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Wiener Morgenzeitung · 1919-02-01 · Heft 14 (1.2.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 14 (1.2.1919)
Date
1919-02-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite U Wien, Samstag Der Wiederaufbau Deutschlands. Urrkrrrdmrg mit Pksftsfor Dr..Oppenheimer (Berlin). Die reichsdeulscho Nationalversammlung wird über ein Gesetz zu beraten haben, welches die teilweise Enteignung des Großgrundbesitzes vorsieht. Dieses Gesetz üiket den Bestandteil einer großzügigen Agrarreform, deren geistiger Träger der bekannte .Sozialtheoreiiker, Prof. Dr. Franz Oppen hei mer.Ln Berlin ist. Wir haben Gelegenheit genommen, mit Prof Oppenheimer, der sich gegenwärtig in Wien aufhält, ausführlich über die Grundlinien des deutschen Wiederaufbaues zu sprechen. . - Mit dem Optimismus, der seine Persönlichkeit von jeher beherrscht, hat, und der noch jetzt dem ergrauten Gelehrienkopf einen unvergleichlich temperamentvollen und jugendlichen Ausdruck verleiht, sieht Oppenheimer der Zukunft nach wie vor vertrauensvoll entgegen. Die Unterredungen gingen von der Frage des Anschlusses von Deutschösterreich aus. Professor Oppenljeimer tritt rückhaltslos für den „ großdeutschen Gedanken ein, dessen Verwirklichung nach feiner Ansicht insbesondere auch der Stadt Wiens diö als zweite Hauptstadt in Aussicht genommen fei, züt neuen Blüte verhelfen würde. Wir kamen alsdann auf die politische Situation zu sprechen, die sich nach dem Zusammenbruch der Spartakistenbewegung ergeben hat. Professor Oppenheimer glaubt, daß die schwerste innerpolitische Krise für Deutschland erst dann entstehen wird, wenn die Zahlung der Arbeitslosenunterstützung eingestellt, beziehungsweise nur auf diejenigen beschränkt wird, welche tatsächlich keine Arbeit finden können. Nach authentischen Mitteilungen, fügte Prof. Oppenheimer hinzu, ist in München dieser Uebergang bereits glatt vollzogen worden, ohne daß sich dort Schwierigkeiten «geben haben. In Berlin allerdings liegen die Verhältnisse etwas schwieriger. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich dort vielleicht eine ähnliche Situation ergeben wird, wie seinerzeit in Frankreich nach dem Schließen der sogenannten Arbeiterwerkstatten (1848). Jedenfalls dringt dis Frage auf rascheste Lösung, da die Unterstützungen unermeßliche Kapitalien verschlingen. In der 'letzten Zeit wurden wöchentlich mehr als eure Milliarde Mnknolen hergestellt. Sollte es Deutschland gelingen, diese Krise rasch -zu überwinden, so wird einer organischen Aufwärts- Entwicklung nach der Ansicht Prof. Oppenheimers nichts -mehr im Wege stehen. Die Frage der Exportproduktion steht für Deutschland nicht als brennendstes Problem im Vordergrund. Deutschland ist während des Krieges gegen feinen Willen zu einem Zustand der Autarkie gelangt, und es sind genug Möglichkeiten vorhanden, daß es auch im Frieden, wenn es nicht anders geht, vorwiegend auf Grundlage des Binnenmarktes wieder zu Kräften kommt. Entscheidend allein find die produktiven Kräfte an sich und diese sind nicht gebrochen. Für deri Ärrloren gegangenen Absatz im Ausland kann eine inten» sivere Ausnützung des Jnnenmarktes vollen Ersatz bieteu. Prof. Oppenheimer vertritt hier eine überaus eigenartige und interessante Theorie. Er sagt, es sei ein Irrtum, anzunehmen, daß die Produktivns- Lräste aus technischen