Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 13 (31.1.1919)
- Date
- 1919-01-31
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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I «fette » ._.. Wien. Fkkltog ..■nic«ifrvTi?6:^(’Tj£fiiit'*<»>i.iiiiri«i'iiiti»»n i .. mm - »Bil Italien. Grenze zwischen Italien nnd Iugsslawien. Mailand, 29. Jänner. (Meldung der Telegraphen-Kompagme.) Corriere della Sera veröffentlicht einen offenbar inspirierten Vorschlag wegen der Mbünftigen Nordgrenze Zwischen Italien und denr FÄüdslawen-Staat. Es wird darin vorgeschlagen, eine -Linie zu ziehen, die östlich von Villach beginnt, längs des Karawankenkammes geht, dann gegen die Drau abbiegt und dem Flußlauf bis Marburg folgt. Die zahlenmäßig unbedeutende, südslawische Minderheit .müßte, wie der Corriere della Sera betont, bei dieser Grenzbestimmung Deutschösterreich -Zufällen. H England. Große Streiks. , Berlin, SO. Jänner. Der Vorwärts meldet aus Amsterdmn, daß nach dort vorliegenden Londoner Berichten der Streik auf den Schiffswerften der Themse sich ausgebreitet habe. Diele Schiffe mit Ledensmittelladung seien noch nicht gelöscht. Auch am Clyda -dauert der Streik fort. -In Westschottland stehen etwa 50.000 Mann im Ausstand. Der Streik in Belfast hat auf die ganze Stadt mit allen Betrieben üdergegriffen. Der Stratzendahnverkehr steht still. Gas und Elektrizität sind gesperrt. Auch der. Schiffsbau steht still. - c Tagesbericht. Die Möglichkeit einer LZsmrg der Arbriis- - losenfrage. Staatssekretär für soziale Fürsorge Hanusch empfing gestern einen unserer . Redakteure, dem gegenüber er sich, über. die /.Möglichkeit einer Lösung der jetzt schr «rituellen ArbeiLslosenfrage folgendermaßen « äußerte. ' Vor allem anderen, ehe ich überhaupt zur Beantwortung dieser jetzt sehr wichtigen Frage übergehe, muß ich die Mitteilungen verschiedener Stellen, als ob der größere Teil der Arbeitslosen Arbeisscheue wären, als unwahr hinstellen und erklären, daß, obzwar ein verschwindender Seil der 100.000 Arbeits- Men einer angeborenen Arbeit aus dem Wege gehen könnte, doch der Haupt-und größere Teil wirklich keine Arbeit hat.! . An die Lösung des Ardeitslosenproblems kann bei uns nicht eher gedacht werden, bevor wir nicht genügend Kohle und Rohmaterialien für die Betriebsaufrechterhaltung haben. Das ist die erste und wichtigste Vorbedingung, unseren Arbeitslosen zu helfen."; Hinsichtlich der in Deutschland jetzt eingeführten Aröeitsmusterungen meint Staatssekretär H a n u s ch, daß eine derartige Maßnahme in Deutschösterreich nicht am Platz fei,, und daß bei uns denselben Dienst die Verzugsanweisung leiste. Wenn ein Arbeiter eine ihm angeborene Arbettsgelegenheit verschmäht, so wird seine Arbettslosenunterstützung eingestellt. Nur kommen solche Fälle höchst vereinzelt vor, so daß zu einer solchen Maßnahme bis heute sehr selten gegriffen wurde. Auch gibt es wirklich nicht soviel Arbeitsgelegenheit» daß man auch nur die Hälfte der Arbeitslosen beschäftigen könnte. In den Regierungskreisen weiß man den wahren Sachverhalt und