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Wiener Morgenzeitung · 1919-01-26 · Heft 8 (26.1.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 8 (26.1.1919)
Date
1919-01-26
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wien, Sonntag ' Wiener MorAenzeiturrg 26. Zünnk ISIS Kr. 8 Seite 6 Heimkehr der ZLvUMtrrnnerterr aus Errgland. Die englische Regierung hat die Heimsenbung sämtlicher in England befindlichen ZiviünLernierten beschlossen und ihren raschen Abtransport bewilligt, a Dir italieUijchrn Kunstwerke.in Wie«. In hiesigen Zniungen , war die Nachricbt enchalten, daß die italienische Negierung eine Reihe van Kunstwerken, die einstmals' m jenen italienischen Provinze,;, die vor 1866 zu Oesterreich gehört hatten, «mfgestellt waren und sortgeschasst worden.sind, znrücktterlangen wolle. Demgegenüber wird uns von maßgebender italienischer Seite mitgneitt, daß d^e italienische Regierung keineswegs beabsichtigt, d:e recht m li fl i g erworbenen Kunstwerke zurüö^ufordern, sondern, daß sie nur die Auslieferung, solcher Kunstwerke verlangt, die als K r i e g s b e n t e in dem jetzigen oder in den früheren Kriegen ohne einen RechtStite! a,E den jetzt italienischen -Provinzen sortgeschasst worden sind. ° WieLerauftsahme bes HugsvevLehrs Wien- Preßburg. , Bon der 'Direktion der Linie» der. StsatSeisenbcchnac'ellschaft, wird mitgetrilt: Von Montag, den 27. d. M. an wird der durchgehende Zugsverkehr in der Sttrcke Wiett—Prestburg mit den Zügen Nr. 115 (an Wien-OWahnhof unr 8 Uhr 10 Minuten vormittags) und Nr. 531 sab Wen-Osibahnhos um 7 Uhr 25 Minuten abends) und mit den Gegenzügen Nr. 162 (Witt,-Ostbahnhof an um. 8 Uhr 28 Minuten früh) und Nr. 114 (Wien-Osiöahnhos anum , 5 Uhr 45 Minuten nachmittags) wieder aufgenommen. *s Gin Nackter iit dev Winterkalte. Gestern abends! un, 7 Uhr , entkleidete sich ein ungefähr 24jähriger Many m der Wattgasse in Ottakring völlig und ging dann trotz der Kälte iplittcrncnkt in der Ottakringerirraße spazieren. Er wurde von eurem Sicherheitswach mann zr.m, Pslizeikommissariai Ottakring; gebracht und von da der psychiatrischen Klinik überstellt. « Wiener Ovtskvris dev Isidifchr» Landarbeitsvschüft. Nächste Zusammenkunft sinder Montag dm 27. d. M. -Lü.UHabends, m der Rede- und Lesehalle jüdischerHochschiiler, ZL., ^ürkenstraße S, 2. Stiege, statt. Gäste willkommen, i Interessenten bet SieSrnflgssese8fcha?t(Dr.Rainer— Dr. Nagler-Gruppe) treffen einander täglich zwischen 8 und 79 9 Uhr abends ,m Caft Herrenhof- (Kunftrcmm), h, Herrengasse i-i»,)£0 beim Oberkcümr zu erfragen.! Verein Zion. Sonntag den 26. Jänner 1919, 10 Uhr vormittags, findet im Vereine 'Zion eine wichtige Besprechung statt, zu welcher alle VereinZmitglieder höflichst eingeladen-werden. Reserent: Ing. Robert Stricker und Dr. PlaschkeZ. In Anbetracht der Wichtigkeit dieser Besprechung wird um bestimmtes Erscheinen gebeten. Der Marktbericht. , In der Fleischabteilung der Großmarfthallr war der Fleisch - vermus den, Bedarfentsprechend UnL es konnten alle Quoten bestritten werden. Auch Weichwütste gab K genügend. Rur die angeborene Menge Schaffleisch war' gering. Am Nasch,,mrkt war G em ü s e r eichlich vorhqnde n. ^000 Kilogramm Gärtnerware und 1400 Kilogramm ungarische Weißkraut waren schnell ausverkauft. Auf den übrigen Märkten gab es lebhaften Karrenvnkehr. Eier wurde» nicht üttgeboten. Dis FleifchrnLion. Die privaten Haushaltungen werden ^;£. **!