Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 19 (6.2.1919)
- Date
- 1919-02-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Wien, Donnerstag Wiener Morgettzeitttng 6. Fcbmae 1919 Nr. IST An die Gesinnungsgenossen rrnd Parteifreunde! Da irr den Wahlver a nmlungen der Ofner- ParE Fen Gegnern keine Redefreiheit ge- «Shrt wird, kommt es dort regelmäßig zu wüste«, zwecklosen Zänkereien «nd Raufereien. Aus diesem Grunde wird gebeten, diese VersamMunge» zu meiden. Anserem scharfen Kampfe gegen die Kandidatur Dr. Ofners . wird Merdnrch kein Eintrag getan. Den AnhangDr^ W Ofners bleibt felbstserstäudlich nach ^<ssr der freie Zutritt zu de» jüdischuationaLen Wahlversammlungen und die vollste RedMeihtziL gewahrt.!]J ' Die Wählleitung des Jüdischen Nationalvereines. ' KandiÄaLenspiegel. ÄDu-'.WL. foMtdemokratische Versammlung langweilig ga werden. b/Hirmt- - und dieLeute das Gähnen unterdrücken, etwa wahren^. ..umständlichen und gründlichen Nahrungsmittel, referate^dtzs. Herrn,'Eldersch, und. wenn das Publikum nach Schluß.HH Hche. sichtlich, erleichtert Beifall klatscht, ruft der Dm-- sttzend^Meütschn: '^Genpsse. Pick hat' das Wort.* ... hie'B'ersflmmlung lebendig, man spitzt-dir OhrerhHrm nian. weiß, /jetzt wird man auf feine Kosten komuM. Der Morr ^ergraute Handliingsgehilfen-Obmann Herr' Karl Pick v^ts^'nämlich über einen ungrwohrrlrchen. Huwor rckd. '^^^AchMrigsn,WMrmrng../ seine.HüterkrftH? ..Kisten wir ihn doch selbst ' m. Geuosie Pick. rettet » i V .t -.* .Hktzossm und Genosstntn! Die SchwarM und die Gelben 'werse^^E'immec wieder den Juden vor.' Däß ich Jude bin, ,meine,tzEDen. Herre'n Gegner, -dafür'kann ich doch rriHts. Hch bin nicht''freiwillig in diesen Verein eingetreten. J'ch w'a r 'kaum acht T a g e a l t, d a .h. a t m a n mich v e x-. :g e w a l i i g t u n d mich ei n f ach z u'm Juden g em a ch tj - 6..d e m i ch S i t\b ü r f e n m i r e S g l a ubdst"— m ich n a ch" K r o f t e n d a g e g t n g e- ,w t h.^itch ao e. G e b rü l l t'h a b t i ch w i e e in G es p i e'ft'l'e -r, es h a t m i r T e idern: ch t 's genützt". Do^' ftemi ich mir eine Witzrakete. Nur ein Wort ist diesem -Schlag«' jstn die Seite M stellen: der pathetische Aüsmf des Polla^HZ' Gütza: '»Ich aber sage MM^MikbürM, wir deinen ÄntisemrNZmüs!"? ' Mn> jenen Rutsch erdenden achten Lebensiag deS Genossen Pick, ihn' M vernicht« Mohel in die jüdische Gemeinschaft hineinzwano, läßt er das Judentum büßen. Elsenbach hat sich geirrt, MeNn - et einmal sagte: „-Der Beschneider ist derjenige, wllcheMMch'k hnt'öer^, ein Antisemit zn werden." Es gibt noch Anfrechtt^'Me sich in ihren Ueberzeugungen durch jene Zeremonie nicht HHAüler» lüsten. Wie' der 'Leser schon aus dem' zitierte» .PrckwkMs-Älwchr«;»' konnte, drückt Genosie Pick' dem-jüdischen' Bolle tzNümwüilsen und in'überlegrnrr Heiterkeit seine Mißachtung' ans, obzwar er beschnitten ist. ' ' llnd^as Schicksal wollte es. daß gerade e r unumschränkter Herrscht ikinrs Reiches ist, das fast durchaus jüdische Untertanen Zählt.! Der kZenLalverön der Handlungsüchilserr, der jetzt mient- .wegt mir.'snaldrutsch ist, besteht ar« jüdischen Mitgliedern. , Die wenigeft Arier 'sind nur' die Ausnahmen, welche die Regel che- Migett. Und ■ da;n sind es Juden, die meistens aus Galizien, stammest und^wahrschemlich von den Genossen Lieber m a n'n -Md Di ß m a n b fite die polnische Nation reklamiert werden)' "so -daß es einmal zwischen den nationaldeutschen und natioMpolnischen jüdischer Genossen M einem ernsten völkischen Zwist kdmwen ckvnnte. . i Wie Pick dort - regiert, war schon Gegenstand ernster RckriminNoneft. Als Haupt de§ Zentralvereins der Handelsgehilfen hat nämlich Herr Karl-Pick-das Odium ans sich geladen, dir Gewerkschaft -der Gehilfen zu einem Parteiwerkzeug der Sozialdemokrätft geformt zu'habe». Er wirtschaftet gerade so kontrolllos, roir sÄn' christlichsozialer Borganger Arnmnn. Bedenkt man, ''Me sehr die andersgesinnten Handlungsgehilfen,' 'die -DeutsOjcktÄnale«, die Chcistlichsozialen. die Tschechen über diese Anto.kraüe' ernpört sind und daß dieser Zentralverem natürlich-- als eine jüdische Organisation angesehen wird, läßt sich tzntrrsien, auf'westen Konto die politische Tätigkeit des Herrn''Pick gebnüst ist. Die Opposition wächst täglich, imb insbesond'ete tm jüdischen Lager haben die selbstbewußten Handlungsgehilfen mit aller Schärfe gegen Herrn Karl Pick Front geinacht. Es lregln ja genug Gründe vor, ivelche gerade eine Organisation!der jMschett^'HändlAngsgehilsen auf nationaler Basis notig /erscheinsi'lasten.- jüdische Handclsangrstrllte". das Organ ^des jüblschtN HandlungsgchilfenverLandes, besten Obmann,' Herr .B l unnst! bekannstich in der jüdischuationalen Kandidatenliste;^ör drn-Mrhlb'ezirk' Nords'st enthalten ist, legt' dies folgendem maßen'dab: ^Für «n'I Inden ist'die eigene nationale Gewerkschaft noch ckrstweftdiger als für jedes andere Volk, weil wir ei» Zweistände- Msein fühben, weil die im Handel und Industrie Angestellten und die WsWi Arbeiter hier iw Westert die Mehrheit unserrS Lolles bilden Md daMt'srrn wirtschaftli'chts'Rückgrat. Und diesem R ü ck ß r et t unseres Böl'kts drohen zweiGe» f a h rech b 11 i 8 e ll t n 'e r ve'n « ollr m Die' erste der B o der nnS wirtschaftlich vernichten will, die zweite die E'n tju düng, die durch' dir Zugehörigkeit zu fcLmdncüionaleu und sozialdemoüaüsihen Organisationen in erschreckender Weise gefördert wird. Matt steht, weder den kleinbürgerlichen» noch den proletarischen-Juden, der Judenstadt kann dieser Kand'dat genehm sein. Und wenn die sozialdemokratische Parteileitung meint, der versklavte Jude< muß jeden Wahlwerber verdauen, der ihm dargeboten wird, so hätte sie die mißglückte Leopoldstadtrr Kandidatur deS Chrfredakteuts Austerlitz eines besseren belehren müsten. In seinen Wahlreden hat fteilich der Genoste Pick die Entriistnng über seine jüdische Abstammung klug in die Tasche gesteckt. Dafür stürzt er sich, in seinem unverfälschten Prager Judenidiom auf die Jesuiten und die Liguribner, so daß selbst organisierte' jüdische Genoffcn se nen AntikathölizisnluZ in diesem Milieu für geschmacklos fanden. : Herr KaA Pick, hat sich „nach Kräften dagegen gewehrt", Jude zu wAm."'','Dle ^ZUden^'des Wahlbezirkes Nordost, die noch. Sinn für/Wstbde haben wd Empörung über' Msche Selbstbrschmutzlmg Empfinden, werden sich mit doppelten Kräften dagegen wehren. däß er im Judenbezirk gewählt wird. Eine Kundgebung