man trachtet,. Arbeitsgelegenheit Zu schaffen, wes aber in erster Reihe durch Kohlenlieferungen und RohmaLerialbeschaffungen möglich wäre. Wintersnot. Obdachlose Studenten, den Unbilden des heftig rinft^nden Winters preisgegeben, demonstrieren, im vornehmen Villenviertel. Sie entblößen ihre Not, blicken Ezweifttt nach einem Retter aus, aber die verschlosjenen Tore der schweigenden Villen öffnen sich nicht. i?i?t Hochschüler ist kürzlich verhungert, weil er W auch das winzige Stückchen Brot, das feine LebE^ tn-ncizn erhielt, schließlich nicht mehr beschaffen konnte und einem Dichter, den man dann rührselige NachruM widmele, hat der bittere Hunger erwürgt. Die PoliMchronik berichtet, täglich von Selbstmorden, deren Motive denselben Ursprung aufwsifen. Die Unsicherheit des Lebens ist verstärkt, Einbrüche, Diebstähle mehrbn sich in erschreckendem Maß«, nicht ohne daß sich dis Nrsi'llschaft von der Schuld freisprechen kann, ihrerftil-Z alles getan zu haben, was die Menschlichkeit ifct dieser schweren Zeit zu tun befiehlt. Die WohnurMn.tt ist unleugbar; noch ist von dem erwarteten LW strömen größerer Bevölkerungsschichten aus Wien nichts äu nwrl?n. Leerstehende Wohnungen sind, soweit unverschämter Wucher sich ihrer nicht bemächtigt hat, im Zeitraum einiger Stunden vergriffen. Ob aber ben^ noch nicht bei wohlhabenden Familien eine Lagerstatt für einen Heimlosen Studenten einzurichten wäre? Wer vermag ruhig bei dem Gedanken «inzuschlafen, daß in diesen sroststarren Nächten junge Menschen zitternd und hungrig durch die verschneiten Straßen herumicren? Die Sorgen, welche die Allgemeinheit belasten, sollen sie nicht uneurpsindlich machen für die grauenijüiiz Not der Hilflosen und Berstoßeneu der Gesell- -Hrrft. Ihnen wende sich vie M'rssrgr aller wahrhaften Menschsn. aller jener zu, die am Grauen der „großen Zeit" ihren. Glauben an die Zukunft der Menschheit nicht verloren haben. /v •' “ ~. ..“ -. Wiener Awrgenzermng 3L Jänner vtt. iv Die Forderungen der Arbeitslosen. Unter den Wiener Arbeitslosen wird seü zwei Tagen ein Flugblatt verbreitet, in dem neue Hauptforderungen ausgestellt sind, die besagen: Bei der Schaffung öffentlicher Nvtstarrdsaröeitrn müssen die Arbeitenden durch einen Ausschuß die Kontrolle über Arbeitszeit und Arbeitslöhne ausüben. Für die Dauer der Arbeitslosigkeit muß in allen Betrieben die Arbeitszeit so herabgesetzt werden, daß das Heer der Arbeitslosen verringert wird. Für die Arbeitslosen muß ein ausreichender Lebensunterhalt gesichert fern. Die Arbeitslosenunterstützung muß auf mindestens 16 Kronen täglich erhöht werden. Die Arbeitslosen werden unter den Schutz der Mietewerordnung gestellt die Mietzinse muffen ihnen bis auf weiteres gestundet werden. Es muß ihnen die volle SchwerarösiLerquote an Lebensmitteln gesichert werden. Kommissionen von Arbeitenden und Arbeitslosen sollen mit der Requisition an den geeigneten Orten betraut werden. Die Vermögenden sollen von der Bereitung mit rayenietterr Lebensrnitteln ausgeschlossen werden. Die Unternehmer hübeneine einmalige Aushilfe an Bekleidung