Gründen begrenzt blieben. Lediglich soziale Gründe standen ihrer Vervielfachung im Wege. Und diese sozialen Gründe werden durch dis Gegenwart, insbesondere durch die LohnsteigerunZ, zum großen Teil beseitigt. Der Absatz richtet sich nicht nach der Produktion, sondern diie Produktion nach dem Absatz. Deutschland hat sich auf den Export verlegen müssen, weil der Deutsche selbst nicht genügend kaufkräftig war. Die Kaufkraft wächst' aber mit den hohen Löhnen und das, was Deutschland jetzt am notwendigsten braucht, die Steigerung der inländischen. Kaufkraft, kann jetzt erzielt werden. Daabdr andererseits hohe Löhne nicht verteuernd auf die Warerrpreise eiuwirken dürfen, ergibt sich als notwendige Konsequenz: die Verbilligung der Produktion durch Einstellung verstärkter Maschinen. Im Zusammenhang damit ist die Einführung des Taylor-Systems wünschenswert, da dieses aus ungelernten Arbeitern gelernte, macht und den „Akkord-Mordlohn" beseitigt. Gefährlich kann dieses System nur dort werden, wo der Kapitalismus noch in unangenehmen Formen besteht, nicht aber dort, wo hohe Löhne und kurze Arbeitszeit herrschen. Falls es der deutschen Bevölkerung gelingt, die erschreckende Arbeitsunlust und die Beunruhigung der Straße zu überwinden, glaubt Prof. Oppenheimer, daß eine Entwicklung auf dieser Basis binnen einiger Jahre zu einer Reorganisierung und Vermehrung des Binnenmarktes führen würde. Hinsichtlich der industriellen Produktion rechnet er mit einer ganz bedeutenden Vervielsachungsmöglichkeit und was die Agrarproduktion betrifft, so ist es die Meinung der Sachverständigen. daß innerhalb von 10 Jahren, ohne wesentliche Vermehrung der Kosten, eine Verdoppelung der (Pflanzen- und Tier-) Produktion erzielt werden kann. Hier leitete die Unterredung auf die von Prof. Oppenheimer aus gearbeitete Agrarreform über. Die Notiz, welche hinsichtlich der bevorstehenden Enteignung des Großgrundbesitzes gestern durch die Zeitungen ging, entspricht nicht ganz den Tatsachen. Leider erklärte sich Prof. Oppenheimer für nicht befugt, uns zur Veröffentlichung der richtigstellenden Angaben zu ermüchsi„en. Was die prinzipiellen Richtlinien betrisst, von hen-en die Agrarreform (übrigens wird im Zusammen- Dierier Dorgrnzevtrmg hang mit dieser auch .eine großzügige Reform des städtischen Bodenbesitzes' vorbereitet)^ geleitet wird, so vertritt Prof. Oppenheimer auch hier eine neuartige Theorie. Er wünscht zwardie Sozialisierung, aber er steht auf dem Standpunkt, daß sich diese nicht aus einen: AusschaltLn des freien Wettbewerbes ergeben kann, sondern umgekehrt.nur; aus.seiner rückhaltlosen Entfesselung. Er behauptet, daß dieser von den Sozialisten bskämpfte freie Wettbewerb bisher überhaupt noch nirgends bestanden hat; um ihn hcrzustellen, muß man, des Monopol in . jeder Fprm brechen und insbesondere das Bödenmonopol. Spie, deutsche Zukunft ist daher nur möglich, wenn zumchst daS Großagrariertum abgebaut wird. Dies kanN^üuf zwei Wegen erfolgen; über der Weg der zwangsmäßjgen Depossedierung ohne Entschädigung muß vermieden werden, weil schon die bloße Drohung damit einen Rückgang, beziehungsweise einen völligen Stillstand der Produktion zur Folge hätte. Ein solches gewaltsames. .Vorgehen ist auch gar nicht notlvendig,..da die Entwicklung der Verhältnisse ohnedies den MMß LeschÄtAgt. Der Großgründbesitz ist bereits jetzt in...seinen