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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1908-04-01 · Heft 4 (1.4.1908) · p. Seite 81

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
27 (1908)
Issue
Heft 4 (1.4.1908)
Date
1908-04-01
Page
Seite 81 (sequence 11)
Language
German
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81 haben ebnen helfen, da traten an der Berliner und anderen Universitäten Vereine auf, die ei. sich an.der Wiflenschast allein nicht genug sein ließen, die da glaubten sich jüdisch konfessionell von den anderen Kommilitonen absondern zu müffen, wie ei vor ihnen christliche Studentenkreise leider getan hatten. Wir lebten und leben noch jetzt der Überzeugung, daß wir das Höhere erstreben, wenn wir uns ohne konfessionelle Beschränkung betätigen und wenn unsere freien Satzungen praktisch vorläufig noch keinen besonderen Erfolg gehabt haben, so fühlen wir uns doch befriedigt in dem Bewußtsein, dem höchsten Menschheitsideal auch in unserem Kreise eine Stätte geschaffen zu haben. Der Verband alter Herren des A. I. G. B. wollte aus Anlaß der 25 jährigen Jubelfeier auch an seinem bescheidenen Teil zur Förderung der Wiffenschaft des Judentums etwas beitragen. So haben wir einen Preis von 600 Mk. ausgesetzt für die beste Arbeit über „Die Ethik der Propheten." 3 Arbeiten sind eingegangen. In liebenswürdigster Weise hatten die Herren Geheimrat Prof. Di-. Cohen-Marburg, Prof. Dr. Goldzieher-Budapest und Direktor Dr. Holzmann-Berlin, letzterer für den inzwischen verstorbenen Herrn Geheimrat Prof. Dr. Freudenthal-Breslau, das Preisrichteramt übernommen. All diesen Herren sei auch an dieser Stelle der herzlichste Dank des Verbandes ausgesprochen. Leider konnte keine der eingegangenen Arbeiten mit dem ausgesetzten Preise gekrönt werden. Wir müssen uns zufrieden geben mit den Worten: in magnis voluisse, sat est, das Große auch Nur erstrebt zu haben, ist schon ein Verdienst. Um aber zum 25. Geburtstage nichts mit leeren Händen zu erscheinen, haben wir die Bibliothek des Vereins, die uns den Zeichen Schatz der Wissenschaft des Judentums offenbaren soll, durch eine größere Anzahl von hervorragenden Werken bereichert. Nehmt die Werke hin als ein kleines Zeichens der Dankbarkeit für das Gute, das wir „alte Herren" aus dem Verein mit ins Leben hinübergenommen haben. Das Freundschaftsband aber, das Aktive und „alte Herren" verbindet, das ist mein Wunsch zum heutigen Feste, bestehe, wie der Verein selber, in aeternum! Darauf ergriff das Wort a. H. Dr. meck. M. Löwenthal: Strebe Vereinsbrüder! Bei dem heutigen Geburtstagsfeste wollen auch die Damen, soweit sie sich als Schwestern oder Gattinnen zu den Unseren zählen, im Kreise der Gratulanten nicht fehlen. Da aber das „taooat mutier in eoelesia" immer noch auch für Studenten-Kommerse gilt, ist mir der ehvende Auftrag geworden, hier ihre Wünsche zum Ausdruck zu bringen. Festliche Freude leuchtet ihnen allen, die in blühendem Kranze unseren Saal zieren, aus den Augen, Freude mit unserer Freude. Wir wissen aber, daß sie sich nicht nur gerne zu unseren Festen gesellen, daß sie an allem teilnehmen, was Uns bewegt, und ck>aß ihr Interesse allen Regungen des Vereinslebens zugewendet ist. Und während wir uns unseren Damen für manchen — ach! so längen — Vereinsabend entzogen, haben sie die Stunden erzwungener Einsamkeit mit „Sammlung" verbracht und aus deren Erträgen bieten sie heute dem Verein als Geschenk einen kostbaren Schrank an, der nach dem künstlerischen Entwurf unseres Bb., des Ar- L

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