der jüdische« Studenten. t Montag fand anläßlich. der bevorstehenden Wahle» im Wahlbezirke Nordost eine würdige Kundgebung der Wiener jüdischen Studentenschaft statt.. Herr »tuck. Jakob Weiner sagte in der EröffnMgsansp . e, daß alle Parteien, mit Ausnahme der Christlichsvzialen, m dir Stimmen der jüdischen Studentenschaft werben. ^Für uns aber, ist die Aufstellung bewußt jüdischer Kandidaturen, der formuliiwte Ausdruck des Lchenswillens des jüdischen VisM." Herr Ing. Buchbinder wieS darauf hin, daß der Gegenkcuididai 'Strickers, Herb Dr. Ofner, der „Fideltta" angchövt,^einer Korpomtion, -welche den Rational--- judm die, GenugtuunS'-verweigere. Gebrandmarkt müste .es werden, & a st, /- d i e -g sf i>m.i lato risch tu Juden g£meinsafn Antisemiten gefordert habeu, alle Nichtdeutschen von der Wien11 Uwibrrsrtät auszusch!ießtit, ei« Beschluß, d,.erfast ckusfchließlich dir Juden trifft- Frau pdil. Friedjerike^rnstaiv führte aus: . Die Jichmnen. ans dem,Osten haben, am eigenen Leibe . erfahren, was schlechte < Politik bedeutet, «nd,.die-WestjDnne» müsten es jetzt wohl auch schon «nsehck.^'W'jUbischen^MÄentüttte» ftellm die geistige' Hochzucht des Mischen Frauentums dar und sie dürfen sich nicht in den Dienst oinec'Sache n stellen, dir ihr -im besten Falle , Duldung bringt. Die Rednerin wirbt in begeisterten Worten für - den «Bund d11; jüdischen Frauejt| von welche»! in Wien bereits sechs Bezirksgorppm bestehen. Hierauf ergriff Adolf Gtond das Wort: Jetzt ist einer von-den seltenen wichtigen Augenblicken, in welchem der jüdischen Studentenschaft eine große Rolle zugedacht ist. Das jüdische Bvll steht' auf und will sich daS.Recht ans die eigene Nation, die Heimstätte und die tatsächliche Gleichberechtigung in den Ländem der Berstre^HAkk^fyL'',DK^sör^ so 'gastfkttrndliche -Wiener- »!w» matör-j > W^groß PwördÄ''-'U Wrch ' ihr hehres Prirtzip der Lehr- 'ünd."'LeWeihM und %tt" Stabt Wien als gästigem Zentrum Men intekttationalen' Ruf verschafft hat, will jetzt dir Juden entfernen. Ein ganzer -Mann muß «amenS der Judenschaft in der Konstituscke " dieserreaknonarm Absicht entgegentreten. Wird dies DL' Ofner tun?' Stand' besprach hierauf-die Stellung der 'JüdMch8si^'.W"mMD'PMekM und^.fetztsich mit der dmtschösierreichMerf ^SsziäldMokratie auseinander. Die"'Jüde» werde« nicht -' mehr blind ünterwürstg, / bckingungslos für die Sozialdemokraten stimmen. Ein Antrag,'Wie der des Genossen Reumann im Grmeinderate, durch welchen rmglückliche landesflüchtige Mische.'Proletarier .verjagtwerden sollen, wäre seitens nnes Sozialdemokraten in irgendeinem anderen Land Enropas einfach, unmöglich. Dieser Antrag muß als antikulturell festgenagelt werden, V ü-r d t, K a r-l Ä a r. r a ü.f st e h e n, s o w ä r t c p;b e r h. c f t igsteGegn e r d e r d e «tf cho si e r r e ftch fts ch e n S o z i a l d e m o k r a t i e. Die - Wahleil im Bezirke Nordost sirid nicht bloß eine lökalpatriotische, sondern nne allwelrlichr jüdische Angelegenheit. Unter ungeheurem Beifall vertveist Redner auf den Sieg. des nationalen Gedankens in Polen bei den eben stattgefundenrn Wahlen. Trotz der größten Drangsalierungen hat das Mische Bol? die national-jüdischm Männer gewählt. - - Stürmisch begrüßt