Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 5 (23.1.1919)
- Date
- 1919-01-23
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Mt 5 r ÄZien, Donnerstag ' ift die Untergrundbahn, auf welche direkt Massenstürme erfolgen. Die Verhandlungen mit den Arbeitern haben bisher zu keinem Resultat gefLihrt. Auch das als Schiedsgericht angerufene. Gewerbegericht konnte eine Einigung nicht. zustandebringen. Im Laufe des heutigen Nachmittags sind neuerliche- .Annäherungsversuche zwischen beit Parteien unternommen worden, die etwas mehr Erfolg hatten. Wenn diese Emigungs-!verhandlungen zu einem- Abschluß, führen, -so würde juocf, h e u t e spät abends der B etx iebind en ElektrizitätswerKen aufgen ommen werden. Der Straßenbahn- und Telephonverkehr sowie ein.großer Teil der Lichtversorgung könnte aber erst Morgen ftüh wieder ausgenommen werden. ÄnerLriigliche WMs.chK?ts?Kge iu Deutschland. BerLLir, 22. Jänner. (Meldung der TelegraphenlKowpagNie.) Gestern fand eineg r o ß e K ab in e t t s - Ratssitzung statt, an der außer allen Mitgliedern l der Regierung Mitglieder der Obersten Heeresleitung und der Reichsbanken teünahmen. Am späten Abend wußte die Sitzung vertagt werden, da infolge des .Streiks der Sitzungssaal ohne Beleuchtung blieb. Heute vormittags wurde die Beratung fortgesetzt. Sie i galt den vollständig ü n h a l t b a r g e w o r d e n en jü n d u n e r t r ä g li ch e n W i r t s ch a f t s z u st ä n d e n!in Berlin und dem Deutschen-Reich, die auf den Ruin, des Reiches hinzüsteuern . drohen. In den ^Städten steigt die Zahl der Arbeitslosen in die -Hunderttausende, während auf dem Lande und in den Bergwerken Arbeitskräfte fehlen. Die langwierigen Beratungen des Kabinettsrates wären der Frage gewidmet, wie diesen Zuständen ein Eiche zu bereiten wäre. . < 1 > Tschechische RMonalVer-- - samMlmrg. . , Prsrg, 22. Jänner. (Meldung der Telegraphen- Kompagnie.) Die tschechische Ratio nalv er sammln ng begann heute die Beratung der Vorlage über die Reform der G e m e i n d e w a h l o r d n u n g^ Danach wird das a l l g e m e i n e W a h l r e ch t f ü r M ä n n e r ü n d F r a u e n eingeführk Das aktive Wahlrecht steht allen Personen mit vollendetem 21. Lebensjahre und mindestens dreimonatiger Seß-. Hastigkeit, das passive Wahlrecht allen Personen mit vollendetem 26. Lebensjahre bei einjähriger Seßhaftigkeit in der Gemeinde zw Ferner setzt die Vorlage die Wahlpflicht fest. Die Zahl der Genteindeausschußmitglieder wird bedeutend vergrößert und die Wahlperiode von drei auf vier Jahre verlängert.. Für die Gemeindewahlen wird der Grundsatz der. V e rhältnisvertretung im Falle einer Ein-. wohnerzahl von mehr als 700uttb Öet„©riutl^agj, ybeti einer Einwohnerzahl darunter , der GründW/ der relativen Vertretung festgesetzt.; . Großer Streik irr - LvRLoN, 21. Jänner." (Meldung der Telegraphelt- Kompagnie.) Daily Expreß meldet aus Bombay, daß in Indien ein Streik von in Indien bisher nicht erreichten Dimensionen äusgebrochen sei. In Bombay .allein streiken 20.000. Fäbriksatbejter. 7 Der Amst«z.hr"PvrLugsl. Päprs, 22. Jänners (Tel. der „Wr. Morgenztg.") .Ein Teil der Liffaboner Garnison soll sich, der monarchistischen Regierung, die ihren, Sitz iu Oporto hat, angeschloffen haben. ' - . WAsSNs DeMschrift,Wer Den - BAKerLsUrrd. v 21. Jänner. (Meldung der Telegraphen- Kompägnie.)'