sondern das Getreide wurde in «ins Ztvisch<rnstation, in de« Regel Innsbruck, umgeladen und ^rr' deutschSsterreichrscheH Behörden übergeben. Dieser Vorgäg wurtzr solange ein* gehalten, solange das nach Wien teliefertr- Getreide benß Lager in Mailand entnommen wurdä Jetzt, ist dieses Lageh erschöpft und das gelieferte GetreideleätstamMt den Lagers in Genira. Um aber ttotzdem keine «rzögsrung im TranS^ 'Port, der hier so sehnsüchtig 'erwaM. wirb. 'eintreteu zrt lassen, -wurde zwischer:. der italienista« und der deutsch«! österreichischen Regierung vereinbart, Id.sß ist Hinkunft bi« Lebensmittelzüge mit ihre« italienisches Waggens direkt Wien geleitet werde«. B»«atgetreibe für tzie ÄrMeLmächte. UnKsrifche« Getreide für die «ntrerL-. 8e«f, 5. Februar. sLelegrtmm der,,Miener Morgsü^ zeitung^.) Nach einer Mitteisiing des' Parisir „Petit Journals wird rn der nächste« Alliiersenkovserenz üoer die im Banat;' aufgehäufien Getreibemenge«ventschieden tferden.. Aus bixs Mengen soll . '" ^v. während der sricdignng des wendet wird. W. I. Donnerstag den 6. d.M. ivrmitkras von Vzd biS r/sl2 Uhr Fleifchverkauf nur füntzie Rayonierten. Zur Abgabe gelangt Schaffleisch zum Peis von K. 20.— das Kilogramm. — SamStag den 8. i. M. Berkaufstag des Vereins Organisation der Wiener Pesse"'. BezugSberechW sind nur die Mitglieder des geipmiten VeremS. MÄ Ligitimation bient die Mirgliedskartecher Organisation, bis vorgezeigt wird. Mitzubring«n sind Herdem der rot« Eip» kaufschein und'der Meldezettel. r ' ' ) Kartoffel ab gäbe. Freitag, Samtag und M.orrta^ werbe» im XX. und XXI. Bezirke Kartoffeln, wj zwar V» Kiksgrarm» für den Kopf, gegen Abtrennung der Nschnltie A bis üb'ge» geben werden. ■ ■ - BWM rmd Hmrft. Aus den Theaters Die Dlrellion des Burgtheateis; Hai dt^s Tristans Tod" von Maja Lochr zür Austrhrung angenommm.' Maja Loehr ist eine.Mrncr Schriftstellerin.! j In der Hafoper dauern die Proben zu Mnech „%nmnnc>u} jetzt unter der Leitung des Komponisten, an.lDie Erstausführung wrrd zwischen dem 26. und 25. Februar ftattsnden. \ Im D eutscheu Volksthea te riynrden in Aeudrrung -des Spielvlans als NachmittagsvorPllüngeü ärigefttzi: Für -den- 8. bJ M, Var3 yhr. Hebbels XGygsS und, feirr Ring"; für den 9. o. M., 3 Uhr, .Wengrubers „Dchrs Pfarrer von Kirchfeld^. r Der Uteviwifche Nachlaß WedekindS.- AnS dem Nach-i laß WedekindS gelangen jetzt die ersten Säcke zur Berösient-!, lichung. Im jüngsten Heft des „Forum"Und bi« Entwürfe' und Skizzen zu einem Schauspiel ,^itsh" ^erschierre-.r, die in Wedekurbs sehr sorgfältige, und tiefgrabeibe Borüereitirngsarbeit einen interessanten Blick eröffnen. ^Politische Distjche« aus dem Nachlaß solle» ferner in der'neuen ZeiLschrift- „Blätter für Dichtung und Graphik M Deröfftnilichung, kommen, die-der Verlag von Georg Müller in München vor--- bereitet. .! Die Masche SportbewegLrr« Grenze« -er ehemalige« Sst«rreLcht?ch«-nngK-' .. rischen Monarchie. Der erst« jüdische Sportverein innerhalb bsr Grenzen der ehemaligen . österreichisch - ungarischeir Monarchie war der Biro «L Athletikai-Club, Budapest. Im Jahre 1910 kam ec nchh Wien nnd trat daniaM der Reservemannschaft der'Griketer- .gegenüber. Die' Budapester"jüdischen . SpvrtLe^te wurden knapp besiegt. Ihr Auftreten bedeutete aber^ntschieden einen großen Erfolg, da unter dem Eindryske ihres Spieles einigs begeisterte junge Jithen die Häkoah, Wien, gründeten. Vor dem Kriege gab eS^eine staatliche Anzahl! jüdischer Sportvereine. Während des Krieges, mußteft: die meisten den Betrieb einstelleu. Pur wenigen Ber^! einen war es vergönnt, den SporHetrieh ununterbrochen, vufrechtzuerhalten. ' ' / Dem größten und sportlich entwickeltsten Spv^ berein, der Ha ko ah, Wie», konnte der Krieg nicht viel anhaben. Mutzten auch immer wieder neue Mitglieder einrücken, fs wurden die Lücken vorn tüchtigen Nachwuchs wieder rasch auSg-efüN. Während des Krieges betätigten sich die Halöahner^ in drei Disziplinen: Fußball, -^.Leichtathletik und Schwimuren. Die Schwerathletik-, Hok-ey- und Touristik» fektion mußte feiern.. Die sportlichen Erfolge wä^en sehr groß. Die Fußballer hatten ihre , beste Saison im'Frühjahr 19l-7, wo sie mit Ausnahme eines Wettspieles, das unentschieden endete, sämtliche g«nmnnen. Die Leichtathleten erreichten eine sportlich« Höhe, dte sie nie vor dem Kriege mne hatten. In den letzte« zwei Saisonen wurden weit mehr als 59 erste Preise von Hakoahnern erworben, darunter eine österreichische und zwei tschechische Meisterschaften. Die Schwinmr--,' sektivn, die gezwungen war, mit ganz neuen Kräfte« zu arbeiten, trat nur einmal bei einem öffentliche« Wettbewerb an, wobei die Hakoahfarben siegreich waren. Da der größt« Teil der FrisdenSmitgliedsr diesen Sektion zurückgekehct ist, so. kann pn für die Zukunft