Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 27 (1908)
- Issue
- Heft 3 (1.3.1908)
- Date
- 1908-03-01
- Page
- Seite 69 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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69 grad, die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt, um die Juden Palästinas anthropologisch zu untersuchen. — Man berichtet aus Okriftel: Der jüngst mit dem roten Adler-Orden 4. Kl. ausgezeichnete Herr Philipp Oppenheimer hat der hiesigen jüdischen Gemeinde einen Saal als Synagoge zur Verfügung gestellt und ein Sefer Thora gespendet. Man freut sich über die Ehrung eines Mannes, der durch sein edles Wirken sich um unsere ganze Gegend verdient gemacht hat und allgemeiner Hoch achtung sich erfreut. tReferatc und Mitteilungen. Geschichte der Juden im M a r k g r a f e n t u ui B ayreuth, von Rabbiner Dr. A. Eckstein. Verlag von B. Seligsberg, Bayreuth 19077 Preis 3 Mark. Der durch seine gediegenen historischen Arbeiten bekannte Verfasser behandelt in dieser seiner jüngst erschienenen Schrift mit Gründlichkeit die Geschichte der ältesten jüdischen Ansiedlungen in diesem Lande und gielst uns Kunde von den Privilegien und Anordnungen in Bezug auf die Juden daselbst. Den Landesrabbinern von Baiersdorf und der Kultusgemeinde Bayreuth widmet der Verfasser eine lichtvolle Darstellung. Ter lehrreichen Schrift sind sechs wertvolle Beilagen beigegeben. — l>r. Wilhelm Münz, Rabbiner in Gteiwitz: Einsames Land, Verlag von I. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1907. Man sieht dem Erscheinen von Schriften des Verfassers immer mit einer gewissen günstigen Poreingenommenheit entgegen, da dieselben durch poetische Behandlung, welche aus tiefreligiösem Herzen strömt, sich auszeichnen, die der Klarheit keinen Eintrag tut. Herr 0r. Münz ist es auch in vorliegender Schrift, die wir in unferer realistisch gerichteten Zeit besonders der für Ideale empfindlichen Jugend empfehlen, gelungen, die Religion und das voll ihr erfüllte Leben poetisch zu verklären, lind sie dadurch unserem Gemüte, ihrer eigentlichen Heimstätte näher zu bringen. Jeder ^eser wird von diesen herrlichen Stimmungsbildern sich mächtig angezogen fühlen und dadurch reiche Auregling für sein Seelenleben gewinnen und von dem Unendlichen sich angeweht fühlen, das das Leben mit höheren Werten erfüllt. Möge der Herr Verfasier, der etwas eigenartig Anziehendes in seinen Arbeiten besitzt, das seine Persönlichkeit charakterisiert, uns oft mit seinen Publikationen erfrellen. — D i e Salomon - Sage in d e r . s e m i t i s ch e n Literatur. Ein Beitrag zur vergleichenden Sagenkunde von 'Dr. Georg Salzberger <Berlin Nikolassee, Kommissionsverlag von Max Harrwitz, 1907). Der gelehrte Verfasser bietet uns auf Grund von Quellenstudien eine ebenso