Bestand bedroht, da er, von jeher auf ausländische Arbeiter angewiesen, mit den inländischen Krästtm jetzt. weniger als je. sein Altökom-- inen finden karm. Einen' AM des Besitzes wird der Staat 'gegen volle Entschädigung aölßsen und ihn entweder parzellieren. oder in genossenschaftliche Großbetriebe umwandeln, In Deutschland waren bis znm Kriegs insgesamt Millionen Köpfe in der Landwirtschaft, Fischfang ° ttfib Gartenwirtschaft tätig. Nachdem Deutschland aber 34. Millionen Hektar Nutzfläche hat (alkkin.8. Millionen Hektar ausgezeichnetes Hochmoorgebiet) und da.zur ausreichenden Ernährung pro Kopf ein Hektar genügt, rechnet Oppenheimer "mit der Möglichkeit, im Lause der Zeit weitere 1.7 Millionen der Bevölkerung in die Landwirtschaft zu überführen und die landwirtschaftliche Produktion aus diese Weise zu verwirklichen. Wir müssen uns auf diese Wiedergabe beschränken. Es ist unmöglich, auch nur annähernd alle sprühenden Gedanken und Anregungen sestzuhalten, die, jedes Gespräch mit dem stets, jugendlichen und unermüdlich neu schassenden Gelehrten zu einem besonderem Genüsse machen. Oppenheimer ist Jude und tm Zionismus hat er eine bedeutsame Rolle gespielt, lind wenn sich heute Deutschland seine agrarfozMstischeÜ^ Theorien zu eigen macht, so können wir mit GenutztUung darauf verweisen, daß gerade die zirmistische Organisation-die erste war, die Oppenheimer Gelegenhert gab,, seine Abeen in die Praxis umzusetzen.- In Palästina haben die Zionisten bereits vqr mehreren Jahren unter seiner Führung begonnen, die Siedlung auf genossenschaftlicher Grundlage zu organisieren. Es wird überdies beabsichtigt, den gesamten palästinensischen Grund und Boden zu nationalisieren, so daß jeglicher Bildung von Bodenmonopol die Basis von vornherein entzogen würde, womit eine weitere Gewähr im Sinne der von Oppenheimer ausgestellten FvrderuNgenOdegeb^n wäre. ' - ( ■' rf" ,: : ' H. Mg. Der Medergang der Wiener medizinischen Schule. \ Don Med. Dr. Sanel Beer. Mit dem Untergang der österreichisch-ungarischen Monarchie hat auch Wien seine > überragend« Bedeutung als Reichshaupt- und Residenzstadt einer Großmacht eingebttßt, gleichgültig, ob Deutsch oftzrceich sich als selbständiger Staat einer sogenaütiten Donauföderation auschließen ober eine Anlehnung an Deutschland suchen wird. Nicht nur die Industriellen sind um ihre Zukunst sehr besorgt, sondern auch in anderen, besonders in den geistigen Berufen, wird die Schicksalsfrage aufgeworfen. Wenn schon Wien kein großes politisches Zentrum sein kann, so soll es wenigstens eine groß« Kunststadt, ein großes, internationales geistiges Emporium, sein. Jeder Stand entwirft Pläne, wie er seine Kräfte sammeln, zur Höchstleistung anspannen, wie er alle Kreise zu tätiger Mitarbeit heranzlehen könnt«, um die Fremden, auf deren mangelnden Zustrom man schon in den letzten Jahren vor dem Kriege hinwies, nach Wien zu ziehen. So klagte dieser Tag« in einem an die Wiener medizinische Fakultät gerichteten offenen Brief Hofrat Professor Julius v. Hochenegg, der Ordinarius der Wiener chirurgischen Universitätsklinik, über das sinkende Ansehen der Wiener medizinischen Schule, und meinte, daß die Zukunft bet medizinischen Fakultät ein Lebensinteresse unserer Stadt in geistiger, aber auch in materieller Hinsicht bilde. Darüber sind wir alle einig, baß eine berühmte medizinische Schule mit