*, 3e:t vom SO. Jänner bis zum' iS. Februar d. I. bei den Rrndttkifchabgabrstellm einmalig 12% dkg Rindfleisch und einuwl,L 12‘f, dag Schafsleisch pro Kopf erhalten. Schreib msschrnenhsns Ferdinand Schvey, Wie«, : "«^Dveihufeifeingafse L, liefert alte Arten von Schrerb- .-mafchmen Preiswert. Reparaturen schnell. Bühne Wd Klwst. - HuutzerL Jahre „Nathan". <Die TlMterchronik meldet ein Jubiläum. 'Gestern waren rs hundert Jahre, baß „Nathan" der Weise" zum ersten Mal«: in Wern aufgeführt wurde. Der edle Schöpfer des klassischen Werkes möge es uns verzeihen; er kann nichts dafür, er hat es ja so gut gemeint: diese poetische Streitschrift, dieses hohe Li-o der Duldung und allverbrüdernd-en Menschenliebe ist 'für uns Juden ein Danargeschenk geworden. Lessing schrieb dieses dramatische Gedicht nach einer theologischen Fehde. Die Zensurfreiheit war ihm entzogen worden und er teilte einem Freunde mit: „Ich muß versuchen, ob man mich ,auf meiner alten Kanzel, ans dem Theater wenigstens noch ungestört will predigen lassen." Die Großsiadtjuden gehen tatsächlich zum „Nathan" wie zu der Samstagprrdigt eines Rabbiners in her Reformfyrragoge, der ihnen alles mundgerecht macht, alles gestaitot und sie mit dem Gefühl der Selbstzufriedenheit entläßt. , .• Nathan sagt zum Tempelherrn: ..verachtet Mein Volk, fa sehr ihr wollt. Wir haben beide Uns unser Volk nicht auserlesen. Sind, Wir unser Volk? Was. heißt denn Volk? Sind Christ und Jude eher Christ und Jude Als Mensch? . . . . Die Kinder, sie hören es gerne. Was heißt denn 'Volk? Menschen sind wir! Seit hundert Jahren lauschen sie dem weisen Nathan und frischen an j^>em Theaterabend ihr „Weltbürgertum" auf, das es ihnen fs leicht macht, die Judenfrage aus ihrem Leben zu streichen und an das niemand mehr glaubt, alS sie selbst. > Dann die Geschichte von den drei Ringen. Lessing holte sie bekanntlich ans dem Dekamerone des Boccaccio. Dort wird einem Juden von einem Despoten die verfängliche Frage gestellt, welche von den drei monotheistischen Religionen die wahre sei. ES geht dem Gefragten an den Kragen, er muß sich mit einer Geschichte Helsen und ersinnt die Parabel, die besagt, daß man jetzt nicht mehr unterscheiden könne, welche von den drei Religionen die einzig echte ist. Nicht anders tut Nathan der Weise. Sultan Salabin befiehlt ihm, zu erklären: „War für ein Glaube, was für ein Gesetz hat Dir am meisten eingeleuchtet?" Gr läßt den Einwand der betroffen»« Nathan „Sultan, ich bin ein Jud" nicht gelten und gibt ihm. kurze Beftenfo&ii. Natüan beschließt mit sich: .. . . Ich muß Behutsam gehen! — Und wie? wie bas? — So ganz Stocksude sein zu wollen, geht schon nicht. — Und ganz und gar nicht Jud«, geht noch minder. — Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab. Und er zieht sich klug aus der Affäre, speist Saladm mit einem Märchen ab und rettet die Situation. Für den israelitischen Burgtheaterbesucher aber ist dies«, aus der Not der Stunde geborne'Gleichmacherei .die Weisheit, an der er seit hundert Jahren festhält. Niemals hat er daran gedacht, daß der Jude Nathan, der fromme, gläubige, im Geiste der Propheten lebende Greis den Judsngott' als den einig-einzigen wahren und erlösenden erkennen und zum Sultan sagen müßte: ,^Der jüdische Glaube ist der einzig wahrhaftige und nur im Judentum ist das wahre Menschentumeingeschlossen." Nicht als Dichtung rwhmen sie's hin, sondern »als' die höchste Erkenntnis und wann immer die -JudeNfmge bis zu ihnen, den 'Gesicherten, hinüberzüngelt, kommen sie mit der