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Wiener Morgenzeitung · 1919-01-22 · Heft 4 (22.1.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 4 (22.1.1919)
Date
1919-01-22
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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«üösnr ««fWrr 'Wim Wttnt* MorgerrzMttng Austeilung des Grundbesitzes in Ungarn. Budapest, 21.Jänner. (Meldung des Ungarischen . Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus.) Minister Szabo erklärte den Zeitungsberichterstattern gegenüber, er glaube, datz schon im Herbst die V e r L e il un g des Grundbesitzes werde in Angriff genommen werden. Natürlich nur dort, wo es notwendig un dmöglich ist. Die Lösung der Grundbesttzsiage werbe durch die Besetzung eines Teiles des Landes stark behindert. Dies könne aber kein Grund sein, die Arbeit nicht i schon jetzt zu beginnen Italien. Stratzenunruhen in Mailand. Rotterdam, 20. Jänner. (Tel. d. „ Wr. Mörgenztg.") Daily News melden aus Rom, datz es am Freitag in Mailand zu schweren Zusammenstößen zwischen sozialistischen Arbeitern und anderen Vereinigungen gekommen sei. Militär mutzte einschreiten. Eine Anzahl Personen, darunter angeblich zwei Geistliche mit Gewehren wurden verhaftet: . . PalKstirra. Oberst Storrs — Stellvertreter des Gouverneurs Money. Wie der Times aus Kairo gedrahtet wird, ist Oberst Storrs als Verwalter der besetzter! Gebiete Palästinas während des Urlaubs des Generalmajors Sir A. W. Money tätig. Tagesbericht. Jüdische Zigeuner. Obwohl sie sich weder produzieren, noch mit Pferd und Wagen im Lande herumziehen, verdienen, sie diesen Namen vollauf — alle die gequälten, von einem erbarmungslosen Schicksal hin und her gezerrten Menschen, für die der Krieg noch lange kern Ende gesunden hat. Der Budapester Magistrat hat sich wieder einmal zu Fremdenausweisungen veranlaßt gesehen und der Willkür der Budapester Polizei eine neue Handhabe gegen die „Fremden", als welche tausende gälizische Flüchtlinge betrachtet werden, geliefert. -Das kümmerliche dornenvolle Leben dieser Menschen, denen während des Krieges keine Drangsalierung erspart blieb, ruft das europäische Gewissen vergeblich an.. Die Erwägung. ob sie heimkehren können, ob sie in den zerstörten' galizischen Städten und Dörfern ein Dach und Brot zu finden vermögen, wird von den Gastländern nicht in Betracht gezogen. Gswissr Ideenvrrbindungen — der Flüchtling als K^ttenhändler, als Preistreiber — werden - von den Amtsstellen. beharrlich sestgehalten, obwohl die ‘ Tatsachen längst gezeigt haben, daß ihre Vergehen, die aus der Not geboren sind, sich mit den Verfehlungen der Großlieferanten, Intendanten,' Generalen und sonstiger Stützen von Kaiser und Reich kaum messen können. Eine Kommission, die in den Bezirken des jüdischen Elends eine ernsthafte Erhebung pflegen würde, müßte zu erschütternden Schlüssen gelangen. Die Tuberkulose, Unterernährung und Säuglingssterblichkeit holen hier massenhaft ihre Opfer. Welch ein Leben führen diese Menschen, die in engen, unhygienischenWohnräumenzüsanm!engepreßt,kaumden