Lehrern, wie sie dir früher« Generation der Arzte an der Wiener Fakultät hatte, wieder einen bedeutenden Anziehungspunkt für viele Aerzte und Patienten aller Länder bilden könnte. Was waren da für glänzende, auf dem ganzen Erdball berühmte Namen eines Notnagel, Meynert, BreySky, Chrobak, Kaposi, Arlt, Neusser, Albert, Benedikt, Fuchs, Krafst-Ebirrg, um nur einige zu nenne«, die in Wien lehrten. Professor Hochenegg glaubte nun ln dem Stillstand der Neubauten auf dem Areale dealten Irrenhauses und in der Notwendigkeit, tn engen Räumen zu lehren, die die große Zahl der Hörer nicht fassen können und einen gedeihlichen Unterricht erschweren, in den ungeeigneten Krankensälen mit dem Mangel an Licht, Krankenbehelfen und modernem Komfort, endlich in der geringen Besoldung der Universitätslehrer einzig und allein die Ursache für das sinkende Ansehen der Wiener medizinischen Schule zu finden. Ex gibt dem, ProfessorüilkoUegtum' Heu -es Weg dxx energischer: Selbsthilfe einzüschlagen, er stellt die Aufnah eines verzinslichen' Darlehens zum Ausban der Kliniken zr öffentlichen Diskussion.. Doch die neugebauteu Kliniken allein einen Patienten oder ‘ fremden Arzt nach Wien müßten auch die berufensten, fähigsten Lehver vorstehen. \ Mich dünkt, die Ursachen, warum die Dvüanftüdt NUß mehr eine DurchzUgöstation füt bi« Kranken aus dem Osten und Süden aufdem Wege «ach Berlin bedeute, warm die. deutsche Metropole Wien überflügelt hat, .immer rneh ftemde Aerzte und Studenten nach Berlin streben, liege, ganz wo anders. Bi« Ursachen sind zu suchen in der m a losest und. ««glaublichen Protekt-ionSwir schuft.und dem unhaltbaren System der Berschwäge^ r u n g, die beide den medizinischen Senat beherrschen. Diese unhaltbaren Zustände bedingen, daß fitr drä Eintritt an eine Klinik nicht Tüchtigkeit, Liebe zum Studiuw und. .znm Lehrberuf maßgebend sinh, sondern e i n z i g tttifi allei,ft die arische Abstammung, .die. bentschnationali Gesinnung oder die Verwandtschaft mit eineO deb? Heprer Hofräte. Ci» jü& i sch«r-.Ar.zt. ko mmt h e.ude . aus gewissenKliniken llaryngol., chtrurg", okulist., ghnäko^ \ast gar nicht unter. Aus diesen einträglichen operatives Gebieten wollen die Arier keinen jüdischen Konkurrerrte'u .haben. Die jüngere jisdlsche A«rzteschaftkann damit bestimm! rechnen, daß ihr ist der Zukunft die akademische Karriere fast ganz verschlossen bleibt. Haben doch erst kürzlich wieder drei jüdische Professoren, die hauptsächlich von der jübischeq Klientel leben, Prof. Sternbeirg, Pros. Schlesinger und Prof. Erben, ihrem Volke den Rücken gekehrt. Ebenst Zerging es de» Tschechen, Polen, Kroaten, Italienern, dir mit zum alten Oesterreich gehörten und gleichberechtigt waren. Der Grundsatz: „Freie Bahn dem Tüchtigsten", hatte iuz alten Staate zu gelten aufgehört. Kein Wunder, wenri die medizinische Fakultät aufhörte, «inen Änziehungspunh für hie Ausländer zu .bilden. , Um nur ein Beispiel anzuführen: Eines unserer größten Talente, der vor kurzem verstorbene. Prof. K asso Witz, dessen PhvSphorbehanblung der RhachittS Millionen Kinder, zum Segen wurde,-konnte sich; weil Jude, erst, mit, 45 Jahre» habilitieren, und irgendein minderwertiger Arier wird, mil 32 Jahren Dozent. Wer einen persönlichen Konflikt ruft irgendeinem Mitglied des Profesfvrenkollegiums gehabt Hai oder einen zu starken Konkurrenten in der Praxis aurea bßtfj