Geschichte von den drei Ringen. Dann erleben sie noch einen seelischen Aufschwung. ,-Lut nichts, der Jude wird verbrannt!" töni's kraftvoll von den Brrttertt in den Saal. Jetzt, in diesem Augenblick, fühlen sie,-die oft eine ganze West trennt von der armseligen, notbebrängten Eng« des jüdischen Volkstums sich rnitvrrsolgt und unschuldig mitverurteilt. An den hohen Feiertagen in den Tempel gehen, gegen das Blutmärchen protestieren, sich am „Nathan^ erbauen und Almosen spenden — darin ist leider für viele, viele ihr ganzes Judentum eingeschlossen. Ein Jahrhundert ist. vergangen, ungeheure Geisteskämpfe sind ausgefochten worden. Weltbürgertum, Freisinn, Liberalismus sind längst überwunden, sie aber stehen dort, wo man bei der Erstaufführung deS ./Nathan" stand, denn sie umschließt ein geistiges Ghetto. O. A. . Heute Sonntag 3 llör nachmittags, populäres Orchester»' konzert des Wiener Konzerkoerans im großen Konzerthanssaal. DirigenttMartmSpörr. Programm-Mozart: ^Jupiters-Symphonie; Bach: Konzert für zwei Biolmen, die Konzertmeister. Jancovich imd Bcrla; R. Strauß: „Till Eulevspiegel"; Weber: ,Auftordenmg z,M Tanz". Heute Sonntag nachmittags 3 Uhr, im großen Musikvereinksaal volkstümliches Symphonnkonzert dcS Wiener TonkünstlerorchcsterS. Milwirkend: Hilda Salinger (VolkZover), Emmy Zopf (Klavier), Dirigent: Anton Komach. Programm: 1. Mendelssohn: Ouvertüre .SommernachMraum"; 2. Mozart: Symphonie Ks-Dur; 8. BrühmS: Lieder (Hilda Salinger); 4, 91 Strauß: DutleSre(Emmy Zopf); S.Maffenrr:,Ledno»Ä»xoUiaiv»". Schön« jüdische Geschenkdüchev sind in großer Anzahl .in der Buchhandnmg R. L ö w i t. Wim, l. Roterttnrmstraße 22, vorrättg : I, S k o r. Ein Buch deS Gedenkens an gefallene Arbeiter und Wächter im Lande Isiael. Mit einem Geleitwort von Martin Buber. Geb. K 14^0. — S. I. Agnon. ^Und da§ Krumme »vird gerade." Erzählung. Geb. b. SHy. — Mendele M o ch e {' S f, o r i m. ^Fischte der Kmmme/ Em Roman. Deutsch voü E EliaSberg. Brosch, kl 8.80, geb. K ii.—. — G r a e tz. Volkstümliche Geschichte der Juden. s Bde. Geb. 40. .(Nur noch wenige Exemplare vorhanden.) — Martin Ä u b r r. Die jüdische Bewegung. Brosch. K 8.80, grb. K l4io. — Morris Rosenfeld. Lieder deS Ghetto. Illustriert von Lilien. Prachtbd. — B. v. M ü n ch h a u f e n. Juda. Illustriert von Lilien, Elegant geb. & 17.60. — I. L. P er e z. Chassidische Geschichten. Deutsch von A. Eliasberg. Gut geb. E 15.—. — Denkwürdigkeiten de§ G l ü ckel v o n Hameln. AuS dem Jüdischdrutichen übersetzt und mit Erläuterungen versehen von Dr. A. Frilchenseld. Schon geb. E 19.80. — Stefan Zwei fl. Jeremias. Eine dramatische Dichtung m Neun Bildern. Brosch. E 8.80, geh. E 15.40. ÜHtut A»«a«e »nb1In der Buchhandlung R. Lowit, Wien, l. Rotenturmftraßr 22, sind sämtliche Neuerscheinungen des BüchenrrarkteS stets vorrätig. Bon den zuletzt eiugetrosienen Bjichern sei empfohkm: Ä. Schnitzler: /.Casanovas Heimkehr", Novelle, drosch. E 9.90, geb« K"is*20; »^röMoc Vernhardi", Komödie, drosch. E 7.70, geb. K 12.10; „Der Weg inS Freie" Roman, geb. E so.90. H. B a r b u s f e: „Daä Fttler" Tagebuch einer Korporalschaft), drosch. E 18.20, geb. 18.70. -^Fel. Hollaeuder: „Der Tänzer" geb. K 17.60. — H. H. Ewers: „Alraune*, Roman, brosch. E 17.60, geb. E 28.-^-. -!