Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 26 (1906)
- Issue
- Heft 11-12 (1.11.1906)
- Date
- 1906-11-01
- Page
- Seite 273 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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273 der Geborenen so niedrig), dann würden Taufen und Auswanderungen bei weitem nicht die Bedeutung besitzen, die ihnen wirklich zükommt, ihr Einfluß würde vielmehr auf dem natürlichen Wege des Zuwachses durch Geburten ganz erheblich abgeschwächt. — Man berichtet uns : Der Verband für Statistik der Juden, diese Orgamsation, welche in ihren Anfängen mit mangelndem Verständnis für die gemeinnützige Bedeutung ihrer Arbeiten zu kämpfen hatte, hat in diesem Jahre eine sehr gedeihliche Entwicklung genommen. Dank den Veröffentlichungen des Bureaus für Statistik der Juden wurde die Tragweite und Unerläßlichkeit jüdisch-statistischer Erhebungen fast von sämtlichen jüdischen Organisationen und hervorragenden Gemeinden anerkannt. Demzufolge wurden dem Verband für Statistik Jahressubventionen bewilligt und von manchen Organisationen Vertreter in das Kuratorium des Verbandes entsandt. Zu den Körperschaften, die schon in den früheren Jahren den Verband für Statistik durch Jahresbeiträge oder Ankauf einer größeren Anzahl von Publikationen subventionierten, Jewish Coionisation Association, Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Großloge und mehrere Einzellogen des U. O. Bnei Brith, Deutsch-Israelitisches Gemeindebund, Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, jüdische Gemeinde von Berlin, - Breslau und Posen, traten neuerdings hinzu: Deutsche Konstrenzgemeinschaft der Alliance Israslite Universelle mit eistem Jahresbeitrag von 200 Mark und einer einmaligen Subvertion von 1000 Marf; Hilfsverein deutscher Juden mit einem Jahresbeitrag von 500 Mark; mit Jahresbeiträgen von 200 Mark die jüdischen Gemeinden in Frankfurt, Hamburg, Wien; mit Jahresbeiträgen von 100 Mark: die jüdischen Gemeinden in Danzig, Stettin, Kassel, Köln; mit Jahresbeiträgen unter 100 Mark: die jüdischen Gemeinden in Hannover, Beuthen, Aachen, Wiesbaden, Mainz, Gleiwitz, Elberfeld, Kattowitz. Als Vertreter! der Deutschen Konferenzgemjeinschaft der Alliance Israelite Universelle ist Geheimer Kommerzienrat Goldberger in das Kuratorium des Verbandes eingetreten. Auch der Hisfsverein deutscher Juden wird durch ein Borstandsnütglied im Kuratorim vertreten sein für wissenschaftliche Arbeiten gebildei Rothholz übernommen hat, daneben Herr Richard Caffel steht. Ferner . Der Vorstand des Verbandes hat eine Kommission deren Vorsitz der bekannte Statistiker Dr. Julius eine Kommission für Propaganda, an deren Spitze hat der Vorstand Herrn Dr. Bernhard Kahn, Sekretär des Hilfsvereins deutsches Juden, als Mitglied kooptiert. — Das neue Raphael Wolff-Stift in Stolp wijirde am 2. Oktober in feierlicher Weise seiner Bestimmung übergeben. Durch letztw R. Wolff ein Kapital von 100000 alter, arbeitsunfähiger Leute beiderle llige Verfügung stiftete der verstorbene Kaufmann Mark zur Erbauung eines Hospitals zur Aufnahme i Geschlechts, jedoch sollte die Hälfte der Wohnungen für Insassen jüdischen Glaubens reserviert bleiben. — Der Kaiser genehmigte die Zuwendung des verstorbenen Rentiers Betrage von 613 710 Mark zur Un Errichtung neuer Bolksbibliotheken. Albert Siegfried Cohn an die Stadt Berlin im terstützung und Erweiterung vorhandener und zur Derselbe Stifter hat auch dem Unterstützungs-