Frieden des Schlafes genießen dürfen. Der > Vater. verbringt den Tag auf der Jagd nach den paar Kronen für des Lebens Notdurft; Söhne und die nrmeü, -bleichen Töchter verkümmern ihre niegenossene Jugend .in Werkstätten, Fabriken und Bureaus. Dem nicht genug, sollen sie auch nicht dort leben dürfen, wo sie Zusiucht, wo sie Sicherheit des Lebens gesucht haben. Daß sie Fremde sind, will eine „kulturelle" Stadt nie vergessen. Die Massen dürsten nach Brot und Glück. Weil man ihnen dies aber Nicht geben kann, sucht man sie abzulenken und inszeniert Fremdenaus- ,verjüngen, die der Wohnungsnot und dern Lebens-' mittelmangel ab Helsen sollen, aber nur unsere armen „jüdischen Zigeuner" aufs neue einem ttosilofen Schicksal überliesem. - Fgm. Die Situation in LemberZ. Ern Lemberger Gesinnungsgenosse sendet uns durch eine Mittelsperson einen Brief, dern wir folgendes entnehmen: „Seit dem Silvesterabend wird die ,Stadt ununterbrochen beschossen. Die Wasserleitung sunkttoniert nickt und die Stadt kann nicht beleuchtet werden. Da das Brunnenwasser bazillenhäliig ist, ^nehmen die Epidemien erschreckend überhand. Trotz!der ununterbrochenen Beschießung mutz man auf die Sttaße gehen, weil mau sonst verhungern würde. Diese für die ganze Bevölkerung traurige Lage gestaltet lsich jedoch^ geradezu trostlos für die 70.000 Juden. Da i Rettungskomitee, .welches für die Versorgung der! Opfer des Pogroms vom November 1618 gegründet j wurde, muß seine Tätigkeit fast auf die ganze jüdische Bevölkerung ausdehnen. Um einen Begriff von der Not zu gewinnen, sei mitgeteilt, datz dieses Hilfskomitee mit einem Monatsbudget von einer Million bis l1/« Millionen.Kronen arbeiten muß. Es wird Notwendig fein, «ne vtxki gevtzssr SMMeWlßkdit unter der Iudrnschast anderer Lander für Lemberg zu -entsalter^als dies bisher geschehen." Major Hrreber vermißt. Wie die Korrespondenz Wilhelm mitteilt, wird der bekannte Militärschriststeller Major Viktor Hueber vermißt. Er hat sich vor zwei Tagen aüs feinet Wohnung entsernt und ist seither abgängig. Major Hüeoer war im Kriege anfangs dem Kriegsptessequartter Zugereilt, wurde später pensioniert und trat als militärischer Referent in die Redaktion des Pefter Lloyd ein. Seine Artikel fanden stets sehr viel Beachtung. Hueber hat anch unter dem Pseudonym „Hieronymus" vor einigen Jahren ausgezeichnete Militärhumoresken geschrieben, in denen er sich als ein Mann von Geschmack erwies und von jedem Kitsch Md Hurrapatriotismus fernhielt. * Blatter» »«d FlecktyphusfLÄe in Dentschosterreich. In der Woche vom 5. bis 11. Jänner l. I. wurden in Deutschösterreich 12 Neuerkrankungen an Blattern, darunter Z Fälle in Wien, und '17 Neuerkrankungen an Flecktyphus, darunter 16 Fälle in Wien (8 bei heimgrkehrten Militarpersonen und.8 bei Einheimischen) sestgestellt. * ß.c?»m der GaueralpoftvireNtt««. Der StaatSräi hat beschlossen, an Stelle der biShenst«! Sektion Ul des Staats fcmteg für Gewerbe. Industrie und Handel eine in allen Dienste Aveiken selbständige Generaldirektion für Post«, T e! e tz r a p h e n; u n d A