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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-11-01 · Heft 11-12 (1.11.1906) · p. Seite 274

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 11-12 (1.11.1906)
Date
1906-11-01
Page
Seite 274 (sequence 36)
Language
German
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274 ' verein deutscher Buchhänt ler 15 000 Mark ynd der Reuterstiftung (Asyl für Kaufleute) 10000 Mark zugewandt. Witwe Joh. Simon gel•, Dem Mediziner Dr. Bi« mals die Behandlung dei ist zusammen mit Prof. Genehmigt wurde ferner die Zuwendung der verstorbenen Salinger (Kapital eine Million Mark), zur Errichtung eines interkonfessionellen Waise chausis für Mädchen im Alter vom 12 bis 18 Jahren. — r, Assistent des Geheimrats von Bergmann, war jüngst aber- Sultans und der Familie desselben anvertraut. Prof. Bier von Bergmann aus Konstantinopel zurückgekehrt und wurde noch beim Abschied besonders ausgezeichnet. Der Sultan überreichte nämlich persönlich Herrn Prof. Bier den E^oßkordon des Osmanie-Ordens, nachdem er ihm vor kurzem den Medjidje-Orden erstes Klasse, die Liakat (pour le merite) in Gold und die Jmtaz- Medaille verliehen hatte. Ferner ließ der Sultan mehrere Kisten mit Geschenken in das Hotel für die beiden Ärzte schicken. Als Dr. Bier zum erstenmal in Konstantinopel war, wo er zwei Mono te verweilte, wurde er ebenfalls mit Ehren überhäuft. Der Sultan ernannte ihn zum Honorar-Professor an der;.Hamidie‘, überließ ihm eine eigene Dacht zu Fahrten in den Bosporus und verehrte ihm zwei kostbare Buchara- Teppiche und ein goldenes Zigarren-Etui. Beim Abschied machte der Sultan ihm den Vorschlag, als sein Leibarzt mit einem jährlichen Gehalt von 60000 Franks in Konstantinopel zu verbleiben) was Herr Dr. Bier aber ablehnte. Dr. Richard Bier wurde 1865 in Münster geboren. Er ist ein Enkel des erst vor kurzem in hohem Alter verstorbenen Rabbiners Prof. Heidenheim in Sondershausen. Seine Studien hat er in Münster und Würzburg gemacht. 1895 kam er an die Universitätsklinik nach Berlin als Volontär und bald darauf wurde er zum Assistenten des Herrn Geheimrats v. Bergmann ernarint, den er auf seinen verschiedenen Reisen nach Rußland, der Türkei usw. fast stets legleitet hat. — In Elberfeld fand aus Anlaß der vierzigjährigen Amtstätigkeit des Herrn Dr. Auerbach als Rabbiner und Religionslehrer ein Festgottesdienst in d«r Synagoge statt. Die Rede zur Feier des Tages hielt Herr Rabbiner Dr. Grabowski aus Barmen. Der Jubilar erhielt den Roten Adler-Orden IV. Klaffe. Die dem Jubilar überwiesene Geldsumme bestimmte derselbe zu einer „Rabbiner Dr. Auerbach Stiftung". — Zum Andenken ihrer Eltern Moritz und Johanna Oppenheimer h rben deren Kinder dem Kindergarten für Israeliten in Frankfurt a. M. hunderttausend. Mark zugewenhet, der daraufhin in seiner Generalversammlung beschlossen hat, in Zukunft den Namen „Moritz und Johanna Oppenheimerscher Kindergarten für Israeliten" zu führen und zwei Mitglieder der Familie dauernd in die Verwaltung zu det« gieren. — Das Preisgericht für den Neubau einer Synagoge in der Königsteinerstrafe in Frankfurt a. M. hat seine Entscheidung getroffen. Den ersten Preis von 4500 Mark! erhielt die Ärchitektenfirma Graf & Röckle in Stuttgart, den zweiten Preis von SOCK) Mark Wilhelm Wellerdick in Frankfurt a. M., den dritten Preis von 1500 Mark Prof. Friedrich Pützer in Darmstadt. Die Projekte von Hermann Fehr in Frankfurt a. M., Graf & Röckle (ein zweiter Entwurf), Edmund Körner in Berlin und

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