- Präsident W i l so n hat' nunmehr eine Denkschr:ift über den Völkerbund vollendet, die .erder Friedenskonferenz vorlegen wird. Das Memorandum beschäftigt sich mit der internationalen Arbeiterbewegung. Der Plan für -den Völkerbund .basiert? auf einem genauen Studium.', der Gedanken der Alliierten und der wichtigsten englischen Und französischen Auffassungen. Darnach würden 'der Präsident und die alliierten Regierungen den Kern des Völkerbundes bilden, zu dem dann auch die freien Nationen Zutritt haben sollen. Ferner wird zwangsweise ein Schiedsgericht zur Vermeidung von Kriegen > vorgeschlagen. Wilsons Plan wiro sehr schnell zur Verhandlung kommen. Nach der Bildung des Völkerbundes wird eine-Versammlung zur Festsetzung der neuen internationalen Beziehungen ubgehalten werden. Dem Bericht wird hinzugesügh daß der Präsident mit Rücksicht auf die Gefühle der Alliierten die Aussichten für den Völkerbund als sehr günstig erachtet. Dmtsch-MWL'Äl wird Lei DerrLschüsterveich-bleih«. ' -lt'-'-tzlefts» MEKlffch« Krchm ist hschr fite ■'«mjtHruffm, daß dir Ars ä s De« t s ch- G übt 11 ö! s in einer Kornmifstonssttzrmg der Fkiedenskönferenz lebhaft erörtert worden sei. ' Man __ Wiener MorgenzeiLuirg ist in diesen Kreisen der Ansicht, .daß Deutsch-Süd.tirol nicht von Italien annektiert werden wird, sondern bei Deutschösterreich verbleiben wich. Die Stimmung in der Friedenskonferenz ist überhaupt für Deutschösterreich außerordentlich günstig. Doch ist zu konstatieren, daß speziell die. englische Oeffentlichkeit über Deutschösterreich - sehr schlecht unterrichtet ist. 'Was die D anzig er. Frag e anlangt, so wird die Friedenskonferenz versuchen, sie im Wege -eines Kompromisses zu. lösen. Sport. Aus dem nredsröfterwerchischeu Fußballverbaud. . , In sein« gestrigen Vorstandssitzuug .beschäftigte sich der Fllßballverband in erster Lime mit einer Protestaktion, die wegen' d,es in Kagran geplanten StadiönbaueZ unternommen weroen soll. Der Fußballverband führt in einem längeren Mnnorcmduin aw die Gemeinde Wien ans, daß der Platz in jeder Hinsicht ungeeignet erscheint, sowohl in territorialer, als auch in gesundheitlicher Hinsicht; auch eine Rentabilität wäre in Kagran niemals zu erreichen. . Dem notleidenden Zmtralve.rhand für gemeinsame Sportmtereffen soll durch eine Subvention geholfm werden. Ern Vorstandsmitglied sprach mit'Recht seine Verwunderung aus, daß die Präsidenten des Zentralverbandes, die über Vermögen von vielen Millionen verfügest, dm Verband nicht Uber' Wasser, halten kisnnen oder wollen. .; / Die Verhandlung deS Protestes der Hakoah wegen der . Disqualisizierung des Spielers Levitns - wurde' auf die nächste - Sitzung vertagt. Es ist Hoffnung . vorhanden, daß -die ungerechte Bestrafung des Hakoahnersschr gemildert wird. A, B. Der Züd. S. St. HschaWer, Wien, sicht in der Meisterschaft der Schutzvereine deS Mederöfterreichisch'm Fußball- Verbandes an zweiter Stelle. . Hakoah. Heute findet-um 61!hr abends.diekonstituierende Sitzung des FußballausschnsseS statt; nachher. Sitzung der Klubleitimg. LeichLathLetLK. . . Emen Waldlauf" in der Forrn einer Schnitzeliagd veranstaltet der W. A. F. anfangs Februar.; : Der BolksmirL. Deutschlrm-s Volksvermögen geschwächt. Berlin» 21. Jänner. Im Tag beschäftigt sich der Hochschnllchrer und hervorragende Kenner des Gold- und Finanzwesens Professor Dr, P r io n mit der Frage V o l k s v e rm ö g.t.it un d Kr i e g s e n t s ch ä d i g nn g. Anlaß hiezu gibt ihm eine Schrift von Professor Dr. I a st r o v „Vermögensopfer und Bolksvermögen", in der" der bekannte Berliner Nationalökonom, selbst ein Anhänger dex geplanten großen deutschen Vermögensabgabe, zu dem Ergebnis kommt, daß die früheren Schätzungen