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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-11-01 · Heft 11-12 (1.11.1906) · p. Seite 272

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 11-12 (1.11.1906)
Date
1906-11-01
Page
Seite 272 (sequence 34)
Language
German
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272 des rabbinischen Schrifttums. „Das endgültige Ergebt is der enthält unter anderem fallende Anteil hat sich betrug 1880: 13,33 v. und 1905: 10,98 v. T. — 372,058 — 379,716 - Ein Artikel der „Statistischen Korrespondenz" über Volkszählung" (vom 1. Dezember 1905) in Preußen folgenden bemerkenswerten Passus: „Der auf die Juden entim Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ständig vermindert; er 1885: 12,94, 1890: 12,42, 1895: 11,92, 1900: 11,38 Die entsprechenden absoluten Zahlen sind: 363,790 — 366,575 392,322 bis 409,501. Die geringe Zunahme der Juden an Kopfzahl beruht wohl hauptsächlich auf Auswanderung, sowie auf den zahlreichen Übertritten zu anderen öekenninissen. Diese Begründung der nun schon seit vielen Jahren andauernden relc tiven Abnahme (bezw. geringen absoluten Zunahme) der jüdischen Bevölkerung Preußjens kann man nicht' als zutreffend gelten lassen, und zwar dabei ein Moment außer acht gelassen ist, der eine Hervorerste Rolle unter den Ursachen des Zurückgehens der Juden spielt, nämlich deren außerordentlich niedrige Geburtsziffer^ Schon im Jahre 1880 kommen (in Preußen) au' 1006 Lebende bei den Juden nur 31,0 Geburten gegen 38,86 nur noch 27,14 (gegen 37,72), 1890: 23,75 (36,62), 1895: 48 (3b,27), 1901: 19,36 (36,76), 1902: 19,63 (36,53), 1903: 18,40 (36,03), 1904: 18,71 (86,89). Im Verlauf dieser 25jährigen Periode ist also die Geburtenziffer bei dm Juden immer mehr gesunken, während sie bei der Hauptmasse der Bevölkerung (den Christen), bei der sie von Anfang an viel höher war, nur wenig abgenommen hat. Das; dies bei der Bedeutung, die den Geburten als dem natürlichen Faktor der gortpflcnzung und Vermehrung der Bevölkerung zukommt, eine namentlich deshalb, weil ragende, wenn nicht die bei den Christen, 1885 21,36 (36,85), 1900: 19. fortwährende prozentual! nicht die ebenfalls recht In den Jahren 1885 90 schließen läßt, aber endlich auch Abnehmender Juden herbeiführen mußte, ist klar; ja, man darf sogar behaupten, daß eil absolutes Zurückgehen die Folge gewesen wäre, hätte gerinc e Sterblichkeit einigermaßen einen Ausgleich geschaffen, und l890/95 drängen allerdings die zahlreichen Wanderungsverluste im Verein mit Austritten und Taufen (1885 bis 90: Verlust durch Wanderung 8226. durch Austritt utd Taffe 1250, 1890 bis 1895 13,000) den Einfluß der Ge- Hint wgrund, umso deutlicher aber tritt derselbe im Zeitraum 1895/1900 hervor, in dbm dü nämliche Abnahme der Juden wie in früheren zu verzeichnen ist, wiewohl nicht nu? kein Wanderungsverlust, sondern ein erheblicher Wanderungsgewinn (3991)^stattgefl nden hat; da die Taufen (2500) dieses Resultat nur in bescheidenem Maße bedingt Haien können, ist als die Hauptsache jedenfalls die niedrige i eit. Auch in den Jahren 1900/05 hat dieselbe wohl ein gut Teil zur Verminderung )er Ir den beigetragen, soweit sich aus den bis jetzt vorhandenen (oben mitgeteilten) Zahlen, die im ganzen wiederum eine fallende Tendenz aufweisen, In vol ständiger Würdigung des oben hervorgehobenen Momentes ist noch folget des zu erwägen: Besäße die Geburtenziffer der Juden eine nur einigermaßen tormale Höhe (nicht einmal in Frankreich ist die relative Zahl

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