Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 14 (1.2.1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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/ / / Nr. 14 / Wien, Sümstcrg HandelsVertrag ^.Zr/Ächscho-sLsrvsLrfchrn?. .^ ... ' Agram, 30. Jänne/ Wie das Ägrarner Lag-' Llatt meldet, finden in Uelgrad gegenwärtig Verhandlungen zum Abfciü'.ß eines, Handelsvertrages zwischen TschechöMowMen rind Iügöslawien statt. Joffe ÄnMK eine MeÄ^irrLakttsrevsrteK«. Berlin, K. Jänner. Hasifi Ähr-AbendhlaLt meldet auA dem-Haqgl Wie /'aus Petetsbutg Mnchtet mirfi» erklärte -Joffe in des PraMha. daß De deutschen Konrmunisten nur ausdas Ueberschreiten der deutschen Grenzg durch die Soxiettruppen warten, um dann die uMbrochene SpürtakusrevWion sortzusetzen. Die Wahle«. Lieber die am Sonntag stattgesündenen allgemeinen Wählen' in Polen find uns bis zur Stünde nur sehr spärliche Nachrichten zugegangen, welche besagen, daß die Wschnätionale Liste' in- W a r s ch a u, K r a k a u und Larnow durchgedrungen ist. In den-Meldungen ist nichts darüber/gesagt,, mit welchem Stimmenverhäknis die'Liste unserer Parteigenossen gesiegt hat und ebensowenig fit daraus etwas über'das ParteienverhÄtnis des zükünstigen polnischen Reichstages zu erkennen. Wir können deshalb nur Konstatieren, daß unsere Freunde Tom und Schipper, gewählt sind. Einen Ueberblick über, das Parteienverhältnis und die'Wählkämpfe/überhaupt kann man derzeit nicht geben, und., es 'ist aus dem Zögern der Warschauer Betzienmgnur der eine Schluß 'abzuleiten, daß die Wahlen'überall 'gegen ihren Willen ausgefallen sind. .. SchWmz. Gx. iUteMMynale .SöziMlWWronferenz. Bern, 30. Jänner. (Meldung der Schweizerischen Depeschen-Agentutz) Der heutigen Beratung der Delegierten, zur.. internationalen Sozialistenkonserenz. die unteriBorfitz BranLings. abgehalten wurde,., wohnten, zahlreiche Delegierte bei, darunter der.bayrische Ministerpräsident. Kurt Eisner. -Die Erörterung drehte sich hauptsächlich um dieprogrammatischen Erklärungen, sollemÄllseitig wurde festgestellt, daß diesbezüglichvollstes EinyernehmenzwfichenderJnLernattonalenGewerkschasts- Lonserenz und der Sozialistenkonferenz herrschen solle. Es wurde beschlossen, ein Redaktionskonntee einzusetzen, dem Vertreter der verschiedenen Staaten angehören und das der Konferenz einen Entwurf vorlegen soll,, der -sich zwar auf den von den seinerzeit in Leeds und Bern abgehyltenen Gewerkschaftskonserenzen angenommenen Text M.stützen, aber auch hie seither in den Efchiedene.n Mndenr' eingetreteüen Ereignisse zu berücksichtigen hätte. Am Schlüsse der Beratung teilte Huysmans mit, daß. die erste. Plenarsitzung der Konferenz Montag vormittags, im .großen Saale des Berner Bolkshaufes ttattjinden werde. Der StenerLetrugsprozeß. Bern, 30. Jänner. Das Bund e s st r a f g er r ch t in Lausanne hat heute nach zehntätiger Verhandlung das Urteil in der bekannten Steuerhinte r z i e.h u n,g s a ff ä r e Bloche Junod und Ross gefällt, Der. Hauptangeklagte B l o ch, der sich als .Munitionsfftbr'ckant Steuerhinterziehungen zum Nachteil der Eidgenossenschaft zu Schulden kommen ließ, die sich auf mehr als .10 Millionen beliefen, wurde