ergreift hieraus der Listenführer der natiorialsiidische» Kandidatenliste . Ingenieur .Robert Stricker das Wort. Es wäre, unseres- Prvgrammes unwürdig, sie um. ihre Mitarbeit §u ersuchen. Ich-schildere Ihnen Msach die Sachlage und Sie haben dann Ihre Pflicht zu tun. In der provisorischen Nationalversammlung der freien Republik Dentschösterreich war der kleinste und - unwichtigste Punkt Gegenstand heftigster Kämpfe. Nur wenn es galt, die Juden zu benachteiligen, wie etwa bei Statuierung des Staatsbürgerrechtes und Festsetzung. der Wahlbezirke waren alle Herren ohne Unterschied der Gesinnung «mg. Auch die beiden jüdischen Vertreter haben geschwiegm. Muß der jüdische Wähler jeden Kandidaten unterwürfig wählen, nur weil er den Punkt ^Antist.mitism.us" nicht in seinern Programm h a tL Das System^- wie man bisnun dem Antisemi-- tismus begegnete,maß gründlich geändert werdenKineAbwehr, sondern Selbstwehr. Nur wenn Man von Volk zu Volk sich auseinandersrtzt wird man einander verstehen lernen. Reduer behandelt hierauf den Antrag Reumann-im Gemcinderat. Weristdenn dieser Rest des verlotterten alten Oesterreichs, daß er s i ch e rk üh n en darf, A u8n a h m s g es e tz e g e g r n I u 8 e n z>ü s ch a f f e n? Es gibt noch rin anderes Forum als den Wiener Gememderat: DaS Völkergericht- In aller Herren Länder jucht Deutschösterceich Nahrungsmittel zu erlangen. .Wenn es im eigenm Land reaktionär ist wtb eine« Teil der Bewohner von den BerteilMgen ausschließen will, so wird eS kein Glück habm. Der sozialdemokrattsche Staatssekretär Herr' Dr. B a u e r hat sich von den Wiener deutschradikalrn Studenten eine F e n st e r Promenade mach« lassen und mit ihnen genreinsaut das Lied „Deutschland, Deutschs land über alles" gesungen. Ob es gar-so würdig ist, wenn M sozialdemokratischer Führer gememsaru mit . de« Deu^chradttÄiev. nach P r e ü ß e n hinüber schielt rmd.ch dies für Deutschosterreich vordem Bölkerfonrm segensreich sein tvird, mag füglich bezweiftDwerden. Wir werden hier in'.Deusichöfteri^Ä unser Recht bekonnneü, wenn > wir eö mutig Md würdig verlangen, ob es ,tni§ nun ge> lingt, in-der Konstituante mitreden zu könnm oder nicht. 4 Herr »tuä. Weiner sagte in seiner Schlußrede: Buch voft. derTechnischm Hochschule, undvon der Tierärztlichen Hochschnl«' hat man die Juden tntjfmit,' und ob es für die deutsche Kulü^' gar so rühmlich ist, daß sie von dec'Hochschule für Boden>'. ftiltnc die s e ch s" j ü.d i sch e n Hör e r w i e ö, bleitze' dahiugrstellt. Der Drstand urrstres riationültN Gedankens häng'e. nicht''von diesen Wahlen ab’. Aber viele hundert Existenzen tÄvöch, es büßen müsien, wenn es nicht gelingt, eure »atwnaljM-^^ Vertretung in der KonsttMnft-zu sichern. Die anwesenden Studenten stellten fichsLrdik zor Derfügmig. * -' - ' - '-'-K . Gesinnurrgstzenoffen und PMerfreuuotz. Im jüdLschnationaLe» ÄvAftUokal Eafch Müller ^Souterrain, Lilienbr»n«gaffe, bei' der Marienbrücke) ljegt die Wählerliste fnbf„ den Wahlkreis Rordost (Leopoldstadi, Brigittenau, Floridsdorf) auf. Es ist Eure Pflicht, unverzüglich in die Liste Einsicht zu nehme« und Me Euch bekannten Wähler der Wahl« leitÄug «amhast zu machen. Zözert nicht! Die Wählleitung des ILdifche» Natioualvereines. Telegramme. Tschecho-flowlckischedrepübM. Einzug der Tschecho^SLswaKe« in Pretzburg. - Preßbnrg/6. Febrülir. (Meldung desTfchecho-' siöwcrkifchen Preßbmeaus.) Bei dem Empfang - Im’.