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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-10-01 · Heft 10 (1.10.1906) · p. Seite 225

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 10 (1.10.1906)
Date
1906-10-01
Page
Seite 225 (sequence 11)
Language
German
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Ewig! um Es ist der große Unbekannt^ in den Gyttesknechtreden immer geisterten Worten hinweist. Jsrai Völker aufsprießt. Seine Schmerz^ Nationen keimt. Wenn Israel in Gottes willen ergebungsvoll trägt, schließlich zu einer hohen Auffassui absichten Gottes auch mit den Lei^ sagen, ein Glaube, der solche Du sein, und sie werden sich zum — ein Stück großartiger religiöser Prophet die ganze Fragestellung in ausreichender Deutlichkeit aus der Zweck. So wird die Tragik herrlichung des göttlichen Erzieherlp Dabei haben wir eine Nuance Prediger vom leidenden Gottesknech Duldertum der Edlen die Laster wurde daraus die zum Dogma Eduard von Hartmann hat bereis Vorstellung erkannt. Es ist die schichte. Immer werden grade schwersten tragen. Sie werden deni Bewußtsein, um Gottes Will ein Gegengewicht gegen die Leider endlichen Sieg seiner Sache. In duldete Leid liegt vielmehr tiefe bart sich darin eine Weihe und Freudigkeit im schmerzensreichen ewiger Bedeutung. Wir teilen die Auffassung Sinnbild des gottgetreuen Jsraejl israelitische Volk hat seine Rolle Tatsachen. Von den Deutungswe lichkeit erblicken, verdient eine Unter den in der Zeit der Cyrus eine Erhebung des Davididen S die die Zlvi geisi v ') Jes. 53. Üüi — 225 — dessen Predigten das Jesaiasbuch abschließen, der wieder auf die Herrlichkeit dieser Erkenntnis in be- Hls Duldertum ist die Wurzel, aus dem das Heil der n sind die Muttererde, aus der die Seligkeit für die idealer Selbstverleugnung alle Verfolgung um seines dann kann es nicht ausbleiben, daß die Heiden ig von Israels Wesen und Wert und den Heilsen dieses Volkes gelangen. Dann werden sie sich lherkraft seinen Bekennern verleiht, muß der wahre en bekehren. Wir sehen hier, in voller Kühnheit Genialität — in klarem Bewußtsein dreht hier der Wie schon bei Elihu in leisen Ansätzen wird hier i>em „Warum" des Leides, dem Grunde ein „Wozu" (um Tröste: die Theodicee zur Theodokia, zur Vertanes. dieser grandiosen Konception noch nicht beachtet. Der t wendet zuweilen den Gedanken so, *) als ob in dem der sündigen Masse gebüßt werden. Im Christentum verdichtete Lehre vom stellvertretenden Sühneleiden, s richtig die wahre Bedeutung dieser eigenartigen ^Verherrlichung des tragischen Heroentums in der Ge- Besten unter den Lasten und Lastern der Zeit am nationale Schmach am tiefsten enipfinden. Doch in m zu leiden und zu kämpfen, hat der Gottesknecht seines Berufs, ebenso wie in der Zuversicht auf den dieser innerlichen Erhebung des Geistes über das ereisheit als in der bloß stoischen Resignation, es offeneckerklärung des Leids, die der Stoa fremd sind. Kampfe für Gott, das ist ein religiöses Ideal von gerer, die in dem duldenden Knecht des Ewigen das sehen. Ed. v. Hartmanns schönes Wort: Das als Gottesheros würdig durchgeführt, entspricht den sen, die in dem Gottesknecht eine bestimmte Persönolle Vermutung Sellins hervorgehoben zu werden, heimgekehrten Juden habe auf Rat der Propheten trubabels zum Könige stattgefunden und mit einer

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