stellt, erlangt nie den Professorentitel, weil er nicht die erforberliche Zweidrittelmajorität aufbringt, welche sich daS sessorenkollegium zurechtgelegt hat alS Basis für den Do schlag vom Dozenten znm Professor. So sind der berühmt Augenarzt Dr. Leopold Müller, der bekannte Pädiatr Dr. Karl H ö ch s i n g e r trotz ihre» Alters . noch imme Dozenten, weil .sie Jude» geblieben sind. Soll. bas s»! weiter gehen? Man erinnert sich noch, daß . der bedeutende; Ohrenarzt, brr Nobelprsisträger Dr. Barany i des Pro-! ckessorentitelS von der Wiener medizinischen Fakultät nicht für würdig befunden wurde, weil er Jude-ist, Traurig! genug, wenn di« heimische Wissenschaft eine solch« Kras^ an das Ausland verlieren mußt«. GS muß. der bedeutend^ Internist Kraus, ein Oesterreicher, «ist Schüler Ksthl'erÄ in Berlin wirken» der namhafte Ehirutg Payr lehrt ist einer deutschen Universitätsstadt, Elermont ging nach Zürich, indes ftemde Gelehrte «ue selten dem Ruft nach! Wien Folg« leistest. Ans sehr begreiflichen Grüttden. weil ihnen die Lust im medizinischen Senat nicht behag^ Sv kehrt« der hervorragende Kliniker v. Roorde n unseres Stadt den Rücken. Soll das so weiter gehen? Wir werden ja bald sehen, ob die vakants OhrenMuil mit einem minderwertigen Fremden unter großen Zusteständt ntsfen oder mit einem hervorragenden jüdischen Gelehrte» aus Oesterreich, Prof. Alexander oder Prof, Reumanns besetzt werden wird? i Wenn eine solche Universität von solche« Gesichtspunkts^ geleitet wird, dann kann sie kein geistiges, internationales Zentrum werben. ] Auch sonst sind derzeit an unserer medizinische«! Fakultät hervorragende Talente unter den DoMten, daß' sie auSgiebiger zum Unterricht herangezogen werben könnten.! Hat einmal ein Assistent seine Dozentenstette an der Klinik verloren die Assistentenstellen mußten wegen beS notwendigen Nachwuchses beschränkt werde» -» so büßt er auch den Kontakt mit der Klinik rin, er ist auf die Gnade deS Vorstandes angewiesen, ob dieser ihm zu einer Vorlesung daS Krankenmatertal zur Verfügung stellt, wenn er! nicht selbst zufällig Leiter einer Abteilung ist. Er ist noch schließlich gezwungen, sich die drei Höret zum Pflichtkolle^ zusammenzusuchen» um nicht noch &ic Vwii* tegendi zu verlieren. Man komme nur nicht mit der Raumftag«, den« die HSrM könuton ja zu verschiedenen Stunden von verschiedenen Lehrkräften benützt werben. Es wate bann keine Ueberfüllung der Hörsäle. Man sollte sich endlich einmal mit der Frage der Trennung des Berufes des medtztNischel Lehrers von dem des praktizierenden Arztes' befassen. Die einzelnen Kliniker sind mit der Ausübung der Privat- und Konsiliakpraxts so sehr in Anspruch genommen, daß ihnen keine Zeit zum Forschen Und Lehren übrig bleibt. ES sind nicht bloße Gerüchte, die da örzählütt, daß Patienten den Professor seit Wochen nicht zu Gesicht bekommen haben. Die materielle Lag« der Hochschullehrer müßte bedeutend verbessert werben, doch müßte mit dev Erlangung der Dozenten- oder Prosessorenwürde der B e rztcht auf die Ausübung der Srztltchen Praxis verbunden sein, damit der ungleiche Konkurrenzkampf zwischen Dozent und praktischem Arzt auSgrschättet würde. DaS wissenschofMche Material für ihre Forschungen fänden die Lehrer zur Genüge in ihren Klinik'?'!. Ätoflte etwa gar die s.ehtWth.-ds m fßbm Älinixmj

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