zu acht Monat e n G e fang n i s und 1O.06O Franks Geldstrafe verurteilt. ' Der zweite Angeklagte Jun od, der in seiner Eigenschaft als Beamter der'schweizerischen Steüerverwaltung Bloch begünstigte, wurde ebenfalls zu ach t.M ö n a t eir G ef ä n g n i s und zu 2000 Franks Geldstrafe verurteilt. Beiden Angeklagten wird die .seit 7. August ausgestandene Untersüchungshast angerechnet. Der Angeklagte RosS wurde s r e i g e s pro che n. Der AchLftsmdenLng Sei den EisenLÄhuen. London, 30. Jänner. Während weitere Verhandlüngen noch schweben, Unterzeichneten die Ei send a h n e r v erb a nd e und' der äüsführende Ausschuß. der Eisenbahner ein UeberemKommen über, das Prinzip des achtstündigen' Arbeitstages. BVSschewikenbswegnng m Australien. München, 31. Jänner. (Telegramm der „Wr. Morgenztg.") Die München-Augsburger Abendzeitung meldet aus dem Haag : Wie Daily Telegraph aus G i d n e y drahtet, entfalten hier die Bolschewiken eine lebhafte Tätigkeit. Die Verwirklichung ihrer Ziele hängt chm großen Teil von der Haltung der Berg- und Hasenarbeiter ab. " MSLrikK. ' Der Heereskredit widerrufen. Washington, 30 Jänner. (Reuter-Meldung.) Das Repräsentantenhaus hat die Vorlage» welche die für Heer und Flytte bestimmten Kredite von. mehr als 13 Milliarden Dollar widerruft, einstimmig an* Qetumunen, " ' " " ' ' v - Wrerrer.MorgGrrzeitung - DieAvLMslosen. . . ' ALnsvevroeLgerung. — DemonstraLianeni -- Zus«mmenftötze mit der Wache. Die Kommunisten hatten für gestern nachmittags ein Meeting der Arbeitslosen auf den Platz vor dem Zirkus Schumann einberufen. Es erschienen gegen 2 Ahr nachmittags etwa 4OO0 Leute, an die von den Kommunfitenführern S t e M h a r d t und H aller Reden gehalten wurden. St^inyardt griff insbesondere die Sozialdemokraten an. die für die Versammlung Maschinengewehre bereitgestellt hätten. Aber die Stunde . der Abrechnung werde noch kommen. Jedenfalls sollten die A r b e i t s l o s e tt v o m 1. F eb r u a r a n k e i n e n Z i n s M e h r' z ä h len. (Großer Beifall.) Korporal - H a l l e r' Mahnte die Versammlung zur Ruhe. Es solle k e i n unnö tiges Blutvergießen provoziert werden. Hierauf bildete die Menge einen D e m o n st r at i o n s z u g, der sich mit roten Fahnen, zur Stadt zu in Bewegung seM Die Polizei hatte alle Zugänge zur Mariahilserstraße. durch starke Kordons abgesperrt. Alle . Geschäfte waren gesperrt Bei der Bellaria wurde der Polize'ckordon ange-. griffen und durchbrochen. Die Führer des'Zuges,besetzten ein Automobil und rasten, zum Parlament. Der Zug, der i m 2 a u f s ch r i t t den Ring zu ' forcieren versuchte, wurde aber von der Polizei aufgehalten und von berittener Wache mit der blanken Klinge ausemandergetrieben. Hierbcä wurde iem Mann durch einen Huftritt schwer-verwundet. Vor dem P a r l a m e n t, das von. etwa 400 Polizisten - besetzt wa/, > kam es zu .stürmischen Szenen. Das Auto. wollte die Raurpr hinauffahren, wurde jedoch . von der . Polder angehalten. Der Chauffeur > wurde - herabgerissen und dann die übrigen I ns ass e n, 32 Pe r s o nen, d ar un4 er K o ryoral H a l l e r, v e r hast e t -abgeführt. Im Parlament. wmde mit ihnen ein Protokoll ausgenominen. Dann