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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1908-02-01 · Heft 2 (1.2.1908) · p. Seite 34

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
27 (1908)
Issue
Heft 2 (1.2.1908)
Date
1908-02-01
Page
Seite 34 (sequence 12)
Language
German
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schüttert worden? Geben die Publikationen Reumanns über den Buddhismus dem Buddha und seiner Religionsphilosophie nicht eine ganz neue Physiognomie? Haben die mehr als vierzig Bände der Oxforder. Übersetzung der ^Heiligen Bücher des Orients" für die Geschichte der Religionen ettva nicht dieselbe Bedeutung, wie die Nachfolger für die Geschichte des Ursprungs der Arten? l nerschöpflichen Arbeiten über den Ursprung des Christentums und der ersten Jahrhunderte der christlichen Kirche von Christian Bauer, dem Begründer der Thübingenschen Schule bis herunter zu Harnack, sagen? Man kann sich keine., idealere und gleichzeitig anziehendere Versammlung denken, oieler Gelehrter' ans allen Weltteilen mit dem einzigen Licht ihres göttlichen Geistes ausströnlell zu lassen, stets Werke Darwins und seiner Hub was sotten wir zu den i als diese Zusammenkunft so Zwecke, gemeinsam das ganze von der Freude erfüllt, die-religiösen Gedanken immer mehr vertiefen zu können, die einen so großen Teil der Ges machen. Die Zahl^ derjenigen, Beim Baseler Kongreß im Jc^ chichte der Nationen und der Menschheit überhaupt ausn^elche diese Zudien pflegen, wachst von Tag zu Tag. hre 1W4 waren bloß 222 Religionshistoriker anwesend. in dem großen.Reiche, in dem streut lebende Gelehrte dieses lauter bekannte ittustre Namen In Oxford dürfte diese Zahl stark überschritten werden, da England allein über hundert, die Sonne der Religionsfreiheit niemals untergeht, zer- Faches zählt. Die Förderer des Oxforder Kongresses, sind selbst mehr als fünfzig. Diese hingebungsvolle Wanne, mit welcher das Studium der Religionen hier betrieben wird,- steht zu dem historischen Materialismus, der jetzt alleinherrschend ist, im wohltuenden Kontraste und bemeift mit intuitiver Erleuchtung, daß über den materiellen Interessen es noch ideale unsichtbare und unausrottbare Kräfte gibt, die ihren erlösenden Einfluß ansüben, die Genußsucht und Wollust zügeln und eiuschränken und je nach dem Charakter der verschiedenen Zeitalter die wahre Geschichte der Menschheit ausmachen, die niemals nur von Brot gelebt, sondern sich stets auch mit seelischen Aspiration genährt und immer die süße Freude eines moralischen Imperativs empfunden hat, der die traurige W rklichkeit des Lebens durch die erhabenen Freuden der Ideale erhellt. Und je mehr man sich in die aufeinander folgenden Epochen vertieft, je mehr die Wesenheit der verschiedener Religionen ans Tageslicht gerückt wird, desto ehrlicher, reiner und verwandter fühlen' Doktrinen aus dem Ende de^ vir uns mit ihnen, im Gegensätze zu den oberflächlichen Will. Jahrhunderts, welche den llrsprung der Religionen auf Unwissenheit, Furcht und Aberglauben znrückführten, nach deren Auffassung das menschliche Geschlecht ununterbrochen als das Opfer der Lüge, der Begierde und der Tyrannei der Geistlichkeit erscheint. Alle große Religionen entspringen der sublimsten Reinheit und wollen nicht mit den Schacherern verwechselt werden, die sie vielfach geschändet haben. Die historischen Studien des XIX. Jahrhunderts, die im XX.

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