und Schuhen von SOG Kronen oder Kleider und Schuhe für die Arbeitslosen aufzubringen. Inden . süllfteheUden Betrieben muß trotzdem der Durchschmttslohn täglich weiter ausbezahlt werden. Schließlich wird dir sofortige Abschaffung des Arbeitsbuches verlangt. GinfteMuZ der FlüchLLingszeMrale. .Dis Zentralstelle zur Fürsorge für Kriegsflüchtlinge stellt am 1ö. März d. I. ihre Tätigkeit ein. Sämtliche Sektionen- und Wohlsahrteinrichtungen werden. auf- ' gelöst. Das StaaLsamt des Innern, übernimmt alle Einrichtungen für Deutschösterreich. * Die HofhiLttothek geschlsfss«. Erfolge de: Kohlmuot wird drr. Lrsesaal der Hosbibliothek ab Montag ge'chlofirn. Heimttchet Gcldhand:?. llrbeit überhandnrhmenden heimlichen Handel mit Gold einzüschränken» nahmen -gestern - Polizeiorgane im Auftrag beS Wucheramtes Streifungen in zweiCafös auf der LeopoldstädterSeiLe des Donarrkanals vor. Es wurde eine Anzahl solcher Hyänen stellig gemacht, bei denen man bedeutende Mengen von österreichischem und ausländischem! Gold beschlagnahmte. Vorträge und BersamnMrrgerr. Zionistischer. Zen trat verein Wien. Samstaa den 1. Februar!. I. um 61lhc abends im Ottakringer' Bräu, XM.. Archosstraße 1, öffentlich zugängliche Benamrnllmg. Thema: Aktuelle jüdische Fragen. Redner: Dr. Siegfried Bernfeld, Gcmeindemt Ar.itta Müller und Dr. Mdor S.ch al i t. — Verein ^Z i o n",!!., Glockengafse 30. Samstag den 1. Februar, halb 6 Uhr abends, Reichshallen, Dorotüergaffe 6, große Bousverfannnlung. Tagesordnung.' 1. Die Lage der Juden im Osten. 2. Unsere Postulate vor der Friedenskonferenz. Referenten Dr. Krämer und Dr. Drama n t (Nationalratsdelegaten zum jüdischen Kongreß in der Schweiz). . Jüd.-aÄaÄ. Juriftenverein. Samstaa den 1. Frönmr im tzcfisaal' des Hotel .Kontinental", kl., Taborftraße. Vl. Akademie. Beginn h«5 Uhr. Karten, zu 8, 6 und 4 Kronen im Vereinölokal, VllJ., Uferstraße 7, von 11 bis 12 Nhr vormittags. Die Ernährung. Die Berner Schulkinder für Wie«. Bern, 29. Jänner. Seit acht Tagen werden von den Berner Schulkindern Lebensmittel für Wien gesammelt. Die Sammlung hat ein besonders gutes Ergebnis. Heute können bereits zwei Eisenbahnwagen mit 200 Doppelzentnern Lebensmittel aller Art nach Wien abgehen. Die Sammlung ist noch nicht abgeschlossen. Auch bei den Zeitungsredaktionen wurden viele Lebensmittel für Wien abgeliefert. Außerdem sind in Bern" durch Abgabe von Leberrsmittelkarten vier und in Zürich zwölf. Waggons Lebensmittel zustandegebracht worden. Im ganzen dürften Montag von Buchs 25 Waggons nach Wien aügehen. LebeusrnttLel von der Entente. Die mit der Entente getroffenen Vereinbanmgen über die Lieferung von Lebensmitteln, durch die wir uns bisher noch über Wasser erhalten konnten, laufen am 15. Februar ab. Aus diesem Grunde begibt sich in den nächsten Tagen im Auftrag der deutschösterreichischerr Regierung der Sektionschef des Staatsamtes des Aeußern Dr. Richard Schüller mit einer Abordnung von Fachleuten nach Bern und Paris. Der Zweck dieser Reife ist ausschließlich die Vereinbarung weiterer Lebensmittelsendungen. Es wird insbesondere versucht werden, dafür zu sorgen, daß diese Lieferungen nicht wie bisher unregelrnüßig, sondern nach bestimnrten Abmachungen r e g e l nr a ß i g eintreffen. Auch blc finanzielle Regelung der Belieferungen soll durch diese Abordnung erzielt werden. Die ErhShmrs der Fleischpreise verschoSe». Da ein weiterer Kredit zur Verbilligung des Fleisches in Wien vom Kabinettsrat dem Stcratsamt für Dolksem.