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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-11-01 · Heft 11-12 (1.11.1906) · p. Seite 248

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 11-12 (1.11.1906)
Date
1906-11-01
Page
Seite 248 (sequence 10)
Language
German
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248 t er mos und Koheleth. Man wird von dem verfaßt sind, dem verlangt werden. Der Religion^! schaftlicher Hypothesen werden, wenn man beispielsweise bei der Frage eintreten wollte, ob geschoben sind. Das hieße in schreiten und sich auf ein fremde Wertschätzung des Buches bei de den die Dichtung uns bietet, w nicht berührt, und auch der rnn anderen Worten: die Bibelkritif werden. Sie darf nie Z Wo sie zum inneren Verständig die ohen angeführten Beispiele) der intellektuelle, ethische oder kritische Betrachtung erschlossen gilt sowohl für die Mittel-, als Die Oberstufe umfaßt die junge Leute vom 16. bis zum Durch den vorangegangenen Und sie den biblischen Stoff in sein' Betrachtung der Propheten und die Bedeutung der Bibelkritik Bewußtsein gekommen. So ist zum vorläufigen Abschluß' beiden anderen Stufen vorderst fassendes Bild von der allrnä! ältesten Zeit bis zur Abfassung Pentateuchs in den Kreis ihrer dieser Schichten hin. Mit einen Das kann jetzt umso unbedenklich wissenschaftlichen Ernst, als trachtungsweise der Bibel gehh mehr als Lehrbuch; sie muß Schrift (selbstverständlich nichl werden. Nun kann man freilich derartige Behandlung der Bibel auch bei ihnen darauf Hinweisen müssen, daß sie nicht Bibel sie zuschreibt; aber mehr darf auch hier nicht unterricht darf nicht zum Tummelplatz religionswissen- Ans demselben Grunde müßten wir es verurteilen, Behandlung des Buches Hiob in eine Erörterung die Reden des Elihu ursprünglich oder erst später einder Tat die der Schule gezogenen Grenzeü weit übers Gebiet begeben, ohne daß die religiöse und poetische n Schülern dadurch gefördert würde. Der hohe Genuß, ird von der Echtheit oder Unechtheit der Reden Elihus ere Zusammenhang wird nicht durch sie gefährdet. Mit muß im Religionsunterricht mit Vorsicht ängewandt eck sein; sie muß immer Mittel zum Zweck bleiben, is der biblischen Schriften notwendig erscheint (vergl. da sollte sie immer berücksichtigt werden, wo hingegen poetische Wert eines biblischen Buches auch ohne dessen werden kann, da ist sie immer fern zu halten. Das auch für die Oberstufe der religiösen Unterweisung, oberen Klassen unserer höheren Lehranstalten, d. h. also Lebensjahre, bis zur Pforte des Universitätsstudiums, erricht sind diese Schüler soweit gefördert worden, daß wesentlichen Teilen beherrschen; durch die kritische einzelner Bücher aus den Kl tubim ist ihnen zudem für die gerechte Würdigung der heiligen Schrift zum der Boden geschaffen, auf dem das begonnene Werk cht werden kann. Die Oberstufe führt aus, was die tet haben: sie gibt ein zusammenhängendes und umhlichen Entstehung des biblischen Schrifttums von der der Chronik.; sie zieht die einzelnen Schichten des Erörterung und weist auf die charakteristischen Merkmale Worte: sie bietet systematische Bibelkritik dar. er geschehen, als die Schüler dieser Stufe sowohl den die geistige Reife besitzen, die zu einer solchen Be- Dabei genügt allerdings die Schulbibel nicht hurch eine gute und ungekürzte Ausgabe der heiligen der Ur-, sondern in der Muttersprache) ersetzt 19 en ren. m die prinzipielle Frage aufwerfen: was soll durch eine in den Oberklaffen unserer Gymnasien gewonnen werden?

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