Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 27 (1908)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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begnügen, mit dieser Behauptu ng von einem großen Rätsel, das uns gänzlich unbekannt bleiben sollte. Wir müssen, ohne es begreifen zu können, vom höchsten Wesen eine gewisse Vorstellung haben, sonst wäre es für uns, als wenn es nicht vorhanden ist: ohne den Herrn von Angesicht zu Angesicht zu schauen, können wir wenigstens einen Zipfel seines Mantel aufheben, der die Welt erfüllt. Und ich behaupte, daß wir das können. Das Absolute, welche die tiefe Tätigkeit ist, die die Welt der Kräfte ebenso wie die Welt das Bewußtseins spannt und bewegt, kann mfr nicht vollständig fremd sein. Tie Spektral — Analyse bat gezeigt, daß alles im Weltall aus denselben Ele-* menten besteht. Das Gleiche üiuß für die innere Betrachtung des Seins gelten. Alles was lebt muß bis zu einem. gewissen Grade dem Geiste angehvren, von der niedrigsten Zelle, die sein verwirrter und Unbestimmter Ausdruck ist, bis zu Gott, der seine Fülle!ist in seiner unendliches Kraft.j Daher, wenn wir uns einerseits mit dem entferntesten jSamenkorn des Lerens verbinden, dessen Rauschen sympathisch in unserem Gefühlsleben tviderhallt, stehen wir andererseits in Wesensverrvandtschaft mit. Gott, und wir können mit ihm zusammen leben, mit ihm zusammen wirken. Es muß hier erinnert werden an die tiefe Bemerkung'Rabbi Pkibas: „Gott", sagt er „hat dem Menschen einen Beweis seiner Liebe gegeben i n d e m e r i h.n zum B e w n ß t se i n brachte, daß er ihn in seinem Erenbilde geformt habe(Aboi)i, is). Nun aber, wenn es wchr ist, daß zwischen der höchsten Realität und dem Gemeinschaft und der Zusammenarbeit vorhanden ist, Menschen eine Möglichkeit der sind Ge.et und sittliches Wirken keine leere Worte. Das Gebet erfleht das Eindringen des Göttlichen in uns, und das sittliche Wirken läßt dieses Göttliche in das Getriebe der'Dinge eiudriugen. Grade hu.ch seine Beschaffenheit, die gleichzeitig vom Physischen und Geistigen abhängig ist, ist der Mensch in das Weltall gestellt, um dieses mehr und Tie Schrift lehrt uns, daß Gott durch uns geheiligt zeehicl 20. 41 : und daß das tugendhafte Handeln die und. mehr zu Gott zu erheben werden will ^Leviticus 22. 32; E Gottheit heiligt. ^.Tesaias 4. 16 Aus diesen Gedanken die Gott anerkennen so viel bedeutei dom ewigen Gott spricht, ums anerkennen.' Der Geist hat stets seinen Ausdruck von gestern und Ausdruck zu bringen muß der Geist Formen annehmeu, die ihn wie mit einem schützenden vir eben behandelt haben ergibt sich daß einen lebendigen wie an eine ewige Offenbarung glauben. Wenn mau man folgerichtig einen ununterbrochenen Fortschritt den Trieb fortzuschreiten und'vorwärts zu gehen, um den der jetzigen Stunde zu übertreffen. Um sich zu Rahmen eiyschließcn. Aber die in das Getriebe des Lebens und (Entwicklung zu fördern, dieselb Geisteswirken seinen Tribut br 'II. Formen haben nur den Wert ihm Eingang zu schaffen sie müssen stürzen und fallen, wenn sie anstatt seine zurückdrängen. Jedes Zeitalter muß dem großen ngen und jedes Jahrhundert buchstabiert eine Silbe weiter von dem großen geheimnisvollen Worte, welche die Geschichte schreibt. Eine