er n s v r v ch w e s e n, bte vorläufig den! Staatssekretär für Gewerbe, Industrie und Handel unniittelbar untergeordnet wird, zu errichten; es sei zur fachmämnschkN Artung dieser Behörde ein derttckrngsLereKtigter Generaldirektor für Post-, Telegraphen- und Fecnsprechangelrgrnheiten zu bestellen. Ä EirrbrnchsdiebstLhle. Aus dem Magazin deö Spediteurs Schein, II., Untere Augartenfträße 31, würden am M. d. nachts, von Einbrechern gestohlen: 13 Aisten Maschseist, Mehrere KiftenMit Schuhen und DedarfSartiftlist zusammen ine f irrte vmr 88,!v. — Gestern wurde die Wohnung der Frau erta ' S v n N e n s ch e i n. XX., Mosternenbttrgersrrahe 100, erbrochen. Gestohlen wurden Zfltwelm im Werte von 25.000 K. ( «w« Gattzie». Arbeitslose, die aNS jenen Gebieten Galiziens sind, welche znm Berwaltnngsaebie: der polnischen LiörndierungSkommission zuständig sind, Melden sich wegen der staamchen Arbeitslosenunterstützung bei dem polnischen over jüdischen Burean, Wintertzasse SV und Karl Meißlstraßt st, wo sie die notwendigen Papiere erhalten werden. Jüdische ZÄa«»VK«rs<. Jugendheim, N., Obere Donau-» straße st^. Heute halb 7 Uhr »rbendS. Im VotragSzvlluS. drS De. Heinrich .Glanz: Mtjüdische Lehre rmd Kunst. ÄWdische bildende Kunst/. MSbel0esch«siu«p für JunsÄL-hrlrsrLeLs. Der Gemeiudtrat hat tni vongen Monat» ans Antra« des städtischen Wohlfahrtamtes 800.000 Kronen zur billigen Möbelbeschaffung von jungen Chelenten bewilligt. Der Magistrat hat jetzt die Herstellung dieser billigen Möbel im Ostertwege vergeben-mW' eS ist m kosten. daß man in absehbarer Zeit viele Bewerber befriedigen können wird, i ' ÄSsusK V«s Palaftieaprsblemrs. Unter diesem Titel ist soeben im N. Löwit-Derlaz eine sehr interessante Broschüre erschienen. Im rechtm Augenblick formulier der bekannte Schriftsteller und mngjäbrige Bei kolonisation Dr. Alfred N o s sti die an Stelle allgemein gehaltener Kopfststck »vrzubrugen, als u n v r r l e v l i ch st N d e w 1 g rt ejt trat zu erlläcen und unter den S ch u tz des Völkerb u n des zu stellen wäre, in dem ett$ daß jüdische B o l.k a u f g e n o m m e« werden soll. Die Broschüre ist zum Preise von K l.ßö durch die Buchhandliluz N. Löst»st, Wien, i., Notckttümstraße L2, xn beziehen. DiZ EnckhAMg/ Wss mir »us ÄeM Auslerntz SskVMi»e» f$%m Im Wege öffentlicher Sammlungen wurden in Rmerila die Kosten aufgebracht, um drei Dampfer mit LebneSuritteln nach Europa zu send?n. Zwei DMipfrr sind bereits auf der Führt, ein dritter soll noch rrächstr Woche folgt». — Nach btt Neue» Zürcher Zeitung ist ein «euer LievrSgübenzug für Dentschösted» reich, darunter 10 Waggons guz Zii.