wurden die Verhafteten nach Waffen visitiert. Man fand bei einem eine Handgranate, bei einem anderen ein Dolchmesser. Ein Teil der Llrbeitslosen gelangte durch Nebengaffen in die Mariahilfersträße und versuchte dort zu plündern. Doch gelang es den besonnenen Elementen, bald Ruhe zu schaffen. " : Frauendemonstration vor dem Parlament. Gestern mtttags versammelten sich die entlaffenen weiblichen Hilfskräfte der Post und der Eisenbahn in einem Lokal auf dem Gürtel,^ wo die Frau B e er- . Ang er er über die Notlage -der postalischen weiblichen HUfskräfte und Fcün K«wl k a übet die Mißlage der weiblichen Bediensteten bei der Eisenbahn sprach. Von der Versammlung begaben sich die Frauen in einem Demonstrationszug vor das Parlament, wo mittlerweile ein starkes Polizeiaufgebot vor und unter der Rampe Aufstellung genommen hatte. Eine Abordnung der Demonstrantinnen begab sich zum Präsidenten Dinghofer, der sich ihre Wünsche vortragen ließ und sie zu befürworten versprach. Die Demonstration verlief ohne Zwischensall. Das Leben ohne Schleichhandel. Als ich von dir Front kam, -wo ich Jahre hindurch ein ziemlich gefährdetes, aber jedenfalls lebeusmittelkartenfreies Dasein geführt.hatte, .nahm ich mir angesichts des erschütternden Elends vor, genau mit dem staatlich garantierten LebensMittrlquantum auszukommen. Mit Äbfcheu vernahür ich von dem Treiben der Schleichhändler und hegte für alle, die sich ihrer bedrerren, eine unaussprechbche Verachtung. Ich ahnte nicht, das; ich mich-mit-diesem Vorsatz selbst dem Verhungern ausgeliefert'hätte und wenn ich nach kürzer Leit ein kranker, frühgebrochener, Mann geworden char, so habe ich dies nur meiner .staatsbürgerlichen Moral zu danken. Mit . einem Haufen Lebensmittelkarten in'der Tasche,' begann ich hoffnungsvoll'das neue Ltben. Aber welche 'Erfahrungen ' mußte ich machen! Das Brot reichte kaum zum Frühstück, .Butter, Zucker und Eier bekam , ich / niemals. zu Gesicht; die Kartoffeln, welche ich -faßte, waren halb verfault, Fleisch wurde zur Rarität — e§ war, als ob alles Genießbare, Sättigende aus meinen! Gesichtskreise verschwunden wäre. Nachdem ich vier Wochen so gelebt, 80 Kilo und alle Lebensfreude, die Lust zur Arbeit und die Zähne verloren hatte, traf nnch ein Freund, der.sich in Italien die große Silberne geholt hatte. Er sah blühend aus und schien das Leben so angenehm wie nur möglich zu finden. Ich wollte mich trübsinnig beiseite schleichen, doch er hielt mich fest. ^Jch hätte dich beinahe nicht erkannt," sagte er und blies den feinen Ranch einer Regalia vor sich hin. „Warst du krank." Ich schüttelte verneinend das Haupt und sog-den langentbehrten Duft gierig ein. Meine Trafikantin hatte stets nur ungarischen Tabak für nnch übrig. „Mir fehlt garnichts," sagte ich. „Mer eö ist nicht leicht mit dem auszukomnren, was man zugewiesen bekommt." Mein Freund sah mich erst erstaunt an, dann lachte er hell ans und führte nrich irr ein nahegelegcnes großes Restaurant. Nach einem üppigen Dmcr, bei dem-keine Lebensmittelkarten emgrsordert, doch die nahrhaftesten Dinge gereicht wurden, sagte er mir verttaulich: „Du, rch werde dir die- Adresse meines Lreferanten bekarmtgeben, der Mann besorgt alles". Seitdem bin ich moralisch tief gesMkm, aber ich habe mich glänzend erholt und sehe vorzüglich aus. Mit dm Lehrmittelkarten lasse ich hit Oesen rmterzündev.