- P/ Allenberg: ^Wie ich eS sehe", geb. &18.70; „Vita ipsa", grb. S. 17.60. — G. Hauptmann: „Der Ketzer von Soana", drosch. E 9.90, geb. 14.80. — A. Zweig: „Die Novellen um Claudia", Roman, geb. L iSLy. Letzte Nachrichten. Die Friedenskonferenz. Kerne allsrmeirre DemobUisterurrg. — Der Prstest gegen die Gewaltamverrdung. Paris, 29. Jänner. (Meldung der AgenceHavas.) Der erste Tell der Vormittagssitzung war einer Beratung des Obersten Kriegsrates gewidmet. Marschall Foch, Marschall Haig und die Generale Pershing und Dia^ erklärten, es müsse eine gewisse Anzahl von Divisionen^aufKriegsfuß belassen werden, die es garantieren, daß die Mittelmächte ihren eingegangenen Verpflichtungen narhkommen. Dahin kann kein einziger der Alliierten nach seinem Belieben demobilisieren. Es ist nicht weniger wünschenswert, daß die für die Besetzung nötigen Bestände von den Alliierten proportionell gestellt werden. Nachdem sich die Militärexperten entfernt hatten, nahmen die Ministerpräsidenten und Minister des Aeußern den von Wilson vorgeschlagenen feierlichen Protest gegen Umtriebe von Völkern an, die Gewalt anwende«, um sich in den Besitz von Gebieten zu setzen, über deren gerechte Forderungen ^erft die FriedensLonferenz zu entscheiden hat. Hie Erklärung zielt insbesondere auf P 0 l e n ab, betrifft aber auch die Jugoslawen und die Tschecho-Slowaken. Es ist zu hoffen, daß dieser Appel an die Klugheit von den Betroffenen gehört wird und daß sie begreifen» daß sie, wenn sie Gewalt anwenden, den Erfolg ihrer Sache in Frage stellen. Die Bolschewiken lehnen nicht ab. PLvis» 25. Jänner. (Agmce HavaS.) Die Hummsirt« p schreibt, die Regierung in Moskau habe auf bcn Voychlag der Pariser Konsrrrnz -eantwortet, die Bokschewiki seien der Ansicht» daß die Prinznimfela z u w 111 entfernt seien; doch lehnen sie daS Prinzip der AonfereriLt nich t.a b. B u r z e w erklärte einem Mitarbeiter deS Matm, baß sich die antibolschewiftischen Russen niemals zusammen mit dttl Bolschewiken aus die Pmizemnseln begeben werden. BanLervelde goqen den inLernatianalen SsziaiiftenkonLretz. ' PLvis, 24. Jänner. (Telegramm-Kourpaame.) einen Jisierview mit den, Jntrcmsiaeast erllärte Bandervelde, datzr die belgische fosialdemokratische, Partei eine« sofortige« Zusammenkitt des internationale» Kongresses für rmzwecknräßig und gefährlich attsehe. Dagegen sei , eure interalliierte Sozialistenksnfereuz drmgend notwendig, damit dk politische Tätigkeit der alliierten Sozialisten wieder avfgenomme» werdtt, und gegen di« imperialistischen Stete gewisser EntentelÜnder Front gemacht werden könne. Die Belgrttr würden ans keinen Fall nach Bern gehen. Sport. GerrevKlverf«»Mltt«sen. Hmte finden die Hmiptver^ sammlmrgm von drei Sportverbänden statt. Am Bormittag tagt der österreichische F u ßballverban d in seinem Heimm der Annagasse 7, Beginn 8 Uhr; fast gleichzeitig tritt der H 0 ck e yverband nach vierjähnger Panse im Klubheim deS W« A. (5-, Hegelgassr 3, zusammen.' Um 2 Uhr nachmittags findet die Generalvenammllmg deS 8 e i ch t a t h l e t: k v e r b a n d e 8 in den Räumen deS FußballvrrbandeS statt. Ueberall harrt ein« wichtige Tagesordnung der Erledigung. Neue jüdische Spsvtueretne. In Brünn, und in Olmn?; haben sich neue jüdische Sportvereine gebildet, dir hartptsächüch Leichtathletik und Fußball bekerben werden. Der Brü'.mer Sports- Verein wird sich m,t dem dort bestehenden Turnverein zu gemein-> samer Arbeit vereinigen. Odeevsbbiuer Dv. Thujes wird demnächst , bei einem von der Hakoah veranstalteten Propagandaäüend Wer „Jüdische E r z i.e h u « nS f r a g e n" sprechen. Für diesen Vortrag gibt sich schon allenthalben großes Interesse k,md. Dev I. S. St* MaÄLrchä«, Pveßburg