-ichcr Gammlungnl abgegangen. — Holländisch-: - Blätter Melde«, düst d.er Platt der Berteilmw der lstbenSmittrl .Unter die «olleidende«. Staaten bereim fertiggestellt ist. Die Durchs der ft'chrnttg wiirde durch eine Zevtralörgamsütiott ftattfiabtti. •*- Nach fran-wsischeu Berichten, hat der New-Aorker SentttSauSschuy den Beginn der ständigen V '' * " enropaS sür den 1. April l. I. je! . , kranSporte werden bis Ende September durchgesührt_ Der Nsittwe Rotterbamschr Eonrant meldet ans London, daß die interalliierte Fraumliga eine Million Gmllmisaüger für Säugling in Deutschland gesammelt hat und demnächst ab'- sendrn wird. Die AmrWSNier««s irr arrtzere Metzlsevschteißs stellr«. jaushaltr oder Einzelpersonen, die na6) Ablauf ültigkeit der' jetzigen MehtbezuaSkarte von der zuständigen Mehlabgabestelle (gelbe Karte) zu einer Korrsumentenorgtmrsatton (blaue Karte) übertreten wvüen, sowie diejenigen, die einer, stäviscken Mehlabgüöestelle Zugewiesen rvechen wollen, Aüsseu es bei der zuständigen BrotköMmWon bis längstens 2ö. d.M. zur Vormerkung üttzeigen, Zeh« M«z8»«s Utüct beit aus Italien eingelangten Lebensnliüe!- feNdungen befinden sich auch, wie wir erfahren, zehn Waggons mit Zitronen» dir in der Ochsten Zeit zum Preise vsu 1 Krone das Stück zur Ausgabe gelangen werden.. Die «»Le Drstrstis« für Air «Lchfte Woche. . Für dir konrnrettdr Woche dürfte, aller BümuSsicht «ach, die volle B t o t v a i t o u wieder sut, Ausgabe getangen. Der Bedarf für Wien ist aus bett bisherigen Mehlzttschübm dereitS gedeckt, doch muß «och der dnvtzende Mehlbedün ÄäcntenS Und GLeiermarkS sicherzesttllt werden, wo ckensallS oroßer Brstmaugkl harsch c. N'sSjiktzr leide« bt« LchenSmitleMchüba aus Itolu» unter Gröl-Mgen. wkw, -weft« nicht Lüster^ ordentWe -Zufälle ckstrestn, schon m nachscei: Woche die belle Broumisu kn-Seegrhril. # 38. Söttit ntm ' 'nt 4*!■ IlMH^Biii wm . Ul .Hl I - „lW! Der Marktbericht. (Rach marllaMtlichrn Atttzaöe«.) Die gestrigen Märkie »oiesm eine bedeutende Befsenwg in brr Gemiiseveschickung auf, dafür abet blieb die Menge deS ReiicheS Und der Mnrstwaren grfiett die in der Bsrwsche sehr Lurück und Vicht einmal ein fthr kleiner Teil der Kauflustigen konnte besiiedigt Werden. Die Milchversorgüng wird rmmrt ärger. Di« «einen Mengen, die auf dm NeommäBm vorhanden waren, benützten kaUni, NM einen Britchteil der Pflichtmenge ansztrgeben,. Der Nasch Markt vetzeichnrte heute Zufuhren atu Böhmen ititb uuganl. In Ruv » lfsheim gelangte!!» -300 Kilogramm Pferdefleisch ä K. j.io zur Ausgabe. SM Klls> tzramm Aevsel anS der Slowakei-wurden nn Handrnnbrehm auöverkanst. Diverses Grünztug, a«8' Kailerebersdorf fand wenigMkkang. Am Hof war gmügend Gemüse vorhanden. Mde» Groß Markthalle (Fleischabteilnng) war die gelteftrü Fleisch Menge nicht genügend. In der Biltnalirttabteilu'ug wurde« diverse Grunwaren auSveckauft. Der Verkehr war mäßig. D«s Sch«fsi«isch rttfc 4- Kv,»«s« Lrusror. Der auch jetzt nicht mehr mäßige Preis von Schassleich (22.60 tn8 24.—) wurde mit der Wirkung vön hellte um 4 Kronen per KilogrMtyh erhöht. Der Nindfleischbedarf konnte nicht gedeckt werden und w waren die Mittelstände auf .daÄ teuere Schüfsleisch angewiesen W. z. W. (HsuptloL«! LX. Bezirk» Vergsüsie 8. Heute lllttitwoch den 22. Immer gelangen von 0 Uhr still diL lkVü Uhr mittags feie Buchstaben R—Z zur Beteilmig.. Letzte Nachrichten. Die FriedMs'koKfereuz. - NLchfte Gitz««s Dienstsrg. Genf, 20. Jänner. (Meldung der Telegraphen- Kompagnie.) Nach einem Berichte der Pariser Ausgabe