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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1908-06-01 · Heft 6 (1.6.1908) · p. Seite 135

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
27 (1908)
Issue
Heft 6 (1.6.1908)
Date
1908-06-01
Page
Seite 135 (sequence 17)
Language
German
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WWWWWWWM ‘TT*'* \! ' — 135 - i / ■ | mäler in Frankfurt a. M. veranstaltet worden, und zwar ist es das erste Mal, daß j diese Gesellschaft ihren Besitz in übersichtlicher Weise der Oeffentlichkeit vorführen kann, j Die Gesellschaft, die bisher nur durch wissenschaftliche Veröffentlichungen hervorgetreten ist, verdankt ihre Entstehung einer Anregung des Direktors Frauberger vom Düsseldorfer Kunstgewebermuseum und'der tatkräftigen Mithilfe des seligen Frankfurter Philanthropen Charles L. Hallgarten: 8e hat ihren Sitz in Frankfurt a. M., dagegen ihre Sammlungen bis jetzt unter der Obhut Direktor Fraubergers im Kunstgewerbemuseum zu Düsseldorf. Die Bestrebungen dieser Gesellschaft sind einesteils auf die reini) wissenschaftlichen Erforschungen der Geschichte, Bedeutnng, Entstehung und Technik der E' verschiedenen Gegenstände und Kunstwerke, die im jüdischen Kultus Verwendung finden . und auch auf die Kultusbauten gerichtet, andernteils zielen sie auf die Nutzbarmachung f des künstlerischen Gehaltes dieser Werte für die Wiederbelebung und Fortentwickelung gleicher von der Neuzeit gestellter Aufgaben. Diese Gesichtspunkte schließen zugleich die Notwendigkeit des Sammelns und der Veröffentlichung in sich ein. Nach den beiden Richtungen ist bisher mit ganz geringfügigen Ausnahmen kaum etwas geschehen, und 4 eine systematische, umfassende, planmäßige Bearbeitung fehlte bisher gänzlich. Der Gesellschaft fiel also die schwierige und dankbare Aufgabe zu, dieses Neuland erstmalig in Angriff zu nehmen. Bei der Eröffnung hatte sich ein kleiner Kreis geladener Gäste, darunter als Vertreter des Vorstandes der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler in Frankfurt die Herren Architekt und Privatdozent Dr. Hülsen und Eduard Cohen, im Lichthofe des Museums zusammengefunden. Nach einer kurzen orientierenden Ansprache des * Direktors Frauberger ergriff im Namen des Vorstandes der Gesellschaft zur Erforschung! jüdischer Kunstdenkmäler in Frankfurt a. M. Herr Dr. Hülsen das Wort und gedachte in warmen Worten des am 19. April in Frankfurt unerwartet dahingeschiedenen ersten Vorsitzenden der Gesellschaft, Charles L. Hallgarten, der bis zuletzt mit der ganzen Hingabe seiner tatkräftigen Persönlichkeit die Bestrebungen der Gesellschaft geleitet und gefördert hat. Er richtete ferner Worte des Dankes an Direktor Frauberger, der in jahrelangen rastlosen Mühen und mit Hingebung an dieses bisher gänzlich vernachlässigte Gebiet der Kunstforschung seine im Jahre 1897 gefaßten Pläne in die Wirklichkeit umgesetzt und auf vielen Reisen und durch die Anknüpfung zahlreicher zweckdienlicher Beziehungen es vermocht habe, einen gediegenen Grundstock, Originale und Abbildungen zusammenzubringen. Der Redner ging ferner auf die Bestrebungen der Gesellschaft ein und erklärte die Ausstellung namens des Vorstandes der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkniäler für eröffnet. Es sprach dann noch Herr Eduard Cohen, der darauf hinwies, wie auch in den Zeiten mittelalterlicher Bedrückung es den Bewohnern der Ghettos an einem gewissen Kunstsinn und an der Freudigkeit der Verwendung ■ ~ künstlerischer Formen an ritualen Gegenständen niemals gefehlt hat. Bei dem nun folgenden Rundgang der Geladenen unter der Führung des Direktors

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