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Wiener Morgenzeitung · 1919-02-05 · Heft 18 (5.2.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 18 (5.2.1919)
Date
1919-02-05
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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“‘•'Ty SVi»ie Arorge«zi«W d. MvkvKr"LMv' r -?.oiWigMj«Mryaritffa «V, i «ÖÄtTöf '•.-> M Lßnderungeu , erf$offeit..' vormittags war die tten in die Stadt.gezogen cvM vor,. um auf" die WnöL unb die MWnde Dvotze Unruhen und -. Ein Znvali;‘-£ßt^-,-4: Miruae. MLtzttetMft> aus dörr undHpräch OMött Mn! ünerträglrchtz Mifch- 'un! Teuerung hinzmveisen. < .Ehrevdchie^ AüvMNg, bef^MandesGmung Wellie; drantz eW HrmuMeK.L,. ... „ v. fit. ein .Ächerr'-- dem Regierungstzebäüde. Restammt. --Das MMÄrstaLL. ,M .-sch wre r e n A u schÜMHrtum gDnnd-N5HZ,d tz.ru ü g,e n. Aüs-ckeM.MM ,,ErMN^Mr.^aLPHM. Msabeth- -La^^: vas^M^ GÄMMlerquartier vechM. ist, - Mchm ....7.. f:;W<tyQj$ife W KoloniMGroß« HM^Whauses Msrne^ ''auf dem Franz Josefsplätz^ -M^rOL^. ^LomüeMoltzer :die" RM wieder 'her» HKM -mch! der Wengedie, Herste - an Zucker -grWlmLÄls.. wiederMehmen.'Mf 'W.Lchrdstraße^ wo * M# ftm'lM d.,er"L.^ WitM:ckäm •...«• zu beforchM? Miseren KvischenWeU Wn einem Balkon 41 sOen^-Mx ft.-r.-ie-, ii,f f e w!b uN Metr '-.-WgMKM..-&#a#vein- I n'vA^id e^ t o t .H.'ü- .1 a ruK s A - 5st.urrWnLchügLL W dKWetttze'Mcht-- 'HMÄWütz-.j-:PM. Ms W dem, HcMoü wmve - pnÄ Mltzei'^tpmden ÄgedMgt. -Äe^MkW...-stAWNa 'W den WWgJi das Haus imtz Mndeis^. M denr RevoWhelverst ohne ihn zu Prü^ME^MMgen^d'ßj&'tffl e;it c u ch n a chk aA Wrien7'MW'.M^N' sich die Lage .-./inM..M.WernAs^EsE Bätüllloüe Bol-Lswehr W.Dm'SWgtDat an der OWe' zur Wiederher- WlM. ^MWMMg.. äustzerückt. An 'verschiedenen hielten.Mitglieder der/ Landes- . regieWjg anscheinend sien^igW M ÄsNSLMW^M^jM. im - ersten HsLhjvhr IMS. './ / /'Dek.''''..EßH)nf! desFinanzgeseßes für" DeutschüftLÜLsch epAMiM Ansätze'der AusgüLen und Em- .stahMK^M W Maat m löüeM^Mrfange,-' wie er LurU Len BeschlG der Nationalüersammlung festgesetzt ünschließlich" Deutschböhmens und der . .-dsütHo'n. SüdetenLnder. Für die Atzen- und Donau- .MM^.wHrdM-?M Ausgaben/ wie Eimrahmen um MMozMrHdMr stellen. Da die ziffernmäßigen DMtiJiEfW'MösLerrLich gegeben sind, müßte - man sich^jE 'üHemMen mW Schätzungen begnügen. LWr diesen WrausMungen wurden fA die Zeit vom 1. Jänner Jis 30. Jmi 1019, eingesetzt als Ausgaben 247712 MMonön KrWen, EinntchmeN 1229 7 Milliälä? halbjähriger Abgang . -M'tzaew- /Die. /verschiedenen Kriegs- ..WNM^HN Me ÄntechÄtMiträtze, MchGngsfürforge, an MMestbemittelte und /Arbeitslose, en erfop- >D3.^WÜiönen KrMeN Hierdurch sinkt der Abgang üuf M. MiMnen/Krönen.^^ Der Ertrag' der heute der' RÄiöMvetsar/rMlüng vvÄliegenden Steuergesetze mM Mt jährlich- 500, für das Halbjahr also mit .260' WWnen Kchnen nach der Rückkehr normaler -KerhWmsse geschätzt.' Darnach - steW sich für die ZuhalMhüge: Mgantz - emf. 334, Vas Zah'Msdeficit also runv auf 670 Milli- NM e n K r 0 NM' Hierbei ist von den Kriegszu- MeNM^ StaatSattg Pellte nichts abgezogen, sondern /MwMMgencknM^>däb'. sie in Form > von 'Gehaltserhöhungen bleiben. Ebensowenig * ist in Rechnung Mtellt Me Müsg'abenvermmdemng infolge von KönyeHexwg^l der Staatsschuld. tzeeresmrsfch»ht-t rundlage ,dst«tck.^7..