hielt vor kurzem feine Generalversammltmg ab, die glanzend besucht war. Nach den, Bericht deS PriiseS Szamek, m welchem er in ergreifenden Dorten der gefallenen Helden gedachte, erstattete den Mzepräseß Kalmar Bericht über die eingelötete Sporcplatzaktion und wie weit dieselbe gediehen ist» worauf Sekretär Wachsmanu über das abgrlansene Spieliahr berichtete; zum, Schluß erstattete Kassier Link den Kassabericht. Nachdem dem scheidenden Präsidium' da§ Absolntorium erteilt Wörden war, fanden die Neuwahlen statt, bei welchen das scheidende Präsidium mit Stimmeneinbeuig- fett wieder gewählt wurde. Der mtgeklärtrn Situation wegenj wurde die weitere Aktion für beit Platzfonds vorläufig eingestellt, sobald sich die Verhältnisse aber bessern, wird die Aktion Wieder fort», gesetzt, die bis . jetzt zirka L 3000 ergeben hat. Eishockeyspiele. Heutt finden die ersten Eisbattspiele der Wintersport-> sarson 1916/19 statt. Es wird mit der Durchführung der Mc,ster-I schast begonnen, nachdern -eS in der vorgestrigen Sitzung des Veroandes noch zweifelhaft war, ob e8 in Anbetracht der vorgeschriüenrn Jahreszeit ratsam sei, die Meisterschaft überhaupt noch abznhalten. Schließlich wurde der Antrag, die Meisterschaft im*', bedingt zu beginnen, angenoinmen.; Aus . den: Cottageplatz spielt der Cotta g e E. B. gegen - den Mlä h r i n g e r B. C, auf dem Engelmannplatz , die Vienna gegen die L e h r e r Sp. D.; beide Spiele, die einen interessanten Verlaus nchcken dürften, beginnen bereits ums halb 8 Uhr früh. — Um 2 Uhr nachmittags tragt der Wiener; Eiöl auf der ein, dessen Meisterschaftsgegner Slovan «letzter Minute abgesagt hat» ein UebungIspirl gegen seine zweite Mannschaft au§: auch hier dürste e§ einen scharfen Kampf gebest. Aebev Rlpirristik und Tsuriftik spricht Ingenieur Fedor Ackermann am DieStag den 28.d.M. um halb 7 Uhr abends im Jnduftriellencafch 1. Bezirk, Concordiaplatz 4. i FutzbLS. j Dt« FußbaLfptül« aLgesagt. Mehrere Wettspiele» die Ür heute angesetzt waren, rnußten wegen drS heftigen Schnee^ alles abgesagt werden. Der Volkswirt. Lvochenschau. Im Laufe der vergangenen Woche hat die Bewegung gegen die maßlose und willkürliche Besteuerung immer bebeubenbere Dimensionen angenommen und stets höhere Wellen geschlagen. Das Staatsamt für Finanzen verfügt nunmehr nicht unwesentliche Erleichterungen: Die Einzahlung der Steuern zrtr einen Hälfte wirb bis zum 1. März, zut anderen bis zum 1. Juni verzugszinsenfrei gestundet.' Doch dieser etwas plötzlich erfolgte DeschwichtigungS-' versuch hat die Erregung kaum zu dämpfen vermocht. Dagegen enthüllten dje jüngsten Erklärungen Doktor SteinwenberS, gegen den sich der Zorn der Steuerzahler richtet, ein trauriges Bild der deutsch-! österreichischen Finanzwirtschaft.' ein Bud ge tde fizit^ von zweiMilliarden. Das ist eine übertvältigend hohe Zister für ein derart zusammengeschrumpftes, von! allen .Seiten bedrängtes Stäatswesen wie das unsere., Zur Beruhigung der aufs äußerste gereizten Gemüter' kündigte Sdeinwender die Notwendigkeit neuer Steuer-! erhöhungen an! Er appelliert an das Pflichtgefühl beSj Bürgers, der in Steuersachen besonders in England! die weitestgehenden Opfer brachte. Diese Opferwitligkeit' ist nicht zu bestreiben. Aber in England hatte jeder Bürger j durch seine« parlamentarischen Vertreter an de«Steuer-- gasetzen während der Krieges inbirM milgearbeitet, in GwßbritaMlru waren die Gesetze M fr«iw

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