des Nationalvermögens, die S t e i ntn ait n -'B n ch er-mrd H el ff eri ch vorgenommen haben,; nicht die Grundlage fiir die BererhvMlg des voraussichtlichen Ertrages der Vermögensabgabe bieten können. Prion.greift diesen Gedanken-auf, rml zu prüfen, ob hie Feinde Deutschlands mit Aussicht auf Erfolg eine Schadenersatzforderuug stellen können, die in ihrer Hohe dm phantastischm Wünschm mancher Politiker und Schriftsteller der Entmte entspricht. Mit nüchterner Sachlichkeit wird der Nachweis geliefert, welche erhebliche Einbuße das deutsche V o l k s v e r m ö g e n durch dm Krieg und seinm. imglücklichm AuSgang erfahrm hat. Die Aufzehrung der ' Vorräte an Rohstoffen, die Vemachlässignng der. Produktions- und VerkehrSanstaltm, die Ausmergelung deS landwirtschaftlichen BodenS, die wiederholte Umstellung.der Industrie, dieLoSreißüng wertvoller Laudesteile vdm^ Reich/ die Vernichtung von Arbeitskräften, die Schädigimgm der Vollsgesundheit,, däS .alles sind Momente, die - das Schlagwört von . den 350 Milliarden deutschen VolksvermögenS als gedankenloserscheinm laffen. WaS - Steinmann-Ducher und Helfferich als Volksvermogm berechnet habm, hat selbstverständlich nur angenommenen Wert. Er ist nur haltbar ''unter her Voraussetzung,' daß Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Eisenbahnm, Kanäle und Mobilien ihrer Zweckbestimmung echaltm bleibm. Diese HanptposteN deS VolksvermögenS' fönnm nicht sortgeschasst werden. Die liquiden Mittel aber, Rohstoffe, Warm und die ausländischen Wertpapiere, betragen heute sicherlich nicht mehr als 10 bis 15 Milliarden Mark und müffeu in erster Reihe zur Deckung früherer aMändischerVerpflichdmgmbenütztwerdm.DieMilliardmziffern des deutschen VolkSvermögeus bieten, so führt Prion auS, keine Handhabe für die uferlosen Forderungm unserer Gegner. Einzelne Teile des VolksvermögenS erhältm erst Leben und Wert durch ihre siungem8ßeBenützmrg..Dannn könnte hie Entente nur Deckungsmittel auS dem laufenden. Ertrag der Volkswirtschaft gewinnen. Die Entmte hat daher selbst ein Jntcreffe daran, die volkswirtschaftliche Arbeit in Dmtschländ durchs Liefenmg von Lebensmitteln und Rohstoffm sowie durch Gewähnmg von Kredit wieder in Gang zu brmgm mcd zu stärken. Wichtige ErlMrungendestschechö-sloryMscherr FinanZMMifters. Prag, S1.Jänner. Finanzminister Dr. R a s i n erklärte in der Nationalverlampsiung: Eme Konsequenz meiner Erklärung iiber die Kriegsanlcihm war die große Spekulation in Krieasanleihe. Jch habe alles getan, um dieser Konsequenz Einhalt zu tun. Als ich sah, daß die Oesterreichischunaarische Bank die Anleihen weiter mit. 75 Prozent lombardiere, ließ ich die weitere Lombardierung mit dem.Vorbehalt einst e l l e n, daß jede Lombardienmg . genehmigt werden müffe. Ich geriet zwar so in einm Konfim .mit. der.-Oesterreichischungarischen Bank, aber ich . dachte, daß der. Geveralrat der Bank mir inMrklichkeitfür diese Bersiiguna dankb ar sei, mit derich da«. Odium auf unch nahm, dw Lvmbardiermrg' zu verhirten und dvu Gmepal»at swantz.' die Lombardmmig anch in Wjm «nd sauft mcht dMihMführen.' -.. BotvW d« ÄermS-»nS«dsT-v «Erls h« Fnl'.nrMinytrr, er Mme derselbrn M nicht a u g e b r n. Gl« handle sich - hrer um da» Problem,- n s ch« j r ch t SS altes «u 'e r j a sl e n, waS' in irgendein> 33. Jänner 1919 mte'i Form deponiert sei. Man werde, alles an streike n,j doch, erfordere die Angelegenheit gewisse B o r b e r e i t n n g en.' Er werde die Versammlung ersuchen, ihm die notige Ermächtiglmg! zu erteilen, doch werde dre§ erst im