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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-09-01 · Heft 9 (1.9.1906) · p. Seite 208

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 9 (1.9.1906)
Date
1906-09-01
Page
Seite 208 (sequence 18)
Language
German
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208 Tr. Einig-Trier fügte hinzu Der heilige Basilius sogt: Wenn Gott in Gefahr ist, dann müssen Protestanten, Jilden und Katholiken wie ein Mann zusammenstehen. Und'der Kardinal-Erzbischof Tsr. Fischer-Köln forderte darauf ebenfalls zum konfessionellen Frieden auf. In der Zeit des Unglaubens und Umsturzes müßten alle, die an Gott glauben, ohne Unterschied ,des Bekenntnisses, fest und einmütig zusammenstehen. — Vom 2^r. August bis zum 1. September fand in Köln die Jahreskonferenz der Zionistischen Weltorganisation statt. Ter Präsident Wolffsohn eröffnete die Sitzung, erstattete den Bericht des Aktionskomitees' und gedachte der Toten des vergangenen Jahres. An den Bericht schloß sich eine eingehende Diskussion an. In derselben wurden eine Reihe von Patästinafragen gestreift, einige Maßnahmen, des Aktionskomitees, insb.sondere aber die Ergebnisse der Brüsseler Konferenz und die Stellungnahme der englischen Landsmannschaft zur Jto kritisiert. 1 Der Präsident des Aktionskomitees wußte die Angriffe auf die Geschäftsführung der Leitung zu widerlegen. Ihm und dem Aktionskomitee wurde einstimmig das Vertrauen der Konferenz ausgesprochen. Tie Brüsseler Konferenz hat nach den Mitteilungen' des! Herrn Greenberg nur geringe Erfolge gezeitigt, da von den großen Organisationen int Grunde genommen nur die Anglo Jewish Assoeiation zur Mitarbeit bereit war. Die Debatte wandte sich auch der Frage zu, ob die Jahreskonferenz ihre Ansicht über die Stellung der Zionistischen Organisation zur Jto festlegen solle. Tie überwiegende Meinung ging dahin, daß eine Zusammenarbeit mit der Jto ausgeschlossen erscheint, daß aber auch ein Kampf gegen dieselbe unangebracht sei, da sie tatsächlich nur eine philanthropische Gesellschaft ist. — Die Alliance Jsraelite Universelle versendet ihren Geschäftsbericht über das abgelaufene Verwaltungsjahr 1905. Es sind im vergangenen Jahre vereinnahmt worden etwas über anderthalb Millionen Franken: davon entfallen umjeführ 900.000 Franken auf Geschenke, Zinsen und dergleichen, über 260.000 Frankest Zuschuß der Jewish Colonisation Association und etwas über 2O0.000 Franken regelmäßige Mitgliederbeiträge. Verausgabt wurden rund 1,4«^6.000 Franken, und zwar zum weitaus größten Teile für Unterrichtszwecke. Allein für Elementarschulen in den südöstlichen Ländern Europas und in Kleinasien wurden ■i Millionen Franken aufgelpendet: für das.Lehrlingswerk im Orient und für die Werkftätte in Jerusalem wärijn insgesamt fast. .160.000 Franken erforderlich, und die Ackerbauschule in Jaffa, die Meierei zu Djadrnda sowie die Domäne Roghaja erheischten einen Zuschuß von 152.000 Franken. Außerdem gestaltet sich der Haushalt der israelitischen orientalischen Normalschnle mit rund 102.900 Franken Einnahmen und 105.170 Franken Ausgaben. Man ersieht aus diesen Veröffentlichungen, daßdie Alliance Jsraelite Universelle fast ausschließlich ihre durchaus bescheidenen Mittel in den Dienst sie nach Kräften für die Hebung des Jugendunterrichtes ist uns zugegangen: Neunter Jahresbericht des Israelitischen Zentral-Waisen- und Mädchenhauses zu Bad Ems für die Zeit vom April Die Anstalt zählte am Schlüße des Berichtsjahres 31 der Kultur stellt, dadurch, dass zu sorgen bestrebt ist. — Er 1905 bis 31. März 1906.

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