Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 26 (1906)
- Issue
- Heft 9 (1.9.1906)
- Date
- 1906-09-01
- Page
- Seite 207 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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207 Jltonatsfcbau. y\\\ Frankfurt n M. fand 01111;i September in (Gegenwart dies Kultusministers Dr. v. Studt, von Vertretern der städtischen Behörden und der ärztlichen Wissenschaft die feierliche Einweihung des Georg Speyer Hanfes, das von der Wi gestiftet wurde, statt. Das dem Geieimrat Ehrlich unterstehende Erfindung und Erforschung neiter He we Georg Speyers Institut wird der lstoffe dieiren, die direkt ans dse Ursache und den Zitz der Krankheit wirken. Frau Georg Speyer erhielt den Wilhetntsorden, Geheimrat Ehrlich den Roten Adlerorden 3' Klasse. — Bei der Großen Internationalen Jubiläums ansstellnng in Frankfurt a. M. für dem Entdecker des Hundestaupeetregers Frau Leopold KlOOltO Mark übergeben, die nqch den zinslicher Iubiläumsfonds zugunsten de hat aus Anlaß dieses Jubiläums Frau fiir Arme 1000!) Mark überwiest'n Hunde aller Rassen ist Dr. Piorkowski-Berliu, , für die Erfolge, die mit de;n von ihm hergestellten Slanpesernm erzielt worden sind, der erste Preis und die goldene Medaille zuerkannt worden. — Zum fünfzigjährigen Jubiläum der „Frankfurter Zeitung" haben Herr und ounemann dem Anfsichfsrat der Frankfurter Sozietatsdruckerei G. m. b. H. näheren Bestimmungen des Anfsichtsrats als verr Angestellten verrvendet werden' sollen. Außerdem Rosa Lonnemann der Frankfurter Augenheilanstalt In Elberfeld wurde am 24. August eine sinfonische Dichtung des Oberkantors H. Zinn „l^ber Babylon Nach Rom" mit großem Erfolg im Stadthalleu-Konzert anfgeführt. - Das an den Ztammvater Abraham gerichtete Bibelwort Gen. 12, 2, „Ich will dich segnen find du sollst im Segen sein" war der Text der Rede bei der Taufe des Enkelkindes! Kaiser Wilhelm II. am 20. August. — Es ist mit Genugtuung yt konstatieren, daß auf dem kürzlich in Essen stattgefnndenen Katholikentag wiederholt und energisch gegen jbben Rassen- und Religionshaß protestiert wurde. ir verwerfen den Staat des i7. und IS. Iahrutismus und seinem Gewissenszwang. Wir ver- : „Cujus regio, ejus reliin"." Wir verlangen den lle Konsequenzen. Wir verlangen den Rechtsstaat, tvir verlangen, daß der religiösen Betätigung keine gesetzlichen Schranken gezogen werden. Wir verwerfen den konfessionellen K«!unpf. Wir wollen mit allen Andersgläubigen in Frieden leben. Wir huldigen dem Grundsatz: Jeder kann nach seiner Fasson selig lverden." Der Iesnitenpater Professor Dr. Seiler-Feldkirch erklärte': „Tie katholische Kirche verwerfe den Klassen- und! Rassenkampf. Wir verwerfest den Kampf der Nationalitäten, -sowie der Nassen und!Klasten. Es kann nur dann bester werden, wenn Gott der Herr zwei Engel auf die CSlrbe schickt: die Justitia und dist Charitas. Wenn alle Staude von. Gerechtigkeit und ibahrer Nächstenliebe durchdrungen und nicht bloß im Auge haben, was uns trennt, sostdern was uns eint, dann wird mit Gottes Hilfe die soziale Frage eine friedliche und! für alle glückliche Lösung erfahren." Professor Der Abg. de Witt-Köln sagte: „W Hunderts mit seinem staatlichen Abso werfen den mittelalterlichen Grundsatz paritätischen Rechtsstaat und dessen ve