- KomiLatsgebäude begrüßte im Namerr der tfchechödie Versammelten, indem er auf die historische Be< deutung Preßbmgs hinwies. Minister S ch r o b a r sagte, die slowakische Regierung solle in Preßburg ein Zentrum Hilden, in dem sich das. Leben des ganzen Staates spiegeln wird. l H Im Namen der. Regiemng begrüßte die Versammelten Minister Stanek. Die Mitglieder der Rö^ gierung begaben sich sodann in das Gebäude bei\ ehemaligen Militärkommandos, wo die verschiedenes Deputationen -chrpfangm..mmde«.- '-7 Abgeordneter Dr, B l a h a begrüßte den jugoslawischen Gesandten Ivan H r i b a r und das jugv? slawische Königreich, welcher in seiner Epwidemng aus die Blutsverwandtschaft der slawischen Stämme hmwiSÄ. Es sprächen dann noch der Gesandte K o d z a, der.' italienische Generalmajor B u r i a n i und Abgeordneter Äd rzak An den Prchidenten Masaryk wurde em:: Begrüßünqsdepesche abgesandt. Nachmittags fand eine. deutsche Versammlung statt, in der S t e s a n e k mch IQ 0 d z a Reden hielten. In einer ungarischen Ver-- sammlung referiert Abgeordneter J v a n k a. Im Stadttheater wurde eine IiachmiLtagsvor'' , stellung vom Ensemble des Prager R a t i 0 n ö -U; t h e a t ers gegeben. Der Tag verlies ohne Störung. Die magyarische» Telegraphen- und Telephonbeamten streike n, doch erlitt der Dienst infolge Emgreisen tschechischer Beamter, Keine Unterbrechung. :, Maßnahme« In DeuLfchbohmen. Prag, 5. Februar. (Del. der „Wiener Morgen« Zeitung".) Die in den deutschen rBsnrkeu Böhnrsns a\k* tierenden tschecho-slowakischen Behörden haben »n d'iL .Pfarr^, her. einen Erlaß gerichtet, wonach von mm tsn alle Eintragungrn. in die Daus-,. Eheutzh,. Sterbematrikel, soweit es .T s ch e.,ch e nb s tri f f t, ift . tschechischer' Sprache 3«. erfolgen haben:- Auch, die. $«1* fertrgung aller Taus-- und Lrauungs-- und Begräbnisakde muß in tschechischer Sprache erfolgett. . v! Arr die Bergbauunternehmungen inr Bezirke Aussig ist die Forderung "gestellt Wörden, die B e z^.s t ch'n it gen der Schächte-zn tschechisierek. — .Die SpraD"' und Schulkarte von Mähren und Schlesien von Dr.'Franz Pe r ko. ist über Veranlassung der Lschecho-slowakischen Regierung ' aus dem Handel gezogen''Wochen. :; Der Geheimerlaß der tschechischen- Regierung gegen: die Hahlen zur deutschösterreichischen 'Äottstituante hjrt! .folgenden Wortlaut: „Laut Zeitungsnachrichten ttttiT laut Anzeige einiger politischen Vehörden erster Irr-' stanz 'sollen in allernächsten Zeit die Wahlen in die deutsch2stcrr«ichisck)e Nalionalversammhinä stattsindenU Wahrscheinlich wird zu diesem Zwecke unter der deuöschen Bevölkerung in Böhmen agitiert und werden So'r^''-. .bevei'tungen zur Durchführung besagtet Wahlen ' getroffen werden.' Da solcheBetäftgungM m i t" Einheit und der Integrität des tschecho<W wakischen Staates in Widerspruch stünden, ist ge geü jede solche Propaganda mit allen Mitteln eipzushrciren und im konkreten Falle die Strasr!nzsiM' nach 66 des Slra,-gesetzeS - (oer 'Srürgkhsche HoAH -- vkrrLtZMrLgrgph)- zu 'erstaite»^ ' ' <