ährnng zur Verfügung gestellt wurde, wird vom 30. Jänner bis zum 12. Februar l. I. keine Erhöhung der jetzt geltenden Rindflerschpreife erfolgen. Der Marktbericht. Grirern ttnim, um bie schon ss ßerinoe fe’.?;*,1« von Fleuch abgtbeu zu konnm, anstatt Rindfleisch Echofsinsch adge» geb«f. Der Preis wurde mit 18 Kronen fifc Vorderes und 20 Kronen für Hinteres festgesetzt, doch hatten die Flerschstande keinen vrow« Mpruch, was darauf zurückzusühreu iL daß sich das SchafKench ttinrr Bellröcheit erfreut. Aeischerfatz waren auch bküte der von der „Nordsee" ansgegebenen Schellfische. In der Zeyrralnmrkthalle würden heute 6600 Kilogramm Rindfleisch, 2000 Kilogramm Schaffleisch, 675 Schafe und 500 Kilogramm diverse Wurstwaren angrbo^ Die Nachstage war flau. Dvr des 11 Ständm am Naschmatt Zitronen zügewiesen belamest stellten sich die Leute an, boitjyrnde bloß je er« Stück pro Persot abgegeben. Sonst war der Nchmarkt mrt Rübensorten beschick die sehr langsam Matz fandei- 15.Y00 Kilogramm Aepfel, d» von den Bsriagel: mrückgebliev,, fanden keine Kauflustigen, »i Auf den übrrgen Märkten blirtz-r Verkehr schwach, da «oq irnm.er keine nennenswerte BrsüMna die Märkte belebt. — Ir der Zeutralmarkthallr gelaugt he> Rindstrisch zum Verkauf, dal gestern m 6 Waggons im Gewirr von L1'5 Tonnen hier er«i gelangt ist. Die BrsMste. Nachderu die Entscheidung M die Hohe der Brotquote föj die nächste Woche erst am Sawtag den 1. Februar fallet dürste, hat der Magistrat im Emvrrftimen mit dtm Stäatsamü für Bvlksrrnährüng den Bäcker« Mänsig d t »' halbes Brat in e h l b r z u g Mgrwiesm, o>dast je nach Maßgabe da am Sarnsiag zu erwartenderr llmlscheyrng des DolksrrNahrung» amtes das am Freitag und Scnnsm >'drrfer Woche ausgefolgt! Mehl enttveder für dm^ganZerr ober hlben Wochenbetzarf zp ven wenden ist. Gg dürfte sich daher Wie Bäck« empfehlen, a« Fcsiläg und Samstag brr halbe Brotqpte uuszugeben und, fallt dir - Eatscheidmrg des BolkvrrnährMrfMtes aiy./.Ma.mStag Gunsten der sollen ^Brorquotr anSM, den Kunden m da ommenden Woche entsprechend rrach'.ulisstn. i AttSKsLe vsrr Bohnenkaff«. Wieämilich bekanntgegovv« wird, hat drS EtiratSamt'^ür BolkSernSimng nunmehr die zu» Durchführung der zweitLN Ausgabe oonVohnenkäffee erfördevi lich«iÄ?