^ . 7 'L 1. Febmar 1919. Sötte 5 Aus. dein Stadtrat. - J-u >brr irtzien Zritzung des StadtroteS sirllie 'Stadtrat We'iig.l den Arttrag, die Strotzenb«h-ndi.rektion z» bcaustragen, - den Verkehr von' den Jndnftriebezirken -nach der Peripherie der Stabt, inSbesonderL irr. westlicher Richtung.' nach dem Rrbeitsschluß in den Werkstätten . und Fabrike* möglichst zu verdichten, um eine klaglose Brsörderuug der' in ihre Wohnstätterr strebenberr Arbeiterschaft zu ermöglichen. Die Gemenidevertretung erhebt Lei den kompetente» Stelle» ernsthaft bas Verlangen nach W i e b e r a u f» a h m e d e s Stabtö^ahnVerkehres, zumindestenS ln den Arbeit» stunden, wobei besonders ans.den Arbeit^schluß in den Fabrik^'-» betrieben und Werkstätten Rücksicht zn nehmen ist. , rr- Ein weiterer,.Antrag des.Stabtrates Weigl bezieht sich auf die . Regelung 5er Bezüge der Dediensteten ber Stellwagen-« nn terneh m un gerr. Stadtrat Weigl richtet auch eine Anfrage an den Bürgermeister, ob er geneigt sei, über - die Forderungen; der - bei der Gömeiübe : beschäftigten L ast«.? a u t o.ch a u f f e u t e innerhalb 14' Tagen ■ an den Stadtrst zu berichten. — Rach einem Tlntrage des Stabtrates Emmerling'setder Magistrat zu beauftragen, den berechtigten Wünschen der Gehilsen bei der Einführung der Sonntagsruhe ini Fleischharwrgewerbe in - dem zu erstattenden Gutachten Rechnung zu tragen.' Stadtrat'S igel beantragte, den' Magistrat aufzufordern, sich mit den Erben des Stadtrateö, Graf ins EinveEhmeu Zu setzen, um eine Abtretung des. notwendigen Grundstreisens zur geraden Wetterführung den' < Thaliastraße uü5 des StraßcnbahngeleifeS von der Enenkelstraße.. an zu erzielen. — Stad'trat Schmid beantragte attft^.Grund eines vom Gemeinderate Eilend eirtgebrachten'- Anträges, wonach «ine Kommission einzusetzen fei, welche die . bei den Militärbauleitungen vorhandenen Baustoffe zu erfassen Hat, um sie dem Wiener Bauhanbwerke .zuzuführen, von der Einsetzung einer Kommission abzusehen.^ Es besteht bereits eine Haustoffverweetüngsstell« der Haupte' - anstält'. für S achbemo'^ili sierun'g (Wirtschaftsverbond des Baugewerbes), dem - auch ein Vertreter der Gemeinde Wien - angehört, das Wiener Baugewerbes also bei der Sach»' demobilisierung vertreten ist-und Gelegenheit hat, seine Ansprüche auf Baustoffe geltend zu machen. Sämtliche Anträge.. und - Nnft-ügen wurden der' geschäftsordnungsmäßigen Be-' Handlung Zngew'.efen. Wichtige Besprechnng. Sonntag den 3. Februar, Präzise 4 Uhr nachmittags, int Sonterrainlokal des Casä „Rotenturrn", II., Obere Donaustraßr' nächtt der Marienbrücke, äußerst wichüge Besprechung des Wahlkomüres der jüdischnationalen Partei, zu welcher alle GrsinnunFsgenossen unbedingt erscheinen müssen. Vorträge und VerfSMMlungen. Sozialistische Vereinigung jüdischer'. H o ch s ch ü l e r. Sonntag den 3. d. M., 10 Uhr vormittags,- „Ring-Cafi > >., Stubencing 18. Dr. Eduard Bloch: „Problevn: ' und Taktik des jüdischen. Sozialismus". W l tuet O r t s k r e r s d e r jüdischen