^m gchm W Mlüffedes WcWusschüffch.. dahür,-'daß Oagisten' ohne RangMaffe, d^"Dfftz«rS-''»ndWeresaMchM- . . - - DeschMe«' Kr^Äudv tzarüyamtin..Weimar. *■; WeiMay.- 4; Februar. Der deutschösterreichische Gesandte ck Berlin,' Professor Dr. Ludo H» av> m amm, isthier Mgetroffem um der.Eröffnung^her cheutschen Närlsnülversammlung beizuwohnen. Ge- ..sandter Dr. Hartmarm ' wich' - hier hie weiteren Wer- Handlungen Mr Zaß Vechältnis Deutschöstetrekhs zur - yeutscyen.AepuhM fuhren. " " . / . .Hsrexs. mvt Herrn Jerzabek. . :. . , biationälraL Dr. I e rz a b eL. deffen geistigeBeoemüng wir schon, einmal unseren Lesern voraefühtt haben, -setzt« seM ifTätigkeit zur. Bekämpfung Pes Judentums fort. ^Wenn er nicht schünpst, so denunziert n$, w'eyn-. er mcht denunzferh so verfaßt erirgeydem Gesetz, in dem er dre Ausweisung, der Juden verlangt. Es liegen uns heute zwei Substrate dieser Migkert eines Volksoertreters v.or. .Das eine ist eine -lnftage an den Stäabskarizlen ist welcher unter Anführung Mlger die, -VeffenMchkeit Höchst glelchgültiäer' PetsönÄdMssn' behauptet. Mrd, daß häs LÄeWmM^üWffpchchechd^ Mid der staatliche Preffedienst überhaupt den Händen der Jilüen liege. Die Anfrage ist nLtürüch von irgendeinem „arischen" Beamten des Kvrrespvndeuzbureaus versaßtworden nnd .MZab.ek hat mit elf. anderen ähnlichen Größen chriftlichsszialer Kultm unterschrieben. Es sind'unter den Ünterferttgten einige Herren, deren Namen die politische - Welt nur bann erfahren hat, wenn sie ^Schluß der Debatte" beantragten. Und-sicherlich haben die Herren Kreilmeir. Waldl, Bmndh? Mue,/Eisenhuh die chren Namen aus die Anfrage, setzten, nicht genau gewusst, od das Telegraphen-KoMpondenzbureau ein Amt sdri: ein? urue Schokolade/rst. DieMgebüche Präponderanz des .'Mischen Elements Pr diesem Anü hat rmWich . Aeme . anderen Gründe, als eben die der hefferetz/DnÄMätion der betreffenden Herren. Wie schon bemerkt, ist Dr, JerMeL auch unter die Gesetzesmacher gegangen und hat MM Antrag „b ette f f Md d e n 0 ch u tz d e r B e D' ö I k -r r u n g gegen lästige oder gefährliche Einwanderer" ausgearbeitet. In dem Gesetz werden alle die Schlagwüxte, die di^ Wiener Hetzpreffe gegen die jüdischen Flüchtlinge ausgab, legislatorisch zusammengefaßt und die Ausweisung des „Mischen Gesindes verlangt. Man braucht'Dr. Ierzabek nicht besonders erlist zu nehmen. Sein Antrag wird wohl kaum jemals Gesetz werden. Und wenn wir davon überhaupt sprechen, so geschieht dies deshalb, weil wir dem Ausland zergen wollen, wie die Volksvertretung im chrifllichsozialen Sinn ausfieht. Es wäre fast nötig, alle solche Kuliurergüfle zu sammeln und der Friedenskonferenz . vorzulegen, mW der Bitte, für bessere Schulen m Deutschösterreich zu sorgen, danttt die Bevölkerung polittsch reifer werde und einen solchen Mann nicht mehr mit seiner Brttretung betraut. Die IugosrnWen mrs lUnMersburg vevtrieben. Marburg, 4. Februr. (Tel. der „WL Morgenztg.") Heute früh traf hier die Nachricht.ein» daß Bauern die Jugoslawen aus Radkersburg und Umgebung v e r L11 e b e n h a b e n. Wie es heißt, rottete sich in der Frühe eine größere Anzahl von Bauem in der Gegend von H a l b erat« zusammen und vertrieb die jugoflawische Besatzung aus Radkersburg, wobei es gelang, auch die Umgehung vom jugoslawischen Milttär zu befteien. Aus Befehl des Generals Majster soll von Marburg ein kroatisches Bataillon dahin