«rigrn, rS handelt sich um rmrd SStzaggontz, sichergestelltj Es wird demnächst^.an.die gesamw zutz Bezüge von Kaffees karten berLchtigte Osoölkerttng. soweit \t nicht schon in dis KafsiebeteilNngWeihnachten 1918 rtnbczbgen war, pr^?kopf,ein Achte! KilsgraMm ungeLrannm Bohnenkaffee zu» Preise vor: K. ".1(> üUsgegeben werden. > , / > Kartsstelubsabr. Freitag, SmStag .und, Montai werden-im 5. und 10. Bezirk Kartoft'eln, chd zwar ein halb« Kilograurm für den Kopf, abgegeben. Abgetznnt werden die Ab! 7 7M.I. W. Herlte (Freitag) vormrttagSvon 9 bis V-l2W Fleischvexkänf für die Rayoniertcn . der Anschgsbüchstaben G—K nachmittags von 3 bis ^/,8'Uhr 8—L. Samstag vormittags vm 9 brs V?13 Uhr A-^-F und nachmittags yn 3 bis '/-6 Uh» die Buchstaben L—B. : ■; Letzte Nachrichten. Last wird Witsorr irr Paris Vertreten. Nstterdmn, 30. Jänner, ffel.. der „Wr Mvtgenztg.") Wilsons Rückreise aus Rotterdam soll am 16. Februar siattfinden. Nach Meldung dq LibertL wird der Ex-Präsident Taft während der Abwesenheit Wüsvns den Vorsitz der Frieden« Konferenz übernehmen und Wilson in.allen Funktionen vertreten. ... Das Vermsgen der Dynastien. Genf» 30. Jänner. (Tel. der „Wr. Morgenztg/j Haagfche Post behauptet, daß die Familie Hohen« zo.llern zirka 15 bis 20 Millionen in Holland deponiert habe, während die Habsburger 100 bil 110 Millionen dort in Sicherheit gebracht haben. Deutschland mnh 30 Milliarden an Belgien zahlen. Paris, 30. Jänner. (Meldung der Telegraphen« Kompagnie.) Die Kriegsschäden Belgiens sind mit 15 Milliarden Franks festgestellt worden. Der Betrag der persönlichen Verluste ist ebenso groß. Eine dentsche Schule in Prag beschlagnahmt, Prag, 30. Jänner. (Tel. der ,,Wr. Morgenztg.^ Heute vormittags wurde das deutsche Mädchenlyzeum für Regierungszwecke beschlagnahmt. Dentschland gegen die russischen Bslschewike«^ Berlin, 30. Jänner. (Tel. der ^Wr. Morgenztg.^ Die-Regierung teil amttich mit, daß bolschewistische Tntppen im Anmarsch auf K o w n o sind. Ihnen steht die 6. und 10. Armee gegenüber. Die Gefahr kann gebannt werden, wenn die deutschen Truppen ihre Aufgabe erkennen. Wohnnngsnot in Prag. Prag, 30. Jänner. (Tel. der „Wr. Morgenztg/> In einer gestern abgehaltenen Sitzung versichert der Posttnimster Striberny, die Regierung werde unver^ zÜglich zu radikalen Maßnahmen zur Beseitigungi der Wohnungsnot schreiten. Alle Wohnungen miy mehr als vier Zimmern werden von der Regierung' kontrolliert werden. Keine Räumung Ungarns durch dis Tscheche». Prag, 90. Jänner. Der Chef der stanzösischen Militärmission Vix hat keinen Befehl zur Räumung Nordungarns durch die tschecho-slowakischen Truppen erteilt. Die tschecho-slowakischen Truppen treffen auch keine Vorbereitungen hierzu. Wilson über die derttsche Barbarei. Bern, 30. Jänner. (Telegraphen-Kompagnle.) Nach Berichten schweizerischer Blatter habe Präsident Wilson bei seinem Aufenthalt in Reims an« yesichts der zerstörten Kathedrale geäußert, die Kathedrale sei für die Amerikaner das Symbol de rdeut sch en Barbarei. Die Blätter schließen! daraus, daß dievon französischer Seite zu Propaganda«!! zwecken vvrgenommene Bereisung der zerstörten Ge«^ biete durch Wilson aus diesen nicht ohne Eindruck ge«j blieben. , Die tschechischen Ansprüche an die Friedenskonferenz. Genf, 30. Jänner. (Tel. der „Wr. Morgenzia/)! Das Zehnerkomitee der Friedenskonferenz beschafLigte! sich gestem mit den tschechischen Gebietsansprüchen.! Zuerst wurde der tschecho-slowakische Ministerpräsidentj