letzten Moment geschehen.! Im übrigen sei in dieser Beziehrmg die Kontrolle ejne. s ehr, u m f ass ende; eS werden Telegramme, Briefe' und . Päffr' kontrolliert. Redner wolle nicht bestreiten, daß.es wahr skr,, daß' das, ioas bei uns au Steuern eingctrieben werden wird,, w. e nr g e r fern werde, als in n n d e r e n'St a a t e.n. Betreffs der Valutaregulierung erklärte, der FmanzmimM, es. handle sich hier umHrne Vo lkswirt-. .. sch astliche, nicht um eine rein finanzielle Frage.. Nur durch, eine Regelmg. der g a n z-e n V o l k 8 w i r t s ch a s t.und. der P r o d u k t i o-n könne eine wirklich haltbare Aendcnmg -het'bei- . geführt werden. Die. Regienmg treffe Vorkehrungen, um. 'die.' Auswüchse der B-a n k n o t e n i n s l a t i o n zu ve- - ' sntigcn. Hiezu gehöre auch das Verbot d e r Lombardierung der Krr eg s a n l e i h e. Ferner habe . die. Regiemng d i e n eu en 10,000 Krouenno ten nicht an-.. erk a nn t.Man habe ferner verfügt, daß die Oesterreichisch-unga-, rischen Bank keinen auf dem Gebiete der ,früheren Mvuarchre / entstandenen Staaten ohne E r l a n b n i S a l l,e r ü b r i- - genStaaten Anleihen gewähren dürfe. Derartige Versuche von u n g a r i s ch e r Seite habe die Negienm^dadurch vereitelt, daß sie die Erlaubnis nicht erteilte. ' -; Der Finmtzministec fuhr fort: Wir sind bestrebt, daraur zu / . . - - - - — - r " daß das, rat, mV . Nicht der Bankuotenmnlauf v e r g r v ß t r t wird. . ,. .- Der Minister betont ferner, daß alle Finanzmstüute, großer . Ileberschus; an Einlagekapital haben, was sich daraus erkläre, daß die. Preise für Lebensmittel g e s u n,k e n und r u h i g e V e rh ä l t nisse eingetreten seien sowie auch daraus, daß d:e B«' - völkeruug von der Meldung über die Absternpckmg der Bank-- .noteu ü b'e r r a s ch t worden sei. . / - - Bezüglich der Gerüchte,daß die südslawische Regrenma Bet ' der Abstempeluug derBanknot.ey im Eiuvrrnehmeu mit der Prager Regiermtg gchandelt habe, erklärt, der Münster, daß -ein solches Eiuvernehmrn n i ch t bestand. Uebrigens s«en me Verhältnisse in Jugoslawin: vollständig andere, und auch dre Ar!-,- wie die Abstempelung durchgeführt wurde, . könne von der Regierung n i -ch ta-n achgeah m t w e r d e n. Das Vor-, gehen der RegiEng bei der Regelung dieser, Angelegenheit wune nur ein versuchsweises sein, denn irgendein richtiges Ryrpt korme wederdie volkswirtschaftliche Theorie uoejj auch dre Praxis liefern, daein solcher Umsütcz der Verhältnisse von der Welt noch nicht erlebt worden sei. Der Minister ertlärt, die Neg:enmg werde bestrebt sein, alle diese Derftigmrgm gerecht zu regeln. Die TexLNVerhQndlungLA mU Ungarn. Eine Mitteilung des WarenverkchrsbureauS, welches mit dcv' Durchführung LeZ Warenaustauschübereinkommerw nnt. lulgaru betraut würde, besagt, daß sich :m Zuge der Vertragsabwickumg Schwierigkeiten ergeben habm, die nunmehr nach neuerlichen Verhandlungen, die eben zum Abschluß, gelangt sind, gedeckt ettchemm. Eine der schwierigsten Fragen war die vertragsmäßige Lieferung der Textilien durch DerUschösterreich. Es wurde vereinbart,„dm; 250.000 Meter Stoff zu den neum Preism vom deutzchoster-/ reichischen. Waruiverkeyrsbureau an die BekleidungSattuel-s Aktimgesellschast in Budapest geliefert werden, während sur. dies restliche Menge von Stoffen, -ferner für Wirkwarm Und fertige^. Kousektivn im Werte, von zehn Millionen Kronm^ruS Bestanden > von Deuffchosterreich die freie Aussicht mit dex Maßgabe, zugesichert werde, daß die bezüglichen AuZtauschbewilligunaen. errtsprechmd