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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1908-02-01 · Heft 2 (1.2.1908) · p. Seite 40

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
27 (1908)
Issue
Heft 2 (1.2.1908)
Date
1908-02-01
Page
Seite 40 (sequence 18)
Language
German
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! Kindergemüt ergreifen soll. Siche Gefühle, Neigungen und Gesinnu ihr Seelenleben für die Religion religiösem Gebiete angeregt und des Lehrers. Ohne sie frommt d länders' bleibt wahr: „Nicht die 40 rlich tut die Methode viel; Sie zeigt rvie die Gedanken, agen der Schüler planmäßig bearbeitet werden und zubereitet wird und sie zur lebendigen Beteiligung auf angeleitet werden. Mehr aber tut die Persönlichkeit e beste Methode nichts. Das Wort des großen Eng-. Methode, sondern der Mann!" Msnatsi'ch»«. In Berlin fand die Generalversammlung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums statt. Der Vorsitzende Prof. Dr. Phi tippson konsta tierte bei Beginn der Versammlung an der Hand des Jahresberichtes das äußere und innere Erstarken der Gesellschaft, lvie es in der stets wachenden Zahl der Mitglieder, sowie in den Publikationen der Gesellschaft zum Ausdruck kommt, betonte aber auch die Notwendigkeit der Beschaffung Weiterer Hilfsmittel, wenn die Gesellschaft ihren eigent wissenschaftlicher Arbeiten auf denk Gebiete jüdischer Die Versammlung erteilte sodann dem aus feinem tadtrat I. L a n dsberger - Glogau Decharge, wählte lichen Aufgaben, der Förderung Forfchllng, gerecht werden solle Amte scheidenden Schatzmeister den bisherigen Ausschuß wieder und die Herren Dr. Max Ginsberg und Max Beer zu Revisoren. In dem nun felgenden Vortrag entwickelte Rabb. Dr. Porges ein äußerst interessantes Bild des nordfranzösischeu Bibelexegeten Joseph Bechor Schor,. den er einen der selbständigsten und scharfsinnigsten Bibelerklärer nannte. Er war grundsätzlicher Vertreter des „Peschat" und verfolgte mit seinem Komentar vorwiegend praktische Zwecke. Wie Schor eine Auseinanderse^ung mit der christlichen Bibetauslegung nicht gescheut, vielmehr für seine Pflicht gehalten habe, so möge auch, schloß Redner, die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums darum besorgt sein, daß auf wissenschaftlicher Grundlage eine wirksame, zeitgemäße Apologetik geschaffen, und zu den Resultaten ^er modernen Bibelfo::schung Stellung genommen werde. Den nächsten Vortrag hielt Dr. Jul. Guttman ll-Breslau. Er ging aus von einer Schilderung der persönlichen Beziehungen Kants zu jüdischen Kreisen und des starken Einflusses, beit seine Philosophie auf das gebildete Judentum seiner Zeit ausübte. Dieser Einfluß sei darum von geschichtlicher Bedeutung, weil er in die Zeit fällt, in dersich das moderne Judentum bildete. Wenn Kant selbst dem Judentum in religiöser Beziehung ohne innere Teilnahme ja selbst scharf ablehrend gegenüberstand, so gebe sein Urteil üler das Juden-

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