abgegangen sein. LelegramMs. Tschecho-sloWaÄrscheBeWhM. SLrerL i« Pretzv»eK. Budapest 4. Februar. (Tel. d. „Wr. Morgenztg.") Aus Preßburg wird gemeldet: Heglen den Einzug der tschecho-flowakischen Regierung veranstalteten heute die Preßburger Eisenbahnarbeiter» Post- und Telegraphenangestellten sowie die Angestellten der Tramway und sämtliche Fabriksarbeiter eine Protestkundgebung. Alle sind mit heutigem Tage in den Streik getreten. Zu Ausschreitungen ist es nicht gekommen. Die für den heutigen Tag von den Tschechen anberaumten Festlichkeiten sind verschoben worden. Kem RechLsvertvsg mit DerrlfchSsterreich. Prag, 4. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Es verlautet, daß die tfchecho-slowakische Republik es a b g e l e h n t habe, derzett einen formellen Rechtsvertrag mit Deutschösterreich abzuschüeßen. Es ist aber möglich, daß die brennendsten Fragen, so die Anerkennung der Prozeßfährgkeit, voraussichtlicherwesse einer befriedigenden Lösung entgegensetzen. Mit der polnischen Regierung sind Verhandlungen eingeleitet und verhältnismäßig schon weit gediehen. Die BrLmrer DolkszLHLung. SSW mrtirRals Jttdsrr. Asberdie Brümrer Volkszählung, deren Resultat wir bereits auf Grund der sffiziellen Meldung mitgeteilt haben, erhalten wir noch folgenden Bericht: Trotz lebhaster Gegenagitation der ge.amten deutschen Presse haben sich bei der eben beendeten Volkszählung in Brünn '5 300 jüdische Einwohner zur jüdischen Nationalität bekannt, das ist mehr als die Hälfte der Judenschaft. Der'große Erfolg der Brünner Nationaljnden verdient um so mehr anerkannt zu werben, als jede Förderung durch die Presse und Werbearbeit infolge Kürze der Zeit, die zwischen Anordnung und Durchführung der BolkSzählung lag, fehlte. Brünn galt seit jeher als die Hochburg des mährischen Deutschtums und bildete bis heute noch den Kern des Äi'.ecstandes gegen die nationaljüdische Bewegung. Wenn nun im ersten Anlauf die nationaliüdische Idee einen solchen Erfolg erringt, darf man sicher sein, daß bei den Wahlen, wenn eine' genügend« Vorbereitung' möglich und wirksame Mittel vorhanden sein werden, al'e bisherigen Widerstän''« zu überwinden, die überwLl1i.-ende Mehrheit der Brüntter Juden sich -auf nationaljüdischem Böden stellen wird.. ' ' ■ ^Anrn. d. Röd.: Bekanntlich hat die Äte reichsiche Regierung auf bas MLenntniS, zur Mischen' Muttersprache *•- „Nationen".kannte ja der osierreich^ sche.Sicrat nicht — Strase.gssetztH Im sreiheisiüHey 'sichrchsicher! GtaaL war' es eine GslbstverstänblichW^ daß ^krinerlri Gewissenszwang ausgeübt und das LermMiL zur jüdischen Nation wie jedes andere frei« gsgeben und respektiert wird. Wir sind gespaH«^' Mtz man eö/ln Deutschösterreich halten: wird, dessen 'EWgrijj eS bekanntlich ist, auf allen ^bieten der Reaktiv^ der/L'chtL Erbe des alten Oesterreich zu sein.) f DLe ÄatronaldemokraLe« für de« jüdische« NaLLonalisMvs. l GSdiDg. (Originalbericht.) Am 29. Iärmer ve^ ünstalLete der jüdische DolksraL in Göding eine gsvßs Versammlung, zü welcher auch zahlreiche Vertreter bei tschechischen soMwemokratischen und bürgetlicheS Pchteien erschienen waren. Nach dem Referat dev GmeralseLretärs des Prager jüdischen Nattonalrat^ Herrn Dr. G 0 l d st e i n, meldeten sich die Vertrete» ' der sozi'aldemokratischen Partei, HeÄ- Koutny und Frau K0!ariL, Zu Wort M geißelten mit scharfen Worten