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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-09-01 · Heft 9 (1.9.1906) · p. Seite 211

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 9 (1.9.1906)
Date
1906-09-01
Page
Seite 211 (sequence 21)
Language
German
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211 an den Monarchen: „Eure k. und k. Apostolische Majestät! Allergnädigster Herr und Kaiser! Wohin immer die Kunde vo^i dero allerhöchsten Besuche unseres Gotteshauses zu den Ohren meiner Glaubensbrüdeis in diesem unserem herrlichen Vaterlande dringt, überall werden freudige Dankesgefühlt sich regen und ich, ein Knecht meiner Religion, bin nur das schwache Sprachrohr der Segnungen all dieser Hunderttausende. In deren aller Namen lege ich, gemäß den Geboten unseres Glaubens (Pr. XXIV., 21); die Gelübde unserer begeisterten Liebe u^d nie wankenden Treue für Eure Majestät und das ruhmreiche Kaiserhaus an die Stufen des allerhöchsten Thrones in diesen heiligen Räumen, wo wir bei jedem gegebenen Anlasse für allerhöchst dero Wohl und Glück beten. Und muß ich es heute besonders, wo wir zum zweitenmal während Eurer Majestät glorreichen Regierung den gnädigen Beweis erhalten, daß Eure k. und k. Apostolische Majestät auch unsere Religion als vollwertiges, von Gott bestimmtes sittliches Erziehungsmittel würdigt, mich über uns in gleicher Weise, wie über alle anderen Allerhöchst Seine Liebesgaben ausstrent, deren wir uns würdig zeigen wollen, wie immer seit jener Zeit, da uns )urch Eure Majestät Wille das Feld rühmlicher Betätigung im Kriege, wie im Frieden erschlossen worden ist. Und darum flehe ich jetzt mit der Segnung: O Welsentenker, mögen die Worte, die ich zu dir emporsende, sich erfüllen! Gewähre die Wünsche, die das edle Herz unseres allergnädigsten Landesvaters bewegen, denn sie enthalten Tugend, Recht und Frieden, Leben, ungezählte Fahre verlangen wir für ihn, o gieb; es, damit er, der Fels und Hort seiner Völker, der Schutz und die Wehr seiner Lästder, seines erhabenen Herrscheramtes mit Jugendkraft walten möge für und für Ainep." Mit einem vor geöffneter Bundestade gesprochenen Gebete schloß der Rabbiner, worauf der Kaiser unter den Klängen der vom Tempelchor intonierten Volkshymne das Gotjteshal s verließ, in welchem eine Gedenktafel an den dem Tempel vom Kaiser vor sechzehn Jahren abgestatteten Besuch erinnert. Der Kaiser sprach dem Kultusvorsteher und dem Rabbiner beim Verlassen des Gotteshauses seinen Dank für den' schönen Einpfang aus. — Der im Alter von 74 Jahren am 2. September in Wien zu Grab getragene Hofrat Prof. Tr. Isidor Neumann v. Heilwart war einer der ersten, der die Wichtigkeit und die Bedeutung der mikroskopischen Untersuchung für die Erkenntnis und hie Beurteilung der Hautkrankheiten erfaßte und durch zahlreiche Arbeiten illustrierte. Hiese Arbeiten bilden einerseits eine Ergänzung zu den unvergleichlichen klinischen Beobachtungen Hebras und andererseits den Ausgangspunkt für die modernen histologischen! Arbeiten in der Dermatologie. Aber auch auf der Klinik war Neumann ein Meister uub seine Intelligenz, sein durch jahrzehntelange eine diagonistische Sicherheit, die oft geradezu verblüffend war. Namens der medizinischen Fakultät sprach Hofrat Professor Chrobak, namens der Dermatologische^ Gesellschaft Professor Spiegler, namens seiner M. Oppenheim. Obervabbiner Tr. Güdemann Am 1. September starb in Kojetein die Schüler Professor Ehrmann und Tr. hatte im Hause den Nachruf gehalten

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