des New-Pork Herüld hat bet den ersten Sitzungen der Pariser Konferenz die Schnelligkeit ihrer Arbeiten überrascht. Man glaubt nun, daß dir erjten Einzel* heilen bis zum 1. Februar geregelt sem werdew Wilson ist leicht erkältet, weswegen die nächste Sitzunx der Friedenskonferenz auf Dienstag anberaumt wurde AebereiRstwrmrrrrg tot der DSlkrrbrmsfrKge Pckris, 21. Jänner. (Agence Havas.) Gonntac. nachmittags hatte Präsident Wilson eine lange Unterredung mtt LLon^ Bourgeois, Robert C e e i l und General S m u t s über die Frage der ^Gesellschaft der Nationen". Die vorläufigen Besprechuilgen hinterließen den Eindruck, daß die leitenden Staatsmänner der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs Uebereinftimmnng in ihren Anschauungen vereint. Gestern nachmittags hatte Präsident Wilson eine einstündige Unterredung Mit den Mitgliedern der amerikanischen Delegation. Ger SchWsize? B»ntzLSPrLstdskt ln Paris. Paris, 21. Jänner. (Havas.) Heute trifft in Paris der Präsident der schweizerischen Eidgenossrrd - säfttft Ad o r ein, der im Bahnhof vom PräsidsnM Poincar6 empfangen rverben wird. Der Präsident wird ihm - zu Ehren ein Frühstück im Palyis Elysöe geben. Gin verhafteter Genrral- Kudttor ftittfa 21. Jänner. (Tel. der „Wr. Morgenztg?) bendblatt des Eeske Slovo berichtet: Heute brüchte eine Eskorte von Budweis den Generalauvitor Bubelik, der bdschuldigt wird, daß er tschechoslowakisch eLegionäre, diein österreichisch« G & fangenschast gerieten,habe hinrichten!ass e n. Aus dem Prctger Bahnhof war eine große Menschenmenge angesammelt, so daß die Befürchtung bestand, der Generalauditor könnte gelnncht werden. Durch brr Intervention eines anwesenden Offiziers der tschecho*« slowakischen Armee aus Frankreich gelang es der. Eskorte, den Generalauditor mit semer Gattin ungehindert zuin Auiomodi! zu führen. Meuterei tschechischer Soldaten. / Pr»g» 21. Jänner. (Telegraphen-Kornpagme.) Vas nach Iosefstadt versetzte ehemalige Infanterieregiment Nr. 28 und das im Milowitzer Lager untergebracht- Prager Schühenregiment Nr. 8 haben gemeutert, m. der Abstcht, sich gewaÜsam den Weg nach Prag zmüch zu bahnen. Nähere Einzelheiten fino bisher noch mtt)A bekannt. In Wysehrad. wo sich große Munitionsdepottz befinden, sind tschechisch« Legionäre in großer ZM versammelt, um sich bett aus Mtlvwitz zmückj'Ulense« Truppen entgegenzustellen und sie eventuell festzunehmen. In Houeschowitz und Zizkow ist vm Militär ausgebotrn, um Plünderungen und Aurb. schreitungen zu verhüten. Heute nachnüttags fanden in verschiedenen Vorstädten Prags Soldaterwersammlungen statt. Die Bestrafung Kaiser Wilhelms. BLttimsre, 20. Jänner. (Meldung der Ms-' graphen-Kompagnie.) Es scheint sestzustehen. daß MÜ Ausnahme Amerikas und Italiens die Älliierieu Me persönliche Bestrafung des Kaisers und arwerer Ps'lMer sttlangen. In Amerika ist man der Msichr. daß - derartige indtvDuells BestrafunFen sme seüfchs Wttkung Ken Nüssen, weil dadurch das sslttsche Volk von seiner eigenen MstWld vesteü wird. - . /

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