die Fehler der offM milatotischen Juden. Sie gaben dem Wunsche stach! einem verständnisvollen Md auftichügm Zusammen« arbeiten der tschechischen und jüdischen Bevölkerung Ausdruck. i Auch aus anderen GEdLen liegen Dersarnrnlunstsberichte über die Tournee des Dr. Goldstern vor» auH denen hervorgeht, welchen kolossalen Aufschwung . M jüdischnationale Bewegung in Mähren genommen HG Deusichlimd.? Die SsziMftsr««s Devtschürrrhs. " &■ Berlin, 4. Februar. (Meldung des WvWchev Bureaus.) Die Sozialisierungskommisfiyst beriet, am 30. Jänner unter Hinzuziehung des Rechte lehrers Professors R e u b r u ch über den Verfassung^ entckurf unter dem Gesichtspunkt, die Soziaüsierung HWen ihren Formen verfassungsmäßig zu ermögliche« stvd. zu siÄzern. EinMarsch der Asgiertt-rgsLs»Vye» r« tottmüri Berlin, 4, Februar. (Meldung des Wolffschen Bureaus.) Nachdem Bremen die Abmachungen M der Reichsregierung nicht emgeh asten hat, ist der. Division Gerstenberg der Einmarsch besohlen wocheff Spartakisten i« MsgdeLsrg^ . . Berlin, 4. Februar. (Tel. der ,Wr. Morgönsitz.") In Magdeburg kam es nach einer Melhung der „Deutschen Tageszeitung" gestern nachts zs schweren Ausschreitungen von bewaffnetest Spartakisten. Etwa 80 Mann» bis an die Zähnt', bewaffnet, und durch Maschinengewehre gedeckt griffen das Landes g er ich ts g e fa n an und zertrümmerten alle Tore und Türen, MrW> sie 161 Gefangene befreiten, alle Nahrungsmittel Md sogar die Decken aus den Zellen raubten. Hierauf , zog der Trupp nach der Gefchäsisstraße der Stad^ zertrümmerte Schaufenster und beraubte mehre« Läden. Die Wachmannschaft war zuerst der Masse gegenüber machtlos, konnte aber einige Verhaftttstgett, vornehmen. Bereitschaft der englische« Flstt^ Rotterdam, 4. Febmar. (Telegramm der »Mr.> Morgenztg.") „Times" meldet, daß die 'englische Kötte am Samstag ausgelaufen sei. Die Ereignisse-in den d e u t s ch e n H a f e n st ä d t e n hätten die Bereitschüft der englischen Flotte zur Folge. Ukraine.; Kiew von de» Bolschewike« desetzL , Stanislav, 3. Februar. (Ukramsicher PreffebrW). K i e w wurde von den Bolschewiken besetzt, w nationale Regierung hat mit ihren Truppen die Stadt veüaffen. Die Kampfe -ei Lemberg. Stanislav». 4. Februar. (Meldung des Etßräinisihen Preffebienstes.) Heeresbericht: Nördlich von Lemberg haben wir im Gegenangriff Uhniw von allen Seiten e i n g e s ch l 0 s s e tu Von Lemberg aus sttetzes. die Polen mehrfach gegenIahno w vor undwutderr unter Verlusten zurückgeschlagen. Südlich Lemberg starker Geschützkampf. Unsere Flieger uberflhgrn Lemberg und Przemysl. In Lemberg gingen die Ein- ' wohner eilig zur Deckung. Bomben wurden nur aus den polnischen Flugplatz außerhalb derStadt geworfen. Dir polnischen Flieger wagten Leinest Angriff. Polen. / Der tschechisch-polnische GrenzstrM. Grotta«, 4. Februar. (Tel, der,Wr. Morgenztg.*) Nach Pariser Meldungen erhalten die Polen tzttyE der provisorischen Vereinbarung, welche die EsttMe den Polen und Tschechen vorgeschlagen hät, im Prinzip jene Teile Schlesiens zugesichert, in denerr 75 Prozent Polen leben. Die anderen strittige« Gebiete sollen nach der Völksabsttmrmmg oder durch den Spruch des Plenums der FrieLenskonfersttz zugetellt werden. Die sichecho-slowärsiche Negierung es abgelehnt. dieses Mkommen M nnterfertiyen..

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