d)n.Wünschen der Belleidungsartlkelaktlmgesellschast-rn/. Budapest erteilt werden. Die Übernahme der Artikel ist bereits un-.. Zuge. Auch die von ungarischer Seite noch nicht abgeliefertm . Lebensmittel werden' gemäß dm -in Budapest gemachten -Ztisageu raschest zur. Einfuhr gelaygeM- > Keine rrrrgarische DoMranlerhe. ' Brrdapeft, 22. Jänner. Das Ungarische-Telegratzhm-; Korrespondmzbnrcau meldet: Wie wir von'kompetenter Stelle erfahren, mtspricht hie Meldrmg einzelner Blätter, daß sich der . Mmiflerrat mit einem Antrag deZ Fina^mmcker Szende, beschäftigt Hütte, wonach ein Vertrauensmann der Regrerung.nl,, in den nächsten Tagen behufs Auftrahme einer Golddollaranlerhe von mehreren Millionen, es würde von 35 Millionen gesprochen, nach Bern reisen solle, nicht dm Tatsachm. Mik dresec Angelegen- . heit hat sich der Ministerrat nicht befaßt rmd von elnrm jolchev - Plan ist v v rl äufi-g überhaupt keine Rede. ,-- WirtschaMchrs ans Angavn. Älus B u d a p,est,wirdrms gedrahtet: Durch eine Negierlmgsverordnung, die bas heutige, Amtsblatt veröffentlicht, wird den Mgarischen Nuß-;unb See- , schiffahrtgesellschasterl ^verboten. Schiffe, Jmmobcheu mch - Industrien,-die zum Kapital gehören, ohne ErlaubmS von Serien deS Handelsmimsteriums.zu verkaufen. Di» in Ungam arbntendeu Schisfahrtunternchmm des Auslandes werden, Vertreter zu. ernennen haben,die berechtigt sind, Negieruugsauft^ige zu übernehmm. Ferner wird uns aus der ungarischen Hauptstadt ieftgraphrert Die Budapest«: Banken haben be^t Beschluß gefaßt, den A r.n 8fuß für neue E i n l a g e n n ie d r i g e r zu berechnen als für die bereits vorhanden«:. ' " « Umwandlung eines Prager Eissnsirma in eine tschechische MKLiengeseSschast. (Tel. der ^Wr. Moraenztg.") Aus P rag wird :ms berichtet: Die Effenfirma L. G.B.ondii' wird in eine ffchechische' Aktiengesellschaft u mg t w an d e-l r werdm. Die neire Ftrrna wird dm Namen „Ferra-Amenaesell- - schüft L. G. Bondv in Prag" fübrm. Beteiligt sind eine Reche, von t s ch e ch i s ch e n Eiseuhandlem und Industriellen, wahrmd' man.die Dankm soweit wir möglich ausschaltm will. Das Wsmkapital wird'10 Millioum Kronm betragen und :st auf 20 MlNl^ p onm erhöhbar. Wie Narodni Listy bemerkt, soll dem Ischechrschmj. Eismhandel die Möglichkeit gegebm werden, die überwregend dmtschm Unternehmen lnümzulegen., (L. G. B o n d tz, der an, der Spitze der dortigen Elsmindnstrie steht, :st Jude upd ,bekannt-- lieh ein guter Freund Kcamarsch. Hier haildelt es sich nicht die deutsche, sondern offenbar vnr die j.ü bische.Gro^ndnsme. Mm. d. Red.). Sine JuteepeSaLion wegen Anshebung, der LedSVZentpale. Iu der heutigen Sitzung der Ikationalverjamm-, lung wird Abgeordneter Ke m etter eine Interpellütrou-m; Angelegenheit der Ausheburrg der Lederzmttale und einer ncm»'. vrganisation, in welcher Produzenten^ und Konsnmmtm m g e *' rechter W eise vertreten s e r n ,s p 11 e«cifc»> brmgm. In der Interpellation wird gegm d:e von dm Lroer^ fabnkantm beabsichtigte E r Höhung d e r L e d e r p r e.r s e um 20 oder 25 Prozent Stellung geuommeu und darauf hmgrwiesm, daß auch in Böhmen eme Lederpreiserhöhung abgelehut? wurde. Es wird werterS die Einftchrrmg oeS fct c t e n; Handels verlangt. Unter HinwecS darauf» daß nahezu! in allen Lederfabriken Material an g eh nun . stt,- ,deffmi Abgabe m: hie Zentrale verweigert werde, wird aus daS voll»! stüudig» - Ä t x jVn c n der Ledersentralv dinM-: lvus n, deMt Aufhckrms verlangt und wilyrmd. kürO kUMNl hl^^akMabruiliS vrw n« zu erachtsnbe «sestre-^ No «EKAch«