Land? a r b e i t e r s ch a f t. Sonntag den 3. d. M., 10 Uhr vormtttagZ : Kars über GenoffenschLftSweseN im Indischen Jugend-- Heim, Hy Obere Donausträße' S!tt.'Aüwochenckich alltzememt' Zu-- sammenkunst in der Rede- und Lesehalle, IX., Türkenstraße % - 9. Stiege, v.brix Montag Va 6 Uhr abends. Nächste ZufaMmen». kunft am 3. d. M. , . . ' ..'7 - Komitee zur G r ü n d u n g d e r „B e r e vn x* g ung e x t e r n st n d i e r e n d e r M i t t e l s ch ül ix\ Sonntag dtn 2: d. M. um 1Ü Uhr vormittags im Cafä B i t o r i a, Siebensterngaffe, Besprechung firr sämtliche Interessenten, . ' besonders Heimkehrer.. Ab Montag den 3. b. M. täglich Auskimfte, L. Singerstraße. 12/6 von 3 bis V- 5 Uhr nachmittags . -eventtrell Zuschriften). Verein z io n i stisch er Ho chsch üler „Thechdor i H e r z l". Heute im Klublokal des Jndustriellen-Caf«,Konkvrdiaplatz 3, ein Vortrag des A. H. Dr. A. F r i e.d m a n «-. . Emführung in die Geschichte des Zionismus. Beginn 7*7 Uhr abends. . v ' ' . . . . Jüdischsozial istischerArberterverern „P o a.l e Z i b n" (XX., Wallensteinstraße 62). Sonntag den 2. Februar um 7-3 Uhr nachmittags, Restauration K o h n, XX.,. Heinzelmanngckffe 1: „Die pölittsche Lage und das jüdische . Proletariat". Referenten: Dr. Nagler, Dr. W a l t e n b r r g. . Dr. S o k a l. Die EMähruKg. Die LebensnrittelAnschLbe der Entente. Amtlich wird verlautbart: Die intcralliierie Lebens" Mittelkommission hat bisher für die Mehlversorgnng Deutsch-' österreichs einen Zuschub von 24.000 Tonnen Getreide ju Aussicht gestellt. Bisher sind von.. dieser zugesagten Getreidemenge 4500 Tonnen eingelangt, welche eine Mehl? ausbeüte von 4050 Tonnen ergaben. Da die derzeit auf ausländischen Zuschub angewiesenen Gebiete Deiftfchöster-'. reichs einen Tagesbedarf von 1012 Tonnen Mehl habeiü, haben/die Ententezuschübe bisher nicht genügt, um die rege!-, mäßige Versorgung dieser Gebiete zu sichern. In den letzten Tagen sind weitere Zuschübe. angekündigt worden und weise bereits eingelangt. Sollten in den nächsten ^Tagest ■ noch weitere Zuschübe avisiert werden, so würde in der. nächsten Woche eine Kür zun g der BrotauSgab.e.,4n Wien nicht erforderlich fein. Die Entscheidung hierüber wird am Samstag im Staatsamte für Volksernährung getroffen werden. Außer den Getreidezuschüben wurden von der Entente, wie bereits verlautbart, 2000 Tonnen Speisefett in Aussicht gestellt. Von diesen sind bisher 30 Waggons ge-; liefert und am 26. Jänner in Wien eingelangt. Sie enthalte« 260 Tonnen Speck und Schweineprodutte und 90 Tonne» \ Oel. Diese Sendungen find noch zu gering, als daß mit der Verteilung und Ausgabe hätte begonnen werden können.! Dies gilt auch von der Kondensnrilch, von welcher bisher nur geringe Mengen eingelangt smd. Der Marlttbericht. Wegen des slnschlosen Tages blieb heute der Verkehr in dev, Großmarkthalle aus. Der Naschmarkt war bloß mit Rüoensottm! beschickt. Sonst gab es noch 20.000 Kilogramm mrgarssche Äepfch! dre ungem gekauft wurden. Auf den Fsschmärkten wurden Se^> fische ausgehoten. Am Hof war, wie gewöhnlich, bloß Wnrzelwerk vorhanden Gärtnerzusuhren wurden wegen hes «dauernd« Frostwetters nirgends verzeichnet. ( ■